Beiträge von Gerrit1993

    Diskussionsthema zum Artikel: Harald Layenberger: Mehr als ein gewöhnlicher Hauptsponsor


    Harald Layenberger: Mehr als ein gewöhnlicher Hauptsponsor

    Die Layenberger Nutrition Group ist nicht mehr Hauptsponsor des FCK. Die Art und Weise des Abschieds wirft Fragen auf. Ein Kommentar.


    Die Layenberger Nutrition Group macht die Brust frei für einen Sponsor, der mehr zahlen kann. Dies war vertraglich so vereinbart.


    Doch reisen wir noch einmal zurück. Zurück in den Sommer 2018: Vor gut zwei Monaten hat der einst so ruhmreiche 1. FC Kaiserslautern den schwärzesten Tag in seiner bis dato 118-jährigen Vereinsgeschichte erlebt: Den Abstieg in die Drittklassigkeit. Der Verein Fritz Walters, viermaliger deutscher Meister, zweimaliger Pokalsieger, er liegt am Boden. Sportlich wie emotional. Doch in seinem Umfeld entsteht etwas, was so in Fußballdeutschland wohl nur in Kaiserslautern möglich ist. Eine schier unfassbare Aufbruchsstimmung erfasst damals den Klub, über 1.500 Fans pilgern zum ersten öffentlichen Training der Mannschaft, über 40.000 Fans besuchen die Auftaktpartie gegen 1860 München. Von Untergangsstimmung ist nichts mehr zu spüren. Inmitten dieser „Jetzt erst Recht“ Atmosphäre wird Harald Layenberger mit seinem Unternehmen Hauptsponsor des 1. FC Kaiserslautern. Layenberger, vor über 63 Jahren in Kaiserslautern geboren, war von Anfang an kein gewöhnlicher Hauptsponsor.

    Der „Sponsor der Fans“ – Sein Vater vererbt ihm das FCK-Gen

    Es ist der 13. Juli 2018, ein Tag vor dem äußerst gut besuchten Stadionfest, da wird Layenberger der Öffentlichkeit vorgestellt. In einem sehr emotionalen Statement, bei dem ihm mehrfach fast die Stimme versagt, erzählt er, dass sein Vater über 60 Jahre lang als Ordner und Fan FCKler durch und durch war. Dass dieser ihn, den kleinen Harald, einst mit auf den Betzenberg mitnahm und von da an sein Herz dem FCK gehörte. Er erzählte aber auch, warum er noch kein FCK-Mitglied sei. Er wolle kein Teil des „FCK-Geklüngel“ sein. In der Vergangenheit sei das Stimmungsbild „ausgeglichen negativ“ gewesen, so Layenberger damals. Und das liege vor allem daran, dass nicht ehrlich miteinander und den Fans umgegangen worden sei. Dies wolle er nun ändern. Layenberger, dieser Name sollte für etwas stehen. „Sponsor der Fans“. Das war sein Anspruch. Und dem wurde er auch bis zum letzten Tag gerecht.

    Streit mit FCK-Führung eskaliert - Layenberger rettet Fritz Walter Nachlass

    Doch seine Skepsis bezüglich einer Tätigkeit beim FCK sollte ihn schon bald einholen. Denn „Ehrlichkeit vom ersten Tag an“, die Harry - wie er von den Fans liebevoll genannt wird - in seiner Vorstellung propagierte, wollten nicht unbedingt alle beim FCK in gelebter Art und Weise teilen.


