Klingenburg soll bleiben - Zolinski mit Fortschritten

Nach über vier Jahren treffen der 1. FC Kaiserslautern und der FC St. Pauli wieder in einem Pflichtspiel aufeinander. Die letzte Begegnung endete nach Toren von Bouhaddouz und Spalvis im März 2018 mit 1:1 Unentschieden. An diesem 3. Spieltag gehen beide Vereine mit je vier Punkten ins Rennen. Für die Lautrer geht es im vierten Spiel dieser Saison darum, die Euphorie und Leistungskurve weiter hoch zu halten, dafür muss die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster allerdings am Abwehrverhalten bei Standards arbeiten. Denn: Alle vier Gegentore resultierten aus Situationen mit dem ruhenden Ball.

Riesenrespekt vor St. Pauli

"Das erste Gegentor gegen Freiburg hatte mich maßlos geärgert", so der Lautrer Cheftrainer im Vorfeld des Heimspiels gegen St. Pauli. Bis zur 82. Minute hatte der FCK im Pokalspiel gegen den Sportclub alle bis dahin entstandenen Ecken und Freistößen "seriös und sauber wegverteidigt." Beim entscheidenen Eckball standen jedoch zu viele Rote Teufel mit dem Rücken zum Ball, Freiburg wusste dies mit seiner individuellen Qualität prompt zu nutzen und schoss sich mit dem 1:1 zurück ins Spiel. "Das war richtig ärgerlich, daran müssen wir arbeiten", so Dirk Schuster, der sich jedoch insgesamt mit dem Abwehrverhalten seiner Mannschaft sehr einverstanden zeigt.


Auch in der Offensive sieht Schuster den FCK auf einem guten Weg. "Da haben wir Fortschritte gemacht." Gegen Freiburg sah der Cheftrainer mehrfach gute Ballpassagen und mit Terrence Boyd einen Stürmer, der den Ball halten, ablegen und damit Chancen entstehen lassen kann. Mit Redondo, Hanslik, Zimmer und Hercher sieht der 54-Jährige viel Potenzial in der Laufgeschwindigkeit. "Ich kann gut damit leben, was wir auf dem Flügel an Tempo haben."


Mit den Blick auf den kommenden Gegner weiß Schuster um die Notwendigkeit, der gegnerischen Mannschaft mit Respekt zu begegnen. Zum einen agiert St. Pauli mit einer Raute im Mittelfeld, ist dabei sehr offensivstark und sucht permament den direkten Weg zum Tor. Auf der anderen Seite mussten die Kiezkicker im Sommer mit Burgstaller und Kyereh sehr viel Offensivkraft abgeben - konnten diese allerdings sehr gut kompensieren. "Riesenrespekt und Hut ab dafür, wie es St. Pauli immer wieder schafft, Spieler für viel Geld zu verkaufen und dann Ersatz zu zaubern und dabei keinen Qualitätsabfall entstehen zu lassen", so Schuster.

Zolinskis guter Genesungsprozess - Spahic fällt weiter aus

Nicht zur Verfügung stehen dem Trainerteam im Heimspiel gegen die Kiezkicker weiterhin Angelos Stavridis, Avdo Spahic und Ben Zolinski. Während Spahic weiterhin an einer Handverletzung laboriert, macht Zolinski zunehmend Fortschritte. "Er hat uns signalisiert, dass er keine Schmerzen mehr hat. Es ist wichtig, dass er beschwerdefrei laufen und spielen kann. Wir hoffen, dass er in den nächsten sieben bis 14 Tagen ins Training zurückkehren kann."


Die Situation von René Klingenburg, bei dem Wechselgerüchte nach Aue aufgekommen sind, kann laut Schuster natürlich nicht befriedigend sein. Allerdings gibt es von Vereinsseite keine Absicht, den Mittelfeldspieler ziehen zu lassen. "Wir haben die Information auch nur aus den Medien bekommen", kommentiert Schuster die möglichen Gerüchte. Ganz im Gegenteil, denn Klingenburg "verhält sich im Training einwandfrei, gibt Gas, bietet sich an und hält den Konkurrenzkampf hoch." Auch der Spieler selbst hat dem FCK gegenüber bisher keine Wechselabsichten geäußert.


Weniger Chancen auf Einsätze haben aktuell Anas Bakhat, Neal Gibs und Maximilian Hippe. Bakhat laboriert an einer Zehverletzung und soll nächste Woche ins Training zurückkehren. Gibs und Hippe sehen sich auf ihren Positionen mit sehr hoher Konkurrenz konfrontiert - beiden bleiben aktuell nur Einsatzmöglichkeiten bei der U21.


Quelle: Treffpunkt Betze


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