was bedeuten die Anschläge von Paris für unser Leben

  • Eigentlich ist es zum Teil sogar ein sportliches Thema, weil die Nationalmannschacft über Nacht fest saß. Positiv erwähnen muss man dabei die Haltung der Franzosen, die aus Solidarität auch in den Katakomben geblieben sind.
    Sportlich war das natürlich irrelevant. Da haben auch viele Spieler gemerkt dass etwas nicht stimmt und der Tag war nach der Bombendrohung eh chaotisch.


    Dieser Anschlag ist eigentlich das 9/11 für Europa. Dabei bleibt aber die Frage, ob dies ein auch ein singuläres Ereignis war oder ein Testfall.
    Alleine dises Ereignis hat in Europa und der ganzen Welt gerade etwas verändert.
    Wenn dies nur der Anfang war, müssen wir auch in Deutschland mit solchen Anschlägen rechnen. Ich sehe hier Berlin, München, Hamburg, Frankfurt und Kaiserslautern als Ziele.
    In Rammstein ist dasUS-Logistikzentrum für den nahen Osten. Die Amerikaner in Kaiserslautern arbeiten zu. Die Airbase ist so abgesichert, dass kaum ein Attentäter reinkömmt. Dann ist KL ein Ausweichziel


    Wenn dies nur der Prototyp war, wird sich dauerhaft vieles ändern. Dann bringt die IS eine neue Form des Guerillakrieges nach Europa und die Angst wird Teil unseres Lebens werden.
    Eines muss uns dabei klar sein. Wenn dem so ist, dann braucht es keine Flüchtlinge, wie so gerne von den Rechtsaußen Medien und Politiker verargumentiert wird.
    Die haben ihre Schläfer längst hier.
    Die Flüchtlinge die kommen sind Opfer des IS und keine Täter.


    Der einzige der direkt journalistisch mit der IS geredet hat ist Todenhöfer und wenn man ihm zuhört kann einem nur Angst und bange werden

    Es sind nicht immer die Lauten stark, nur weil sie lautstark sind. Es gibt so viele denen das Leben ganz leise viel besser gelingt.
    ...
    Die schützt kein Programm. Die sind Melodie. So aufrecht zu gehen lerne ich nie

  • Wenn du hier den Bogen zur Flüchtlingskrise spannst,soll man trotzdem bedenken,das wir eine kontrollierte Zuwanderung benötigen.So wie bisher kann es nicht weitergehen und man sollte da auch schon die Ängste der eigenen Bevölkerung ernst nehmen.Nicht jeder
    der sich kritisch über die Art und Weise der Zuwanderung äußert,steht rechts.Auch das muß eine Demokratie aushalten.
    Ansonsten bin ich bei dir,einfach schrecklich was da passiert ist.

  • Hört sich jetzt vielleicht hart an, aber was soll sich denn jetzt groß ändern in unserem Leben? Sollen wir uns alle verstecken und nur noch zuhause bleiben? Wenn du schon 9/11 ansprichst ist seit dem noch etwas in diese Richtung in den USA passiert? Nein. Ist allgemein nach einem Unglück/Anschlag in den nächsten Jahren nochmal was vergleichbares an diesen Orten passiert? Nein. Die sind doch jetzt nicht so doof und werden jetzt da alle mal wieder aufgewacht sind gleich den nächsten Anschlag in Berlin, Rom, Madrid oder sonst wo in Europa verüben.


    Die ganze Sache ist jetzt leider für viele die gegen die Flüchtlinge sind ein Anlass wieder laut aufzurufen. Nur hat das eine überhaupt nichts mit dem anderen zu tun. Ganz im Gegenteil. Genau vor solchen Dingen flüchten die meisten der Menschen doch. Die erleben das nicht alle 5 bis 10 Jahre mal sondern für die ist das doch fast normal, dass sowas jeden Tag passiert. Klar gibt es auch unter denen schwarze Schafe, aber jetzt zu glauben, dass diese Angriffe zustande kommen weil wir jetzt hunderttausende von Flüchtlngen aufnehmen ist doch schwachsinn. Die sind doch schon längst alle unter uns nur wissen wir nichts davon und das nicht erst seit ein paar Wochen. So ein Anschlag wird nicht in wenigen Tagen vorbereitet. Da sind monatelange oder sogar Planungen über Jahre notwendig.