    Dass sein Verhältnis mit dem damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Patrick Banf freundlich ausgedrückt schwierig war, daraus machte Layenberger nie ein Geheimnis. Auch nicht im damaligen Interview mit Treffpunkt Betze im Dezember 2018. Doch auch die wirtschaftliche Strategie von Michael Klatt und Martin Bader, denen er bei seiner Vorstellung noch außerordentliche Kompetenz attestierte, gefiel dem Herzblut-Fan nicht. Und noch weniger deren Kommunikationsstrategie: Lieber nichts, als zu viel zu sagen. Als im Dezember 2018 Rainer Keßler als Vereinsvorstand abberufen und ihm dies auf der Autofahrt Richtung München am Telefon mitgeteilt wurde, machte Layenberger sich und den Fans erstmals verbal Luft. Es entstanden Facebook-Posts, die er kurze Zeit später relativieren musste. Als im Januar 2019 Patrick Banf im Aufsichtsrat bleiben durfte, reichte es Layenberger aber. „Denjenigen, die sich wieder einmal selbst verraten haben, wünsche ich dicke eitrige Pickel ins Gesicht“. Dass er damit über das Ziel hinausschoss – und das auch nicht zum letzten Mal, ist unbestritten. Es ist nicht gerade die Art und Weise, wie sich Hauptsponsoren gegenüber Vereinsverantwortlichen verhalten sollten. Harald Layenberger war aber immer mehr als ein Hauptsponsor. Er war Fan. Und er zeigte es. Und das mit voller Leidenschaft.


    Als im Februar 2019 der Nachlass Fritz Walters bei einer Auktion in alle Welt versteigert zu werden droht, der 1. FC Kaiserslautern finanziell nicht in der Lage, und der DFB nicht willig ist das Erbe des deutschen Ehrenspielführers zu retten, kauft Layenberger den Nachlass kurzerhand aus dem eigenem Geldbeutel. Gedankt wurde es ihm vom FCK – zumindest öffentlich – nie. Dabei wäre jeder Fan und leidenschaftliche Anhänger des 1. FC Kaiserslautern und Fritz-Walters Harry Layenberger zu tiefem Dank verpflichtet. Gerade in Zeiten, in denen es fast nur noch um Geld und Profit geht, wo die traditionellen Werte, die einst die Walter-Elf vorgelebt und den 1. FC Kaiserslautern und den DFB erst groß gemacht haben, immer mehr in Vergessenheit geraten, war ein Mann wie Harald Layenberger Gold wert. Doch viele im Verein empfanden diese Position, in die sich Layenberger durch solche Aktionen brachte, die Sympathie, die ihm entgegenschlug, offenbar als störend, ja sogar als gefährlich.


    Deswegen wurde Harald Layenberger immer mehr zur unerwünschten Person. Sein Fantalk, ursprünglich in der Layenberger-Loge im Fritz-Walter-Stadion geplant, musste außerhalb in der Fankneipe „Zum zwölften Mann“ stattfinden. In Planungen bezüglich der Feierlichkeiten zu „100 Jahre Fritz Walter“ wurde er nicht eingebunden. Ein Treppenwitz, denn ohne Layenberger wären ein Großteil der Habseligkeiten von Fritz Walter jetzt in Brasilien oder China zu bestaunen.


    Und so verlor auch Layenberger irgendwann die Motivation. „Wenn du dich gerne bei den Menschen, die diesen Verein über alles lieben und unterstützen, für ihr uneingeschränktes Engagement und für ihre Leidenschaft bedanken willst, und dann feststellen musst, dass deine für diesen Zweck gebaute Fan-Loge als 'Keimzelle des Bösen' bezeichnet wird, und dir dann noch von offizieller Seite unterstellt wird, nur die Feinde der Vereinsführung einzuladen, dann vergeht einem die Lust“, äußerte sich Layenberger im August 2019 enttäuscht.


    Zu diesem Zeitpunkt war das Tischtuch zwischen FCK und Layenberger eigentlich zerschnitten. Zu viel Porzellan wurde – auch von Layenberger selbst – und der damaligen Vereinsführung um Martin Bader und Michael Klatt zerschlagen. Doch als im Dezember 2019 die Riege um Markus Merk und Rainer Keßler in die Gremien des Vereins gewählt wurden, keimte bei allen Beteiligten Hoffnung auf, die „Ehe“ doch noch zu retten. Layenberger und der FCK, das musste doch einfach passen.


