Beiträge von Gerrit1993

    Diskussionsthema zum Artikel: Merk: "Erleichtert, aber noch kein Grund zum Feiern"


    Merk: "Erleichtert, aber noch kein Grund zum Feiern"

    Der Stadtrat hat der Reduzierung der Stadionpacht bis 2021 zugestimmt. Die FCK-Verantwortlichen zeigen sich darüber erfreut und erleichtert, mahnen aber auch zur Ruhe und Geduld.


    Der 1. FC Kaiserslautern muss in den kommenden beiden Spielzeiten je 625.000 Euro Pacht für das Fritz-Walter-Stadion zahlen. Außerdem wird der FCK die Stadt an den Einnahmen aus dem DFB-Pokal ab der zweiten Runde beteiligen. Das entschied der Stadtrat am heutigen Montag und akzeptierte damit auch das Angebot des Vereins.


    Markus Merk war die Erleichterung nach der rund anderthalbstündigen Stadtratssitzung anzusehen. "Natürlich sind wir erleichtert. Wir haben uns so viel es geht bewegt mit unserem Vorschlag, mehr ging nicht. Wir waren uns auch der Verantwortung für die Bürger der Stadt bewusst. Jetzt haben wir zwei Jahre Planungssicherheit. Das ist der erste Schritt, den wir unbedingt gebraucht haben, um die Investorengespräche zu intensivieren." Wie weit diese Gespräche sind, das wollte Merk zwar nicht verraten, jedoch sei heute die entscheidende Grundlage für weitere Gespräche gelegt worden.

    Merk: "Eine von vielen Baustellen wurde heute geschlossen"

    Dass die Ungewissheit über die Stadionpacht die Investorengespräche massiv behindert hat, das ist schon lange kein Geheimnis mehr. Die Vereinsführung um Markus Merk möchte aber nicht mehr zurück schauen. Vielmehr sieht Merk das Positive an der heutigen Entscheidung: "Der Pessimist sagt, es sind nur noch zwei Monate Zeit, die wir haben. Der Optimist sagt aber, wir haben noch zwei Monate. Heute ist noch kein Grund zum Feiern, aber eine von vielen Baustellen konnte heute geschlossen werden." Dennoch betonte Merk auch heute wieder, dass langfristig die Stadionfrage bei der Wurzel gepackt werden müsse. "Es ging jetzt darum, dass wir uns etwas Luft verschaffen. Aber langfristig, wenn wir wieder etwas atmen können, dann dürfen wir nicht schlafen. Es muss die Stadionfrage geklärt werden. Und zwar gesamtgesellschaftlich. Wir können uns nicht alle zwei Jahre treffen und über die gleichen Themen diskutieren. Das geht nicht.", so Merk.

    Kein Investoren-Einstieg in den nächsten Tagen, aber: Merk will "nicht nur Löcher stopfen"

    Merk bestätigt auch, dass beim Heimspiel gegen Zwickau eine potentielle Investorengruppe im Stadion war und jetzt weitere Gespräche geführt werden. "Es darf jetzt aber keiner denken, dass wir heute oder morgen mit dem nächsten Knaller rauskommen. Es wird nichts in den nächsten Stunden und Tagen passieren. Das ist Fakt. Aber wir gehen noch optimistischer in die nächsten Wochen, dass wir die Herausforderungen lösen können", mahnt der Beiratsvorsitzende noch zu etwas Geduld.


    Deutlich machte Merk abermals, dass die Summe von 11 Millionen Euro, die für die kommende Spielzeit benötigt werden, für den Verein weder überraschend gekommen sei, noch dass durch sie lediglich der Erhalt der Lizenz gesichert werde. Vielmehr soll das Niveau der Mannschaft erhöht werden. "Wir haben alles darin mitgedacht. Ein Investor kommt nicht und sagt: Hier hast du Geld für die Lizenz. Wir sagen nicht: Komm, jetzt lassen wir in Zukunft die Jugendmannschaft auflaufen und spielen ein bisschen 3. Liga. Wir wollen in Kaiserslautern auf einem Niveau Fußball spielen, das höher ist, als das was wir im Moment spielen", so Merk. Es ginge bei der Planung des Vereins daher nicht darum, nur irgendwie die Lizenz zu erhalten. "Wir wollen mit dem benötigten Geld nicht nur irgendwelche Löcher stopfen. Wir haben eine langfristige Strategie. Wir wollen gemeinsam nach Vorne kommen."


    Entsprechend untermauert Merk auch, wie wichtig mittelfristig der Aufstieg in die zweite Liga ist. "Jedes Jahr dritte Liga bedeutet ein Minus in der Größenordnung von mindestens fünf Millionen Euro", so Merk.

    "Eine Stadt ohne den FCK wäre für den Bürger die schlechtere Lösung gewesen"

    Neben der eigentlichen Entscheidung konnte heute auch eine Annährung im angespannten Verhältnis zwischen Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel und den FCK-Verantwortlichen festgestellt werden. So war es Weichel, der letztendlich gegen seine eigene Fraktion stimmte, dem Stadtrat empfahl, dem FCK-Antrag ohne Vorbehalt zuzustimmen und der es auch war, der in Verhandlungen mit der ADD ganz kurzfristig heraushandeln konnte, dass die Aufsichtsbehörde ihren Vorbehalt einer Pachtreduzierung auf das Kalenderjahr 2020 zurücknahm und auf die komplette Spielzeit 2020/2021 ausdehnte. "Alles was vorgefallen ist, war gestern, das ist für mich Vergangenheit. Toll, dass der Oberbürgermeister unseren Vorschlag vor allem über zwei Jahre heute unterstützt hat. Das war für uns absolut wichtig, denn alles andere wäre ein No-Go gewesen. Auch im Sinne der Bürger. Denn eine Stadt ohne den FCK, wäre für den Bürger die schlechtere Lösung gewesen", so Merk.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Reduzierte Stadionpacht: Stadtrat billigt Mietsenkung


    Reduzierte Stadionpacht: Stadtrat billigt Mietsenkung

    Der Stadtrat hat heute eine finale Entscheidung zur Stadionmiete getroffen: Der FCK erhält für zwei Spielzeiten die gewünschte Pachtreduzierung und hat nun endlich Planungssicherheit.


    Auf der Tagesordnung stehen drei Punkte. Zunächst soll der Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel auf Antrag von CDU, FWG, und Grünen mögliche Alternativen zum vorliegenden FCK-Antrag und deren Konsequenzen für die Stadt vorstellen und erläutern.


    Ein zweiter Tagesordnungspunkt sieht die sogenannte Resolution zur Stadionmiete vor, in der CDU, FWG und Grüne den Oberbürgermeister offiziell dazu beauftragen soll, mit dem Land Rheinland-Pfalz über eine Beteiligung und Finanzierung an der Fritz-Walter-Stadion Gesellschaft zu verhandeln. Rechtlich bindend ist das nicht, Ziel soll aber sein, das Land mit ins Boot zu holen und an einer Finanzierung zu beteiligen.


    Im letzten Tagesordnungspunkt wird dann über den Antrag der Stadiongesellschaft abgestimmt. Dieser sieht vor, die Stadionmiete für zwei Jahre auf 625.000 Euro in der dritten Liga und 2,4 Millionen Euro in der zweiten Liga festzuschreiben. Zudem würde die Stadt an Pokaleinnahmen beteiligt und weitere 100.000 Euro pro Jahr erhalten, wenn der Zuschauerschnitt im Fritz-Walter-Stadion über 21.000 liegen würde.


    Die Stadtratssitzung ab 15 Uhr live bei Treffpunkt Betze.

    Stadionmiete reduziert: FCK hat Planungssicherheit

    Update 16:27: Jetzt wirds ernst. Der Antrag des FCK wird abgestimmt. Bei 31 Ja-Stimmen zu 7 Nein-Stimmen und 11 Enthaltungen ist DIE STADIONMIETE DAMIT FÜR 2 JAHRE GESENKT. DER FCK HAT DAMIT PLANUNGSSICHERHEIT.


    Update 16:26: Jetzt wird über den Antrag der Linken abgestimmt, Investoren zu beteiligen. Dieser Antrag wird klar abgelehnt.


    Update 16:23: Es folgt die Abstimmung über Änderungsanträge. Die FDP fordert, die Mietsenkung auf ein Jahr zu beschränken. Mit 31 zu 17 Stimmen wird dies abgelehnt.

    Voigt äußert sich: „Das Höchste der Gefühle“

    Update 16:15: Jetzt äußert sich Soeren Oliver Voigt zu einer Forderung eines Stadtratsmitglieds, Investoren zu 10% an der Stadionmiete zu beteiligen. „Wir müssten in unseren Gesprächen ganz von Vorne anfangen. Das was wir angeboten haben, ist das höchste der Gefühle, was wir leisten können.“


    Update 16:11: Aktuell erfolgt die Aussprache zu TOP3. Größtenteils wird der vorliegende Vorschlag gelobt und empfohlen, ihm zuzustimmen.


    Update 16:00: Jetzt geht es an TOP3: OB Weichel empfiehlt dem Vorschlag der Stadiongesellschaft ohne Vorbehalt zuzustimmen.

    Update: Stadtrat nimmt Resolution zur Stadionmiete an

    Update 15:57: Über TOP2 wird jetzt abgestimmt: 32 Mitglieder stimmen zu, 19 lehnen inklusive OB ab. Die Resolution ist damit angenommen.

    Weichel sieht Beteiligung des Landes als schwierig an.

    Update 15:37: Der Oberbürgermeister äußert sich zum Vorschlag und ruft die CDU zur Mäßigung auf. Der OB präsentiert ein Gutachten, das auch Michael Littig mit verfasst habe. Die Grundprobleme seien 2006 in der Umschuldung des Vereins entstanden, nicht erst heute. Alle Parteien hätten dem Vorgehen damals zugestimmt und man könne die Lösung der Fehler von damals heute nicht vom Land einfordern. Weichel rät daher, die Resolution nicht anzunehmen.


    Update 15:34: Die CDU-Fraktion erläutert jetzt TOP2, die sog. „Resolution Stadionmiete“. Das Land soll darin die Stadt finanziell in der Stadionfrage unterstützen, auch wenn darauf kein rechtlicher Anspruch bestehe.


    Update 15:32: Dr. Weichel bezeichnet das vorliegende Modell als „Schadensbegrenzubgs-Modell“. Es entstehe der Stadt ein Schaden, aber es bliebe keine bessere Wahl.

    Aktien kein Thema mehr: Weichel für FCK-Antrag

    Update 15:22: Auf Frage von Michael Littig äußert sich Dr. Weichel zum sog. Mischmodell. „Sie lesen in meiner Beschlusslage nichts mehr von einem Aktienausgleich. Ich bin für eine Zustimmung ohne Vorbehalt.“


    Update 15:15: Michael Littig ergreift das Wort und erläutert den ersten Tagesordnungspunkt. Seine Frage: Gibt es alternative, bessere Szenarien zu dem FCK-Antrag und zum Modell „Kaiser-Karee“. Dr. Weichel verneint dies, alles sei durchgegangen worden, bishin zum Abriss des Stadions. Dies sei jedoch alles vom Tisch und kein Thema.

    Update: ADD erweitert Zustimmung auf Spielzeit 2020/2021

    Update: 15:06: Dr. Weichel gibt bekannt, dass mit der ADD weitere Gespräche stattgefunden haben: Die ADD hat zugestimmt, dass die Stadionmiete nicht nur bis Ende des Jahres gesenkt werden darf, sondern für die gesamte Saison 2020/2021. Der Vorbehalt entfällt somit.


    Update 15:03: Dr. Weichel eröffnet die Sitzung. 50 Stadtratsmitglieder sind anwesend, der Stadtrat ist beschlussfähig.


    Update 14:57 Uhr: Die Zuschauertribüne ist schon bestens gefüllt, der Oberbürgermeister hat auf seinem Sitz schon Platz genommen. Gleich gehts los!


    Download: Antrag der Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH auf Kapitalzuführung – Pachtzinsreduzierung und Pachtzinsregelung mit dem 1. FC Kaiserslautern für die Spielzeiten 2020/2021 und 2021/2022


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Voigt zur Lizenz: "Wir reden über 11 Millionen Euro"


    Voigt zur Lizenz: "Wir reden über 11 Millionen Euro"

    Der FCK gibt morgen seine Unterlagen für die Lizenz beim DFB ab. Das gab Geschäftsführer Sören Oliver Voigt heute bekannt.


    Das größte Problem, dass es derzeit zu lösen gilt, ist nach wie vor die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt rechnet mit der Lizenzerteilung unter Auflagen und Bedingungen und nannte heute erstmals eine Summe, die der FCK noch aufbringen muss. "Es ist allgemein bekannt, dass wir ein größeres Loch vorgefunden haben, dass es bis zum 30. Juni zu stopfen gilt. Die Aufgabe wird aber schon deutlich früher zu bewältigen sein, da der DFB bis Anfang Mai Klarheit haben möchte", so Voigt zum Zeitplan. Bis Ende April wolle man alle Aufgaben erledigt haben, so Voigt weiter.

    11 Millionen werden benötigt: FCK möchte so konkurrenzfähig bleiben

    Erstmals äußerte Voigt auch eine konkrete Zahl, wie viel Geld der FCK noch generieren muss, um die Lizenz zu erhalten. Und das ist eine Menge. "Stand heute sprechen wir über einen Liquiditätsbedarf von 11 Millionen Euro, den wir beim DFB nachweisen müssen", so Voigt. Es gehe dabei um den kompetten Zeitraum der kommenden Saison, also bis zum 30. Juni 2021. Nachgewiesen müsse das jedoch eben schon bis Ende April diesen Jahres. "Einfach gesagt: Der DFB will wissen, dass wir in der kompletten nächsten Saison unsere Rechnungen bezahlen können", erklärt Voigt.


    Diese Summe sei auch deshalb so hoch, weil der FCK auch im kommenden Jahr konkurrenzfähig bleiben möchte. "Diese Summe ergibt sich aus den Kriterien, die wir übernommen haben. In dieser Summe ist die von uns beantragte Stadionpacht enthalten, aber auch ein Etat, der uns die Möglichkeit erhält, in der 3. Liga eine Konkurrenzfähigkeit herzustellen". Denn so Voigt weiter, das Ziel müsse weiterhin lauten spätestens innerhalb der nächsten zwei Jahre in die 2. Liga aufzusteigen.

    Darlehen von Becca noch nicht gezogen: "Für das laufende Geschäftsjahr nicht von Bedeutung"

    Nicht zurückzahlen muss der FCK laut Voigt ein Darlehen an den Luxemburger Unternehmer Flavio Becca, der dem FCK in der vergangenen Saison im Rahmen der Lizenzierung eine Bürgschaft über 2,6 Millionen Euro ausgesprochen hatte. "Diese Bürgschaft ist beim DFB hinterlegt, aber sie wurde bis heute nicht gezogen. Deswegen müssen wir sie auch nicht zurückzahlen. Wenn sie gezogen würde, dann wäre sie in unseren Planungen aber berücksichtigt. Eine solche Summe lassen wir in den Planungen natürlich nicht unter den Tisch fallen", so Voigt.


    Über laufende Investorengespräche hielt sich Voigt wie erwartet bedeckt. "Das sind laufende und vertrauliche Gespräche. Wir setzen alles daran, die Gruppe davon zu überzeugen, in den FCK zu investieren. Details gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu veröffentlichen."


