Reifen mit jungem Schwung

Die Saison ist – ohne Nachspielzeit – 1260 Minuten alt. In allen 14 Spielen stand Janek Sternberg auf dem Rasen, am Samstag (14 Uhr) fehlt der Linksverteidiger dem 1. FC Kaiserslautern im Spiel beim FC Hansa Rostock nach fünf Gelben Karten gesperrt. „Der Kader bleibt, abgesehen davon, dass Lukas Gottwalt für Janek Sternberg zurückkommt“, sagt FCK-Trainer Michael Frontzeck. Der 21 Jahre alte Gottwalt, mit Christian Kühlwetter eine der großen Entdeckungen der Saison im eigenen Talentschuppen, hatte in den letzten sechs Pflichtspielen wegen eines Muskelfaserrisses gefehlt. Seinen Part hatte André Hainault übernommen, der am Freitag beim unsäglichen 0:2 gegen Energie Cottbus eine Stauchung der Hand erlitt, aber wieder voll trainiert.


Gestern stellte Trainer Frontzeck den Torabschluss in den Mittelpunkt des Trainingsprogramms. Heute Nachmittag startet die Mannschaft in Richtung Rostock, wo am Freitag die letzte Trainingseinheit absolviert wird. Der Mannschaft wird der Stress von knapp 900 Bus-Kilometern erspart. Das Team fliegt von Frankfurt nach Hamburg, dann geht’s im Bus in die Hansestadt an der Ostsee. „Wir sind trotzdem sieben Stunden unterwegs“, macht der Coach deutlich, warum es noch einen Tag früher als gewöhnlich auf Reisen geht.


Das ärgerliche 0:2 gegen Cottbus ist für Martin Bader, den Geschäftsführer Sport des FCK, „schon nach zwei Tagen kein Thema mehr“: „Abgehakt. Aufgearbeitet. Analysiert.“ Klar: Die Lausitzer waren gewiss nicht der letzte Gast, der auf dem Betze mauert. „Die Mannschaft ist einsichtig“, sagt Bader und vertraut auf den Lernwillen des Teams, das er im Ostsee-Stadion „vor einer großen sportlichen Herausforderung“ sieht. „Wir haben eine veränderte Aufstellung, eine veränderte Abwehrkette“, sagt der Sportchef – und ist gespannt. Für Sternberg wird Florian Dick, der Kapitän, in die Mannschaft rücken und seinen – eigentlich – angestammten Platz rechts in der Abwehrkette einnehmen. Dick, der morgen 34 Jahre alt wird, brennt natürlich auf seinen Einsatz. Dominik Schad hatte in den letzten sechs Punktspielen rechts verteidigt. Der Ex-Fürther ist aber schon bei seiner Verpflichtung als Mann für beide Seiten auserkoren gewesen. „Lieber rechts – es geht aber auch links“, sagte der 21-Jährige damals.


Er gehört – wie Theo Bergmann, der heute 22 Jahre alt wird, und Elias Huth (21) – zu den jungen Neuen, die dem FCK so gut tun. Die Mannschaft entwickelt sich – trotz des Rückschlags gegen Cottbus. Die Mannschaft ist jung und besitzt Perspektive. So ist der Verein bestrebt, Torjäger Kühlwetter mit einem verbesserten Kontrakt langfristig zu binden. „Wir haben da aber keinen Zeitdruck“, sagt Martin Bader nach einer ersten Gesprächsrunde mit „Kühli“, die zweite soll während der Länderspielpause folgen und möglichst bis Weihnachten Klarheit herrschen. Der 22-Jährige jedenfalls weiß, dass er eine hohe Wertschätzung beim FCK genießt.




Quelle: Die Rheinpfalz