Drama pur: FCK kassiert 2:2 Ausgleich in letzter Sekunde

  • Drama pur: FCK kassiert 2:2 Ausgleich in letzter Sekunde

    Was für ein Spiel, was für ein Kampf. Nach 0:1 Rückstand beweist der FCK Comeback-Qualitäten und geht mit 2:1 in Führung, kassiert in der letzten Sekunde jedoch den Ausgleich.


    Nachholspiel auf dem Betzenberg. Die aufgrund starker Regengüsse und Unbespielbarkeit des Platzes abgesagte Partie gegen den FSV Zwickau wurde am heutigen Mittwoch nachgeholt. Nach dem 3:1 Erfolg gegen Halle war die Chance für den 1. FC Kaiserslautern zum Greifen nahe, auf lediglich einen Punkt an die Nicht-Abstiegsplätze zu rücken. FCK-Cheftrainer Marco Antwerpen brachte Alex Winkler und Marlon Ritter für die gesperrten Kevin Kraus und Kenny Prince Redondo. Neal Gibs, ein junges Talent aus dem Nachwuchsleistungszentrum, feierte zudem sein Debüt im Profikader der Roten Teufel.

    FCK und FSV mit offenem Visier

    Sowohl der 1. FC Kaiserslautern als auch der FSV Zwickau begannen mit viel Tempo und Zweikampfhärte. Nach rund einer viertel Stunde erspielten sich beide Mannschaften gleich mehrere hochkarätige Torchancen, bei denen sowohl die Abwehrreihen als auch die beiden Torhüter Spahic und Brinkies jeweils in letzter Sekunde retten mussten. Für den FSV Zwickau waren es der ehemalige Lautrer Starke, Schröter und Jensen - auf Seiten der Roten Teufel waren es Pourié, Ritter und Götze, die nah am Führungstreffer waren. Doch das Torglück blieb beiden verwehrt - die sehr unterhaltsame, ereignisreiche und hart umkämpfte erste Hälfte endete torlos mit 0:0.

    Rote Teufel feiern spätes Comeback

    Zwickau erwischte den deutlich besseren Start in die zweite Hälfte. Der FSV machte geschickt die Räume zu, schnürte die Hausherren mit offensivem Pressing in der eigenen Hälfte ein erspielte sich gute Torchancen. Der FCK wiederum ließ sich hinten reindrücken und agierte viel zu passiv. Dies wussten die Gäste in der 60. Minute dann auch zu nutzen. König legt einen langen Ball auf Starke ab, der aus rund Metern präzise ins Eck trifft. Ein Schockmoment für die Roten Teufel, der allerdings nur drei Minuten anhält. Der eingewechselte Sessa zieht ab, Brinkies Abwehrversuch landet bei Hercher, der aus spitzen Winkel zum 1:1 trifft. Der FCK danach wie ausgewechselt. Denn nur sechs Minuten später gehen die Pfälzer in Führung. Eine Flanke von Zuck lenkt Zwickaus Nkansah unhaltbar für Brinkies ins eigene Tor. Und die Dramatik wollte damit noch nicht enden. Wieder nur fünf Minuten später kassierte der FCK erneut eine rote Karte, diesmal jedoch dunkelrot. Gözütok springt mit ausgestrecktem Bein hoch und trifft dne Zwickauer Könnecke am Kopf.


    Zwickau versuchte mit allen Mitteln den Ausgleich zu erzwingen, doch der FCK blieb in der Defensive stabil, allerdings nur bis zur 94. Minute. In der allerletzten Spielsekunde trafen die Gäste nach einem Freistoß zum 2:2 Ausgleich.