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Weidenfeller, Sippel, Müller: Torhüter stellen sich hinter Ehrmann


    Weidenfeller, Sippel, Müller: Torhüter stellen sich hinter Ehrmann

    Nach dem völlig überraschenden Rauswurf von FCK-Legende Gerry Ehrmann melden sich nach und nach dessen ehemalige Torwart-Schützlinge zu Wort. Ihre Meinung ist dabei eindeutig: Der FCK ohne Ehrmann? Unvorstellbar.


    Als die Bild-Zeitung gestern als erste von der Demission Ehrmanns berichtete, dachten nicht wenige FCK-Fans an einen verfrühten Aprilscherz. Auch einen Tag später ist die Vorstellung, dass ausgerechnet beim Derby gegen Waldhof Mannheim Gerry Ehrmann erstmals seit über 36 Jahren nicht am Spiel teilnehmen wird, eigentlich undenkbar.


    Ganz ähnlich geht es offenbar auch denjenigen, die am engsten mit Ehrmann zusammengearbeitet haben, nämlich seine ehemaligen Torwart-Schützlinge. Nach und nach haben sich jetzt einige von ihnen über die sozialen Netzwerke zu Wort gemeldet. Ihre Reaktionen gehen von Verwunderung bishin zu Wut, aber alle stellen sich demonstrativ hinter ihren einstigen Mentor.

    "Wie der Fußball ohne Tor" - Ehemalige FCK-Keeper sind von Ehrmann-Entlassung geschockt

    So äußert beispielsweise Roman Weidenfeller, der von 1998-2002 einer der ersten Keeper Ehrmanns beim FCK war, das, was auch die meisten FCK-Fans gestern dachten. "Ich kann mir den 1. FC Kaiserslautern ohne Gerry Ehrmann nicht wirklich vorstellen. Gerry hat nicht nur als Spieler, sondern auch als Torwarttrainer den Traditionsverein in 36 Jahren geprägt. [...] Er ist in der jetzigen schwierigen Situation den Roteln Teufeln treu geblieben. Mit Gerry verliert der FCK eine Identifikationsfigur, die immer alles für den sportlichen Erfolg des Vereins gegeben hat und stets ein offenes Ohr für jeden Spieler hatte.", schreibt Weidenfeller auf seinem Instagram-Kanal.


    Ganz ähnlich äußert sich auch Marius Müller, heute beim FC Luzern unter Vertrag, der zwischen 2012 und 2016, sowie von 2017 bis 2018 von Ehrmann trainiert und zum Profi gemacht wurde. "Der 1. FC Kaiserslautern ohne Dich ist wie der Fußball ohne Tor", schreibt der 26-Jährige ebenfalls über Instagram. Müller weiter: "Seit ich 15 Jahre alt bin, durfte ich mit Dir zusammen arbeiten. [...] Du hast immer zu mir gestanden und mich in jeder noch so unangenehmen Situation verteidigt. Du hast mir meinen Weg zum Profifußball ermöglicht und hast immer an mich geglaubt. Dafür kann ich mich niemals genug bei Dir bedanken. Gerry, ich wünsche Dir nur das Beste!"

    Sippel wütend: "Einfach traurig zu sehen, was da passiert!"

    Einer der Torhüter, der am längten und am engsten mit Gerry Ehrmann verbunden ist, ist Tobias Sippel. Ehrmann machte auch ihn zum Bundesliga-Torwart, durchlebte mit ihm den Fast-Abstieg 2008, den Aufstieg 2010, die Bundesliga-Jahre, oder die verpasste Bundesliga-Rückkehr 2013 in der Relegation gegen Hoffenheim.


    Der gebürtige Bad Dürkheimer, der heute als zweiter Torhüter bei Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga spielt, äußerte sich über Instagram und Twitter und wurde dabei sehr emotional. "Ich hätte nie gedacht, dass es einmal soweit kommen wird,dass man jetzt den Letzten vom Berg vergrault, der immer und alles für den Verein gegeben hat", beginnt Sippel seinen Post und versieht ihn mit einem wütenden Smiley. Sippel, dessen Abgang 2015 selbst nicht ganz freiwillig war weiter: "Einer der den Ernst der Lage schon lange erkannt hat und jetzt so behandelt wird. Einfach traurig zu sehen, was das passiert." Zum Schluss bringt Sippel das auf den Punkt, was wohl alle ehemaligen Torhüter Ehrmanns teilen: "Alle deine Torhüter-Jungs stehen hinter dir. Du warst immer für uns da und bist es auch heute noch. Danke Gerry!"


    Quelle: Treffpunkt Betze


    Diskussionsthema zum Artikel: Schommers will Einsatz über 90 Minuten sehen


    Schommers will Einsatz über 90 Minuten sehen

    Nach der Niederlage gegen Braunschweig wartet der FCK nun seit fünf Ligaspielen auf einen Sieg und ist auf Platz 14 abgerutscht. Am Samstag muss gegen Zwickau daher der erste Heimsieg 2020 eingefahren werden.


    Die jüngste Ergebniskrise am Betzenberg spiegelt sich auch in der Anzahl der verkauften Eintrittskarten wieder. Für die Partie am Samstag (14 Uhr) konnte der FCK bisher 14.000 Karten verkaufen, die abgesetzten Dauerkarten sind darin aber natürlich wie immer enthalten. Personell muss Trainer Boris Schommers weiter auf Hikmet Ciftci verzichten, der seine Rot-Sperre absitzen muss. Außerdem ist ein Einsatz von Außenverteidiger Philipp Hercher fraglich, der unter muskulären Problemen leidet.

    "Haben das Spiel nicht angenommen" - Schommers will gegen Zwickau wieder ein anderes Gesicht zeigen

    Die Enttäuschung der FCK-Fans über die 0:2 Niederlage vergangenen Samstag bei Eintracht Braunschweig war groß. Vor allem weil die Leistung der Mannschaft so gar nicht an die Auftritte Ende des vergangenen Jahres oder etwa im Auswärtsspiel beim FC Ingolstadt erinnerte. "Wir haben gegen Braunschweig in den ersten Minuten das Spiel nicht angenommen. Ohne Körperkontakt und das nötige Zweikampfverhalten reicht es dann einfach nicht", weiß Schommers um die Problematik. Doch der Trainer ist sich sicher, dass seine Mannschaft verstanden hat, worauf es jetzt ankommt. "Die Jungs sind auch nur Menschen. So ein Auftreten wie letzte Woche kam unter meiner Regie noch nicht oft vor, daher bin ich davon überzeugt, dass wir gegen Zwickau wieder von der ersten Minute an in der Arbeit gegen den Ball im Spiel sein werden. Denn mit dem Ball waren wir es auch in Braunschweig", so der FCK-Trainer.


    Dass die Roten Teufel durch die aktuelle sieglos Serie wieder gefährlich nah an die Abstiegsränge herangerückt sind, ist für Schommers derweil aber kein Thema. "Wir wollen unbedingt wieder dreifach punkten, aber wir machen uns jetzt auch nicht verrückt, dass wir zuletzt nicht die Punkte eingefahren haben. Bei zwei Niederlagen und zwei Unentschieden möchte ich eigentlich nicht direkt wieder von einer Talsohle reden. Dann wären wir im Dezember ja auf dem Mount Everest gewesen. Aber ich will nichts schönreden. Wir sind uns der Situation bewusst", sagt Schommers.

    "Boxbesetzung" und Standardschwäche als Trainingsschwerpunkte

    Neben mangelhaften Zweikampfverhalten, zeigte sich der FCK vor allem im letzten Drittel vergangenen Samstag erschreckend schwach. Deshalb setzte Boris Schommers darauf im Training einen speziellen Fokus. "Wir waren gegen Braunschweig in der Boxbesetzung nicht gut und wir haben unsere Positionen nicht gut angelaufen. Das war sicher ein Schwerpunkt unserer Trainingswoche."

    Ein immer fortwährendes Thema war auch in Braunschweig wieder die eklatante Schwäche bei Standards. "Es ist kein Geheimnis, dass unsere Standards mich überhaupt nicht zufrieden stellen. Aber wir arbeiten hart daran, auch hier bald wieder für positive Schlagzeilen sorgen zu können", erklärt Schommers.


    Der Gegner aus Zwickau ist nach seinem Überraschungssieg gegen Liga-Primus Duisburg derweil punktgleich mit dem FCK auf Platz 13 der Tabelle. Daher ist auch Boris Schommers vorgewarnt. "Ich bezeichne Zwickau als konstant inkonstant. Auf der einen Seite verlieren sie gegen Jena, gewinnen dann aber ohne Gegentor gegen Duisburg. Wir müssen daher höllisch aufpassen, dass uns nicht dasselbe wie dem MSV passiert." Dabei kann Schommers zumindest etwas aufatmen, da FCK-Schreck Ronny König bei Zwickau am Samstag ausfallen wird.


    Ein Lob sprach Schommers noch in Richtung Vereinsführung des FSV Zwickau aus, die erst unlängst mit ihrem Trainer Joe Enochs vorzeitig bis 2022 verlängerten und ihm so das Vertrauen aussprachen. "So etwas gibt es in der heutigen Zeit nicht mehr oft. Ich finde das klasse, dass man meinem Trainerkollegen so den Rücken stärkt, obwohl er weiter unten drin steht."

    Als Kritik am Umgang mit seiner eigenen Person wollte das Schommers gleichwohl aber nicht verstehen. "Ich spüre hier von allen Verantwortlichen seit dem ersten Tag großes Vertrauen. Die Zusammenarbeit könnte nicht besser sein", so Schommers.


    Quelle: Treffpunkt Betze


    Die Pressekonferenz im Videostream:


    Diskussionsthema zum Artikel: Nächster Rückschlag: FCK verliert in Braunschweig


    Nächster Rückschlag: FCK verliert in Braunschweig

    Der Negativlauf des FCK hält an. In Braunschweig verlieren die Roten Teufel mit 0:2 und sind so mittlerweile fünf Ligaspiele in Folge ohne Sieg.


    ?thumbnail=small Noch ohne Sieg im Jahr 2020 aber mit viel Motivation im Gepäck reiste die Mannschaft von Boris Schommers nach Braunschweig. Schommers stellte dabei auf drei Positionen um. Timmy Thiele, André Hainault und Dominik Schad kehrten in die Startelf zurück, Philipp Hercher musste verletzungsbedingt pausieren.

    1. Halbzeit: Chance FCK, Tore für Braunschweig

    Doch das Spiel begann denkbar ungünstig. Braunschweig wirkte quirlig, kam vor allem über die linke Seite und Feigenspann immer wieder zu gefährlichen Hereingaben und Aktionen. Trotzdem war es der FCK der in der 11. Spielminute die erste Großchance hatte, als Kevin Kraus zu einem Volleyschuss ansetzte, den Fejzic aber hielt. Fast schon symptomatisch für die letzten FCK-Wochen fiel im direkten Gegenzug das 1:0 für Braunschweig durch Biankadi.Wieder kam die Vorlage von der linken Seite bevor Biankadi von der Strafraumgrenze unhaltbar verwandelte.


    In der Folge waren die Roten Teufel trotzdem weiter bemüht, kamen oft zu Aktionen bis zum Strafraum, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Und so erhöhte die Eintracht in der 43. Minute per Freistoß auf 2:0. Unglücklich, weil Sickinger den Schuss von Kijewski, der die Hereingabe von der linken Seite verwertete, noch unhaltbar abfälschte.

    Viel Ballbesitz, wenig Torgefahr

    In der zweiten Halbzeit hätte Braunschweig fast vom Anstoß weg das 3:0 erzielt, doch Lennart Grill rettete in höchster Not. Ansonsten hatten die Roten Teufel weiter mehr vom Spiel, sie rannten an, doch die Hereingaben fanden fast nie einen Abnehmer. Auch die erneut hohe Anzahl an Ecken konnte keinen Ertrag bringen. Und so entstand kaum Torgefahr. In der 51. Minute traf ein Kopfball von Kraus zwar die Latte, jedoch wäre der Braunschweiger Keeper Fejzic auch zur Stelle gewesen.


    Braunschweig tat nur noch das Nötigste, doch das genügte. Der Sieg der Löwen geriet nicht mehr in Gefahr. Der 1. FC Kaiserslautern bleibt damit mittlerweile zum fünften Mal in Folge in der Liga ohne Sieg und rückt wieder bedrohlich nah an die Abstiegsplätze heran.


    Eintracht Braunschweig - 1. FC Kaiserslautern 2:0 (2:0)


    Aufstellung FCK:

    Grill - Schad, Kraus, Hainault ('76 Starke), Nandzik - Bachmann, Sickinger, Zuck ('71 Skarlatidis) - Thiele, Kühlwetter, Pick


    Aufstellung Braunschweig:

    Fejzic - Becker, Burmeister, Ziegele, Kijewski - Kammerbauer, Pfitzner, Feigenspann ('79 Schlüter), Biankadi, (‘88 Goden) - Pourié ('72 Fürstner), Proschwitz

    Tore:

    1:0 Biankadi (12. Minute)

    2:0 Kijewski (43. Minute)


    Kartenvergabe:

    Biankadi, Fürstner, Becker


    Zuschauer: 17.842


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Ergebniskrise am Betze: "Das nervt natürlich alle im Verein"


    Ergebniskrise am Betze: "Das nervt natürlich alle im Verein"

    Noch kein Sieg in 2020. Morgen um 14 Uhr soll in Braunschweig endlich dieser Bann gebrochen werden und die guten Leistungen in Punkte umgemünzt werden.


    Über 1.300 FCK-Fans werden morgen wieder mit nach Braunschweig reisen und die Lautrer Mannschaft lautstark unterstützen. Dabei kann Trainer Boris Schommers nahezu aus dem Vollen schöpfen. Abgesehen von Hikmet Ciftci, der nach seiner roten Karte gegen Münster zwei Spiele aussetzen muss, stehen Schommers alle Spieler zur Verfügung. Auch die zuletzt angeschlagenen Timmy Thiele, Lukas Röser und Andre Hainault werden morgen wieder im Kader stehen.

    Manko Chancenverwertung: "Konsequent den Abschluss suchen!"

    Die Roten Teufel warten im Jahr 2020 immer noch auf einen Sieg. Einem Unentschieden gegen Großaspach folgte eine Last-Minute Niederlage in Ingolstadt und ein Unentschieden zu Hause gegen Preußen Münster. Dabei lag es wahrlich nicht an der fehlenden Leistung der Lautrer, viel mehr wurden reihenweise Chancen ausgelassen, insbesondere bei den Spielen in Ingolstadt und gegen Großaspach. "Für uns muss es morgen darum gehen, nicht nur ein gutes Spiel zu absolvieren, sondern endlich den Ertrag einzufahren", so Schommers auf der Pressekonferenz. Dabei habe er keine Bedenken, dass seine Mannschaft ein mentales Problem habe. Viel mehr glaubt der Lautrer Trainer daran, mit harter Arbeit die Tore zu erzwingen. "Wir können und müssen noch mutiger spielen. Wir müssen den Gegner noch öfter andribbeln, ihn zu Entscheidungen zwingen und dann noch konsequenter den Abschluss in der Box suchen", so Schommers weiter.


    Auch das späte Gegentor in Ingolstadt wurmt den Coach nach wie vor. "Wir sind mit der Ausbeute bei offensiven wie defensiven Standards natürlich überhaupt nicht zufrieden. Das ist sicher auch eine Frage der Konzentration. Das ist keine große taktische Schwierigkeit, gerade bei Standards hat jeder ja seine Aufgabe und Zuteilung. Jeder muss seinen Job machen", so Schommers.

