Layenberger beendet Engagement als Hauptsponsor

Die Firma Layenberger wird ihr Engagement als Hauptsponsor des 1. FC Kaiserslautern freiwillig beenden. Dies gab der geschäftsführende Gesellschafter Harald Layenberger in einem heutigen Facebook-Post bekant. Laut eigener Aussage wurde Layenberger von den FCK-Verantwortlichen gebeten, das Engagement kurzfristig und außerhalb jeder vertraglichen Verpflichtung zu beenden. Die Freiwilligkeit ist in diesem Zusammenhang insofern wichtig, "weil die Geschäftsführung des FCK es versäumt hat, die entsprechende vertragliche Regelung rechtzeitig zum 31.12.19 geltend zu machen".


Die Meldung im Wortlaut:


Für mich war immer klar, ohne Leidenschaft und Herz für einen Verein und seine Fans, verliert der Fußball seine Seele und wird zumindest für mich uninteressant. Deshalb war es auch eine persönlich großartige Erfahrung zu erleben, wie während meiner Zeit bei Union Berlin, mit den Menschen in und um diesen Verein, so viel mehr entstanden ist, als nur ein nüchternes Sponsorship, weshalb die Eisernen auch zukünftig immer etwas Besonderes für mich sein werden.


Genauso war aber auch immer klar, dass der FCK der Verein ist, für den mein Herz am lautesten schlägt. Nach dem Abstieg in die 3. Liga - und weil zu dieser Zeit auch keiner bereit war, wurde ich mit meinem Unternehmen Hauptsponsor des 1. FCK. Natürlich hätte ich wissen müssen, nein ich wusste es zumindest 2018 nur zu gut, auf was ich mich da einlasse. Dennoch ich wollte unbedingt ein Zeichen setzen, die dringend benötigte Aufbruchstimmung erzeugen und den Fans und meinem Verein meine Wertschätzung entgegen bringen. Ich war wirklich stolz darauf, die Brust der Roten Teufel zu zieren und ich glaubte fest daran, mithelfen zu können, den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen.


Ein Verein wird aber vor allem durch die Menschen geprägt, die ihn führen. Wenn das Spiel mit dem Ball nicht mehr das Wichtigste ist, sondern alles im Verein zum Spielball von Politik und anderen persönlichen Interessen wird, dann ist es schwer, sich an Gemeinsamkeiten festzuhalten. Der Name Fritz Walter und seine Werte werden zwar überall und von jedem Verantwortlichen immer und gerne zitiert und propagiert, aber letztendlich bleiben das nur leere Worthülsen ohne Wert, wenn man sich nicht auch daran orientiert und sein Handeln danach ausrichtet.


Die Spitze unseres FCK sollte deshalb immer sachlich und fair darüber informieren was ist, statt zu versuchen, die Mitglieder und Fans für die eigenen Ziele zu instrumentalisieren. Die dauernden Kämpfe mit wechselnden Gräben, Halbwahrheiten und Unterstellungen, sowie der gezielte Einsatz bestimmter Medien haben unseren Verein leider ganz nahe an den Rand des Abgrundes geführt. Oder glaubt jemand ernsthaft, die Kampagne der großen Boulevardzeitung der letzten Monate gegen alle, mit Ausnahme der immer gleichen Personen, hat den FCK für Investoren oder Sponsoren attraktiver gemacht?


Wir wollen und werden aber unser Wort halten. So wie wir es bereits am 13.07.2018 versprochen haben, machen wir die Brust frei für einen Sponsor, der dem FCK in der jetzigen Situation vielleicht mehr helfen kann, als wir es mit unseren finanziellen Mitteln tun können, in der Hoffnung, dass damit auch der sportliche Erfolg einhergeht und unser Verein wieder besseren Zeiten entgegen sehen kann. Wir tun dies freiwillig und ohne Rechtspflicht, weil die Geschäftsführung des FCK es versäumt hat, die entsprechende vertragliche Regelung rechtzeitig zum 31.12.19 geltend zu machen. Wir haben aber sehr wohl zur Kenntnis genommen, wie Vertragsdetails, die nur dem Management bekannt waren, erst gezielt lanciert und dann in beispielloser Art und Weise öffentlich verdreht wurden. Wer auch immer dafür verantwortlich war, ihm liegt das Wohl des FCK garantiert nicht am Herzen.


Wir hätten in diesem Zuge gerne auch den Verbleib des Fritz Walter Erbes geregelt und es dorthin zurückgebracht, wo es meiner Meinung nach unbedingt hingehört - nämlich zum FCK! Alle Versuche dieses ohne Aufwand an zusätzlichen liquiden Mitteln für den Verein möglich zu machen, sind leider fruchtlos verlaufen. Vor zwei Jahren hieß es, der FCK hätte keine Möglichkeit gehabt, die Zerschlagung des Erbes und die Versteigerung der Memorabilien zu verhindern. Heute, soviel bleibt festzuhalten, hätte der FCK viele Möglichkeiten nutzen können, auch ohne zusätzliche Barmittel, das Erbe im Jubiläumsjahr und zum 100. Geburtstag von Fritz Walter zurück in den Verein zu bringen. Leider ist uns aber sehr deutlich gemacht worden, dass zumindest momentan keinerlei Interesse an einer Heimkehr des Nachlasses unserer Ikone besteht. Deshalb bleibt es nun auch dort wo es ist.