    1. FC Kaiserslautern - FSV Zwickau 2:2 (0:0)


    Aufstellung FCK:

    Spahic - Hercher, Senger, Winkler, Zuck - Götze, Rieder - Zimmer ('79 Bakhat), Ouahim ('55 Sessa), Ritter ('55 Gözütok) - Pourié ('86 Huth)


    Aufstellung FSV:

    Brinkies - Stanic, Nkansah, Frick, Coskun - Schröter ('85 Hauptmann), Schikora ('89 Möker), Drinkuth ('74 Lokotsch), Jensen ('46 Könnecke) - König, Starke


    Tore:

    0:1 Starke (60. Minute), 1:1 Hercher (64. Minute), 2:1 Nkansah (Eigentor, 70. Minute), 2:2 Stanic (94. Minute)


    Kartenvergabe:

    Hercher, Zimmer, Götze, Gözütok (rot) | Jensen, Coskun


    Zuschauer:

    Geisterspiel


    Quelle: Treffpunkt Betze

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    Diskussionsthema zum Artikel: Aufholjagd Teil 2/10: „Antwerpen auf 180“


    Aufholjagd Teil 2/10: „Antwerpen auf 180“

    Der 6. Platzverweis, das 15. Remis und kurz vor Spielende den Sieg verschenkt. Das klingt nach Abstieg und nach „so wie immer in dieser Saison". Trotzdem fühlt es sich anders an, denn Mannschaft und Trainer geben alles.


    Einen Sieg hätten sich die Roten Teufel am Mittwoch kämpferisch zwar verdient gehabt, aufgrund der Chancen jedoch nicht zwingend. Der FCK ist fast über die gesamte Spielzeit sehr engagiert und kampfstark – aber nicht unbedingt das bessere Team. Die Lauterer Tore fallen beide recht glücklich - und in der Defensive haben die Hausherren mehrfach Glück. Dass - und wie - der Ausgleich in letzter Minute fällt, ist natürlich niederschmetternd. Aber man hat den Eindruck, dass dieses Team den Willen und die Stärke besitzt, auch nächsten Samstag wieder 90 Minuten Vollgas zu geben und dabei eine ordentliche Leistung abzurufen. Das war in dieser Saison längst nicht immer so.


    Spieltagsbilder: 1. FC Kaiserslautern - FSV Zwickau (2:2)

    15 Minuten westsächsisches Tiki-Taka

    Lediglich in der Viertelstunde nach der Pause werden die Lauterer „rückfällig“. Zwischen der 45. und 60. Minute schnüren die Zwickauer den FCK regelrecht ein und gehen folglich mit 1:0 in Führung. Bei allem Respekt für die Westsachsen. Mit dominantem Ballbesitzfußball wird der FSV Zwickau ähnlich oft in Verbindung gebracht wie Dietmar Hopp mit Ultra-Gruppierungen oder günstigen Äpfeln. Marco Antwerpen wird zu diesem Zeitpunkt des Spiels immer lauter.


    Bei einer Konterchance bewegen sich die Roten Teufel auffallend behäbig nach vorne. Vor allem der ballführende Ritter ist in sehr gemütlichem Tempo unterwegs – verbal begleitet von Coach Antwerpen, der sich ob der mangelnden Geschwindigkeit fast die Lunge aus dem Hals brüllt. Sofort gibt es Konsequenzen. Erst wirft er seine Jacke weg, dann werden die beiden Kreativen, Marlon Ritter und Anas Ouahim, ausgewechselt. Die beiden Einwechselspieler machen dann sofort von sich reden. Erst ist es Nicolas Sessa, dessen Schuss Zwickaus Keeper Brinkies nur abprallen lässt, woraufhin Philipp Hercher aus spitzem Winkel den Ausgleich erzielt. Anschließend will Anil Gözütok eigentlich zum Kopfball hochsteigen, entschließt sich aber kurzerhand zu einem 'Kung-Fu-ähnlichen-Kick', trifft damit seinen Gegenspieler Könneke in Kopfhöhe und fliegt vom Platz. Vertretbar. Vermeidbar.


    Bitter dann das Gegentor in der Schlussminute: Ein Freistoß von der linken Zwickauer Angriffsseite fliegt über die Köpfe im Strafraumzentrum hinweg und prallt von Hendrick Zucks Bein aus zu Stanic, der das Leder gedankenschnell mit der Hacke über die Linie drückt. Wieder mal nichts mit zwei Siegen in Folge.