    Ob im 4-4-2 oder im 4-3-3: Schommers will selbstbewusst auftreten

    Eine Frage die Schommers in diesem Zusammenhang immer wieder gestellt bekommt ist die Systemfrage. Spielten die Roten Teufel in der Hinrunde meist im 4-4-2, agieren sie jetzt oft im 4-3-3. Doch für Schommers spielt das keine große Rolle. "Die Systemfrage ist auch ein Stück weit überbewertet. Wenn sie sich die Positionierung zum Ball in den einzelnen Systemen anschauen, sehen sie alle sehr ähnlich aus. Wir wollen variabel sein und unsere Ausrichtung immer auf den jeweiligen Gegner ausrichten. Dabei orientieren wir uns immer daran, wie wir die größte Chance sehen, spielerisch ins gegnerische Drittel zu kommen", so der FCK-Trainer.


    Den Gegner aus Braunschweig wird Schommers dabei auch diesmal nicht unterschätzen. "Auch sie werden selbstbewusst auftreten. Aber wir tun gut daran, uns auf uns zu konzentrieren. Die letzten Spiele haben gezeigt, dass die Tabellenposition der Gegner keine große Rolle spielt."

    Stadionfrage für Schommers "überhaupt kein Thema": Vertrauen in die FCK-Gremien

    Trotz der guten Auftritte zählen für den FCK in Zukunft aber nur Punkte. Das weiß natürlich auch Boris Schommers. "Fußball ist Ergebnissport. Wenn du dominierst, willst du erst recht gewinnen. Dass uns das in diesem Jahr noch nicht gelungen ist, das nervt mich, das nervt das Trainer-Team, das nervt die Mannschaft, das nervt die Zuschauer, das nervt alle im Verein", so Schommers.


    Überhaupt nicht genervt sei der Trainer hingegen von Unmutsbekundungen der Fans. "Erst einmal bin ich sehr stolz darauf für einen Verein arbeiten zu dürfen, wo in der 3. Liga 18.000 Zuschauer ins Stadion kommen. Davon haben jetzt vielleicht 100 gepfiffen. Und das ist absolut verständlich", sagt Schommers angesprochen auf den Unmut mancher Fans nach dem Heimspiel gegen Preußen Münster.


    Neben den sportlichen Aufgaben findet morgen Vormittag auch die vielleicht alles entscheidende Stadtratssitzung im Kaiserslauterer Rathaus statt, wo über die zukünftige Höhe der Stadionmiete abgestimmt werden soll. Ein überlebenswichtiges Thema also, bei dem Boris Schommers aber ganz seinen Vorgesetzten vertraut. "Ich habe für diese Themen überhaupt keine Kapazität. Ich habe großes Vertrauen in unsere Gremien und bin sicher, dass sie das für dem Verein erfolgreich meistern werden. Wenn wir daran morgen auch einen Haken machen können, freue ich mich natürlich", so Schommers.


    Quelle: Treffpunkt Betze


    Die Pressekonferenz im Videostream:


    Diskussionsthema zum Artikel: Teil II: Zwischen Höhenflug und Causa Betzenberg


    Teil II: Zwischen Höhenflug und Causa Betzenberg

    In Teil II einer neuen Ausgabe seiner Kolumne „Vegess emol dei Redd ned“ beschäftigt sich Gerrit den offenen sportlichen Baustellen und dem fortwährenden Kampf um die Existenz.


    In Teil I unserer neuen Kolumne „Vegess emol dei Redd ned“ ging es gestern bereits um die positiven Aspekte unter Boris Schommers, die dem Verein zu neuem Auftrieb verhalfen. Im heutigen zweiten Teil dreht sich die Analyse um die finanzielle Situation, den Kampf um das Stadion und vor allem um die Baustellen, für die auch Boris Schommers noch keine adäquaten Lösungen finden konnte.


    Natürlich ist beim 1. FC Kaiserslautern nicht alles von heute auf morgen gut geworden. Im Gegenteil. Der Verein steckt in der ersten Ergebniskrise seit seinem „Schommers-Reset“. Beim 0:0 gegen Großaspach gelangen der Mannschaft keine Tore. Fünf oder sechs hätten es aber sein müssen. Das dies geht, zeigte eine Woche später Würzburg beim 6:0 über den selbsternannten Dorf-Klub eindrucksvoll.


    In Ingolstadt dominierte die Schommers-Elf den Aufstiegsfavoriten über 90 Minuten, fing sich aber quasi mit dem Schlusspfiff in der Nachspielzeit noch eine Niederlage ein. Schon beim Foul von Kevin Kraus dachte ich mir, wie typisch „FCK-Like“ es jetzt wäre, wenn durch diesen Standard in der Schlussminute der haushoch verdiente Punkt noch aus der Hand gegeben würde. Kaum gedacht, war es auch schon geschehen.


    Der FCK belohnt sich nicht - Jetzt ist mentale Stärke gefragt

    Fast größer als die Enttäuschung über diesen Punktverlust war an dem Tag meine Sorge. Die Sorge, dass die gerade sich so gut entwickelnde Mannschaft das mental nicht so einfach wegstecken würde. Dass so ein Erlebnis in den Köpfen bleibt und die Truppe in alte Muster verfällt. Wenn jetzt auch Düsseldorf verloren geht, ist die Mannschaft dann wieder verunsichert? Alles Fragen, die mir an jenem Samstag durch den Kopf gingen. Und tatsächlich ging das Pokalspiel auch – wie man es erwarten musste – am Ende klar mit 2:5 verloren. Dennoch: Bei den Schanzern aus Ingolstadt machte der FCK sein stärkstes Saisonspiel, dominierte den Tabellenzweiten über 90 Minuten, auch spielerisch. Am Ende fehlten eben nur die Tore und ein Schuss Cleverness. Und gegen Düsseldorf zeigten die Roten Teufel dem Bundesligisten vom Rhein gut eine Halbzeit lang aber mal so richtig, was in einem Drittligisten stecken kann. Kämpferisch, aber auch spielerisch.


    Und so ging ich zuversichtlich in das Liga-Heimspiel gegen Preußen Münster. Schließlich waren diese Tabellenachtzehnter. Doch an der Seitenlinie der Preußen stand an diesem Samstagmittag ein alter Bekannter. Sascha Hildmann. Der Herzblut-Lautrer, der fast jeden im Stadion hätte persönlich begrüßen können. Und nicht nur das stellte sich als schlechtes Omen heraus. Die Lautrer kamen gegen die Preußen zwar wieder zu Torchancen, doch gegen die sehr, sehr passiven Münsteraner wirkte der FCK insgesamt ideenlos, uninspiriert und verkrampft. Das Auftreten erinnerte fast an das im Oktober oder November des vergangenen Jahres. Die Systemumstellung – Pick in die Mitte zu beordern und Zuck von außen kommen zu lassen – verpuffte völlig. Effiziente Angriffe und Spielzüge suchte man an diesem Samstag vergebens. Und so kamen die Roten Teufel - wieder einmal - nicht über 1:1 Unentschieden hinaus.


    War der Jubel also doch verfrüht? Der Höhenflug nur ein kurzes Aufbäumen? Ich meine nein. Auch mir gibt das Spiel gegen Münster Rätsel auf, auch die Analyse Schommers, der ein „erneut sehr gutes Spiel“ gesehen hatte, teile ich nicht. Aber: Hinter der Mannschaft liegt eine kräftezehrende englische Woche mit vier Spielen, in der sie viel Aufwand betrieben, aber kaum Zählbares eingefahren hat. Das muss eine Mannschaft erst einmal wegstecken. Zudem bleibt die Chancenverwertung ein entscheidendes Manko. Hätte Hendrick Zuck vergangenen Samstag aus vier Metern Entfernung nicht das Unmögliche geschafft und die Latte getroffen, sprächen wir jetzt über einen dreckigen Sieg und die Truppe würde für diese Qualität gelobt.


    Ohne Zweifel tut sich die Mannschaft schwer gegen Gegner, die destruktiv agieren und kaum aktiv am Spiel teilnehmen. Das ist aber schon seit Jahren so. Muss nicht der FCK das Spiel machen und kann auch mal kontern, fühlt er sich wohler. Auch Boris Schommers kann dies nicht innerhalb weniger Monate ändern.


    Und auch wenn die Aufholjagd in der Liga vorerst gestoppt ist, Kaiserslautern ist um eine Erkenntnis reicher: Eigentlich kann sich der FCK nur selbst schlagen. Leider tut er das nur noch zu häufig.

    Causa Betzenberg: Aktien sind keine Lösung!

    Doch auch abseits des Platzes gibt es weiter große, dunkle Wolken. Wie schon vergangenes Jahr muss der FCK auch in diesem Frühjahr enorme Kraftanstrengungen unternehmen, um die Lizenz für eine weitere Spielzeit in der 3. Liga zu erhalten. Dazu benötigen die Pfälzer unter anderem eine Mietreduzierung für das Fritz-Walter-Stadion. Doch die Stadt in Person von Oberbürgermeister Klaus Weichel verlangt für eine solche Pachtreduzierung nun erstmals einen Gegenwert, etwa in Form von Aktien an der ausgegliederten Kapitalgesellschaft.


    Das aber würde die durchgeführte Ausgliederung ad absurdum führen. Aktien abgeben, die die Stadt als Sicherheit in die Schublade legt, wie es Weichel in einem Interview unlängst ausdrückte? Wem ist damit geholfen? Die Investorensuche macht es schwieriger, denn Anteile gehen verloren. Der FCK verkauft Aktien, die er eigentlich braucht, um Eigenkapital zu generieren, nur um den Status Quo im Fritz-Walter-Stadion aufrechtzuerhalten. Ohne dabei einen einzigen Cent in die Zukunft und den Kader investieren zu können. Dafür müsste der Verein dann wohl Spieler verkaufen. Das schwächt den Kader. Geld, um Verstärkungen zu ermöglichen wäre aber auch nicht da. Ein Aufstieg im kommenden Jahr damit wohl kaum realistischer als diese Saison. Damit wäre gewiss, dass in einem oder zwei Jahren Stadt und Verein wieder vor demselben Problem stünden. Werden dann wieder Aktien abgegeben, um die Miete für die WM-Arena zu stemmen?


    Aktien an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts – wie es im Verwaltungsdeutsch so schön heißt – abzugeben, so verständlich dieser Vorschlag aus Sicht des Oberbürgermeisters sein mag, es vertagt die Probleme nur in die Zukunft und macht sie für alle Beteiligten sogar noch größer.


    Um darüber zu verhandeln trafen sich jüngst Oberbürgermeister, FCK und regionale Investoren zu einem Gespräch. Weichel sprach danach von „positiven Gesprächen“ und einer „neuen Faktenlage“. Doch nur einen Tag später war davon nichts mehr zu spüren. Weichel präsentierte im Stadtrat seine Version des Gesprächs und erklärte, nicht die Investoren hätten ein Problem mit der Aktienabgabe an die Stadt, sondern der FCK. Dem im Stadtrat auf der Zuschauertribüne anwesenden Markus Merk schwoll sichtlich der Hals als er dies hörte.

    Die Stadt und der FCK: Viel mehr als eine „Zweckehe“

    Und so veröffentlichte der FCK noch am selben Abend eine Pressemitteilung, die in dieser Härte wahrscheinlich ihresgleichen sucht. Darin widerspricht der FCK „mit aller Entschiedenheit“ den Ausführungen von Weichel, wirft ihm das Vorenthalten von Fakten und Wortbruch vor. Unter anderem habe er dem Stadtrat ein Gutachten verschwiegen, das besage, dass die Abgabe von Aktien an die Stadt mit erheblichen Insolvenzrisiken verbunden seien. Aussage gegen Aussage wieder einmal. Kaum ist der Verein endlich geeint und sprechen die Verantwortlichen mit einer Stimme, kommen die Störfeuer von außen.


    Alle Beteiligten müssen begreifen, dass es nur zusammen geht. Die Stadt und der FCK leben in keiner Zweckehe, sie sind keine Schicksalsgemeinschaft. Schon gar nicht ist der FCK irgendein hundsgewöhnlicher Schuldner und die Stadt sein Gläubiger. Kaiserslautern ist der FCK und der FCK ist Kaiserslautern. So hat es auch Hauptsponsor Harald Layenberger in einem offenen Brief vor einigen Wochen ausgedrückt. Nur wenn sich das alle Beteiligten vor Augen führen, es mit Leben gefüllt wird und endlich tragfähige Lösungen für die nächsten Jahre gefunden werden, nur dann hat der FCK und damit auch die Stadt eine Chance. Gelingt das nicht, dann geht es allenfalls darum, das Ende künstlich in die Länge zu ziehen. Der Schaden für Verein und Stadt wären unermesslich.


    Kaiserslautern ohne FCK? Der FCK ohne Fritz-Walter-Stadion, ohne Betzenberg? Undenkbar! Vom finanziellen Schaden ganz abgesehen. Es wäre der viel zitierte Supergau. Ihn gilt es zu verhindern. Und zwar so schnell wie möglich. Nächste Gelegenheit: Der 15. Februar. Dann tagt über die „Causa Betzenberg“ erneut der Stadtrat. Das Problem zu lösen und den Verein zu retten, es liegt im Interesse aller. Seien sie nun FCK-Fan, Stadtoberhaupt oder einfache Steuerzahler. Sie alle werden zusammen gewinnen oder verlieren. Was für die Mannschaft von Boris Schommers auf dem Platz gilt, gilt auch für die Funktionäre, die um Zahlen ringen. Sie alle eint ein Motto: Es geht nur gemeinsam.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Teil I: Zwischen Höhenflug und Causa Betzenberg


    Teil I: Zwischen Höhenflug und Causa Betzenberg

    In Teil I der neuen Ausgabe seiner Kolumne „Vegess emol dei Redd ned“ beschäftigt sich Gerrit mit dem Aufschwung und dem neuen FCK-Auftrieb unter Boris Schommers.


    Boris Schommers hat in Kaiserslautern eine neue Euphorie entfacht. Doch jetzt muss die Mannschaft beweisen, dass sie mit ersten Rückschlägen mental umgehen kann. Ums Überleben kämpft der FCK trotzdem. Wieder einmal. Gelingen kann der Kampf nur mit neuer finanzieller Unterstützung.


    Rund fünf Monate ist meine letzte Kolumne nun schon her. In der schnelllebigen Welt des Fußballs ist das eine halbe Ewigkeit. Und so hat sich auch beim 1. FC Kaiserslautern in den letzten Monaten viel getan. Sascha Hildmann ist nicht mehr Trainer. Dem Herzblut-Coach, der den Verein lebte, fehlten am Ende einfach die nötigen Ergebnisse und die erforderliche Konstanz, um eine positive Entwicklung der Mannschaft möglich zu machen. Die Vereinsführung rund um Martin Bader, Michael Klatt und die Beiräte Patrick Banf und Jochen Grotepaß sind ebenfalls Geschichte. Wahrlich viel Stoff, auch für einen Traditionsverein wie den 1. FC Kaiserslautern, der Unruhe und Trubel gewohnt ist.


    Als Mitte September kurz vor dem neunten Spieltag Boris Schommers das Traineramt beim FCK übernahm, war von Euphorie rund um den Betzenberg nichts zu spüren. Zu niedergeschlagen waren die Fans, dass es auch im zweiten Drittligajahr scheinbar nicht gelingen sollte, um den Aufstieg wenigstens mitzuspielen. Das 1:6 gegen Meppen – der Schlusspunkt der Ära Hildmann, tat dabei sein Übriges zur verschärften Herbstdepression in der Pfalz. Etwas, was auch Boris Schommers so erlebte. „Als ich das erste Mal hoch zum Betzenberg gefahren bin, hatte ich Gänsehaut. Aber die Stimmung im und um den Verein war dermaßen negativ, dass ich zu Kevin McKenna gesagt habe: Was machen wir hier? Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder wir steigen heute ins Auto ein, sagen Martin Bader, es war ein Trugschluss und wir gehen wieder. Oder wir greifen das ganze Thema an. Wir haben uns fürs Angreifen entschieden.“


    Und als der FCK vier der ersten sechs Spielen unter Schommers verlor, insgesamt nur vier Punkte holte und auf einen Abstiegsplatz abrutschte, gab es nicht wenige, für die des Trainers Entlassung nur noch eine Frage der Zeit zu sein schien. Doch dann setzte die Mannschaft von Boris Schommers das um, was er sich bei Amtsantritt vorgenommen hatte: Sie griff an.