    Doch es dauerte nicht lange, bis es zu neuerlichen Irritationen kam. Im Zuge der Investorensuche gab Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt der Rheinpfalz ein eigentlich harmloses Interview, indem er mehr oder weniger nur den Status Quo darlegte, nämlich dass im Fall der Fälle ein anderer Sponsor, der dem FCK mehr zahle als Layenberger, die Brust übernehmen könne. Layenberger selbst fühlte sich davon aber brüskiert, kündigte auf Facebook mehr oder weniger an, sofort als Hauptsponsor auszusteigen. „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan“, titelte er auf Facebook.


    Kurze Zeit später beschwichtigten der FCK und Layenberger noch einmal die Partnerschaft. „Ich werde auch weiterhin die neue Führung um Soeren Oliver Voigt, der mein vollstes Vertrauen genießt, unterstützen und auch weiterhin Sponsor dieses Vereins bleiben. Wer wie Herr Voigt an allen Fronten für unseren FCK kämpft, dem sei es verziehen, wenn er auf eine solche Frage der 'Rheinpfalz' etwas unglücklich antwortet.“ Doch da war das Ende der gemeinsamen Zeit schon ganz nah.

    Stichwort Kommunikation: Das hat Layenberger nicht verdient

    Und das ist an sich auch nicht verwerflich. Layenberger selbst hat 2018 dafür gesorgt, dass beide Seiten vorzeitig die Zusammenarbeit beenden können, sollte ein finanzstärkerer Partner den FCK unterstützen wollen. Die Angelegenheit könnte also eigentlich ganz geräuschlos vonstatten gehen, wäre für den Klub sogar eine erfreuliche Tatsache. Denn sie bedeutet Mehreinnahmen. Nicht so aber beim 1. FC Kaiserslautern.


    Die Art und Weise wie man Harald Layenberger ziehen lässt, beziehungsweise mit ihm (nicht) kommuniziert, wird dem Menschen Harald Layenberger (wieder einmal) nicht gerecht. Dass der FCK seine Mannschaft offenbar bereits mit neuem Sponsor ablichten lässt, ohne den alten darüber zu informieren, darf ebenso kopfschüttelnd betrachtet werden wie, dass laut Layenberger die Geschäftsführung die vertragliche Option zur Beendigung der Partnerschaft gar nicht gezogen hat. Der FCK wollte sich zu diesen Vorwürfen auf Nachfrage von Treffpunkt Betze nicht äußern.


    Dass aber auch im Zuge des Fritz Walter Erbes die Kommunikation mit Layenberger offenbar auf Eis liegt, und laut Layenberger sogar „kein Interesse an der Heimkehr des Nachlasses“ besteht, das ist nicht nur enttäuschend, es ist weder der Person Fritz Walters noch Harald Layenbergers würdig.


    Man kann von Harald Layenberger halten was man möchte. Sicher hat auch er Fehler gemacht, ist manches Mal über das Ziel hinausgeschossen und wäre insbesondere auf Facebook manchmal lieber stumm geblieben, statt die ohnehin öffentlich brodelnde Debatte um den FCK noch zu befeuern. Manch öffentlich ausgetragener Konflikt, ob mit Patrick Banf, der Rheinpfalz oder zuletzt Dieter Buchholz, hat dem FCK nicht gut getan, ihm sicherlich nicht geholfen.


    Aber: Harald Layenberger hat auch viel für „seinen“ FCK getan. Er wurde in einer Situation Hauptsponsor, in der Interessenten nicht gerade Schlange standen. Er wollte die Familie FCK wieder zu neuem Leben erwecken und er hat den Nachlass Fritz Walters vor der Zerschlagung gerettet. Und so ein Mann verdient es, dass man ihn würdigt. Dass man ihm offen ins Gesicht sagt, was man vorhat. Und nicht, dass man ihn durch die Hintertür verabschiedet. Dass er dem Verein trotzdem als Exklusivpartner erhalten bleibt ist ihm umso höher anzurechnen. Und auch die Layenberger-Loge und die Layenberger&Fans Westkurve wird noch ein weiteres Jahr bestehen bleiben, wie er Treffpunkt Betze verriet.


