Ruhig Blut vor Gegners Tor

Manfred Starke besitzt einen hohen Stellenwert in der Lauterer Mannschaft. Der 28-Jährige, mit Namibia beim Afrika-Cup im Einsatz, ist bei Ecken und Freistößen ein gefragter Experte. Der Freund „schnittiger Bälle“, mit einer Ecke Wegbereiter des von Kevin Kraus per Kopf erzielten Ausgleichs im Derby gegen Waldhof Mannheim, spielt eine Schlüsselrolle. Es war Starkes dritte Torvorlage, beim Pokal-Coup gegen Mainz 05 traf er per Elfmeter.


Im Sommer kam der in Namibia geborene Starke vom FC Carl Zeiss Jena nach Lautern. Mit dem FCK will er „oben angreifen“ und was reißen. Ein Platz zwischen Baum und Borke ist nicht Starkes Anspruch. Seit seinem 13. Lebensjahr lebt er in Deutschland, er kam damals mit dem Ziel nach Rostock, Fußball-Profi zu werden. Mit Namibias neuem Nationaltrainer gab’s jetzt ein Telefonat, möglich, dass der Neu-Lauterer im Herbst wieder das Nationaltrikot trägt.


Heute heißt es erst einmal: Meppen. „Wir versuchen natürlich, dreifach zu punkten. Auf der Leistung von Zwickau können wir aufbauen“, sagt der Offensivmann mit Blick zurück auf das spektakuläre 5:3 am sechsten Spieltag. Die Entwicklung der Mannschaft beurteilt Manni Starke positiv – trotz der nicht befriedigenden Punktausbeute: „Die Leistungen, das Spiel gegen Braunschweig ausgenommen, sind gut. Wie haben sie aber nicht in Punkte umgemünzt. Wir müssen kälter vor dem Tor werden, die Chancen, die wir ja haben, besser nutzen, eiskalt nutzen. Wir müssen im Spiel vor dem Tor ruhiger werden.“


Sich selbst sieht der Angreifer im 4-1-4-1 auf einem guten Weg. „Es wird besser, die Automatismen spielen sich ein. Ich komme auf meiner neuen Position jetzt besser zurecht“, sagt der zentrale Offensivmann.


Rein privat geht’s ihm und seiner Freundin in der neuen Heimat gut. „Wir haben uns sehr gut eingelebt“, sagt Starke, der sich freut, dass seine Lebensgefährtin einen Job gefunden hat. Sie ist im Außendienst in der Telekommunikation tätig.


FCK-Trainer Sascha Hildmann liebt die Atmosphäre in dem kleinen, engen Meppener Stadion. „Es ist ein richtig tolles Stadion, da ist viel Action. Man hat die Zuschauer im Genick“, schwärmt der Lauterer Coach, der seine Jungs auf einen „extrem leidenschaftlichen“ Gegner einstellen will. Gefragt ist „eine extreme Zweikampfbereitschaft“. Das spricht für den Einsatz Matuwilas und Bachmanns. Wie die Startelf aussieht, aber ist noch nicht klar. Simon Skarlatidis ist ein heißer Kandidat für die erste Elf. Auch Lucas Röser ist ein Anwärter. Andererseits hat Hildmann den Mentalitätsspieler Kühlwetter immer gerne auf der Wiese. Wie Janek Sternberg, Hendrick Zuck, Mohamed Morabet und Lukas Gottwalt blieb auch für Jonas Singer kein Kaderplatz. Der „Pfeil“ aus Pirmasens aber beeindruckte nicht nur im Verbandspokal, sondern auch in dieser Trainingswoche. Singer darf hoffen ...


SV Meppen: Domaschke - Ballmert, Puttkammer, Komenda, Amin - Egerer - Guder, Piossek, Evseev, Rama - Undav – Es fehlt: Vrzogic (Rückenprobleme)


1. FC Kaiserslautern: Grill - Schad, Kraus, Matuwila (Sickinger), Hercher - Bachmann - Thiele, Sickinger (Skarlatidis), Starke, Pick - Kühlwetter

Ersatz: Spahic, Hainault, Fechner, Jonjic, Röser

Es fehlen: Bjarnason, Bergmann (beide Trainingsrückstand), Esmel, Spalvis (beide Reha)

Schiedsrichter: Fritsch (Mainz)


Die Rheinpfalz