    Was mich nur wundert/beunruhigt ist die Tatsache wie anfällig wir alle für solche Anschläge sind. Was hätte diese Terroristen aufgehalten neben den Plätzen in Paris gleichzeitig in anderen europäischen Großstädten das gleiche zu tun. Es kann eben keiner für unsere 100%ige Sicherheit garantieren. Da wird es auch nicht helfen die IS-Stellungen weiter zu bombadieren. Wenn die ausgelöscht wären (was wohl unmöglich ist) kommen doch andere Gruppierungen und machen den Terror weiter.


    Bei mir persönlich hat sich nach 9/11 nichts geändert und wird sich auch nach den Anschlägen von Paris nichts ändern. Wenn wir etwas ändern sollten und das eben in die Richtung uns der Angst des Terrors zu beugen dann haben die doch genau das erreicht was sie wollen.

    [align=center][color=#990000][font='Impact, Compacta, Chicago, sans-serif'][size=14]Ein Team das kämpft darf auch verliern, am Ende werden wir Sieger sein!
    Egal was kommt, wohin es geht, oh FCK ich lass dich nie allein!

  • @ Betzegeher, wieso dieser Anschlag Flüchtlingsgegner Anlass geben sollte, laut aufzurufen, kann ich nicht nachvollziehen. Ich muss aber Elbur Recht geben, dass wir eine kontrollierte Zuwanderung benötigen. Es kann doch nicht sein, dass offenbar eine große Menge nicht registrierter Flüchtlinge in das Land kommen. Ich sehe es wie Lookaround, die übergroße Mehrzahl der Flüchtlinge sind Opfer der IS, nicht Täter.


    Und glaubst du wirklich, dass sich nach 9/11 nichts geändert hat? Die Sicherheitsvorkehrungen für die Einreise in die USA wurde z. B. drastisch verschärft. Und ich kann nach dem Freitag Abend auch nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Dieses sinnlose Morden einiger vieler Verrückter macht mich unglaublich wütend.

    Das Geheimnis des Fußballs ist der Ball (Fußballweisheit von Uwe S.)

  • Wenn du hier den Bogen zur Flüchtlingskrise spannst,soll man trotzdem bedenken,das wir eine kontrollierte Zuwanderung benötigen.So wie bisher kann es nicht weitergehen und man sollte da auch schon die Ängste der eigenen Bevölkerung ernst nehmen.Nicht jeder
    der sich kritisch über die Art und Weise der Zuwanderung äußert,steht rechts.Auch das muß eine Demokratie aushalten.
    Ansonsten bin ich bei dir,einfach schrecklich was da passiert ist.


    Schon die Tatsache das bei den Ermittlungen in Frankreich festgestellt wurde das einer der Attentäter als "Flüchtling" über Griechenland nach Frankreich kam sollte auch dem letzten Zweifler klar machen welche Gefahren eine unkontrollierte Einreise birgt.

  • Die ganze Sache ist jetzt leider für viele die gegen die Flüchtlinge sind ein Anlass wieder laut aufzurufen. Nur hat das eine überhaupt nichts mit dem anderen zu tun.


    wenn die angaben stimmen,dann sind mindestens 2 der attentäter,über griechenland, als asylanten in frankreich eingereist.

    Einmal editiert, zuletzt von dirtdevil ()

  • @Betzegeher
    Natürlich hat sich nach 9/11 vieles geändert. Die persönlichen Freiheitsrechte sind eingeschränkt und man hat das Rechtssystem umgedreht. Der Versuch einer Totalüberwachung bedeutet die Umkehr des Unschuldsprinzip: Das gesamte Volk ist erst einmal unter Generalverdacht.
    Und es ist danach wieder etwas passiert: Der Anschlag beim Boston Marathon hatte den gleichen Hintergrund.


