Nur sechs kleine Änderungen und der FCK greift in der Rückrunde nochmal an

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    Nur sechs kleine Änderungen und der FCK greift in der Rückrunde nochmal an

    Eigentlich scheint klar, dass der FCK auch in dieser Saison zum achten Mal in Folge sein Saisonziel verfehlen wird. Aber muss das wirklich zwangsläufig so sein?


    Wenn FCK-Chefcoach Sascha Hildmann nur ein paar kleine Schräubchen verstellt, kann er mit dem FCK noch die Kurve kriegen und oben angreifen. Schließlich hatte er luxuriöse drei Wochen Vorbereitungszeit.


    Eine mindestens halbernst gemeinte Hinrunden-Rückrunden-Ausblick-Bilanz

    1. Die Defensive

    Dass Hildmann "Abwehr" kann, hat er in Großaspach bereits bewiesen. Gelingt es ihm um Abwehrchef Kevin Kraus herum eine stabile Defensive zu etablieren, geht der tabellarische Weg auch wieder nach oben. Sorge macht hier allerdings die Tatsache, dass ihm mit Schad, Sternberg, Kraus, Hainault und Gottwalt lediglich fünf Verteidiger für die Viererkette zur Verfügung stehen, die sich bisher als drittligatauglich erwiesen haben. Dank Sternbergs gelb-rot-Sperre wird Hildmann bereits zum Rückrundenauftakt gegen seinen alten Arbeitgeber improvisieren müssen. Zwangsläufig wird er hier "K-Towns-next-Gottwalt" aus dem Ärmel beziehungsweise der Amateurmannschaft schütteln müssen. Dies könnten z.B. Mario Andric, Flavius Botiseriu, Jonas Scholz oder Hinrunden-Pechvogel Özgür Özdemir sein. Nicht unerheblich für die Abwehrstabilität ist auch die Torwartfrage. Hier hat der Coach die Wahl zwischen drei soliden Torhütern unterschiedlichen Alters und Erfahrungsschatzes, von denen sich bisher aber keiner zu 100% aufzudrängen vermochte.

    2. Das Umschaltspiel

    Ballverluste in der Offensive sollten ab Januar möglichst nicht in gegnerischen Großchancen enden - zumindest deutlich seltener als in der Hinrunde geschehen. Starke Konter unsererseits konnte man hingegen in den ersten 20 Partien eher an einer Hand abzählen. Beides hängt nicht unerheblich vom ersten Punkt ab und ist in einer "Konterliga" wie der dritten Liga ganz entscheidend. Mit Thiele, Huth und Kühlwetter hat der FCK gleich drei schnelle Stürmer, mit Albaek und Löhmannsröben auch die entsprechenden Passgeber.

    3. Standardsituationen

    Theodor Bergmann per direktem Freistoß gegen Fortuna Köln und Lukas Gottwalt per Kopf nach einer Ecke in Rostock. Nur zwei lumpige Tore unmittelbar nach Standards? Und das trotz der "Kanten", die wir bei ruhenden Bällen in den gegnerischen Strafraum schicken? Das kann es nicht sein - wirklich nicht! Halbhohe Ecken wurden in den Hinrundenmatches zwar ausreichend geprobt, haben sich für meinen Geschmack aber definitiv nicht durchgesetzt. Biada, Albaek, Bergmann, Löh. Wir haben genug Schützen, die einiges am Ball können - selbst dann, wenn er ruhig liegt. 5-10 Rückrundentore nach Standards sollten definitiv drin sein. Optimale Voraussetzung für ein Standardtor ist übrigens eine (...) Standardsituation. Man könnte zur Not beim SV Meppen nachfragen, wie das geht - schließlich holten die Emsländer gegen uns ein Eckenverhältnis von sage und schreibe 10-0 heraus.

    4. Das Flügelspiel

    Läufe bis zur Grundlinie mit anschließender gefährlicher Flanke gab es ein paar Mal von Schad, ein paar Mal von Sternberg - viel mehr als von den beiden Außenverteidigern kam da nicht. Die Mittelfeldspieler Hemlein und Zuck konnten sich leider fast konstant nicht gegen Ihre Gegner durchsetzen, Kühlwetter zumindest ab und an. Pick durfte seine Dribbelstärke erst in den letzten drei Spielen zeigen, könnte aber eine Waffe für die Rückrunde sein. Was fehlt wäre dann noch ein weiterer (schneller) Mann für die andere Außenbahn. Hierzu müsste Hildmann vorhandenes Personal in die Spur bringen, beziehungsweise bei Hans-Werner Moser stibitzen - es sei denn, Martin Bader präsentiert uns noch einen ablösefreien, beidfüßigen Flügelflitzer, der sowohl Mittelfeld als auch Außenverteidiger spielen kann und dabei tolle Flanken schlägt - man weiß ja nie. Alternativ könnte man auch wie bereits zeitweise im Heimspiel gegen Würzburg Theo Bergmann auf dem Flügel bringen.

    5. Aufbau Ost stoppen

    Schon in der zweiten Liga war der FCK ein zuverlässiger Punktelieferant für sämtliche Ostvereine. Dieser Trend hat sich diese Saison (0-2-3) sogar noch verschlimmert und selbst die Unentschieden gegen Jena und Zwickau waren gefühlte Niederlagen. Kann man das in der Rückrunde nicht einfach umdrehen? Drei Siege und zwei Unentschieden (letztere jeweils durch FCK-Treffer in der Nachspielzeit) sollten doch möglich sein, zumal mit Cottbus nur eine Auswärtsfahrt in den Osten ansteht.

    6. Die Leistungsträger

    Über die gesamte Hinrunde gesehen kommt Kevin Kraus als zuverlässiger Innenverteidiger dieser Bezeichnung noch am nächsten. Darüber hinaus nur noch Jan Löhmannsröben auf der Sechser-Position und das auch nur für eine handvoll Spiele. Von seinem Formtief ließ sich dann leider die gesamte Truppe mitreißen. Statt wieder eine "gewichtige Rolle" bei den Amateuren zu spielen, kommt er hoffentlich fit aus dem Urlaub und zeigt sich von Anfang an als der Balleroberer und -verteiler, der er in Spielen wie gegen Lotte oder Uerdingen war.


    Timmy Thiele könnte ebenfalls einer werden, wenn er in den ersten Spielen trifft und damit wieder Selbstvertrauen bekommt. Vor allem aber, wenn das Spiel mehr auf ihn abgestimmt wird. Durch einen Sturmpartner wie Huth in der Mitte und durch entsprechendes Futter in Kontersituationen. Auch Albaek oder Biada können, beziehungsweise müssen aufgrund von Erfahrung und Können ebenfalls Leader sein - letzterer sollte dafür allerdings auch auf dem Platz stehen.


    Wen Sascha Hildmann als möglichen Leistungsträger sieht, könnte sich bereits durch seine Entscheidung des neuen Mannschaftskapitäns und dessen Stellvertreter offenbaren. Von den Hinrundenkapitänen Dick, Albaek und Hesl, sollte maximal der Däne hierfür in Frage kommen.


    Wenn Hildmann "lediglich" alle diese sechs Dinge bis zum 26. Januar hinbekommt, wird die fällige Fananleihe aus den TV-Geldern für die 2. Liga zurückbezahlt. Im Ernst: Die Rückrunde sollte zumindest deutlich besser als die Vorrunde werden - jeder der oben genannten Punkte bietet reichlich Potential dafür. Und dann schauen wir einfach mal wie hoch es mit dem FCK in der Tabelle noch geht.


    Quelle: Treffpunkt Betze

  • Eine einzige Änderung reicht vollkommen aus:


    Eine neue, motivierte, engagierte, technisch versierte und eingespielte Mannschaft gegen unsere Spieler eintauschen!


    Ergänzung: Du schriebst selbst einen "halbernsten" Artikel! ;)

    :schild: ~ Nur ein Jahr, dann sind wir wieder da! ~ :schild:

  • @ Wolfram Wuttke


    Hmmm, ist es so eindeutiger:


    Eine neue Mannschaft! Diese sollte als Einheit motiviert sein, engagiert sein, technisch versiert sein und dazu auch eingespielt sein.


    Also nur eine Änderung - eben die neue Mannschaft. 8o

    :schild: ~ Nur ein Jahr, dann sind wir wieder da! ~ :schild:

    Einmal editiert, zuletzt von NRW_Teufel ()

  • Ich denke der Kader hat genug Qualität um aufzusteigen.

    Meines Erachtens haben die Profis zu viele Freiräume und zuviel Luxus.

    Das sollte man ändern.

    Zum Trainer kann man nich nicht viel sagen.

    Glaube aber er bringt uns nicht weiter.

  • Da widerspreche ich mittlerweile! Der Kader ist eigentlich zu stark um ab zu steigen. Aber aufsteigen damit ...


    Dazu ist er technisch - handwerklich einfach zu schwach!

    :schild: ~ Nur ein Jahr, dann sind wir wieder da! ~ :schild:

  • Wären wir mit einem guten Trainer in die Saison gegangen würde die Truppe ganz sicher um den Aufstieg mitspielen. Jetzt ist höchstwahrscheinlich der Abstand und damit auch der Druck zu groß.


    Mal schauen, was Hildmann mit der Mannschaft hinbekommt.

  • Wären wir mit einem guten Trainer in die Saison gegangen würde die Truppe ganz sicher um den Aufstieg mitspielen. Jetzt ist höchstwahrscheinlich der Abstand und damit auch der Druck zu groß.


    Mal schauen, was Hildmann mit der Mannschaft hinbekommt.

    Das sehe ich auch so. Trotzdem bleibt es Spekulation. Vielleicht ja, vielleicht nein.

  • Zuallererst muss mit einem Sieg gegen Großaspach der Abstand zur Abstiegszone vergrößert werden. Grundsätzlich macht es keinen Sinn das Wort "Aufstieg" überhaupt in den Mund zu nehmen bevor wir punktemäßig oben mit dabei sind. Ich hoffe einfach, dass der Trainer es schafft, eine wirkliche "Mannschaft" zu formen, die ordentlich Fußball spielt und tabellarisch klettert. Sofern wir von weiteren Verletzungen/Sperren verschont bleiben, sollte das hinhauen - das Spielermaterial dafür haben wir und der Coach macht einen guten Eindruck.