Ich wünsche uns allen und unserem FCK ganz viel Erfolg und hoffentlich auch bald wieder ein volles Stadion, sobald das wieder möglich ist. Ich selbst überlege derzeit als Fußballverrückter der ich bin, ob wir uns als Firma nochmal im Fußball engagieren wollen oder ob wir unser Engagement in diesem Sport nun ganz beenden werden. Wenn wir allerdings doch noch einmal etwas tun sollten, tun wir es garantiert nur dort wo unser Einsatz auch willkommen ist.


Was langfristig in Erinnerung bleibt, sind die wirklich schönen Momente mit Euch in der „Layenberger & Fans“ Loge, unser gemeinsames Engagement für den Verein und für die Werte die diesem Verein von Fritz Walter mitgegeben wurden.


Danke dafür!


facebook.com/harry.berg2/posts/3042527092524031


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Antworten 88

  • Sollte es tatsächlich stimmen was Layenberger schreibt, was ich ihm auch glaube, dann ist das wieder mal ein Armutszeugnis dass man mit ihm nicht spricht und er es von der Presse erfährt.Zeigt wieder einmal eine katastrophale Außendarstellung.

  • Ein dicker Brocken den Layenberger den Verantwortlichen des FCK vor die Füße wirft.

    Für mich unverständlich das es der Verein schafft Layenberger zum zweiten Mal zu vergraulen.

    Danken sollte man Herrn Layenberger für das Engagement und die Bereitschaft in die Bresche zu springen um dem Verein zu helfen.

    Für mich wieder ein großer Stein der da aus dem Fundament, auf dem der Verein steht, heraus bricht.
    Da dies eh schon auf wackeligen Füßen steht ist es für mich umso schwerer zu verstehen, dass man hier nicht den Dialog sucht und zumindest probiert die Sache zu kitten.

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  • Viewlleicht hat man ja einen "dickeren" Sponsor in der Hinterhand?:gruebel:

  • wer wilhelm als den waren schuldigen ausgemacht hatte,sollte die zeilen von h.layenberger

    einfach verinnerlichen.

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  • Viewlleicht hat man ja einen "dickeren" Sponsor in der Hinterhand? :gruebel:

    Und selbst wenn, so geht man nicht mit Geschäftspartnern um.

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  • wer wilhelm als den waren schuldigen ausgemacht hatte,sollte die zeilen von h.layenberger

    einfach verinnerlichen.

    Auch nach dem Lesen dieser Zeilen halte ich Wilhelm für den Hauptschuldigen. Ich schätze Layenberger sehr, verstehe aber dennoch dieses "Nachtreten" nicht.


    So langsam wächst in mir auch die Überzeugung, dass es auch gelingen wird, Merk und Co heraus zu ekeln. Genauso überzeugt bin ich aber auch, dass - genau wie bei Kuntz - nichts Besseres nachfolgen wird. Vielleicht löst sich das Problem dann von selbst, wenn der FCK völlig vor die Hunde geht.

  • Bin total überrascht. Da Harry sich ja in den letzten Wochen zwei mal sich öffentlich zu dem Thema zu Wort gemeldet hat und Gerüchte dementiert hat, obwohl es die Geschäftsführung schon wusste. Da hätte man mal Klartext reden können und als Sponsor hätte man das auch erwarten können das der Verein klar mit einem Kommuniziert.


    Sehr enttäuschend wie sich der FCK präsentiert und eine unglaubliche Respektlosigkeit gegenüber Layenberger. Wenn man so mit einem Geschäftspartner umgeht, dann gute Nacht

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  • Viewlleicht hat man ja einen "dickeren" Sponsor in der Hinterhand?:gruebel:

    Du sprichst von vielleicht? Ja klar.


    Und letzte Woche werden schon die neuen Mannschaftsbilder mit dem neuen Sponsor gemacht.

    Und der alte Sponsor weiß nichts davon.

    Und der Wechsel, der bis 31.12.2019 hätte abgesprochen werden sollen gem. Vertrag, wurde bisher mit dem alten Sponsor ebenfalls nicht beendet.


    Das macht man alles ganz bewusst und gezielt.

    Man verpasst dem Verein ganz gezielt nach außen ein miserables Gesicht. Man möchte gar keine externen Geldgeber / Investoren ansprechen.

    Wem das von Interesse ist... man muss nicht lange überlegen.


    Und an einen dickeren Sponsor glaube ich auch nicht. Vlt. stellt man dies so nach außen dar, aber in Wirklichkeit dürften es dann unter dem Strich nach allen Verrechnungen uns sonstigen Spielchen auch nicht mehr sein.


    Wie übrigens bei den kolportierten 8 Mio Eigenkapital.

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  • Auch nach dem Lesen dieser Zeilen halte ich Wilhelm für den Hauptschuldigen. Ich schätze Layenberger sehr, verstehe aber dennoch dieses "Nachtreten" nicht.


    So langsam wächst in mir auch die Überzeugung, dass es auch gelingen wird, Merk und Co heraus zu ekeln. Genauso überzeugt bin ich aber auch, dass - genau wie bei Kuntz - nichts Besseres nachfolgen wird. Vielleicht löst sich das Problem dann von selbst, wenn der FCK völlig vor die Hunde geht.

    Wessen Sprachrohr du zu schein seinst, sollte klar geworden sein - schon mehrfach.

    Wie man so die Fakten verdrehen kann.

  • Wessen Sprachrohr du zu schein seinst, sollte klar geworden sein - schon mehrfach.

    Wie man so die Fakten verdrehen kann.


    Diesen Vorwurf finde ich nicht ok. Viele sind gespalten und viel wird im Internet rein interpretiert.

    Danke 1 Gefällt mir 1
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