    „Wieso? Ich habe doch heute noch nicht einmal gelb bekommen!“

    Wieso? Ich habe doch heute noch nicht einmal gelb bekommen!“ antwortete er nach Spielende verwundert ins Reporter-Mikrofon. Zwar ging es in der Frage gar nicht um seine Person, aber tatsächlich hat er in dieser Saison schon mehrere gelbe Karten sowie einen Platzverweis inklusive Innenraumsperre erhalten. Am Mittwoch bleibt es tatsächlich nur bei einer verbalen Ermahnung, die er sich routinemäßig quasi jede Woche vom Unparteiischen abholt. Wohlgemerkt geht es hier nicht um die Karriere des 70er-Kickers Walter Frosch, sondern um den aktuellen Trainer des 1. FC Kaiserslautern.


    'Auf 180' präsentiert sich der Cheftrainer unmittelbar nach dem Spiel, ledert über den Schiedsrichter im Speziellen und die Schiedsrichter im Allgemeinen sowie den aus seiner Sicht unfairen Gegner. Überhaupt hat man den Eindruck, dass der Nächste, der zufällig neben ihm vorbeiläuft oder eine Frage stellt, ansatzlos einen Leberhaken kassiert. Selbst in der Pressekonferenz bezeichnete er den Unparteiischen noch als „den, der nicht wollte, dass wir hier gewinnen“. Das ist zweifellos ein wenig zuviel, Herr Antwerpen! So kommt man weder besonders sympathisch rüber noch wird der nächste Schiedsrichter gegenüber dem FCK auf Wiedergutmachung aus sein.

    Antwerpen geht vorweg – das Team zieht mit

    Das ist die leiseste Mannschaft, die ich je trainiert habe“ resümierte Jeff Saibene einst ernüchtert nach wenigen Tagen auf dem Betzenberg. Allerdings kam der Luxemburger selbst auch nicht gerade wie pures Dynamit daher. Marco Antwerpen ist da schon ein anderes Kaliber. An der Seitenlinie röhrt er quasi 90 Minuten lang quer über den Platz und greift mannschaftsintern konsequent durch. Beispiele gefällig?

    • Stürmer Marvin Pourié fehlt in zwei Partien um an einem „individuellen Fitness-Training“ teilzunehmen. Seitdem bringt er wieder Leistung und präsentiert sich nun auch als Teamplayer.
    • Beim Auswärtsspiel in Magdeburg wird Anas Ouahim rund 30 Minuten nach seiner Einwechslung wieder ausgewechselt. Im nächsten Spiel gegen Halle folgt dann sein erster starker Auftritt im FCK-Dress.
    • Dank der „Leistung“ in Magdeburg erwartet die Mannschaft schon unmittelbar nach der Heimkehr zum Betzenberg eine erste nächtliche Trainingseinheit – der Auftakt von zwei trainingsintensiven Wochen mitten in der Saison. Resultat: Einsatz und Laufbereitschaft sind sowohl gegen Halle als auch gegen Zwickau vorbildlich.

    Nicht nur, dass das Team unter Marco Antwerpen endlich Feuer und Leidenschaft zeigt, im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern Boris Schommers und Jeff Saibene präseniert sich der in Unna geborene Coach auch deutlich variabler. Er wechselt das Spielsysteme von Partie zu Partie oder auch während der 90 Minuten. Bei Auswechslungen schaut er weder auf Namen noch auf die Spielminute. Er stellt sich vor seine Mannschaft, und die zieht aktuell voll mit. Was jetzt fehlt ist das nächste Erfolgserlebnis.

    Starke, wer sonst?

    Es gibt Investments, da weiß man nicht, ob einen der Wertverlust mehr schmerzt oder die Scham den Kauf überhaupt jemals getätigt zu haben. Ich meine jetzt nicht Mini-Disk Player oder Wirecard-Aktien, sondern Spielernamen als Beflockungen auf FCK-Trikots. Solche, bei denen schon wenig später der Wiederverkaufswert des Textils sowie die Lust es zu tragen gegen Null tendieren. Manni Starke ist so jemand. Zweifellos ein guter Fußballer - nur leider nicht in seiner Zeit in Kaiserslautern. Gleiches trifft auf Baris Atik zu. Christoph Hemlein war zumindest auch mal in Lautern unter Vertrag. Was alle drei gemeinsam haben. Sie erzielten in der Rückrunde wichtige Tore gegen ihren ehemaligem Arbeitgeber. Leider habe ich überhaupt keine schlüssige Erklärung dafür, bin mir aber sicher, Timmy Thiele von Viktoria Köln sowie die halbe Mannschaft des 1. FC Saarbrücken können die Partie gegen den FCK kaum erwarten.

