Hildmann: "Dieses Jahr hat uns weitergebracht"

Nach 38 Spielen ein enttäuschender neunter Tabellenrang, 20 Punkte Abstand zu einem direkten Aufstiegplatz, lediglich sechs Punkte Distanz auf den ersten Absteiger. Die Zahlen lügen nicht: Der 1. FC Kaiserslautern ist auf seiner Mission „direkter Wiederaufstieg“ krass gescheitert. Gibt’s dennoch Erkenntnisse, die für die kommende Spielzeit positiv stimmen – und wo muss sich der FCK im Detail verbessern, um oben angreifen zu können? Trainer Sascha Hildmann erläutert seine Sicht der Dinge im ausführlichen Gespräch.


Sie haben sich in der Tat immer nur positiv über Ihre Spieler geäußert. Auch vor den Spielen immer wieder angekündigt, Ihre Jungs seien heiß, wollten unbedingt gewinnen. Das Problem ist halt: Wenn die Leistung anschließend doch nicht stimmt, heißt es schnell, dieser Trainer ist doch viel zu nett für diese Mannschaft.


Das ist doch absoluter Quatsch. Hat es sich denn schon mal leistungsfördernd erwiesen, Spieler öffentlich niederzumachen? Mögen Sie es, wenn Ihr Chef Sie vor anderen herunterputzt? Das würde ich niemals tun. Aber wie ich mich nach außen gebe und wie ich intern bin, sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Fragen Sie doch mal meine Spieler.


Die bestätigen das in der Tat. Sie haben auch gesagt, dass Sie diese letzte Saisonphase nutzen wollen, um Erkenntnisse für die kommende Spielzeit zu sammeln, ein Grundgerüst für nächste Zukunft einzuspielen. Auch wenn die Ergebnisse zuletzt nicht immer stimmten – sind Sie dabei vorangekommen?


Absolut. Alle Spiele waren für die Mannschaft und das Trainerteam sehr wichtig, um an Erkenntnissen und Erfahrung zu gewinnen, auch die schlechten, etwa die Niederlage in Würzburg. Nehmen Sie das Meppen-Spiel vom vergangenen Samstag: Da haben wir zunächst zu statisch agiert, sind dann aber freier geworden, gerade auch im Positionsspiel. Und plötzlich taucht der rechte Flügelspieler Christoph Hemlein links auf und macht ein Tor. Da wollen wir hin. Dass die Mannschaft auf dem Platz mehr Eigenverantwortung entwickelt, die Spieler auch mal Wege gehen, die der Trainer nicht vorm Spiel vorgegeben hat. In der nächsten Runde werden wir da viel weiter sein.


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Quelle: Blog 4.2

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