    In Paris ist es der 2. Anschlag, mit einem entscheidenten Unterschied: Diesmal ging es nicht um Symbole, die man angerift sondern um sogenannte soft targets. - Treffpunkte jinger Leute. Das ist eine andere Qualität und hat Paaris auch für einen Tag komplett gelähmt!
    Der IS hat selbst gesagt, das wäre nur der Anfang.
    Solche Anschläge kannst Du nicht verhindern, ewil die einzelnen Zellen von jemanden instruiert werden den sie nicht kennen. Selbst wenn du eine Zelle erwischst können die anderen weiter arbeeiten. Möglicherewise hat man ja in Bayern einen weiteren Attentäter im Vorfeld erwischt.


    Wenn man Todenhöfer zuhört und glaubt, kann man den IS nicht militärisch sondern nur politisch besiegen. Die "hirngewaschenen Fanatiker" (Zitat) haben jegliche Menschlichkeit verloren. Du kannst eine Stadt mit 500.000 Einwohnern nicht komplett vernichten weil dort 10.000 IS Fanatiker sind.
    Auf alle Fälle braucht es Bodentruppen. Es reicht nicht wenn die USA diese Drecksarbeit von den Kurden machen läßt. Gleichzeitig braucht es politischen Lösungen. M.'E muss der gesamte Nahe Osten territorial neu aufgeteilt werden, damit sich jede Volksgruppe vertreten fühlt.
    Hierzu muss man zwingend Iran, Rußland, USA, Türkei und Saudi Arabien an einen Tisch bekommen - ein schwieriges Unterfangen

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  • So grausam die Anschläge auch sind, umso wichtiger ist es sich immer wieder bewusst zu machen, dass durch Terrorismus in Europa dieses Jahr weniger als 200 Menschen gestorben sind- während im gleichen Zeitraum allein im Straßenverkehr über 25.000 Menschen ihr Leben verloren haben.
    Das soll die Bedrohung durch den Terrorismus nicht kleinreden, zeigt aber, dass es irrational wäre, seinen Lebensstil aufgrund einer solchen Attacke völlig zu verändern. Letztlich ist es genau das, was die Terroristen erreichen wollen - uns die von ihnen so verhasste Freiheit durch Angst zu nehmen.
    Die Befürchtungen, die sich jetzt in den Köpfen festsetzen, lassen sich aufgrund der medialen Präsenz des Terrors kaum abschütteln - aber das Risiko, Opfer eines Terroranschlags zu werden, ist rein rational betrachtet extrem gering - selbst wenn man sich an potentiellen Zielorten aufhält. Darüber hinaus ist es ohnehin unmöglich zu unterscheiden, welche Orte oder Veranstaltungen im kranken Denken dieser Fanatiker als Ziele in Frage kommen. Während einer der größten Exzesse der westlichen Kultur, das Oktoberfest, noch nie Opfer eines islamistischen Angriffs wurde, hätte wohl im Vorhinein keiner damit gerechnet, dass ein Konzert einer Classic-Rock Band zur Zielscheibe wird.
    Wenn man hier also jegliche Risiken ausschließen will, bleibt einem nur, das eigene Haus nicht mehr zu verlassen - das kann wohl keine Lösung sein.


