Kritik an Martin Bader wächst

Als Schiedsrichter Mitja Stegemann am Samstag Nachmittag zur Pfeife griff und die Partie zwischen dem FCK und Magdeburg beendete, ertönten aus dem Lautrer Fritz-Walter-Stadion deutliche Pfiffe gegen die Mannschaft und unüberhörbare "Bader raus" Rufe.

Baders Bilanz: Sportliche Ziele verfehlt

Martin Bader ist seit dem 01. Februar 2018 als Geschäftsführer Sport im Amt. Seine Bilanz: Ernüchternd. Nach Michael Frontzeck lag Martin Bader mit Sascha Hildmann nun zum zweiten Mal mit einer Trainerentscheidung falsch. Und das binnen 20 Monaten. Die Kaderplanung, die bereits in der Vorsaison den Aufstieg in Liga zwei zum Ziel hatte, scheint zum zweiten Mal hintereinander missglückt zu sein. Investor Flavio Becca gegenüber wurde signalisiert, die Mannschaft habe das Potential um den Aufstieg mitzuspielen. Die Wirklichkeit ist eine andere: Ein einziger Punkt trennt die Roten Teufel derzeit von den Abstiegsrängen, zu den Aufstiegsplätzen beträgt der Abstand nach gut einem Viertel der Saison neun Punkte. Martin Bader ist gekommen, um den 1. FC Kaiserslautern auf einen erfolgreicheren Weg zu bringen, er selbst würde gerne bleiben und seine Mission fortsetzen. Nun folgt mit Boris Schommers Baders dritter Versuch auf der Trainerbank. Es dürfte seine letzte Patrone sein. Gelingt auch mit Schommers keine Wende, dürfte es für den Beirat der Kapitalgesellschaft nur allzu schwer werden, die Fortsetzung des zum 31. Dezember 2019 auslaufenden Vertrags zu begründen.

Andy Buck übt deutliche Kritik

Die Position des Geschäftsführers Sport ist auch beim 1. FC Kaiserslautern eine ganz Wesentliche. Neben der richtigen Trainer- und Spielerwahl geht es hierbei vor allem um eine kluge, sinnvolle und nachhaltige sportliche Entwicklung des Vereins. Langfristigkeit und Konstanz wären also besonders auf dieser Position wünschenswert. Doch die Kritik an Martin wächst zunehmend. Andreas Buck, Spieler der '98er Meistermannschaft und zwischen Februar und Mai 2019 stellvertretender Vorsitzender des e.V. übte als Gast bei der gestrigen "SWR Sport" Sendung (ehemals Flutlicht) deutliche Kritik. "Wenn ich höre, dass man sich Gedanken macht, dass man vielleicht verlängern möchte, dann stelle ich mir die Frage: Aus welchem Grund?" Bei seiner Kritik stellt Buck aber auch klar, dass es ihm selbst nicht um einen Job geht. "Bevor jetzt Neunmalkluge denken, ich will den Job haben, ich wollte weder damals einen Job haben noch will ich ihn jetzt", stellt Buck unmissverständlich klar. Teil seiner Kritik sind neben Martin Bader auch die verantwortlichen Gremien. "Es geht darum in welche Richtung man geht. Es gibt bestimmt sehr gute Alternativen und den Vertrag nur zu verlängern, nur weil dem Beirat und den Gremien im sportlichen Bereich diese Erfahrungen fehlen, das finde ich dann schon sehr fahrlässig".


Andreas Buck und Dominik Schad bei "SWR Sport"


Quelle: Treffpunkt Betze