Hildmann: "Das ging zu einfach, das war zu harmlos"

Wer Sascha Hildmann kennt, der weiß wie perfektionistisch er ist. Dementsprechend enttäuscht dürfte er über das Spiel seiner Mannen gestern gewesen sein. Kaum beim Interview mit Magenta Sport angekommen, fragte er auch schon nach den Gegentoren. "Darf ich das 0:2 mal sehen?", ging Hildmann direkt in die Analyse.


"Für mich war das vor dem 1:0 Foul an Jan Löhmannsröben – dann fällt das Tor gar nicht“, äußerte sich Hildmann zum 1:0 von Heidemann. Doch er wollte es nicht als Ausrede für die Niederlage gelten lassen. "Insgesamt haben wir es Münster zu einfach gemacht. Wir waren insgesamt zu harmlos. Am Ende ist es eine verdiente Niederlage", so der Lautrer Coach selbstkritisch.


Unterstützt wurden die Roten Teufel wie immer bombastisch. Rund 1.500 Fans fanden den Weg ins Münsterland. Mal wieder ein Ausrufezeichen für einen Freitag Abend.


Unnötig waren die Provokationen rund um die 80. Spielminute. Im Lautrer Block wurden Fanutensilien entrollt, die offenbar vor 10 Jahren Münster entwendet worden sind. Daraufhin stürmten ein paar Ultras von Münster den Platz, das Spiel war für rund fünf Minuten unterbrochen. Das braucht kein Mensch!

Grill als bester Mann - "Das hilft uns auch nicht"

Der FCK war an diesem Abend einfach zu ungefährlich und offenbarte in der Rückwärtsbewegung einige Schwächen. Dabei erwies sich Lennart Grill in seinem zweiten Spiel unterdessen als sicherer Rückhalt, parierte mehrere Male in höchster Not. So zum Beispiel als er in der 27. Spielminute einen Freistoß von Kobylanski bärenstark aus dem Eck fischte. "Das Lob tröstet mich wenig, wenn wir am Ende verlieren", blieb Grill nach Spielende bescheiden. Ein Sonderlob gab es dennoch von Trainer Sascha Hildmann. "Lennart Grill hat herausragend gespielt", während er mit dem Rest - André Hainault nahm er davon ebenfalls aus - recht unzufrieden gewesen sein dürfte.

Bader mehr als optimistisch: "Lizenz ohne Spielerverkäufe"

Eine interessante Bemerkung abseits des Sportlichen machte der Geschäftsführer Sport, Martin Bader, vor dem Spiel bei Magenta Sport. Gefragt nach der finanziellen Situation und dem Kampf um die Lizenzerteilung, gab sich Martin Bader ungewohnt offensiv. "Ich bin nicht nur optimistisch, dass wir die Lizenz erhalten, ich bin mir sicher, dass wir sie bekommen. Und zwar am Ende ohne Transfereinnahmen regenerieren zu müssen". Immer wieder betonte Bader, sein Ziel sei es, eine Mannschaft zusammen zu stellen, die über mehrere Jahre im Kern zusammenbleibt.


Für die Roten Teufel geht es nächste Woche Samstag im Heimspiel gegen Halle weiter. Dann möchte die Elf von Sascha Hildmann ihren treuen Fans wieder mehr Grund zur Freude bieten, als gestern Abend in Münster.


Quelle: Treffpunkt Betze