    Totgesagte leben länger: Der (scheinbar) überraschende Höhenflug

    Bisweilen überrascht ein Sieg niemand mehr als den Sieger selbst.“ Dieser Ausspruch stammt zwar nicht aus einem Pfälzer Mund, sondern vom Autor Otto Weiss. Jedoch glaube ich für die meisten Fans des FCK zu sprechen, wenn ich sage, dass mit der Siegesserie gegen Ende der Hinrunde wohl niemand rund um den Betzenberg gerechnet hatte. Ich selbst beschloss nach der 2:3 Heimniederlage gegen Würzburg, das Spiel in Düsseldorf gegen Uerdingen einmal nicht zu verfolgen. Und so staunte ich natürlich nicht schlecht, als ich die Ticker-Meldungen auf meinem Handy las. Das müsse ich jetzt immer so machen, bekam ich schnell von FCK-Freunden zu hören. Den Teufel werd‘ ich tun sagte ich mir, auch wenn ich merkte, wie der alte Aberglaube in mir wieder hochkam. Ein Aberglaube, den sicher jeder Herzblut-Fan kennt. Wie oft verfolgte ich früher meine festen Rituale, wie beispielsweise das handschriftliche Eintragen der aktuellen Tabelle mit meinem Glücksstift genau zehn Minuten vor Anpfiff des nächsten Spieltags. Machte ich das einmal nicht, glaubte ich, konnte der FCK nur verlieren. Leider gibt es diese Tabelle nicht mehr. Und meinen Glücksstift auch nicht. Ach, was waren das noch Zeiten.


    Doch zurück ins Hier und Jetzt. Dem FCK gelang gegen die Krefelder also ein kleiner Befreiungsschlag. Werteten viele den 3:0 Auswärtssieg gegen Uerdingen noch als „positiven Betriebsunfall“, gefiel die Schommers-Elf beim 2:0 Heimsieg über Rostock schon mehr. Endlich einmal zwei Siege in Folge. Etwas, was Sascha Hildmann in seiner Amtszeit leider kein einziges Mal vergönnt war. Nicht wenige Fans und Journalisten machten hierfür jedoch vor allem die desolate Rostocker Mannschaftsleistung verantwortlich. Doch als eine Woche später auch Viktoria Köln mit 4:2 geschlagen wurde, konnten auch die letzten Zweifler nicht mehr bestreiten: Es war eine Entwicklung zu erkennen!


    Erstmals seit über drei Jahren konnten die Roten Teufel drei Liga-Siege in Serie feiern. Zwei weitere „Dreier“ sollten diesen Trend zu einer echten Erfolgswelle ausbauen, und das achtbare Unentschieden zum Jahresausklang in Unterhaching sorgte gar dafür, dass eine regelrechte Euphoriewelle durch Kaiserslautern schwabbte. Die Stadt, die noch einen Monat zuvor im Nebel der Tristesse zu versinken schien und der Regionalliga näher war als je zuvor.


    Doch wie war dieser Aufwärtstrend, der scheinbar aus dem Nichts kam, zu erklären? Sollte Martin Bader etwa in seiner Kaderzusammenstellung doch nicht so daneben gelegen haben?


    Es ist wohl nicht übertrieben, wenn man in der Analyse vor allem einen Mann in den Vordergrund stellt, und das ist Boris Schommers. Wohl noch nie schaffte es ein Trainer am Betzenberg innerhalb so kurzer Zeit vom Buhmann zum Hoffnungsträger zu werden. Sicher muss man auch hier anmerken, dass es beim Pfälzer Traditionsverein von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt nicht allzu weit ist. Uffm Betze is halt entwedder alles subber un mer marschiere dorsch die Liga odder die Luftbumbe uffm Platz steihen ab. Nicht zu vergessen die regelmäßigen „Isch geh nimmi nuff!“ Ausrufe von Fans, die teilweise seit über vierzig Jahren den Berg alle zwei Wochen erklimmen und dies natürlich auch weiter tun. Der Betze eben, so wie man ihn einfach lieben muss.

    Schommers packte an: Erfrischend wenig Floskeln und überfällige Personalentscheidungen

    Doch das gegenwärtige Lob für Schommers sind keine verfrühten Lorbeeren, die utopischen Träumereien geschuldet sind. Schommers hat angepackt und es gibt handfeste Punkte die zeigen, was sich in den letzten Monaten verbessert hat.


    Punkt eins, die Hierarchie: Schommers kündigte schon zu Beginn seiner Amtszeit an, sich die ersten Wochen die Mannschaft anzuschauen und dann gegebenenfalls Konsequenzen zu ziehen. Als der FCK Anfang November nach dem 2:3 zu Hause gegen Würzburg auf einen Abstiegsplatz rutschte, griff der Coach durch. Kapitän Christoph Hemlein, der die Mannschaft eigentlich führen sollte und gegen Würzburg einmal mehr zeigte, dass er dazu nicht in der Lage war, wurde als Captain abgesetzt und durch Carlo Sickinger ersetzt. Hemlein wurde zu den Amateuren geschickt. Ihm folgten Janek Sternberg – ein Missverständnis auf ganzer Linie, und Jungtalent Antonio Jonjic, der an seine anfänglich starken Leistungen der letzten Saison nicht mehr anknüpfen konnte. Ein zweifelsfrei mutiger Schritt von Schommers, schließlich birgt so eine Maßnahme auch die Gefahr, eine Mannschaft gegen sich aufzubringen. Doch die Entscheidung stellte sich als richtig heraus, mehr noch: Die Mannschaft wirkte seitdem fast wie befreit und agierte endlich auch auf dem Platz als Einheit.


    Punkt zwei, die Spielerleistung: „Ich will jeden Spieler, jeden Tag ein bisschen besser machen.“ Nein, dieser Satz stammt nicht von Boris Schommers, er wurde 2008 vom damaligen Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann geprägt, der bekanntermaßen seiner Zeit diese Prämisse nicht erfüllen konnte. Jetzt wäre es sicher übertrieben zu sagen, Schommers habe jeden Spieler besser gemacht, jedoch ist eine Leistungssteigerung bei vielen Spielern klar erkennbar. So haben sich etwa die Außenverteidiger Schad und Hercher stabilisiert und sind aus dem System fast nicht mehr wegzudenken. In ihrem Defensivspiel sind sie wesentlich stabiler und auch im Spielaufbau deutlich präsenter und kreativer als noch einige Monate zuvor. Zudem sind unter Schommers mit Andre Hainault und Hendrick Zuck zwei Spieler zu Stammkräften avanciert, die zuvor schon auf dem Abstellgleis standen. Insbesondere Zuck hat dabei wohl alle Fans positiv überrascht. Doch auch Hainault gefällt als Abwehr-Chef zusammen mit Kevin Kraus. Lukas Gottwalt oder Jonas Scholz haben da aktuell keine Chance.


    Punkt drei, Kader und System: Nicht zuletzt hat sich die Spielweise des FCK fundamental geändert. Insbesondere in der Wintervorbereitung im türkischen Belek haben die Roten Teufel daran noch einmal gearbeitet. So wurde mit Alexander Nandzik ein Außenverteidiger aus Regensburg geholt, der als Konkurrent für Philipp Hercher dafür sorgen soll, dass der FCK noch höher anläuft, verteidigt und aggressives Pressing spielt. „Lang und weit bringt Sicherheit“, über Jahre fester Bestandteil der FCK-Spielkultur, soll nur noch eine Notlösung sein. Schommers will, dass seine Mannschaft spielerische Antworten findet. Und das tut sie. Ob im 4-4-2 oder wie zuletzt im 4-3-3, Lautern agiert jetzt im System variabel und ist so auch nicht mehr so leicht auszurechnen wie anfangs der Saison, auch wenn gegen tief stehende Gegner immer noch häufig Ideen fehlen, um Abwehrriegel wie zuletzt der von Preußen Münster zu durchbrechen.


    Punkt vier, das Stimmungsbild: Boris Schommers ist einer der Verantwortlichen dafür, dass rund um den Betzenberg die Gemütslage wieder deutlich besser ist als noch im Spätherbst des vergangenen Jahres. Ein entscheidender Wendepunkt hierfür war die Jahreshauptversammlung im Dezember. Mit dem Team rund um Markus Merk und Rainer Keßler wurden Leute in die Aufsichtsgremien des Vereins gewählt, denen die Mitglieder vertrauen und die eine neue Ehrlichkeit vermitteln. Sie verkörpern das, was den Fritz-Walter-Klub ausmachen muss. Bodenständigkeit, Transparenz und ein Wir-Gefühl. Eigenschaften, die gerade im so bedeutenden Jubiläumsjahr 2020 reaktiviert werden mussten. Sie haben es geschafft, den Verein der zerstritten und gespalten war, innerhalb kürzester Zeit wieder zu einen. Dafür gebührt ihnen schon jetzt große Anerkennung. Mit Soeren Oliver Voigt verpflichteten sie außerdem einen neuen Geschäftsführer, der fachlich und menschlich Hoffnung macht, dass auch der höchst schwierige Kampf um die Existenz in diesem Jahr wieder gut enden wird.


    Doch auf dieser Jahreshauptversammlung sorgte eben auch der Trainer für ein entscheidendes Ausrufezeichen. Erstmals richtete nämlich mit Schommers ein Trainer eine Rede an die Mitglieder. Und was für eine. Schommers erklärte sein eigenes Vier-Säulen-Modell, erklärte seine Art Fußball zu spielen, lobte die Fans, aber nahm sie auch in die Pflicht. „Es gibt Gründe warum dieser Verein in der 3. Liga spielt. Genauso habe ich aber auch meinen Spielern gesagt, gibt es Gründe, warum sie in der dritten Liga und nicht höherklassig spielen.“ Solche Sätze kamen an. Sie packten das anwesende Publikum und verbreiteten sich schnell in der Fangemeinde. Von nun an hatte Boris Schommers einen Kredit bei den Fans, der sich durch die Siegesserie und die scheinbar neue Lautrer Spielkultur weiter ausbaute und auch durch die jüngste Ergebniss-Krise nicht direkt wieder erschöpft ist. Überhaupt stellte sich Schommersnicht als Mann der Fußballfloskeln heraus. Stattdessen gibt es meist klare Aussagen, sowie taktische Analysen. Das übertrug sich scheinbar auch auf die Mannschaft. Plötzlich wurde in Kaiserslautern sogar wieder von Aufstieg gesprochen. Lautern eben. Hopp oder Top. Dazwischen gibt es nicht viel.


    Aber macht nicht gerade diese Emotionalität den Traditionsverein aus der Pfalz so liebenswert und einzigartig? Diese Begeisterungsfähigkeit kann immer noch Berge versetzen, auch in der dritten Liga. Ohne sie wäre der einst so glorreiche Betzenberg schon eine verkommene Ruine.


    Von Hierarchieänderungen bis zu euphorischen Aufstiegswünschen. Warum es gerade unter Boris Schommers gleich mehrere Hinweise darauf gibt, dass sich der Verein sportlich in die richtige Richtung entwickelt, darum ging es in diesem ersten Teil. In unserem morgigen zweiten Teil wird es neben den finanziellen Herausforderungen im Verein um die bisher unveränderten Probleme gehen. Und davon hat der FCK seit Jahresbeginn gleich mehrere.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Schommers: Gegen Münster endlich den Ertrag einfahren


    Schommers: Gegen Münster endlich den Ertrag einfahren

    Im neuen Jahr 2020 konnte der FCK noch keinen Sieg einfahren. Am Samstag kommt Preußen Münster mit Ex-Trainer Hildmann auf den Betzenberg.


    Letzter Teil der englischen Woche: Morgen, 14 Uhr empfangen die Roten Teufel den SC Preußen Münster. Für das Spiel, das von Harm Osmers geleitet werden wird, hat der Verein bislang knapp über 16.000 Karten verkauft, rund 200 Anhänger reisen aus Münster an.

    Personalsorgen in der Offensive: Thiele und Röser "extrem fraglich" - Aktuell kein Platz für Fechner

    Die englische Woche samt DFP-Pokal Heimspiel gegen den Bundesligisten Fortuna Düsseldorf hat Spuren hinterlassen. Wie auch schon unmittelbar nach der 2:5 Niederlage am Dienstag bekannt wurde, sind Timmy Thiele, der gegen die Fortuna eine Gehirerschütterung erlitten hat, und Lukas Röser mit einer Sprunggelengsverletzung angeschlagen. "Ihr Einsatz ist extrem fraglich. Unsere medizinische Abteilung versucht alles, aber bei beiden Spielern ist das noch offen. Ich werde meiner Linie treu bleiben und keine Spieler einsetzen, die angeschlagen sind", sagt Boris Schommers zur aktuellen Personalsituation.


    Ob und in welcher Form im morgigen Spiel mit weiterer Rotation zu rechnen ist, ließ der Coach noch offen. "Das hängt natürlich auch von dem System ab, das wir spielen werden, da sind wir ja sehr variabel. Grundsätzlich sind wir froh, dass wir seit dem Winter in der Breite besser aufgestellt sind und wir mehrere Möglichkeiten haben, zu rotieren." Einer der Spieler, der gegen Düsseldorf sehr auffälig war, ist Mittelfeldmann Hikmet Ciftci. "Hiko hat gezeigt, welche Qualitäten er mitbringt. Er kann Lösungen im engen Raum finden und hat einen guten Blick für das vertikale Spiel. Wir werden sehen, inwieweit er morgen in den Matchplan passt und ob er von Beginn an spielt oder später reinkommt", so Schommers über einen möglichen Einsatz des 21-Jährigen.


    Keine Option für die erste Mannschaft ist aktuell Gino Fechner. "Gino ist Fluch und Segen zugleich. Er ist variabel einsetzbar, gibt im Training Gas, aber aktuell sehe ich ihn auf keiner Position als erste Wahl. Wir hatten vor kurzem ein offenes Gespräch und er bleibt weiter am Ball", so der FCK-Trainer über den seit 2017 beim FCK spielenden Fechner.

    Verschenkte Punkte als Ansporn: "Wir werden ein gutes Spiel absolvieren"

    Trotz der sehr guten Leistungen, die der FCK seit Wochen abliefert, konnte im Jahr 2020 noch kein Pflichtspiel-Sieg errungen werden und der Abstand zu den Aufstiegsplätzen ist wieder auf neun Punkte angewachsen. Trainer Schommers sieht darin aber kein mentales Problem im Vorfeld der Partie gegen Preußen Münster. "Natürlich wurmt es mich extrem, dass wir noch kein Spiel gewonnen haben, denn wir waren gegen Großaspach und Ingolstadt die klar bessere Mannschaft. Aber es spornt mich und die Mannschaft an, es morgen noch besser zu machen und dann eben statt acht, sondern zehn 100-Prozentige Torchancen zu erspielen und diese effektiver zu nutzen. Ich bin sicher, dass wir auch morgen ein gutes Spiel absolvieren werden."