    Was bleibt, ist dennoch die Frage, wie Staaten und Behörden gegen die Extremisten vorgehen können. Es ist wohl klar, dass sich der Terror nicht durch das Einfärben des eigenen Profilbilds oder Hashtags in sozialen Netzwerken besiegen lässt. Im Endeffekt wird es auf ein militärisches Einschreiten im Nahen Osten hinauslaufen, ähnlich, wie das nach dem 11. September der Fall war. Das wird unpopulär sein, wenn deutsche Truppen wieder ihr Leben riskieren müssen, und es wird wahrscheinlich auch wieder deutsche Verluste zu beklagen geben. Man darf gespannt sein, ob die Solidarität mit Frankreich dann immer noch so groß ist wie in diesen Tagen.
    Fakt ist, dass sich weder die Flüchtlingskrise noch die Existenz des Islamischen Staates durch Worte verhindern lassen wird - so lange Syrien, Libyen, der Irak und selbst Ägypten als Staaten de fakto nicht mehr existieren, wird es dort für die Zivilbevölkerung keine Sicherheit und für Fanatiker eine endlose Versorgung an Kämpfern geben. Der Westen hat sich leider selbst in diese Situation gebracht, im naiven Glauben, durch das Entfernen autokratischer Staatsführer (Gaddafi, Hussein, Assad, Mubarak) würde sich dort so etwas wie eine friedliche Demokratie etablieren. Heute sieht man, dass diese Länder im absoluten Chaos geendet sind, während sie früher für den internationalen Terrorismus keine Rolle gespielt haben und zumindest dem Großteil ihrer Bevölkerung eine gewisse Sicherheit geboten haben. Dafür muss der Westen, ob er will oder nicht, jetzt die Verantwortung übernehmen und es irgendwie schaffen, diese Region zu stabilisieren - so lange aber die USA, Europa und Russland so fundamental gegenläufige Interessen haben, sehe ich da aber schwarz.

  • es ist mir vollkommen schleierhaft, wie man nur ansatzweise behaupten kann, die derzeitige vollkommen aus dem Ruder geratene Flüchtlingspolitik und Integrationspolitik hätte nichts mir diesen Verbrechen zu tun. Noch heute hätte wir wahrscheinlich nie von diesem Abschaum erfahren, der bei Rosenheim mit Sprengstoff und Gewehren auf der Autobahn aufgegriffen wurden. Wenn ich keine effizienten Kontrollen durchführe, Personen die wissend Ihre Pässe wegwerfen als arme Flüchtlinge behandle, die ein faires Asylverfahren verdienen weil dies in unserem veralteten Grundgesetz gedruckt ist, schwört man solche Ereignisse mit herauf. Lieber 100000 weniger als einen zuviel ins Land lassen . Mein Verständnis für diese Bahnhofswinker ist mittlerweile leider null komma null. Multi Kulti in Frankreich ist gescheitert, warum sollte das hier funktionieren? Das Risiko ist mir zu groß.

    Einmal editiert, zuletzt von Lautern1967 ()

  • Der Weg der Flüchtlinge nach Europa ist doch für den IS und seine Angriffe auf Europa völlig nebensächlich. Aus diesen Angriffen heraus eine neue und andere Flüchtlingspolitik zu fordern ist meines Erachtens schlichtweg zu kurz gedacht. Und selbst wenn der IS die Flüchtlingsströme nutzt, um potentielle Selbstmordattentäter nach Europa zu schleusen, wird es nichts bringen, die europäischen Grenzen zu schließen, der IS wird andere Wege nutzen. Wenn wir jetzt jeden Menschen muslimischen Glaubens zu einem potentiellen Attentäter machen, dann erreicht der IS damit sicherlich eines seiner Kernzziele, die Spaltung in Europa und Amerika voranzutreiben.


    Wir wären gut beraten uns endlich unserer Verantwortung zu stellen und nicht durch militärische Angriffe an den Symptomen zu schrauben, sondern nach der Ursachen jeglicher sozialer und politischer Probleme dieser Welt zu suchen und diese zu analysieren und sich endlich mal mit den Konsequenzen unserer Wohlstands auseinanderzusetzen. Es dürfte wohl unbestritten sein, dass der Wohlstand der westeuropäischen und amerikanischen Kultur damit zusammenhängt, dass es woanders auf diesen Planeten einfach mal scheiße läuft.


    Zudem hat man wie in diesem Artikel (Klick) beschrieben, die Entstehung der IS für eigene Zwecke mitbefördert.

    Florian Dick: "Der 1. FC Kaiserslautern ist der englischste Klub in Deutschland."

