Einzigartig: "Unsere Fans sind die besten"

Das heutige Südwestderby zwischen dem FCK und Waldhof Mannheim nahm schnell Fahrt auf. Die Waldhöfer erwischten mit der schnellen Führung zwar den besseren Start, ließen im weiteren Verlauf der Partie vor allem aufgrund mangelnder Ballsicherheit deutlich nach. "Wir sind mit einem Traumtor fantastisch ins Spiel gekommen. Ich hätte mir dann aber gewünscht, dass wir dann ballsicherer sind", beschrieb auch Waldhofs Trainer Trares die erste Hälfte des Spiels. Der FCK kämpfte sich nach dem Rückstand zurück und zwang Mannheim mit seinem schnellen Umschaltspiel immer wieder zu Fehlern. Folgerichtig dann auch der Ausgleich in der 34. Minute. Endlich ein Standardtor für die Roten Teufel. "Das 1:1 fiel dann auch verdient", so Trares.


Auch FCK-Cheftrainer Sascha Hildmann sah eine "sehr gute erste Hälfte". Der FCK kombinierte sich immer wieder durch die Defensivreihen der Mannheimer, doch am gegnerischen 16er endeten viele der Lautrer Offensivversuche aufgrund mangelnder Effektivität: "Was Effektivität heißt hat uns Waldhof vorgemacht: Flanke, Kopfball, Tor", so Hildmann. Dass der Ausgleichstreffer durch Kevin Kraus ausgerechnet nach einem Standard fiel, stimmte den Trainer besonders zufrieden. "Ich bin froh, dass wir endlich mal mit einem Standard ein Tor erzielt haben".


Innenverteidiger Kevin Kraus, mit dem Spiel in Zwickau nun zum zweiten Mal in Folge in der Lautrer Startelf, war beim 0:1 nicht fehlerfrei, brachte die Roten Teufel mit seinem Tor zurück ins Spiel und kratzte in der zweiten Hälfte noch eine sicher geglaubtes Tor für Mannheim von der Linie. "Es war ein aufreibendes Spiel. Die Atmosphäre vor, während und nach dem Spiel findet man nicht so oft in Deutschland", so Kraus nach dem Spiel. Auch Kraus sah die letzten 25 Minuten des Spiels nicht mehr so stark. "Wir waren zu passiv, haben zu viel zugelassen und Mannheim dadurch stark gemacht. In der ein oder anderen Situation hatten wir Glück". Am Ende sah auch der Innenverteidiger ein gerechtes Remis.

Zahlreiche Großchancen in Halbzeit zwei

Die größeren Torchancen bot eindeutig die zweite Hälfte. Nach einem "beinahe-Eigentor" der Mannheimer hatte dann auch noch Christian Kühlwetter die 2:1 Führung auf dem Fuß, scheiterte allerdings an Keeper Königsmann. "Warum geht so ein Ding nicht rein?" fragte sich Sascha Hildmann. "Es hat einfach nicht sollen sein", beantwortete sich der Trainer seine Frage selbst. Doch nach dieser Drangphase der Lautrer ließen spätestens ab der 70. Minute die Kräfte auf Seiten des FCK nach. "Ab der 65. Minute haben wir den Faden verloren, Mannheim ist stärker geworden und hat uns ihre große Qualität gezeigt. Wir haben dann Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten. Am Ende ist es ein gerechtes Ergebnis", beschreibt Sascha Hildmann seine Eindrücke der letzten 20-25 Minuten. Auch Trares sah seine Mannschaft in den letzten Minuten der Partie vorne. "Mit drei Großchancen zum Schluss musst du das Ding eigentlich knacken. Letztendlich sind aber auch wir zufrieden mit dem 1:1 hier auf dem Betzenberg", resümierte Mannheimer Trainer.

Großes Lob für die Fans

Gute 36.000 Zuschauer haben heute den Weg ins Fritz-Walter-Stadion gefunden und für eine tolle Stimmung gesorgt. "Das macht eine Menge Spaß" gab Kevin Kraus nach der Partie zu Protokoll und fügte an: "Solche Fans sind einzigartig. Man muss sich vorstellen, das hier ist die 3. Liga, das macht einen schon stolz". Auch Sascha Hildmann ließ es sich am Ende der heutigen der Pressekonferenz nicht nehmen, seinen Dank an die Lautrer Fangemeinde zu richten. "Unsere Fans sind die besten! Unsere Fans haben heute eine fantastische Stimmung gemacht, eine überragende Choreo gezeigt. Ich hatte mehrmals Gänsehaut".


Quelle: Treffpunkt Betze