"Mit vollem Tank": Lauterer Jagd auf Big Points

Aufgeben kommt bei den Roten Teufeln nicht in Frage
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Nach dem abermals enttäuschenden Last-Minute-Ausgleich im Auswärtsspiel gegen den MSV Duisburg und der verpatzten Chance auf einen Nichtabstiegsplatz zu springen, tritt der FCK am kommenden Samstag (14 Uhr) gegen das Tabellenschlusslicht aus Unterhaching zum fünftletzten Finalspiel an. Die SpVgg musste sich am Mittwoch Türkgücü München mit 0:2 geschlagen. Die Rede war von "Zirkus", "einer beschämenden Leistung" und der Ankündigung, "wer nicht bereit ist, alles zu geben, soll seinen Pass abholen". Hachings Rückstand zum rettenden Ufer beträgt sieben Punkte, das Spiel in Kaiserslautern dürfte die letzte Chance auf eine Kehrtwende im Abstiegskampf sein.

"Der Tank ist voll"

"Der Tank ist bis oben hin voll. Wir haben durch die Regeneration dafür gesorgt, dass wir richtig gut aufgestellt sind, zudem haben wir die Möglichkeit frische Spieler zu bringen", äußert sich Marco Antwerpen zur letzten der insgesamt sechs Partien binnen 21 Tagen. Vor der Begegnung mit Unterhaching mussten die Pfälzer jedoch erst einmal den erneuten späten Last-Minute-Ausgleich in Duisburg verarbeiten. "Ich habe nicht enttäuschte Gesichter gesehen, sondern eher frustrierte, die bereit sind aufzustehen und zu sagen: Wir kriegen diese Nackenschläge, aber dann stehen wir wieder auf und kämpfen weiter", so Antwerpen. Großes Lob gab es zum wiederholten Male für die Anhänger der Roten Teufel, die die Mannschaft pushen. "Das nehmen wir dankend auf".

"Unsere Leistung ist sehr gut"

Den heutigen Gegner aus Unterhaching konnte sich die Mannschaft am Mittwoch selbst noch anschauen. "Wir haben uns auf den Gegner eingestellt und Videoanalysen gemacht". Die momentane Leistung seiner Mannschaft bezeichnet der FCK-Cheftrainer "als sehr sehr gut". Von Rückschlägen bleibt der FCK unbeeindruckt, dementsprechend werden die Pfälzer auch heute mit breiter Brust und voller Selbstbewusstsein auftreten. "Wir gehen davon aus, dass wir ein Erfolgserlebnis feiern werden", so der Cheftrainer. Zu den besonderen Ärgernissen in dieser Saison zählen die zahlreichen späten Gegentore in der Schlussviertelstunde (unter Antwerpen sind es drei Tore in der Nachspielzeit, die den FCK fünf Punkte gekostet haben). Für den gelbgesperrten Anas Ouahim ist das "auch kein Zufall mehr". "Das ist nicht nur ein Ding, was in Kaiserslautern passiert, das passiert anderen Mannschaften auch", äußert sich Marco Antwerpen. Gefragt ist in den Schlussminuten ein hohes Maß an Konzentration. "Aber auch Glück und Peck gehören dazu, das gehört nun mal zum Fußball".

Zwei Rückkehrer, ein Fragezeichen

Aufgrund der weiterhin zahlreichen Ausfälle werden Alexander Winkler und der zuletzt rotgesperrte Anil Gözütok in den Kader zurückkehren. Verzichten muss Antwerpen auf Simon Skarlatidis und Hendrick Zuck, die krankheitsbedingt pausieren müssen. Ein Fragezeichen steht zudem hinter dem Spieler der Stunde - Daniel Hanslik. Welche Grundformation das Trainerteam heute wählen wird, lässt Antwerpen wie so oft offen. "Unsere taktische Ausrichtung ist natürlich auf den Gegner projeziert. Wir sind mittlerweile variabel und stellen uns im Spiel von der 3er auf die 4er Kette. Und wir versuche es nun in den fließenden Abläufen, sodass Felix Götze selbst entscheidet, auf welcher Position er spielt - das kann extrem unangenehm für den Gegner sein".


Im Überblick: Wer ist einsatzbereit, verletzt oder gesperrt?


Der voraussichtliche Kader: Spahic, Raab - Rieder, Götze, Senger, Winkler, Hlousek, Jensen, Hercher - Sickinger, Sessa, Gözütok, Bakhat, Ritter, Redondo, Zimmer - (Hanslik), Huth, Pourié


Quelle: Treffpunkt Betze