    Hans Sarpei auf Twitter: Relegation 2013: Der Moment, wo ganz Deutschland zum Fan des 1. FC Kaiserslautern wird.

  • Zitat

    Der Kampf gegen den Terror ist gescheitert. Statt nachzudenken und zu korrigieren legen die Verantwortlichen einfach nach. Noch mehr Gewalt. Krieg.
    Es ist ja richtig: dem schrecklichen Terror von der Art der Anschläge in Paris muss man mit polizeilichen Maßnahmen begegnen. Und auch mit dem Versuch, die Quellen der terroristischen Gewalt zu beseitigen. Aber das kann doch nicht alles sein.


    Die Verantwortlichen in Paris, in Washington, in Berlin und auch in Moskau geben nicht zu, dass ihre bisherige Strategie gescheitert ist. Sie machen weiter wie bisher. „ „Wir werden schonungslos sein“, erklärt der französische Präsident Hollande; NATO-Generalsekretär Stoltenberg und andere spielen mit der Erklärung des NATO-Bündnisfalls; sie wollen weiter und verstärkt Krieg führen; und die deutsche Bundeskanzlerin sichert jedwede Unterstützung zu. Wichtige Medien feuern an, beispielhaft die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung mit der Schlagzeile auf der ersten Seite der Printausgabe: „Weltkrieg“. Dort heißt es dann im Text von Berthold Kohler: (...)


    http://www.nachdenkseiten.de/?p=28744

    Florian Dick: "Der 1. FC Kaiserslautern ist der englischste Klub in Deutschland."

    Hans Sarpei auf Twitter: Relegation 2013: Der Moment, wo ganz Deutschland zum Fan des 1. FC Kaiserslautern wird.

  • Die Ursachen des IS sind politisch und lassen sich nur politisch lösen.
    Im Irak haben wir letztlich die Rache: Eine Religionsgruppe wurde als Machthaber gegen die anderen ausgetauscht. Einer der größten Fehler der USA war die gesamte Armee zu entlassen.
    Die bilden jetzt das militärische Grundgerüst des IS.
    Somit muss eine der ersten Forderungen sein, den Irak im Innern zu versöhnen. Schiitten und Sunniten müssen sich die Macht teilen.


    Insgesamt ist das Problem politisch nur lösbar, wenn man Assad ins Exil schickt. Mit ihm wird man Syrien nicht befreiden können. Danach muss man Irak, Iran, Saudi Arabien, Türkei, USA und Rußland an einen Tisch bekommen und die Region (Syrien, Irak, Libanon, Yemen, Sinai) territorial komplett neu ordnen. Vielleicht mit einem föderalistischen Bundesstaat mit weitgehender Autonomie der einzelnen Gebiete. Dort müssen sich Schiiten, Sunniten, Kurden und Araber repräsentiert sehen.
    Dies ist ein sehr schwieriges Unterfangen und wird langwierige Verhandlungen erfordern!


    Kurzfristig muss man den IS mit einem wirksamen Handelsboykot belegen. Dies ist allerdings schwierig, solange es von der Türkei und reichen arabischen Kaufleuten unterlaufen wird

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  • Ich habe noch einmal in Ruhe über die Anschläge in Paris nachgedacht.Die Anschläge waren menschenverachtend und richten sich nicht mehr - wie früher bei Terroristen - gegen Wirtschaftsbosse und Politiker sondern ziellos gegen die Bevölkerung, vor allem junge Leute.


    Nach der ersten Wut, Entsetzen wie diese Leute ihre Menschlichkeit verlieren können, frage ich mich nach den Ursachen.
    Es waren Menschen die mitten unter uns lebten, oder wie die Politiker gerne sagen, hier sozialisiert wurden.


    Die Reaktion ist ähnlich wie bei 9/11 - vom Vokabular her und von den militärischen Reaktionen.
    Die üblichen Mechanismen in der Politik.