    Die Rückkehr des Sascha Hildmann - Schommers will auch gegen Münster dominieren

    Ein zweifelsfrei besonderes Spiel wird es morgen für den neuen Münster-Trainer Sascha Hildmann werden, der bekanntlich bis September 2019 noch FCK-Trainer war und als gebürtiger Lautrer den FCK natürlich immer noch im Herzen trägt. Für Boris Schommers, der mit Hildmann zusammen den DFB-Trainerlehrgang besucht hat, wird es indes ein Spiel wie jedes andere werden. "Ich kann Hilde verstehen, dass es für ihn ein besonderes Spiel ist und, dass sein Herz noch an diesem tollen Traditionsverein hängt. Für mich ist aber nur wichtig, dass wir das Heimspiel erfolgreich gestalten."


    Dass Hildmann die FCK-Mannschaft noch bestens kennen dürfte, sieht Schommers dabei nicht als großen Nachteil an. "Natürlich kennt Sascha die Jungs in- und auswendig. Aber ich glaube nicht, dass er weiß wie wir taktisch agieren werden. In unserer Verfassung müssen wir auf uns schauen. Wir wollen die agierende Mannschaft sein, Münster unser Spiel aufdrücken und hier zu Hause gewinnen", so Schommers weiter. Von Münster erwartet er derweil ein eher defensives Auftreten. "Sie werden sicher nicht ins offene Messer laufen und eher versuchen, aus einer großen Kompaktheit heraus zu agieren", so Schommers.


    Quelle: Treffpunkt Betze


    Die Pressekonferenz im Videostream:

    Diskussionsthema zum Artikel: #UHGFCK: Sechster Streich zum Jahresabschluss?


    #UHGFCK: Sechster Streich zum Jahresabschluss?

    Auch im letzten Spiel des Jahres gegen Unterhaching soll nach Möglichkeit der nächste Sieg eingefahren werden. Es wäre der sage und schreibe sechste in Folge.


    München, Teil 2: Ging es für die zahlreichen FCK-Fans letzte Woche zum Spiel gegen die Bayern Amateure noch ins Grünwalder Stadion nach München-Untergiesing, steht eine Woche später das nächste Gastspiel in der bayerischen Landeshauptstadt an. Diesmal heißt der Gegner SpVgg Unterhaching. Noch vor ein paar Wochen hätte wohl kaum jemand daran geglaubt, dass der FCK mit einem Erfolg zum Rückrundenauftakt gegen Haching seinen sechsten Sieg in Folge bejubeln und bis auf einen Zähler an die auf Platz Vier stehenden Münchner heranrücken könnte. Pünktlich zu Weihnachten haben die Roten Teufel ihren Anhängern das größte Geschenk gemacht, das sie sich hätten wünschen können: Der FCK macht wieder Spaß und wird endlich wieder ernst genommen.

    Die Lage vor dem Spiel

    Wann konnte man sich am FCK das letzte Mal so erfreuen? Fünf Siege in Folge gab es zuletzt in der Aufstiegssaison 2010 unter Trainer Marco Kurz. Doch die gewonnenen Spiele alleine sind nicht der einzige Grund für die gute Stimmung rund um den Betzenberg. Es ist auch die Unerwartetheit der Erfolge, die wohl die wenigsten der Mannschaft und dem Trainer noch vor einem Monat zugetraut hätten. Zudem ist nach der Jahreshauptversammlung Anfang Dezember das geschehen, was unbedingt geschehen musste: Es wurde ein Deckel auf die Vergangenheit gestülpt und durch die neue Führung rund um Markus Merk, Rainer Keßler und Soeren Oliver Voigt ist die FCK-Familie wieder zusammen gewachsen. Was Vorgänger-Führungen in blumige Slogans packten, wird von der neuen Führungsriege endlich gelebt. Weiter so!

    Unsere Roten Teufel

    Bis auf Stürmer Andri Bjarnason, der im Training einen Schlag abbekommen hat und dessen Einsatz am Samstag noch fraglich ist, kann Trainer Boris Schommers wieder aus dem Vollen schöpfen. "Die Jungs sind weiterhin wahnsinnig hungrig, jeder drängt sich auf, um die letzte Reise des Jahres mitantreten zu können", macht Schommers deutlich, dass in der Mannschaft ein gesunder Konkurrenzkampf herrscht und keine Selbstzufriedenheit nach den fünf gewonnenen Spielen eingekehrt ist.

    Unser Gegner

    Die Spielvereinigung Unterhaching hat derzeit vier Punkte mehr auf dem Konto als der FCK und steht auf einem sehr guten vierten Tabellenplatz. Schon im Hinspiel beim 1:1 Saisonauftakt bekam der FCK zu spüren, dass die Münchner zu den spielstärksten Mannschaften der Liga zählen. Mit 22 Gegentoren stellen sie gemeinsam mit Waldhof Mannheim und dem FC Ingolstadt zudem die drittbeste Defensive. Nachdem die Mannschaft von Claus Schromm zwischenzeitlich drei Ligaspiele in Folge nicht gewinnen konnte, hat sich die Elf in den letzten beiden Partien gegen Duisburg und Jena stabilisiert. Mit Spielern wie Dominik Stroh-Engel, Stephan Hain oder Dominik Stahl haben sie außerdem sehr erfahrene Spieler in ihren Reihen.

    Daten, Fakten und Statistiken

    • 11 Mal trafen der FCK und die SpVgg Unterhaching bisher aufeinander: Fünf mal gewannen dabei die Roten Teufel, fünf Spiele endeten Remis. Lediglich eine Partie ging für den FCK verloren, die dafür aber deutlich: Am 30.11.2018 gewann die SpVgg mit 5:0, anschließend musste Trainer Frontzeck gehen.
    • Tore sind sehr wahrscheinlich: In ganzen vier Duellen erzielte der FCK mindestens vier Treffer, nur zwei Spiele endeten torlos.
    • Der FCK kennt diese Saison auswärts nur Hopp oder Top: In bislang zehn Partien stehen fünf Siegen fünf Niederlagen gegenüber.
    • Keine Mannschaft erzielte auswärts so viele Tore wie der FCK: 24-mal konnten die FCK-Fans bereits jubeln.

    Stimmen zum Spiel

    FCK-Trainer Boris Schommers: "Unterhaching steht völlig zu Recht da, wo sie aktuell stehen. Sie haben eine starke Defensive, haben sich nach einer kleinen Delle zuletzt wieder stabilisiert. Ich erwarte einen Gegner, der gut gegen den Ball arbeitet und auch gegen uns gewinnen möchte. Wir werden wieder sehr effektiv sein müssen."


    FCK-Kapitän Carlo Sickinger: "Ich fand, dass Unterhaching schon in der letzten Saison spielerisch die beste Mannschaft war. Sie haben seit Jahren einen klaren Plan, sie sind eingespielt, und sie haben Ruhe. Wir haben gerade daheim gegen Rostock und Halle kaum etwas zu gelassen. Das muss die Basis sein. Vorne sind wir immer für ein Tor gut."

    Faninfos

    Auch beim zweiten Spiel in München binnen sieben Tagen rechnet der FCK mit rund 2.000 Fans. Für alle Fans zu Hause, überträgt Magenta Sport die Partie, die um 14 Uhr von Schiedsrichter Alexander Sather angepfiffen werden wird. Infos, insbesondere für alle Auswärtsfahrer, findet ihr wie immer unter http://www.fck.de


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Schommers: "Die Jungs sind unglaublich hungrig"


    Schommers: "Die Jungs sind unglaublich hungrig"

    Letzter Akt im Fußballjahr 2019: Gegen die SpVgg Unterhaching möchten die Roten Teufel den sechsten Sieg in Folge feiern.


    Der Presseraum im Medienzentrum des Fritz-Walter-Stadions war schon ganz auf Weihnachten eingestellt und festlich geschmückt. Für die Mannschaft von Boris Schommers, gibt es am Samstag (14 Uhr) allerdings noch einmal eine schwere Aufgabe zu erledigen. Zum Abschluss des Jahres und zum Auftakt der Rückrunde geht es erneut nach München, dieses mal zur Spielvereinigung Unterhaching, die derzeit auf Platz Vier der Tabelle rangiert. "Unterhaching steht völlig zu Recht da, wo sie aktuell stehen. Sie haben die zweitbeste Defensive, haben sich nach einer kleinen Delle zuletzt wieder stabilisiert. Ich erwarte einen Gegner, der gut gegen den Ball arbeitet und auch gegen uns gewinnen möchte. Wir werden wieder sehr effektiv sein müssen", will Schommers auch nach fünf gewonnen Spielen den Gegner nicht unterschätzen.

    Fragezeichen hinter Bjarnason - Rund 2.000 Fans reisen mit nach München

    Personalprobleme hat Boris Schommers dabei auch zum Jahresende kaum. Einzig hinter Andri Bjarnason steht noch ein Fragezeichen. Der Stürmer musste das gestrige Training aufgrund eines Trittes abbrechen. Doch dahinter gibt es gleich mehrere Spieler, die in die Startelf drängen. "Die Jungs sind weiterhin wahnsinnig hungrig, jeder drängt sich auf, um die letzte Reise des Jahres mitantreten zu können", ist Schommers mit der Einstellung der Mannschaft zufrieden.


    Unterstützt werden die Roten Teufel dabei auch am Samstag wieder stimmgewaltig. 1.650 Karten konnte der FCK bisher an seine Fans absetzen, mit rund 2.000 Anhängern rechnet der Verein.

    Schommers will das nächste gute Spiel sehen: "Die Mannschaft kann noch besser werden"

    Selbstzufriedenheit tritt Boris Schommers dabei weiter strikt entgegen. "Auch gegen Bayern II haben wir gezeigt, dass wir noch Luft nach oben haben. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, haben dem Gegner zu viel Raum gelassen. Das müssen wir besser machen", so Schommers. Deswegen will sich der Coach auch nicht vorab mit irgendeinem Ergebnis zufrieden geben. "Ich wäre mit einem weiteren guten Spiel meiner Mannschaft zufrieden. Dann sehen wir was dabei herausspringt", so der Trainer.


    Gefragt nach einem ersten Zwischenfazit seiner ersten drei Monate sagte der Coach: "Wie schon erwähnt, hat die Stabilisierung der Mannschaft länger gedauert als geplant. Das dürfen wir nie vergessen. Umso erfreulicher ist es, dass die Mannschaft den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung so erfolgreich absolviert hat. Und das schöne ist: Ich weiß, die Mannschaft kann noch besser werden!" Die entstandene Euphorie im Umfeld genieße der Trainer und tue dem gesamten Verein gut. "Die Fans dürfen gerne träumen. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft die Lage rational und richtig einschätzen."

    Mannschaft soll offenbar verstärt werden - Sievers vor Rückkehr

    Weihnachtszeit ist auch immer Transfer-Gerüchte-Zeit. Gibt es also Zu- oder Abgänge beim FCK in diesem Winter? "Wir werden uns nach dem Unterhaching-Spiel in Ruhe hinsetzen und überlegen, wie wir das gebildete Gerüst gezielt verstärken können", sagt Boris Schommers gefragt nach etwaigen Transferwünschen. Auch Abgänge seien denkbar, zuvor solle aber erst mit den betroffenen Spielern geredet werden.


    Klar ist derweil, dass Torhüter Jan-Ole Sievers von seiner Leihe aus Japan zurückkehren wird. Auch hier wollte sich Schommers noch nicht genauer in die Karten schauen lassen. "Natürlich habe ich einen Plan im Kopf. Es werden auf jeden Fall vier Torhüter mit ins Trainingslager fahren", so der FCK-Trainer.


    Quelle: Treffpunkt Betze


    Die Pressekonferenz im Videostream:


    [Externes Medium: https://youtu.be/k-0cWh6ESAc]

    Diskussionsthema zum Artikel: #FCBFCK: Fünfter Sieg in Folge! FCK punktet auch in München


    #FCBFCK: Fünfter Sieg in Folge! FCK punktet auch in München

    Fünfter Sieg in Folge und die Konkurrenz patzt auch: Der FCK ist zum Abschluss der Hinrunde weiter auf dem Weg nach oben in der Tabelle.


    Christian Kühlwetter kehrte nach seiner verbüsten Gelb-Sperre wieder in die Startelf zurück und ersetzte den zuletzt ebenfalls sehr starken Simon Skarlatidis. Ansonsten vertraute Schommers auf seine immer eingespielter wirkende Startelf der letzten Wochen.


    FCK führt aber legt nicht nach - Bayern II gleicht glücklich aus

    Und die wurde in den ersten zehn Minuten von der zweiten Mannschaft des Rekordmeisters durchaus geprüft. Kein Wunder, sind die kleinen Bayern mit sechs Toren in den ersten zehn Minuten in dieser Spielphase die torgefärlichste Mannschaft.


    Doch treffen tat zunächst der FCK:In der 19. Minute ist es der Rückkehrer Kühlwetter, der sich im Strafraum nach Vorarbeit von Florian Pick erst schön dreht und den Ball dann stark hinter Schlussmann Christian Früchtl versenkt. In der 32. Minute hatten die Roten Teufel gleich zweimal die Chance auf 2:0 zu erhöhen, aber sowohl Thiele als auch Kühlwetter verpassten.

    Und so kam es wie es kommen musste: Bayern II, zu dieser Zeit eigentlich kaum präsent, erwischt in der 40. Minute einen guten Moment und verwandelt einen langen Ball auf Stürmer Dajaku eiskalt zum glücklichen 1:1 Ausgleich. Es war gleichzeitig der Halbzeitstand.


    Verhaltener Beginn in Halbzeit 2: Kühlwetter und Skarlatidis entscheiden das Spiel

    Die zweite Halbzeit wurde um Einiges ruhiger. Insgesamt tat sich der FCK jetzt etwas schwerer, Bayern kam zu einigen Abschlüssen, wie etwa in der 72. Minute durch Dujaku. Doch die Pfälzer wehrten sich und es sollte sich lohnen: In der 81. Minute spielte der mittlerweile eingewechselte Skarlatidis auf den in den Strafraum starteten Kühlwetter, der Früchtl keine Chance ließ und zum 2:1 traf.


    In der Folge mussten die Münchner mehr machen und der FCK konnte kontern. Und so machte in der 85. Minute der eingewechselte Skarlatidis mit dem 3:1 alles klar. Fünfter Sieg in Folge, der FCK ist auf dem Weg nach Oben!


    FC Bayern München II - 1. FC Kaiserslautern 1:3 (0:1)

    Aufstellung FCB

    Früchtl - Richards, Feldhahn, Senkbeil, Köhn (46. Stanisic) - Will, Welzmüller (84. Kern), Dajaku, Zylla, Rochelt (69. Nollenberger) - Wriedt


    Aufstellung FCK

    Grill - Hercher, Hainault, Kraus, Schad – Bachmann, Sickinger, Kühlwetter, Zuck (73. Skarlatidis) – Pick (88. Bjarnason) , Thiele (78. Röser)


    Tore:

    0:1 Kühlwetter (19. Minute)

    1:1 Dajaku (40. Minute)

    1:2 Kühlwetter (81. Minute)

    1:3 Skarlatidis (85. Minute)

    Kartenvergabe:

    Köhn, Feldhahn

    Diskussionsthema zum Artikel: #FCBFCK: Premiere gegen die "kleinen" Bayern


    #FCBFCK: Premiere gegen die "kleinen" Bayern

    An der Grünwalderstraße treffen die Pfälzer mit dem FC Bayern II erstmals auf eine Zweitvertretung einer Bundesligamannschaft.


    "Ja is' denn heut schon Weihnachten?" Dieser durch die Werbung bekannt gewordene Ausspruch, er könnte derzeit auch gut auf die Stimmungslage rund um den 1. FC Kaiserslautern zutreffen. Dinge, die vor ein paar Wochen noch schier undenkbar schienen sind eingetreten: Ruhe und sportlicher Erfolg.

    Auf der Jahreshauptversammlung wurde unter die Vergangenheit voller Intrigen und Machtkämpfe ein Strich gemacht, mit Soeren Oliver Voigt zudem ein neuer Geschäftsführer vorgestellt. Und sportlich gelangen mit vier Liga-Siegen in Folge so viele wie zuletzt 2011 in der Bundesliga. Und schon herrscht rund um den Verein schon wieder so etwas wie Aufbruchsstimmung. Dies zeigt einmal mehr: Das Umfeld war nie und wird nie das Problem des 1. FC Kaiserslautern sein. Es ist sein großer Trumph, das ihn nach wie vor einmalig werden lässt.

    Die Lage vor dem Spiel

    Noch vor wenigen Wochen da war alles was mit dem FCK zu tun hatte alles andere als vergnügungssteuerpflichtig. Die Pfälzer rutschten zwischenzeitlich sogar auf einen Abstiegsplatz ab, die Regionalliga war näher als die zweite Liga. Vielleicht auch deshalb ist Trainer Boris Schommers, dessen Tage nicht wenige schon als gezählt ansahen, demütig und will von Selbstzufriedenheit nichts wissen: "Wir haben ja noch gar keinen Höhenflug. Wir sind über die Entwicklung sehr glücklich aber wir sehen auch noch viele Punkte, wo wir uns verbessern müssen", so Schommers auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

    Unsere Roten Teufel

    Personell könnte es bei den Roten Teufeln ebenfalls kaum besser aussehen. Christian Kühlwetter ist nach seiner Gelb-Sperre wieder einsatzbereit, Simon Skarlatidis drängt jedoch ebenfalls in die Startelf. Nicht das einzige Luxusproblem für Boris Schommers."Egal wer reinkommt, er drängt sich sofort auf. Das freut mich als Trainer natürlich. Das ist die schöne, aktuelle Situation vom Betzenberg", lobt Schommers den Konkurrenzkampf in seiner Truppe. All zu viele Änderungen dürfte der Trainer aber nicht vornehmen. Frei nach dem Motto: "Never change a winning team!"

    Unser Gegner

    Ein Umstand, der die 3. Liga für viele Fans - gerade für die von Traditionsvereinen - so schwer erträglich macht, sind die Duelle mit den Amateurmannschaften der Bundesliga-Vereine. In der Premierensaison des FCK in der Drittklassigkeit blieb dies den Anhängern der Roten Teufeln noch erspart, sowohl Bayern als auch Wolfsburg und Mainz scheiterten in ihren Regionalligen.


    Morgen ist es nun soweit: Im Stadion an der Grünwalderstraße trifft der FCK auf den FC Bayern München. Aber eben nicht auf den großen Rekordmeister, mit dem sich der FCK schon legendäre Duelle geliefert hat, sondern lediglich die Amateure. Das sollte aber nicht dazu verleiten, die Bayern auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Münchner, letztes Jahr souverän in die 3. Liga aufgestiegen, haben nicht nur eine der besten Offensivreihen der Liga, sie haben mit Paul Will oder Oliver Batista Maier auch gleich zwei ehemalige, große Lautrer Talente in ihren Reihen.

    Daten, Fakten und Statistiken

    • Der FCK duelliert sich zum ersten Mal mit der Zweitvertretung des FC Bayern München. Gegen die Profis des deutschen Rekordmeisters traten die Roten Teufel dagegen schon ganze 99 Mal an. In 24 Spielen ging der FCK als Sieger vom Platz.
    • Bayern II stellt mit 33 erzielten Toren die viertbeste Offensive der 3. Liga, verzeichnet aber mit 38 Gegentreffern auch die zweitschlechteste Defensive.
    • Wenn der FCK auswärts antritt, ist viel geboten: Mit 21 Auswärtstoren hat der FCK die beste Auswärtsoffensive, mit 24 Gegentoren aber auch die schwächste Defensive.

    Stimmen zum Spiel

    FCK-Trainer Boris Schommers: "Bayern II hat die viertmeisten Tore der Liga geschossen, ist spielerisch sehr stark. Wir müssen also höllisch aufpassen und erneut nicht nur reagieren sondern wieder agieren."

    Faninfos

    Der FCK kann auch am Samstag in München auf eine große Unterstützung zählen. Über 2.000 Lautrer machen sich auf den Weg in die bayerische Landeshauptstadt. Anpfiff der Partie, die von Schiedsrichterin Katrin Rafalski geleitet wird, ist um 14 Uhr. Übertragen wird das Spiel ausschließlich auf Magenta Sport. Alle Infos, insbesondere für Auswärtsfahrer, findet ihr wie immer unter http://www.fck.de


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Schommers und "die schöne, aktuelle Situation vom Betzenberg"


    Schommers und "die schöne, aktuelle Situation vom Betzenberg"

    Gegen die zweite Mannschaft von Bayern München soll am Samstag (14 Uhr) der fünfte Liga-Sieg in Folge gelingen. Grund zur Freude hat der Trainer dabei schon bei der Aufstellung.


    Über 2.000 Fans werden den FCK am Samstag mit in die bayerische Landeshauptstadt begleiten. "Einfach Wahnsinn. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Diesen Fans wollen wir auch am Samstag wieder gerecht werden", zeigt sich Trainer Boris Schommers begeistert über die Fans-Resonanz.

    Kader voll einsatzfähig - Schommers warnt vor Bayern II

    Aus dem Vollen schöpfen kann Boris Schommers dabei bei der Mannschaftsaufstellung. Christian Kühlwetter kehrt nach seiner Gelb-Sperre wieder in die Mannschaft zurück und wird mit Simon Skarlatidis um den Stammplatz streiten. "Das ist nicht die einzige Frage, die sich stellt", will Schommers den Kader als Ganzes hervorheben. "Natürlich ist es schön, dass sich ein Gerüst in der Mannschaft gebildet hat. Egal wer reinkommt, er drängt sich sofort auf. Das freut mich als Trainer natürlich. Das ist die schöne, aktuelle Situation vom Betzenberg", so Schommers weiter. Dennoch mahnt der Coach auch: "Bayern II hat die viertmeisten Tore der Liga geschossen, ist spielerisch sehr stark. Wir müssen also höllisch aufpassen und erneut nicht nur reagieren sondern wieder agieren", erklärt der Trainer seine Herangehensweise.

    Defensive und Effektivität vor dem Tor: Schommers sieht noch Luft nach Oben

    Überhaupt möchte Schommers keine Selbstzufriedenheit einkehren lassen. "Wir haben ja noch gar keinen Höhenflug. Wir sind über die Entwicklung sehr glücklich aber wir sehen auch noch viele Punkte, wo wir uns verbessern müssen", gibt sich der Lautrer-Trainer unnachgiebig. So sei beispielsweise das Defensivverhalten gegen Halle ausbaufähig gewesen. "Nur weil die Null am Ende stand, heißt das nicht, das alles super war. Auch das wir gegen Halle zehn Torchancen hatten ist zwar an sich schön gegen den Tabellen-Zweiten, zeigt aber auch, dass wir noch effektiver werden müssen."


    Unverkennbar ist aber, dass da gerade etwas zusammenwächst am Betzenberg. Eventuell auch eine Folge der Kaderveränderungen, die Schommers vor einigen Wochen vorgenommen hatte. "Die neue Hirachiestruktur hat die Mannschaft neu belebt und zusammengeschweißt. Es gibt keine Grüppchenbildung. Natürlich haben die vier Siege dabei auch enorm geholfen", gibt der Trainer zu.

    Urlaubstage als zusätzlicher Anreiz - Zuck der "neue Alte" Stabilisator

    Eine zusätzliche Motivation um die Siegesserie weiter auszubauen, hat das Trainerteam erst unlängst ausgegeben. Für jeden weiteren Sieg im Jahr 2019 bekommt die Mannschaft einen weiteren Urlaubstag geschenkt. Einen hat es mit dem Sieg gegen Halle schon gegeben. "Die Mannschaft hat eine schwere Zeit hinter sich. Aktuell gibt sie uns viel zurück. Da kam uns im Trainerteam die Idee, Einsatz und Leistung so zu honorieren. Wenn du insgesamt nur zehn Tage Urlaub hast, können die Aussicht auf dreizehn Tage schon ein zusätzlicher Anreiz sein", erklärt Schommers seinen Ansatz.


    Jemand der unter dem neuen Trainer Boris Schommers schier aufblüht, ist Hendrick Zuck. Zuvor schon aussortiert, avancierte er unter Schommers zum neuen Stammspieler. "Zucki kann ein Spiel sehr gut lesen, hat viel Erfahrung und fügt sich im Defensivverbund zu 100 Prozent in die Mannschaft ein. Er ist sehr wichtig", ist Schommers mit seinem "Oldie" zufrieden. Vielleicht nach Samstag noch ein bisschen mehr.


    Die Pressekonferenz im Videostream:


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Team Merk: Der langersehnte Neubeginn in eine ungewisse Zukunft


    Team Merk: Der langersehnte Neubeginn in eine ungewisse Zukunft

    Das Team rund um Markus Merk hat es in den Aufsichtsrat geschafft. Damit finden die monatelangen Grabenkämpfe und Intrigen endlich ein Ende. Gerettet ist der FCK damit aber noch lange nicht.


    Es war ein seltsames Gefühl mit dem ich vergangenen Sonntag nach fast zehn Stunden um kurz nach acht Uhr abends die Treppen des Betzenbergs hinunterstieg. Eigentlich hätte ich vollauf zufrieden und glücklich sein können. Die Menschen, denen ich bei den Nachwahlen zum Aufsichtsrat meine Stimme gegeben hatte, hatten es eins zu eins in das Gremium geschafft. Das Team um Markus Merk, und damit auch Martin Wagner, würden in Zukunft in Aufsichtsrat und Beirat die Geschicke des Vereins überwachen. Und auch deren Vorgänger bekamen in Form von Nichtentlastungen einen heftigen Denkzettel für den Scherbenhaufen, den sie hinterlassen. Denkzettel, die in der langen Vereinshistorie noch nie so deutlich ausgefallen und vielleicht auch noch nie so verdient waren, wie in diesem Jahr.

    Emotional aber nicht ausufernd: Der große Knall bleibt aus

    Doch ich war nicht glücklich und ausgelassen. Allenfalls erleichtert. Denn was wurde im Vorfeld über diese Jahreshauptversammlung gemutmaßt und spekuliert. Manch einer befürchtete sogar gewalttätige Ausschreitungen, wenn sich das provinzielle Pfälzer Fußvolk seinen Verein zurückholt. So oder so ähnlich lautete manche Ankündigung der diesjährigen Versammlung. Und so war auch das Aufgebot an Security zumindest gefühlt in diesem Jahr höher als gewohnt. Doch der große Knall blieb aus. Gott sei Dank. Über 1.700 Mitglieder diskutierten kritisch, emotional aber meistens im angemessenen Rahmen über Zukunft, Vergangenheit und Ist-Zustand des Fritz Walter Klubs.


    Und trotzdem: Meine Gefühlswelt war gespalten. Zu emotional waren die Eindrücke der letzten neun Stunden. Auf eindrückliche Art und Weise wurden – nachdem erfreulicherweise die Nachwahl des Aufsichtsrats in der Tagesordnung vorgezogen wurde – die schäbigen und vereinsschädigenden Vorgänge des letzten Jahres noch einmal vorgetragen. Durch Reden und Berichte der sich noch geschäftsführend im Amt befindenden Vereinsführung und noch viel mehr durch Redebeiträge der schon früher zurückgetretenen Funktionäre. Andy Buck, Michael Littig, Jürgen Kind und Paul Wüst schritten allesamt noch einmal zum Mikrofon.


    Naturgemäß versuchte die scheidende Vereinsführung ihre Amtszeit in halbwegs positivem Licht erscheinen zu lassen. Wenn man Martin Bader zum Beispiel so zuhörte, hätte man phasenweise meinen können, die rot-weiße FCK-Welt sei in bester Ordnung. So sei die sportliche Organisationsstruktur des FCK schlank und funktionsfähig. Außerdem habe man jungen Menschen ermöglicht, ihren Traum vom Fußballprofi zu leben. Schön. Doch der eigentliche Auftrag, den FCK in die 2. Liga zurückzuführen, den konnte Bader mit seiner Kaderzusammenstellung und seiner Trainerauswahl stand heute nicht im Ansatz erfüllen.

    Banf und Grotepaß fehlt es an Selbstkritik - Becca lässt den FCK zappeln

    Natürlich äußerte sich auch der schon zurückgetretene Aufsichtrat beziehungsweise Beirat noch einmal. Insbesondere die Vorgänge um den erzwungenen Rücktritt von Michael Littig wurden abermals neu aufgerollt. So versicherte Patrick Banf beispielsweise: „Flavio Becca wollte vor allem Ruhe im Verein“. Spätestens an dieser Stelle hielt es manches FCK-Mitglied nicht mehr auf dem Sitz. Laute Buh-Rufe und andere Ausdrücke wurden kundgetan. Die vielen Rücktritte und Anschuldigungen an Becca seien Gründe, warum der Luxemburger bis heute noch kein Eigenkapital gezeichnet habe, sagte Banf in seiner Rede. Und: Andere Fußballvereine täten sich noch viel schwerer bei der Suche nach einem Ankerinvestor.


    Bei aller Sachlichkeit: Letzteres mag zwar stimmen, aber die Verlautbarungen aus Luxemburg der letzten Tage legen einmal mehr nah: Flavio Becca ging es nie um den FCK. Schon gar nicht hat er ein FCK-Herz. Jetzt wo das Team Merk gewählt und ausdrücklich Becca die Hand gereicht hat, gibt es eigentlich keine Ausreden mehr. Doch ausgerechnet jetzt kontert der Luxemburger mit Aussagen wie: „Einen Blanko-Scheck bekommen die nicht.“ oder „Wir werden ja sehen, ob sie im Juni die Lizenz bekommen.“ Wie sagte Patrick Banf einst bezogen auf die Rücktrittsforderung an Michael Littig: „Wenn der Flavio das so will, dann muss das eben so sein.“ Die Mitglieder des FCK, sie machten am Sonntag deutlich: Muss es beileibe nicht!


    Fast noch mehr Zorn als Patrick Banf – und auch das darf als durchaus überraschend bezeichnet werden – lenkte der zurückgetretene Aufsichtsrat Jochen Grotepaß auf sich. Gleich zu Beginn seiner Rede gab er zu Bedenken, die JHV könne juristische Fehler enthalten und sei eventuell anfechtbar. Am Ende entgegnete ihm Versammlungsleiter Michael Koll und sprach damit wohl fast jedem anwesenden Mitglied aus der Seele: „Dass sie mir diese Bedenken heute erst fünf Minuten vor der Versammlung mitgeteilt haben, gehört wahrscheinlich zum kollegialen Verhalten. Sie haben uns doch erst in diese Situation gebracht.“ Tosender Applaus brandete auf. Grotepaß sparte in seiner Rede zwar auch nicht mit Kritik an Flavio Becca und seinem anwesenden Berater Gregorius. Doch das ausgerechnet Grotepaß jetzt als Retter von Anstand und Moral auftrat, der schon immer gegen Ausgliederung und Investoren gewesen sei, es war wenig glaubwürdig.


    Und so war es am Ende kaum verwunderlich, dass Grotepaß und Banf die schlechtesten Entlastungswerte aller Gremienmitglieder bekamen. 92,3 Prozent bei Banf und 92,5 Prozent bei Grotepaß sprechen eine überdeutliche und schon historische Sprache.

    Respekt und Demut müssen zurückkehren - Baders und Klatts leiser Abschied

    Doch in einem Punkt muss ich ihnen Recht geben. Beide bemängelten, wie alle anderen Redner auch, den fehlenden Respekt im Umgang miteinander. Das beschäftigte mich an diesem Tag sehr. Kein Mensch im Verein Fritz Walters sollte unter Druck gesetzt oder diffamiert werden. Schon gar nicht ist Gewalt oder die Androhung von solcher akzeptabel.


    Genauso gehört es sich aber auch, dass man sich der höchsten Instanz des Vereins – der Mitgliederversammlung – bis zum Ende stellt. Dass Jochen Grotepaß noch vor seiner Nichtentlastung das Stadion verließ ist zwar noch irgendwie verständlich. Dass aber Martin Bader und Michael Klatt der Aussprache völlig fernblieben und lediglich Bader bei Bekanntgabe der Entlastungsergebnisse am Rand noch einmal auftauchte, ist schon sehr respektlos. Fragen von Mitgliedern den sportlichen Bereich betreffend? Antworten Fehlanzeige. Ein einziges Mal huschte Boris Notzon rasch ans Mikrofon und versuchte auszuhelfen. Satzungstechnisch mag das Verhalten legitim sein, aber der FCK muss sich eben als EIN Verein verstehen, egal ob es jetzt um Belange des e.V. oder der ausgegliederten GmbH geht. Diesen Aspekt haben Michael Klatt und Martin Bader nie verstanden, mindestens aber massiv unterschätzt. Auch hier ruht jetzt die Hoffnung im „Team Merk“. Ihnen muss niemand erklären, dass aus einer abstrakten Management GmbH FCK, wieder eine Familie werden muss.


    Die nun ehemalige FCK-Führung hat in einem Punkt Bemerkenswertes geschafft: Noch im Juni 2018 hat sie mit einer Mehrheit von über 90 Prozent eine Ausgliederung durchgesetzt. Ein Beleg für das Vertrauen, das ihr von der Basis entgegengebracht wurde. Zudem herrschte trotz des erstmaligen Abstiegs in die 3. Liga eine enorme Euphorie im Umfeld. Über 1.500 Fans zog es zum Trainingsauftakt, über 40.000 zum ersten Heimspiel gegen 1860 München.


    Und heute, knapp anderthalb Jahre später? Würde sich die Führung um Martin Bader, Michael Klatt oder Patrick Banf einer Wahl stellen, keiner von ihnen würde auch nur im Ansatz eine Mehrheit erhalten. Ganze 44 Mitglieder stimmten noch für die Entlastung von Patrick Banf. Gewählt hatten ihn im Dezember 2017 noch 862 Mitglieder.

    Ab jetzt beginnt die Zukunft: Der größte Gegner ist die Zeit

    Einig waren sich am Sonntag alle Beteiligten, ganz gleich welche Verletzungen sie die letzten Monate erleben mussten, darin: Mit der Wahl des neuen Aufsichtsrates und der Aussprache zu den Vorkommnissen des letzten Jahres muss jetzt ein Deckel auf die Vergangenheit. Dem FCK läuft nämlich die Zeit davon. Auch in diesem Jahr wird der Kampf um die Lizenz wahrscheinlich wieder ein Drahtseilakt werden. Die Zukunft hat am Sonntag begonnen. Nicht förderlich hierfür ist jedoch ein Vorsitzender des e.V., der trotz einer Nichtentlastung von 89,4 Prozent, an seinem Amt festhält und gar das Votum in Zweifel zieht, indem er auf die „nur“ noch knapp 500 anwesenden Mitglieder verweist. Auch die Aussage Wilfried de Buhrs gegenüber dem SWR, ihm sei die verhinderte Insolvenz zu verdanken, hat mehr mit Größenwahn als mit Neuanfang zu tun.


    Der FCK, er funktioniert nur als Gemeinschaft. Auch deswegen ging ich mit einem Gefühl von Traurigkeit vom Betzenberg. Traurigkeit darüber, dass es überhaupt (wieder einmal) so weit kommen musste, dass Menschen, die FCK-Mitglieder sind, so abgestraft und vom Berg gejagt werden müssen. Traurig darüber, dass Menschen, die vor zwei Jahren selbst noch als Hoffnungsträger angetreten sind, ihre Unterstützter so ge- und enttäuscht haben. Aber auch etwas besorgt darüber, ob die neue Führung der hohen Erwartungshaltung gerecht werden kann.

    Der Umgang mit Layenberger ist beschämend - Team Merk kann den Verein einen

    Die FCK-Familie muss wieder zueinander finden. Wie oft haben wir diesen Satz schon gehört. Doch er ist richtiger und wichtiger denn je. Wenn kurz vor dem Jubiläumsjahr 2020, in dem 120 Jahre FCK und 100 Jahre Fritz Walter gefeiert werden sollen, der Mann, der das Erbe Fritz Walters aus dem eigenen Geldbeutel heraus gerettet hat, und es somit vor der Zerstreuung in der ganzen Welt bewahrt hat, von der Vereinsführung nicht einmal begrüßt, geschweige denn sich bei ihm bedankt wird, dann ist das beschämend für einen 1. FC Kaiserslautern. Ein Blick hinüber zu Union Berlin würde helfen um zu verstehen, wie man mit der Person Harald Layenberger angemessen umgeht.


    Das „Team Merk“ weiß, dass der FCK so nicht überleben kann. Es hat die Fähigkeit, den Verein wieder zu einen. Ehemalige wie Andy Buck, die vom Hof gejagt wurden, aber Ideen und Visionen haben, sollten weiter eingebunden werden.


    Mindestens genauso schwer wird es aber, den 1. FC Kaiserslautern wirtschaftlich am Leben zu halten. Die Verpflichtung des langjährigen Geschäftsführers von Braunschweig, Soeren Oliver Voigt, ist ein schneller, erster Schritt. Doch der Weg zur erneuten Lizenzerteilung oder gar zur Konsolidierung des Vereins ist noch viel länger und steiniger. Aber das wissen Merk, Keßler und Co.


    Gewiss ist seit vergangenem Sonntag nur eines: Die Intrigen und Grabenkämpfe des vergangenen Jahres in den Gremien des Vereins sind beendet. Recht schnell macht sich wieder ein Gefühl von Einigkeit und Zusammenhalt breit. Die sportliche Serie von drei Liga-Siegen in Folge – den ersten seit drei Jahren – und eine mitreißende Rede von Boris Schommers auf der Jahreshauptversammlung, tun ihr Übriges. Ungewiss ist trotzdem weiter Vieles. Aber die richtigen Weichen wurden gestellt. Der Deckel liegt auf der Vergangenheit, die gemeinsame Arbeit an der Zukunft hat begonnen.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Quelle Bild: 1. FC Kaiserslautern

    Diskussionsthema zum Artikel: #VIKFCK: Aller guten Dinge sind drei


    #VIKFCK: Aller guten Dinge sind drei

    Premiere für die Roten Teufel: Erstmals tritt der FCK in einem Pflichtspiel gegen die Viktoria aus Köln an. Dabei spielt die Zahl drei eine ganz besondere Rolle.


    Die Metropole am Rhein ist den Pfälzern bestens bekannt. Schließlich spielte der FCK in Köln jahrzehntelang gegen seinen statistisch gesehen absoluten Lieblingsgegner, den 1. FC Köln. Nach dem erstmaligen Abstieg in die 3. Liga mussten die Pfälzer aber auch letzte Saison nicht auf eine Reise ins Rheinland verzichten. Dort hieß der Gegner dann Fortuna Köln. Nachdem die Fortuna am Ende der Saison abstieg, bekommt es der FCK jetzt mit der dritten Kölner Mannschaft zu tun: Dem FC Viktoria Köln.

    Die Lage vor dem Spiel

    Apropos drei: Im Heimspiel gegen Rostock besiegte der FCK endlich seinen Fluch und fuhr zum ersten Mal seit über einem Jahr zwei Dreier in Folge ein. Das war nicht nur sportlich wichtig, es dürften auch alle Beteiligten froh sein, nun nicht mehr jede Woche nach dieser Statistik gefragt zu werden. Allerdings befindet sich der FCK nach wie vor auf Platz 16 und damit gefährlich nah an den Abstiegsplätzen. Die Siegesserie weiter auszubauen heißt also die Devise. Wo wir wieder bei der Zahl drei wären. Das letzte Mal, als der FCK drei Ligaspiele in Folge gewann war im November 2016 – vor also ziemlich genau drei Jahren. Trainer war damals noch Tayfun Korkut. Es wird also mal wieder höchste Zeit.

    Unsere Roten Teufel

    Erfreulicherweise hat FCK-Trainer Boris Schommers keine Ausfälle zu beklagen. Im Gegenteil. Boris Schommers ist mit dem Zustand des Kaders mehr als zufrieden: Die Jungs leben den Konkurrenzkampf vor, den ich ausgerufen habe und sind voll motiviert. Ich werde mich bestimmt nicht beschweren, dass ich bei der Aufstellung jetzt die Qual der Wahl habe. Wenn sich der Kader quasi von alleine aufstellen würde, dann hätten wir ein Problem“, so der Coach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Die Konzentration sei aber hoch. In Köln sollen schließlich die nächsten drei Punkte folgen.

    Unser Gegner

    Der FC Viktoria Köln spielt in seiner Premieren-Saison bisher sehr gut mit in dieser 3. Liga-Spielzeit. 2010 als Nachfolger des insolventen SCB Viktoria Köln gegründet, gelang 2019 der Aufstieg in die 3. Liga. Mit 21 Punkten haben die Kölner derzeit sogar zwei Zähler mehr auf dem Konto als der FCK. Nach starkem Saisonstart warten die Kölner allerdings schon seit acht Partien auf einen Sieg und sind in der Tabelle abgerutscht. Vergangenen Montag gab es die nächste Liga-Pleite beim 1:2 gegen Tabellenführer Duisburg. Erfahrung hat Viktoria an der Seitenlinie: Cheftrainer Pavel Dotchev trainierte vor Köln unter anderem schon Sandhausen, Münster, Aue und Rostock. Er muss gegen die Pfälzer auf Torhüter Mesenhöler sowie die Verteidiger Eichmeier und Koronkiewicz verzichten.

    Daten, Fakten und Statistiken

    • Am Samstag ist Pflichtspiel-Premiere: Bisher trafen beide Teams noch nie aufeinander
    • Köln startete mit 16 Punkten aus den ersten acht Partien überragend, ist nun aber schon seit acht Partien sieglos und holte danach nur noch fünf Zähler.
    • Mit 29 Treffern zählt Köln zu den Top 5 Offensiv-Reihen der Liga
    • Top-Torschütze der Kölner ist ein alter FCK-Bekannter: Alber Bunjaku, ehemaliger Kapitän der Roten Teufel, führt mit 12 Treffern die Torjägerliste der 3. Liga an.

    Stimmen zum Spiel

    FCK-Trainer Boris Schommers: „Die Basis ist es, die Räume eng zu machen und kompakt zu verteidigen. Köln hat beispielsweise mit Wunderlich, Handle und Bunjaku gute Offensivkräfte, die wir nicht ins Spiel kommen lassen dürfen. Wir müssen agieren und unser Spiel aufziehen und dürfen nicht abwarten"


    Viktoria Köln-Trainer Pavel Dotchev: „Was die Punkte angeht haben wir aktuell eine schwache Phase. Die Einstellung der Mannschaft stimmt aber zu 100 Prozent. Der FCK ist formstark, es werden viele Zuschauer da sein, daher freue ich mich auf das Spiel. Gegen so eine Traditionsmannschafft ist es für mich als Trainer immer leichter, ich muss niemand motivieren. Uns ist bewusst, was wir zu tun haben und in welcher Situation wir uns befinden.“

    Faninfos

    Anpfiff im Sportpark Höhenberg ist am Samstag um 14 Uhr. Schiedsrichter der Partie ist Patrick Schwengers. Das Stadion fasst 10.001 Zuschauer, rund 2.500 Lautrer werden die Roten Teufel mit nach Köln begleiten. Insgesamt rechnet Viktoria Köln mit bis zu 6.000 Zuschauern. An den Tageskassen sind noch Karten für den Gästeblock erhältlich. Weitere wichtige Informationen, insbesondere für Auswärtsfahrer, findet ihr wie immer unter www.fck.de. Das Spiel wird neben Magenta Sport dieses Mal auf im WDR und SWR im Free TV übertragen.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Konzentriert und selbstbewusst ins "Heimspiel" nach Köln


    Konzentriert und selbstbewusst ins "Heimspiel" nach Köln

    Nachdem der Fluch gebannt und der zweite Ligasieg in Folge eingefahren worden ist, wollen der FCK und Boris Schommers gegen Viktoria Köln unbedingt nachlegen.


    Es hat schon fast Tradition, dass der 1. FC Kaiserslautern jedes Jahr mindestens einmal zu einem Auswärtsspiel nach Köln fahren darf. Dieses Jahr wartet allerdings nicht der FC oder die Fortuna aus Köln auf die Pfälzer, erstmals heißt der Gegner Victoria Köln. Über 2.000 Lautrer Fans werden beim Auswärtsspiel am Samstag um 14 Uhr dabei sein. Heimspiel-Atmosphäre also für die Roten Teufel.

    Alle Mann an Bord - Schommers ist mit der Qualität zufrieden

    Keine Sorgen machen muss sich Boris Sommers um die Gesundheit seiner Spieler. Nachdem schon beim Heimsieg gegen Rostock bis auf Ersatzkeeper Avdo Spahic alle Spieler fit waren, steht nun auch der Torhüter wieder zur Verfügung. "Das Training am Mittwoch war in der Tat sehr gut. Die Jungs leben den Konkurrenzkampf vor, den ich ausgerufen habe und sind voll motiviert. Ich werde mich bestimmt nicht beschweren, dass ich bei der Aufstellung jetzt die Qual der Wahl habe. Wenn sich der Kader quasi von alleine aufstellen würde, dann hätten wir ein Problem", sagt Schommers.


    Allgemein merke man der Mannschaft die Erleichterung nach dem zweiten Sieg in Folge an. "Es war wichtig, dass wir jetzt den Turnaround geschafft haben und das Selbstvertrauen in den letzten drei Wochen steigern konnten. Unsere Arbeit der letzten Monate trägt jetzt Früchte. Wir müssen aber hochkonzentriert bleiben. Denn wir fahren nach Köln, um auch dort etwas mitzunehmen", so Schommers.

    Agieren statt Abwarten: Im Heimspiel-Modus gegen Köln

    Mit Victoria Köln erwartet den FCK allerdings ein Aufsteiger, der nicht nur in der Tabelle zwei Punkte vor den Pfälzern steht, sondern mit 29 Toren auch eine der besten Offensiven stellt. Dementsprechend gewarnt ist FCK-Trainer Schommers. "Die Basis ist es, die Räume eng zu machen und kompakt zu verteidigen. Köln hat beispielsweise mit Wunderlich, Handle und Bunjaku gute Offensivkräfte, die wir nicht ins Spiel kommen lassen dürfen. Wir müssen agieren und unser Spiel aufziehen und dürfen nicht abwarten", so der Lautrer Coach.


    Dementsprechend erwartet Schommers von seiner Mannschaft dasselbe Auftreten wie im Heimspiel gegen Rostock. "Der einzige Unterschied ist, dass wir nicht in diesem wunderschönen Stadion und vor 20.000 Fans spielen dürfen. Ansonsten gehe ich Auswärtsspiele nicht anders an als Heimspiele. Ich habe meine Vorstellung, wie der FCK Fußball spielen soll und die erwarte ich, egal ob zu Hause oder Auswärts", erklärt Schommers seine Herangehensweise.

    Florian Pick blüht auf - Aussortiertes Trio bleibt außen vor

    Der Mann der Stunde ist ohne Zweifel Florian Pick, der auch gegen Rostock wieder ein wunderschönes Tor erzielen konnte und mittlerweile schon 16 Scorerpunkte (Zwölf Tore und vier Vorlagen) verbuchen konnte. Dass es derzeit endlich etwas bergauf zu gehen scheint, tut offenbar besonders dem Flügelflitzer des FCK gut. "Picki hat sich die Situation des Vereins sehr zu Herzen genommen. Wir haben versucht etwas Druck von ihm zu nehmen. So einem Spieler darf man die Freiheiten nach vorne nicht nehmen, die lassen wir ihm auch. Ich habe aber auch das Gefühl, dass sein Spiel gegen den Ball jetzt besser geworden ist", analysiert Schommers.


    Weiterhin bei den Amateuren bleiben die degradierten Spieler Christoph Hemlein, Janek Sternberg und Antonio Jonjic. Das erklärte Boris Schommers auf Nachfrage auf der Pressekonferenz. Allerdings sei er in engem Austausch mit Trainer Hans-Werner Moser. "Die Jungs trainieren jetzt regelmäßig mit der U21 und haben letzte Woche auch ein sehr gutes Spiel gemacht. Locke hat sogar getroffen. Allerdings haben es andere Spieler auch sehr gut gemacht und ich ziehe sie deshalb nicht direkt hoch zu den Profis. Und gegen Rostock hat meine Mannschaft auch sehr gut gespielt. Deshalb bleibt vorerst alles so wie es ist", so Schommers.


    Quelle: Treffpunkt Betze


    Die Pressekonferenz im Videostream:


    Diskussionsthema zum Artikel: #FCKFCH: Fluch beenden, Serie starten


    #FCKFCH: Fluch beenden, Serie starten

    Am Sonntag empfangen die Roten Teufel die Hansakogge aus Rostock. Das Ziel: Endlich ein zweiter Ligasieg in Folge.


    Die Paarung riecht mal wieder nach Bundesliga. Am 16. Spieltag der 3. Liga erwartet den FCK auf dem Betzenberg Hansa Rostock. Obwohl die Roten Teufel auch tabellarisch immer noch nah am Abgrund stehen, machen die letzten zwei Wochen Mut.


    Normalerweise kommen Länderspielpausen für Vereine immer ungelegen. Erst recht, wenn nach einer längeren Durststrecke gerade ein Sieg gelungen ist. So geschehen vor zwei Wochen in Düsseldorf beim 3:0 des FCK über den KFC Uerdingen. Doch bei den Pfälzern ist das mit den Erfolgserlebnissen so eine Sache. Es ist nämlich mittlerweile keine bloße Unkerei mehr, sondern traurige Regel, dass auf einen Liga-Sieg der Roten Teufel in der nächsten Partie kein weiterer Dreier folgt. Ganz spielfrei hatte die Mannschaft von Boris Schommers aber nicht. Im Landespokal-Viertelfinale triumphierte der FCK im Elfmeterschießen über den FK Pirmasens, in einem Testspiel gegen Astoria Walldorf siegte die Mannschaft mit 4:1.


    Vielleicht war es also gar nicht schlecht, dass die Mannschaft in der ligafreien Zeit das Selbstvertrauen stärken und sich etwas besinnen konnte, um am Sonntag im Duell mit den Hanseaten gar nicht erst den Eindruck entstehen zu lassen, leistungstechnisch auch nur einen Hauch nachzulassen. Der zweite Heimsieg muss her, unbedingt!

    Die Lage vor dem Spiel

    16 Punkte aus 15 Partien, Platz 16, nur ein Punkt vor dem ersten Abstiegsplatz. Die Bilanz des FCK ist auch nach dem Sieg gegen Uerdingen immer noch sehr mau, die Lage bedrohlich. Allerdings gilt auch dieses Jahr wieder: Die Liga ist eng. Sehr eng. Der Gegner aus Rostock, er rangiert auf Platz Sieben zwar deutlich besser als die Mannen aus der Pfalz, dabei hat die Hansa Kogge jedoch lediglich sechs Punkte mehr auf dem Kontor als der FCK. Mithilfe einer Serie von Siegen, könnte es also ein Leichtes sein, zumindest aus den ganz bedrohlichen Regionen der Tabelle herauszufinden.


    Wäre da nicht diese verfluchte Serie, die jedem im Umfeld des Vereins mittlerweile den letzten Nerv raubt. Zwei oder gar drei Liga-Siege in Serie? Das ist nicht nur lange her, das gab es beim FCK seit Jahren nicht mehr. Eine desaströse Statistik.


    Nichtsdestotrotz: Statistik ist Statistik, die Leistung gegen Uerdingen und die Eindrücke beim 4:1 Testspielsieg gegen Astoria Walldorf, sowie das Weiterkommen im Verbandspokal machen Hoffnung und steigern das angekratzte Selbstvertrauen. Sollte am Sonntag ein Sieg gelingen und die unheilvolle Serie endlich beendet werden, setzt das vielleicht Kräfte frei.

    Unsere Roten Teufel

    Personell kann sich FCK-Trainer Boris Schommers jedenfalls nicht beklagen. Bis auf Ersatz-Keeper Avdo Spahic stehen alle Mann zur Verfügung. Ob der Trainer größere Veränderungen in der Startelf vornehmen wird, wollte er am Freitag bei der Pressekonferenz noch nicht verraten. „Die Jungs sind heiß und drängen sich auf“, sagte der 40-Jährige und machte deutlich, dass Einsatz und Wille der Mannschaft stimme. Die letzten Siege hätten der Stimmung im Team gutgetan, das Selbstbewusstsein wieder gesteigert. „Wir dürfen uns das Kartenhaus, das wir uns gerade mühsam aufgebaut haben, aber nicht wieder selbst umwerfen“, weiß aber auch Stürmer Timmy Thiele, der gegen Uerdingen zum 3:0 Endstand traf.

    Unser Gegner

    Der F.C. Hansa Rostock ist mit ebenso viel Ambitionen in die Saison gestartet wie der 1. FC Kaiserslautern. Mit Jens Härtel steht seit letztem Jahr ein Mann an der Seitenlinie, der mit Magdeburg schon bewiesen hat, dass er in die 2. Liga aufsteigen kann. Nichts anderes ist mittelfristig der Anspruch der Rostocker, die wie der FCK auf eine traditionsreiche Vergangenheit zurückblicken können. Unter anderem war der Verein in der Saison 1990/1991 wie der FCK Deutscher Meister – der letzte in der damaligen DDR.


    Doch auch bei der Hansa verläuft die Saison holprig. Nach nur einem Sieg aus den ersten sechs Ligaspielen, hatte sich die Härtel-Elf zwischenzeitlich stabilisiert, musste aber zuletzt gegen Duisburg und Schlusslicht Jena zwei Niederlagen einstecken und steckt im Tabellenmittelfeld fest. Fehlen wird der Hansa am Sonntag der erfahrene Abwehr-Chef Kai Bülow, der mit einer Teilruptur im rechten Knie ausfällt.

    Daten, Fakten und Statistiken

    • 30 Pflichtspiele bestritten Hansa Rostock und der FCK gegeneinander. Die Bilanz spricht dabei leicht für die Roten Teufel: 14 FCK-Siegen, stehen 12 Siege der Rostocker gegenüber. Nur viermal endete ein Spiel remis.
    • Allein 20 Mal trafen beide Vereine in der 1. Liga aufeinander: Tradition garantiert
    • In der 3. Liga verlor der FCK jedoch beide Spiele gegen Rostock (0:2 und 1:4)
    • Hansa Rostock zählt mit nur 19 geschossenen Toren zu den schwächsten Offensiven der Liga, hat allerdings mit ebenfalls nur 19 Gegentoren eine der besten Defensiv-Reihen.
    • Nur Jena (sechs) schießt auswärts weniger Tore als Rostock (sieben)
    • Vor fast genau elf Jahren fand in der 2. Liga ein fulminantes Heimspiel auf dem Betzenberg gegen Rostock statt. Der FCK gewann am Ende mit 6:0

    Stimmen zum Spiel

    FCK-Trainer Boris Schommers: „Ich bemerke eine wesentliche Stimmungsverbesserung im Team. Die Siege gegen Uerdingen, im Verbandspokal gegen Pirmasens aber auch im Test in der Länderspielpause waren Balsam auf die Seele der Jungs. Sie sind hochmotiviert und wollen den Trend der letzten zwei Wochen jetzt im Heimspiel fortsetzen."


    Hansa-Trainer Jens Härtel: „Uns erwartet in Kaiserslautern ein tolles Stadion mit einer tollen Atmosphäre. Der FCK hat wie wir große Ziele. Ich erwarte ein intensives Spiel, der FCK hat seine Stärken im schnellen Umschalten nach Ballgewinn, insbesondere durch Pick und Thiele. Wir haben aber genauso unsere Qualitäten, die wir auf den Platz bringen wollen. Wir brauchen jetzt Ergebnisse.“

    Faninfos

    Anpfiff auf dem Betzenberg ist am Sonntag bereits um 13 Uhr. Schiedsrichter der Partie wird Daniel Schlager sein. Bis Freitag konnte der Verein 15.400 Karten absetzen. Aus Rostock werden mehr als 1.000 Fans erwartet. Übertragen wird das Spiel ausschließlich von Magenta Sport.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Schommers will positiven Trend gegen Rostock fortsetzen


    Schommers will positiven Trend gegen Rostock fortsetzen

    Gelingt endlich der zweite Ligasieg in Folge? Gegen Hansa Rostock will Boris Schommers an die Leistungen aus dem Spiel gegen Uerdingen anknüpfen.


    Die Länderspielpause ist vorbei, weiter geht's im Ligabetrieb. Am Sonntag (13 Uhr) wartet mit dem FC Hansa Rostock dabei eine echte Herausforderung auf den 1. FC Kaiserslautern. Hansa steht als Siebter der Tabelle zwar wesentlich besser da als der FCK auf Platz 16, allerdings trennen die beiden Klubs nur sechs Punkte. Ein Beleg dafür, wie eng die Liga ist. "In dieser Liga kann ohnehin jeder jeden schlagen", weiß auch FCK-Trainer Boris Schommers und konzentriert sich lieber auf seine eigene Mannschaft. 15.400 Karten konnte der Verein bis zum heutigen Freitag absetzen, rund 1.000 Fans werden aus Rostock anreisen.

    Schommers kann aus dem Vollen schöpfen - Spalvis kehrt im Januar zurück

    Personell hat Boris Schommers die Qual der Wahl. Bis auf Ersatztorhüter Avdo Spahic, bei dem der Coach noch kein Risiko eingehen will und dessen Platz auch am Sonntag wieder Jonas Weyand einnehmen wird, stehen alle Spieler zur Verfügung.


    Gefragt nach den Langzeitverletzten gibt es endlich auch etwas Neues in Sachen Lukas Spalvis: "Wir werden uns kurz vor Weihnachten zusammensetzen und uns kennenlernen. Stand jetzt, soll er nämlich im Januar hierher zurückkehren. In welcher Form und wann er aber ins Mannschaftstraining einsteigen wird, das müssen wir nach seiner langen Verletzung noch abwarten", mahnt Schommers jedoch zur Vorsicht. Spalvis, der seit fast zwei Jahren an verschiedenen Verletzungen laboriert, befindet sich aktuell noch in der Reha.


    Ebenfalls immer wieder Thema rund um den Betzenberg ist die Personalie Theo Bergmann. Der hochtalentierte Mittelfeldspieler kam unter Boris Schommers noch zu keinem Einsatz und spielt seit geraumer Zeit nur für die zweite Mannschaft. "Er ist auf einem guten Weg. Wenn er so weiter macht, dann wird auch er seine Einsätze bekommen", sagt Schommers.

    Stimmung in der Mannschaft hat sich verbessert: "Die Jungs sind hoffnungsvoll"

    Der 3:0 Sieg in Düsseldorf gegen den KFC Uerdingen hat dem gesamten Verein offensichtlich gut getan. "Ich bemerke eine wesentliche Stimmungsverbesserung im Team. Die Siege gegen Uerdingen, im Verbandspokal gegen Pirmasens aber auch im Test in der Länderspielpause waren Balsam auf die Seele der Jungs. Sie sind hochmotiviert und wollen den Trend der letzten zwei Wochen jetzt im Heimspiel fortsetzen", so Schommers. Die Mannschaft habe gesehen, was die Basis sei, um Spiele in der 3. Liga erfolgreich zu bestreiten. Ob es Veränderungen in der Startelf geben wird ließ Schommers derweil noch offen.


    Natürlich wurde Boris Schommers - wie nahezu jede Woche - auch wieder danach gefragt, ob es endlich gelingt, zwei Ligaspiele in Folge zu gewinnen. "Die Statistik ist sekundär. Ich kenne sie natürlich. Aber ich will einfach diesen positiven Trend fortsetzen. Die Jungs sind sehr hoffnungsvoll", so der Lautrer Trainer.

    Schommers will nicht nachlassen - Mit Selbstvertrauen gegen aggressive Hansa antreten

    Den Gegner aus Rostock erwartet Boris Schommers ebenfalls hochmotiviert und stellt sich dabei auf ein hartes Duell ein. "Das wird ein ganz anderes Spiel als gegen Uerdingen. Rostock verteidigt aggressiv gegen den Ball, versucht Dinge spielerisch zu lösen. Wir müssen die Zweikämpfe annehmen und mit Selbstvertrauen in die Partie gehen um unser Spiel aufziehen zu können", so Schommers. Dabei dürfe keineswegs Selbstzfriedenheit einkehren. "Gegen Uerdingen hat bei Weitem noch nicht alles gestimmt. Wir haben eine intensive Trainingswoche hinter uns und freuen uns jetzt auf das Heimspiel", so Schommers.

    Sickinger blüht auf - Mannschaft kommt zur Jahreshauptversammlung

    Auch die Veränderungen im Kader, die Boris Schommers vor Kurzem vorgenommen hat, scheinen eine Wirkung zu zeigen. Christoph Hemlein, Janek Sternberg und Toni Jonjic wurden zur zweiten Mannschaft geschickt, Mohamed Morabet, Flavius Botiseriu und Anil Gözütok zu den Profis berufen. Carlo Sickinger wurde zudem zum neuen Kapitän ernannt. "Carlo hat sich das erarbeitet. Er muss jetzt nichts Neues machen. Er hat auch vorher schon das Team geführt. Er blüht in der Rolle auf", zeigt sich Schommers zufrieden.


    Die Unruhen rund um den Verein beeinflussen Schommers derweil nicht. An der Jahreshauptversammlung am 1. Dezember wird er mit der Mannschaft teilnehmen. "Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass eine Mannschaft zumindest einen Teil des Tages an einer Jahreshauptversammlung anwesend ist", so Schommers. Ansonsten sei er auf das fokusiert, was er beeinflussen könne. "Ich bin froh, wenn im Dezember alle Gremien wieder vollständig besetzt sind. Aber auch die derzeitigen Geschäftsführer sind für mich jederzeit ansprechbar. In der Mannschaft ist es absolut kein Thema, wer gerade im Aufsichtsrat sitzt. Wir konzentrieren uns auf das Sportliche", so der Trainer.


    Quelle: Treffpunkt Betze


    Die Pressekonferenz im Videostream: