#FSVFCK: Zurück in die Erfolgsspur kommen

Sascha Hildmann ist eigentlich ein sehr kommunikativer Mensch. So spricht der Lautrer Coach für gewöhnlich nach jeder Pressekonferenz noch persönlich mit den anwesenden Journalisten und beantwortet noch Nachfragen. Nicht so aber am Freitag bei der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel gegen den FSV Zwickau. Nach dem offiziellen Ende verschwand Hildmann geschwind aus dem Presseraum. Eine Reaktion auf die mediale Berichterstattung der letzte Woche? Dort wurde er - nach dem Pokalerfolg gegen Mainz noch wie seine Mannschaft in den höchsten Tönen gelobt - plötzlich in Frage gestellt, zeitweise wurde schon von einer bevorstehenden Trennung berichtet. Insofern ist die Reaktion von Hildmann verständlich, allerdings ist auch klar: Ein Trainer wird an Ergebnissen gemessen. Der FCK will, respektive muss aufsteigen. Das hat Investor Flavio Becca mehrfach unterstrichen. Und gemessen an diesem Anspruch sind fünf Punkte aus den ersten fünf Partien viel zu wenig.


Auch deswegen ist vor der Auswärtspartie beim FSV Zwickau am Montag um 19 Uhr erstmals Druck spürbar. Den Roten Teufeln helfen nur drei Punkte. Dabei sollte das bisherige Auftreten der Mannschaft eigentlich Mut machen. Weitestgehend spielte die Mannschaft sehr ansehnlich, einzig und allein sprangen zu wenig Punkte dabei raus.

Die Lage vor dem Spiel

Das 0:3 gegen Braunschweig sorgte für allgemeine Ratlosigkeit rund um den Betzenberg. Dass die Roten Teufel den Schwung aus dem Pokalerfolg gegen Mainz so fahrlässig verpuffen ließen, das machte auch die Verantwortlichen sprachlos. Ein Mentalitätsproblem wollte Sascha Hildmann derweil nicht ausmachen, er sah mehr eine Art Müdigkeitserscheinung bei seiner Mannschaft.


Die vorübergehende Tabellensituation sollte die Pfälzer allerdings aufwecken. Nach den bisherigen Ergebnissen des 5. Spieltages ist der FCK nämlich auf einen Abstiegsplatz gerutscht. Natürlich hat die Tabelle aktuell noch wenig Aussagekraft, aber: Gewinnen die Roten Teufel in Zwickau nicht, dann ist das oberen Tabellendrittel schon früh in sehr weite Ferne gerückt.

Unsere Rote Teufel

Neben Theodor Bergmann, der immer noch an den Folgen einer Viruserkrankung laboriert, fehlt auch weiterhin Stürmer Andri Bjarnason. Ansonsten kann Sascha Hildmann auf den kompletten Kader zurückgreifen. Größere Änderungen in der Startelf stehen nicht bevor, Hildmann vertraut seiner Mannschaft. Möglich aber, dass Kevin Kraus in der Innenverteidigung Carlo Sickinger ersetzt und dieser wieder ins Mittelfeld wechselt.

Unser Gegner

Der FSV Zwickau, seit Juli 2018 von Joe Enochs trainiert, steht mit sieben Punkten etwas besser da als die Roten Teufel. Elf Neuzugänge vermeldeten der FSV vor der Saison, darunter auch Elias Huth, der vom FCK nach Zwickau ausgeliehen wurde und dort seine Trefferqualitäten unter Beweis stellen soll. Außerdem spielt auch "Lautern-Schreck" Ronny König in den Reihen der Sachsen. Der 36-Jährige spielte zwischen 2004 und 2006 unter anderem für die Zweitvertretung des FCK und traf danach ob für Wehen, Aue oder eben Zwickau fast immer wenn es gegen seinen Ex-Verein ging. Sechs Treffer in acht Duellen mit dem FCK sprechen eine deutliche Sprache.


Der FSV Zwickau geht bereits in seine vierte Drittliga-Spielzeit und möchte natürlich auch in diesem Jahr wieder den Klassenerhalt sichern.

Daten, Fakten und Statistiken

  • Erst viermal trafen der FCK und der FSV Zwickau aufeinander. Gewinnen konnte die Pfälzer erst einmal. Zwei Spiele endeten remis, einmal hieß der Sieger Zwickau
  • In Zwickau konnten die Roten Teufel noch nie gewinnen
  • Letzte Saison gab der FCK zweimal auf dramatische Art und Weise einen Sieg aus der Hand: Das Hinspiel in Zwickau endete in der Nachspielzeit noch 3:3, im Rückspiel kassierten die Roten Teufel in der Nachspielzeit noch den 1:1 Ausgleichstreffer. Torschütze: Ronny König

Stimmen zum Spiel

FCK-Trainer Sascha Hildmann: "Wir wissen, was wir können und wollen mit viel Mut und Leidenschaft in das Spiel gehen. Ich konzentriere mich auf das, was ich beeinflussen kann. Mein ganzer Fokus liegt auf meiner Mannschaft und auf Zwickau. Sie haben eine robuste und körperlich starke Mannschaft, dazu einen Stürmer wie Ronny König, den wir gar nicht erst ins Spiel kommen lassen dürfen".


Zwickau-Trainer Joe Enochs: "Wir erwarten einen sehr guten Gegner, der top besetzt ist. Ich glaube, dass auch dieses Mal wieder Kleinigkeiten das Spiel entscheiden werden. Ich hoffe, dass wir es sind, die diese Kleinigkeiten besser umsetzen".


FSV-Stürmer Ronny König: "Wir spielen zu Hause vor hoffentlich sehr guter Kulisse und das unter Flutlicht. Das hat seinen Reiz. Kaiserslautern war meine erste Profistation. Ich habe dort eine tolle Zeit verbracht und viele Erfahrungen für später mitnehmen können“.

Faninfos

Das Spiel des FCK in Zwickau wird am Montag um 19 Uhr angepfiffen. Trotz der großen Entfernung und der mehr als ungünstigen Anstoßzeit begleiten mehr als 600 Fans die Roten Teufel nach Sachsen. Übertragen wird das Spiel ausschließlich bei Magenta Sport.


Quelle: Treffpunkt Betze