    Das ist einfacher als darüber nachzudenken, wieso sich diese Menschen vom IS vereinamen ließen und was hier bei uns schief gelaufen ist.
    Da reden wir dann mindestens von Fehlern in den letzten 20 Jahren

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  • Zur Frage im Threadtitel: Das entscheidet jeder persönlich für sich. Wobei es sicherlich viele Menschen gibt, die ihre Angst nicht ablegen können.


    Was ich an der ganzen Geschichte krass finde ist einerseits die Handlungen des IS und andererseits die Reaktionen darauf, insbesondere Hollande. Wie kann man hier von Krieg reden? Das waren teilweise Franzosen, die das gemacht haben. Die Probleme liegen doch in erster Linie in unserer westlichen Gesellschaft. Gerade das gleiche und brüderliche Frankreich sollte sich auf seine Werte besinnen. Da ist aber Deutschland auch nicht ausgenommen. Nur ist es eben einfacher diese Taten rächen zu wollen als eigene Fehler einzugestehen. Damit will ich nicht die Taten des IS legitimieren, überhaupt nicht. Für mich stellt sich viel mehr die Frage wie es schon wieder so weit kommen konnte. Es war doch absehbar. Und was man dabei gerne vergisst: in Syrien haben die Menschen diesen Terror das ganze Jahr über. Und da wundert man sich, wenn diese Menschen flüchten?

  • Hier sind die Zusammenhänge des Syrienkrieges kurz und knapp erklärt.


    Die Terrorismusbekämpfung ist und bleibt ein schwieriges Thema. Gewalt erzeugt Gegenwalt, auf der anderen Seite sehe ich wenige Ansatzpunkte um mit Terroristen eine friedliche Lösung zu finden. Ich denke es ist essentiell,dass für Syrien eine Lösung gefunden wird, im Anbetracht der x-beteiligten Parteien gestaltet sich das aber offensichtlich als kompliziert. Auch die ungleiche Entwicklung im Bezug auf Vermögen,Bildung und Lebensstandards hervorgerufen durch die westliche Industralisierung ( "Uns geht es gut, weil es denen dort scheiße geht") sollte angegangen werden um solchen Problematiken den Nährboden zu entziehen. Man muss sich klar machen,dass dies ein langwieriger Prozess ist und wir weiterhin nie in 100% Sicherheit leben werden. Die Menschheit hat mehr Zeit in Kriegen verbracht als in Frieden. Trotzdem ist es wichtig unsere gelebte Demokratie und unsere Werte weiter zu führen und sich nicht zu verstecken (z.B.: Die Aufnahme der Flüchtlinge durch die westliche Welt passt sogar nicht in das Bild das Islamisten vermitteln möchten).


    Es ist und bleibt ein komplexes Thema.Einfache Lösungen existieren nur am Stammtisch.

    Moderator a.D. - Nervt die Anderen :)


    Ihr seid laut, doch wir sind Lautrer !

    Einmal editiert, zuletzt von wentzerich ()

  • Ich bin wahrscheinlich eine von diesen verachtenswerten "Gutmenschen", die in ihrer Naivität wahrscheinlich den Terror begünstigen.
    Ich gebe Deutschunterricht, organisiere Kleidersammlungen, lade die Asylsuchenden zu Kaffee und Kuchen in mein Haus ein und fahre sie zum Arzt.
    Unentgeltlich, im Gegenteil, es kostet mich Einiges.
    Doch ich fordere auch: Sie haben pünktlich zum Unterricht zu erscheinen, sie haben ihre Wohnungen sauber aufzuräumen und sie haben auch Frauen gegenüber jede Art Respekt zu zeigen, sonst werde ich sauer.
    Ich mache ihnen auch brutal klar, wie schwer sie es hier bei uns haben werden, eine Wohnung und Arbeit zu finden und zerstöre oft ihre naiven Träume.
    Doch sie respektieren mich.
    Dadurch erfahre ich sehr viel über ihre Lebenswege - und wenn so mancher hier, der verächtlich über sie redet oder in ihnen verkappte Terroristen sieht, - Bescheid wissen würde, würde er nicht so ignorant daherreden.
    Sie sind durchwegs selbst Opfer von Verfolgungen und leiden weit mehr unter Assad und IS als wir es jemals tun werden.
    Wenn Terroristen unser Land betreten und Anschläge verüben wollen, dann brauchen sie nicht den Weg als verkappte Asylsuchende zu wählen:
    Entweder können sie unbehelligt über die grüne Grenze kommen oder sie haben ihre Verbündeten bereits bei uns im Lande. Leute - das sieht man in Frankreich und Belgien - die sich hier bei uns radikalisiert haben.
    Hier gilt es anzusetzen.


    Für mich jedenfalls gilt nur eines:
    Arbeit im Kleinen, in der persönlichen Beziehung zu den Familien, zu Frauen und Kindern. Ich versuche im engen Kreis ein bisschen Not zu lindern - und wohlgemerkt: ich will dafür keine Anerkennnung, weder von den Asylsuchenden noch von irgendwelchen deutschen Gutmenschen, auch von keinem hier im Forum, aber auch keine Vorwürfe. Ich bin keine von den Winkern auf dem Bahnhof, die sich hinterher schnell verziehen.
    Ich tue, was ich für richtig achte, deshalb, weil es mir so verdammt gut geht und ich ein klein bisschen von meinem kapitalistischen Überfluss, den ich überhaupt nicht verdiene, abgeben möchte.


    Und wenn all diejenigen, die ähnlich wie ich von unserem kapitalistischen System, das andere Länder ausbeutet, in unangemessener Weise profitieren, bereit wären, von ihrem Reichtum abzugeben, könnte die Welt anders aussehen.
    Ich weiß auch, dass es auch bei uns viele Leute gibt, denen es nicht gut geht.
    Die meine ich nicht, die müssen auch unterstützt werden.
    Aber es gibt so viele Superreiche, die sich einfach heraushalten. Das ist pervers.


    Doch ich freue mich sehr über die vielen guten Beiträge hier. Mein Respekt! Hätte ich in einem Fußballforum nicht erwartet.

    3 Mal editiert, zuletzt von Teufelsbraten ()

  • @Teufelsbraten
    Finde ich super und ist auch meiner Meinung nach ein richtiger Ansatz für den durchschnittlichen Bürger. Ich finde einen Spruch von Gandhi da ziemlich passend: "Be the change you want to see in the world."
    Danach lebe ich und mehr kann ich im ersten Moment auch nicht machen. Es gibt sicherlich andere Menschen, die mehr Möglichkeiten haben, sei es aus finanziellen Gründen oder weil sie eine einflussreiche Position haben, aber ganz allgemein sollte man eben die Werte vorleben, die man selbst auch fordert. Das ist meiner Meinung nach auch wichtig für die Integration der Menschen.

  • Übrigens: Ich war vor 2 Monaten auch mit einer größeren Gruppe im Fußballstadion. ( nicht in KL - zu weit weg ).
    Hat sie sehr beeindruckt.

  • @Teufelsbraten


    Dafür hast du meinen tiefsten Respekt und meine Anerkennung. Was ohne Menschen wie dich aus mir geworden wäre weiss ich nicht. Ob es mir dann heute so gut gehen würde bezweifle ich - du machst es auch richtig: Hilfe zur Selbsthilfe, und lebst Werte vor. Du packst an. Das bewundere ich aus vollstem Herzen. Danke das du da bist.

  • Fakt ist, dass es in Deutschland aktuell ca. 43.000 Personen gibt, die der islamistischen Szene zugerechnet werden. Davon sind ca. 450 als gewaltbereit bekannt, teilweise auch bereits vorbestraft.


    Diese ca. 450 Personen werden besonders überwacht! Warum werden diese Personen nicht - sofern sie keinen deutschen Pass besitzen - des Landes verwiesen?

    :schild: ~ Nur ein Jahr, dann sind wir wieder da! ~ :schild: