Der verlängerte Arm

Sorgenfalten zur Wochenmitte: Sascha Hildmann, der Trainer des 1. FC Kaiserslautern, sorgt sich vor dem Drittliga-Rückrundenstart am Samstag (14 Uhr) bei 1860 München um die angeschlagenen Profis Mads Albaek, Julius Biada und den grippekranken Janek Sternberg. Theo Bergmann geht’s nach Grippe wieder besser.


Biada hat sich nach Schilderung des Trainers eine Knieverletzung zugezogen, Albaek plagt sich mit Adduktorenproblemen. „Ich hoffe, dass Mads spielen kann. Er ist sehr wichtig für die Mannschaft, ein Schlüsselspieler, mit einem riesigen linken Fuß ganz stark in der Spieleröffnung“, unterstreicht der FCK-Coach die Bedeutung Albaeks für die Mannschaft.


Auch beim 1:0-Arbeitssieg in Meppen war der Däne die zentrale Figur, der erste Ansprechpartner des Trainers, wenn es um Korrekturen ging. Und auch als Wegweiser für seinen jungen Nebenmann Carlo Sickinger war Albaek tätig.


Mit seinen 28 Jahren und seiner Erfahrung tut Albaek der Lauterer Mannschaft in diesen Tagen gut, zumal Jan Löhmannsröben auch im letzten Spiel des Jahres 2018 nicht zur Verfügung stehen wird.


Albaek, verspätet in die Saisonvorbereitung eingestiegen, fand schwer in die Spielzeit und sich zwischenzeitlich auf der Bank wieder. Schnee von gestern. Mit seiner Fähigkeit, ein Spiel zu beruhigen, den Takt dank seiner strategischen Klasse zu bestimmen, wurde Albaek in den letzten Wochen zur erhofften Führungsfigur.


Mit guten Standards wartete der Däne auf, er weiß, dass auch er als zentraler Mittelfeldspieler torgefährlicher werden muss.


„Es war ein sehr intensives Spiel – Dritte Liga eben. So werden die Spiele alle sein“, sagt Sascha Hildmann beim Blick zurück auf die Dienstreise ins Emsland: „Du musst die zweiten Bälle holen, schnell nach vorne spielen.“


Mentalität und Charakter seiner Mannschaft haben den Trainer überzeugt, spielerisch aber ist immens viel zu verbessern. Vor allem das Umschaltspiel krankte letzten Samstag.


„Wir haben früh geführt, konnten endlich mal umschalten ...“, sagt Hildmann, sah aber schlecht ausgespielte Konter. So ließ der ansonsten gut spielende Christian Kühlwetter kurz nach der Pause eine hundertprozentige Chance aus, als er frei vor Gegners Tor auftauchte, aber verzog. „Macht ,Kühli’ den rein, gewinnen wir wahrscheinlich 3:0 oder 4:0“, mutmaßt der Coach.


Einen unglücklichen Arbeitstag in Meppen erlebte Timmy Thiele, den zur Pause Elias Huth ablöste. Auch der versemmelte einen Top-Konter, gefiel aber durch seinen energischen Einsatz – auch im Rückwärtsgang.


Hildmann ist von den Qualitäten Thieles absolut überzeugt, sieht den Stürmer aber augenblicklich verkrampft, „sich selbst total unter Druck stellend. Timmy muss frei sein, damit er wieder ins Rollen kommt.“ Vielleicht am Samstag beim Klassiker gegen die „Löwen“ als Joker an der Grünwalder Straße. Möglicherweise erlebt Huth dann nach 15 Einwechslungen sein Startelfdebüt. Dann ist Urlaub. „Die Mannschaft braucht eine Pause“, sagt der Coach.


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Quelle: Die Rheinpfalz






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Antworten 3

  • Kann man so unterschreiben. Es wäre wirklich immens wichtig und optimal, mit weiteren 3 Punkten in die Pause zu gehen. Die kommt wirklich gerade rechtzeitig. Dann gilt es, erst mal einige Tage auszuspannen und dann im Trainingslager die Grundlage für die restliche Saison zu legen. Sich im Team einzuspielen, endlich vlt. mal einige Automatismen reinzubekommen. Ein System. Und das dann auch im Spiel umzusetzen. Darauf hoffen, mit vielen Siegen den Rückstand immer weiter zu verkürzen. Vlt. reicht es ja dann doch noch für etwas mehr, als nur an den obersten Plätzen anzuklopfen. Ja, man muss auch noch an eine Sensation glauben dürfen.

  • Oha ein Trainer der Dinge anspricht, die man als Fan auch am TV oder im Stadion sieht?

    Wassn hier los?

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  • Der muss blind und ahnungslos sein. HILDMANN RAUS!


    Unser vorheriger Fachmann an der Linie hat schließlich gute ENtwicklungen gesehen. Und laut Bader war ja auch im Training imemr alles supi. Nur die Ergebnisse stimmten nicht.


    :ironie:)

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