    Der nächste Gegner

    Schon am Samstag gastieren die Roten Teufel beim VfB Lübeck. Der Aufsteiger aus dem hohen Norden gewann lediglich eine der letzten sechs Partien - letzten Samstag bei Bayern München. In der Tabelle steht der VfB einen Punkt hinter dem FCK, der nun wieder auf Schlagdistanz mit den drei Punkten entfernten KFC Uerdingen und Bayern II liegt. Ohne die Daten des Kaders bis zur C-Jugend rückvalidiert zu haben würde ich behaupten: Es sollte dieses Mal kein ehemaliger Lauterer in der Lübecker Startaufstellung stehen.


    Quelle: Treffpunkt Betze

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    Diskussionsthema zum Artikel: Kommentar: Sieger stehen da auf, wo Verlierer liegen bleiben


    Kommentar: Sieger stehen da auf, wo Verlierer liegen bleiben

    Der FCK wehrt sich vehement gegen den Abstieg. Trotz des doppelten Punkteverlustes ist noch nichts verloren. Sorgen bereitet nur die fehlende Cleverness.


    Der Spielverlauf den gestrigen Nachholspiels zwischen dem 1. FC Kaiserlautern und dem FSV Zwickau war wohl sinnbildlich für die ganze Saison. Hinzu kommt, dass der FCK eine Art "Zwickau-Trauma" in sich trägt. Bereits zum dritten Mal kassieren die Pfälzer in den Schlusssekunden ein Gegentor gegen die sehr bieder spielenden Zwickauer. Gestern wussten die Roten Teufel mit einer engagierten Leistung lange zu überzeugen, scheiterten aber am Ende mal wieder an sich selbst. Aber nochmal alles in chronologischer Reihenfolge: In einer umkämpften ersten Hälfte war es ein wilder Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff dann der Gegentreffer, natürlich ausgerechnet vom ehemaligen Lauterer Manfred Starke. Die Antwerpen-Elf ließ sich aber wie schon gegen Halle nicht beeindrucken und schlug binnen sieben Minuten gleich doppelt zu. Es schien so, als könnte die Lauterer plötzlich nichts mehr vom Sieg abbringen. Selbst der Platzverweis von Anil Gözütok nicht. Doch kurz vor Schluss dann noch der schmerzvolle Ausgleichstreffer.

    Ein großer Lichtblick: Nicolas Sessa

    Nachdem die Pfälzer nach der Halbzeit den Faden verloren hatten, musste Marco Antwerpen reagieren. Mit Nicolas Sessa und Anil Gözütok brachte er zwei belebende Elemente ins Offensivspiel hinein. Insbesondere der Dauerpechvogel Sessa brachte im Hinblick auf seine lange Leidenszeit eine besonders starke Leistung. Letzten Sommer kam der 25-Jährige aus der zweiten Bundesliga von Erzgebirge Aue nach Kaiserslautern, ehe er sich in der ersten Trainingseinheit gleich eine Bänderdehnung zuzog. Darauf folgten zwei Muskelfaserrisse, welche den Deutsch-Argentinier zu einer längeren Pause zwangen. Nun ist er endlich da und deutete gestern an, wozu er fähig ist. Sessa präsentierte sich sehr ballsicher und äußerst dribbelstark - auch deswegen hatte er einen maßgeblichen Anteil am 1:1 Ausgleichstreffer. Nach einem Pass von Götze dreht Sessa auf, lässt einen Zwickauer aussteigen und schließt ab. Sein Schuss wird zwar von FSV-Torhüter Brinkies pariert, aber die Kugel springt zur Seite ab. Hercher schnappt sich den Abpraller und nutzt diese Gelegenheit. Auch in der Folge machte der Mittelfeldmann in mehreren Situationen auf sich aufmerksam. Im kommenden Spiel darf man sich also definitiv auf ihn freuen, denn mit so einer Leistung hat er zumindest schonmal eine hervorragende Startelf-Bewerbung abgegeben.

    Die Moral stimmt, die Cleverness nicht

    Diese Saison musste das Team schon so einige Nackenschläge hinnehmen. Zum zweiten Mal in Folge konnte man der Mannschaft in Sachen Moral und Comeback-Qualitäten allerdings keinen Vorwurf machen. Trotz Rückstand und Unterzahl war der FCK auch gestern weiterhin die bessere Mannschaft. Torschütze Philipp Hercher machte seiner Mannschaft nach Spielende "ein Kompliment". "Wir hauen uns in jeden Zweikampf rein. Zwickau, die bolzen die Bälle nur lang nach vorne und gehen auf den zweiten Ball und dann ist es natürlich einfach ärgerlich, dass wir mit der letzten Aktion das Tor kriegen. Es ist zum kotzen", resümierte der zuletzt stark spielene Flügelflitzer. Noch bleiben dem FCK acht finale Spiele, der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt drei Punkte. Die Aufgabe ist beileibe nicht einfach, aber auch nicht unmöglich. Aufgeben will sich in Kaiserslautern noch niemand. "Bei uns in der Mannschaft da stimmt es. Wir geben uns lange nicht auf. Wir glauben daran und das sieht man denke ich Spiel für Spiel. Am Samstag geht es weiter, da müssen wir jetzt einfach die drei Punkte in Lübeck holen", so Hercher.


    Bis zur 92. Minute gelang es den Roten Teufeln, die Zwickauer vom eigenen Tor weitestgehend fernzuhalten, der Sieg war greifbar nah. Am Ende bleibt dann aber doch die Enttäuschung aufgrund der wiederholt fehlenden Cleverness. Es ist wie so häufig in der aktuellen Spielzeit. Die Mannschaft belohnt sich für ein eigentlich richtig gutes Spiel nicht - und steht sich stattdessen selbst im Weg. Ein unnötiger Platzverweis und mindestens ein vermeidbarer Gegentreffer hindern die Lauterer am Heimsieg.

    Hohes Frustpotenzial: Verständlich, aber nicht hilfreich

    Dieser hochemotionale Spielverlauf hinterließ sichtlich Spuren. Für Marco Antwerpen war der Schuldige schnell gefunden: „Umso bitterer ist es dann halt, dass wir immer wieder unter Schiedsrichter-Fehlentscheidungen leiden müssen und der Gegner davon profitiert. Das nervt ganz extrem“. Gemeint ist damit der Platzverweis gegen Gözütok aus der 76. Minute. Schiedsrichter Hanslbauer verwies den jungen Mittelfeldmann aufgrund eines vermeintlichen Kopftreffers vom Platz. Zwar traf Gözütok seinen Gegenspieler mit dem Fuß nicht direkt am Kopf, jedoch hat das Bein auf Kopfhöhe im Normalfall auch nichts zu suchen. Daher lässt sich die Entscheidung durchaus nachvollziehen.


    Marco Antwerpen fand gänzlich andere Worte. "Wenn ich das doch sehe, dann ist das keine Rote Karte. Wir haben doch jetzt schon beim letzten Spiel eine Gelb-Rote Karte bekommen, die keine war. Der Schiedsrichter regelt doch das Spiel nicht. Der greift doch in unseren Spiel massiv ins Spiel ein". Auch Torschütze Philipp Hercher war kurz nach dem Spiel anderer Meinung: „Wahnsinn, das ist keine Rote Karte“.


    Auch wenn die Roten Teufel schon so einige Fehlentscheidungen schlucken mussten, lag es diesmal nicht am Schiedsrichter. Die Emotionen kochten hoch. Nach dem Spiel kam es gar zur Rudelbildung auf dem Platz. Allen voran war der sichtlich angefressene Jean Zimmer. Der Lautrer Kapitän bekam sich mit einigen Zwickauern in die Haare. Alle standen sichtlich unter Strom. Daher lassen sich Gefühlsexplosionen und Frust in gewisser Weise nachvollziehen.

    Noch ist alles drin

    Dass sich nach der Niederlage in Magdeburg seriös festhalten lässt, dass der Klassenerhalt wieder realitisch und greifbar geworden ist, kommt bereits einem kleinen Wunder gleich. Durch die Länderspielpause und die damit verbundene erhöhte Trainingsintensität zeigt der FCK ein ganz anderes Gesicht. Die Überstunden scheinen sich gelohnt zu haben. Trotz des doppelten Punkteverlustes ist noch nichts verloren. Mit derselben Leistung und Einstellung wie in den letzten beiden Spielen ist noch alles drin. Zumal der FCK noch weitere ausstehende Spiele gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf hat. Jetzt kann man es nach diesem Rückschlag allen beweisen: Denn Sieger stehen da auf, wo Verlierer liegen bleiben.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Florian Dick: "Der 1. FC Kaiserslautern ist der englischste Klub in Deutschland."

    Hans Sarpei auf Twitter: Relegation 2013: Der Moment, wo ganz Deutschland zum Fan des 1. FC Kaiserslautern wird.

  • Tja —- das Match Glück des fck scheint aufgebraucht

    "Die Menschen wissen im Moment nicht wohin mit ihrer Liebe. Sie möchten dafür wenigstens ab und zu ein Fußballküsschen bekommen. Dafür werden sie den Klub weiterhin unterstützen müssen, auch in holprigen Zeiten" !! (Marcel Reif, kicker, 10.10.16)

  • Das letztes WE war extrem gut für den Kopf

    Das heute hoffentlich kein technischer KO :(

    "Die Menschen wissen im Moment nicht wohin mit ihrer Liebe. Sie möchten dafür wenigstens ab und zu ein Fußballküsschen bekommen. Dafür werden sie den Klub weiterhin unterstützen müssen, auch in holprigen Zeiten" !! (Marcel Reif, kicker, 10.10.16)

  • Das ist einer der furchtbarsten Momente seit Wochen. Ich bin emotional sowas von fertig und absolut parallelisiert.


    Das wird lange nachwirken..Sehr lange

    Von Geburt an Lauterer - und stolz drauf !!!

  • die erste Halbzeit war sehr gut von beiden Mannschaften. Zur Anfang der 2. Halbzeit haben wir ja gebettelt um das Tor. Das ist der Grund wieso das 2:2 aus auch gerecht ist

  • Prima gemacht vom Schiri.So lange nachspielen lassen,bis der Ausgleich gefallen ist. Irgendwie kommt in mir der Verdacht hoch,daß der DFB uns absichtlich solche Schiris zuteilt,weil man uns nicht mehr im bezahlten Fußball haben will.

    Wer die Schorle nicht ehrt,ist des Rausches nicht wert!

  • Es lag nicht am Schiedsrichter!

    Und es war mehr Unvermögen als Pech!

    Nach dem blamablen Aus im Achtelfinale bei der Europameisterschaft 2016 der "Three Lions" gegen das Sensations-Team aus Island (1:2) macht ein Zitat von England-Legende Sir Bobby Charlton die Runde. Auf die Frage eines Reporters, wie sich denn die Weltmeister von 1966 gegen die Isländer geschlagen hätte, entgegnete Charlton: "Wir hätten 1:0 gewonnen." "1:0 nur?", hakte der Reporter nach - "Ja, die meisten von uns sind bereits schon über 70!", so die schlagfertige Antwort des Ex-ManU-Profis.




  • Mal ohne Schiri Schelte:

    Das Foul war dumm.

    "Die Menschen wissen im Moment nicht wohin mit ihrer Liebe. Sie möchten dafür wenigstens ab und zu ein Fußballküsschen bekommen. Dafür werden sie den Klub weiterhin unterstützen müssen, auch in holprigen Zeiten" !! (Marcel Reif, kicker, 10.10.16)

  • selbst schlagen ist das Eine, verarscht werden das andere. Was diese xxx heute zusammen gepfiffen hat war ein Witz. Das wird nur durch den Dummschwätzer bei Magenta-Sport getoppt. Aber wenn der Nachname schon mit "Fuck..." anfängt: was willste da erwarten.

    Viva la Meckerkultur:girly2:

  • Das setzt uns gegen Lübeck noch mehr unter Druck, da geht es nur noch mit 3 Punkten... das war möglicherweise der Genickbruch....

    Marcel Reif: "Im Fußball ist es, zumindest bei mir, anders als in der Liebe: Man verliebt sich einmal - und diese Liebe hält. Um wen ich weine? Um den Verein meiner Kindheit, meiner Jugend, meines Lebens, um den 1. FC Kaiserslautern."