    Man kann Harald Layenberger einiges nachsagen, aber nicht, dass er den Verein nicht tief in seinem Herzen tragen würde. Denn diese Liebe geht tiefer als jedes FCK-Geklüngel. Er hat sie von seinem Vater vererbt bekommen. Und das überdauert jedes Engagement. Es bleibt für immer. Layenberger war eben schon immer mehr Fan als ein Hauptsponsor.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Titelbild: ms-sportfoto

    Diskussionsthema zum Artikel: Sieg erst im Elfmeterschießen: FCK ist Verbandspokalsieger


    Sieg erst im Elfmeterschießen: FCK ist Verbandspokalsieger

    Der FCK hat das Finale des Verbandspokals gegen Alemannia Waldalgesheim mit 5:3 nach Elfmeterschießen gewonnen und steht somit in der ersten Runde des DFB-Pokals. Dabei zeigten die Pfälzer jedoch eine mehr als enttäuschende Leistung.


    Boris Schommers veränderte seine Elf gegenüber dem Verbandspokal-Halbfinale gegen Morlautern auf fünf Positionen. Manfred Starke, Hikmet Ciftci, Philipp Hercher, Anas Bakhat, sowie FCK-Rückkehrer Elias Huth standen in der Startformation.

    Wie schon gegen Morlautern: Ungenaue und ideenlose Teufel

    Und der FCK begann dominant, wollte aktiver auftreten als noch gegen Morlautern, und hatte in der dritten Minute durch Florian Pick und der sechsten Minute durch Manfred Starke zwei Großchancen, die aber ungenutzt blieben. Danach flachte das Spiel aber wieder zunehmend ab, das Lautrer Spiel war von Ungenauigkeiten und Abspielfehlern geprägt. Der Oberliga-Aufsteiger aus Waldalgesheim konnte sich seinerseits zwar auch keine Möglichkeiten erspielen, trotzdem war es aus Lautrer Sicht eine äußerst schwache erste Hälfte. Erst in der 47. Minute kam der FCK wieder zu einer Möglichkeit, Elias Huth verstolperte freistehend vor dem Waldalgesheimer Tor eine Hereingabe. So endete die erste Halbzeit torlos.

    Fehlpässe und keine Durchschlagskraft: Röser vergibt Elfmeter

    Die zweite Halbzeit fing so an, wie die erste aufgehört hatte. In den ersten zwanzig Minuten plätscherte die Partie geradezu vor sich hin, ohne dass es zu nennenswerten Aktionen gekommen wäre. Vor allem im Zentrum verlor der FCK sehr schnell den Ball und konnte so kaum eine erfolgreiche Spieleröffnung gestalten. Nach über einer Stunde hatte die Pfälzer gerade einmal drei Eckbälle herausgeholt, auch das ein Zeichen fehlender Durchschlagskraft bei den Roten Teufeln. Erst in der 70. Minute hatte Jannik Bachmann mal wieder eine Möglichkeit nach einer Hereingabe von Florian Pick, doch der Schuss des eingewechselten Mittelfeldspielers verfehlte das Tor deutlich.


    In der 73. dann ein Elfmeterpfiff: Nach einem Foul an Morabet zeigt Schiedsrichter Schütz auf den Punkt. Lucas Röser läuft an, doch sein Elfmeter ist schwach geschossen und kann von Keeper Patria gehalten werden. Und auch der Nachschuss von Florian Picks landete nur am Pfosten. In der Folge versuchte der FCK, weitere Chancen zu kreieren, blieb letztlich aber glücklos. Und so mussten die favorisierten Lautrer gegen den zukünftigen Fünftligisten in die Verlängerung.

    Der Ball will nicht ins Tor - Wideras Fehlschuss macht FCK zum Pokalsieger

    In der ersten Hälfte der Verlängerung war aufopferungsvoll kämpfenden Waldalgesheimern anzumerken, dass die Beine müder wurden. Der FCK spielte sich jetzt um den gegnerischen Sechzehner fest, der finale Pass blieb aber fast immer viel zu ungenau. Trotzdem kam es jetzt zu Chancen für die Roten Teufel, und das nahezu im Sekundentakt. Nun stimmte zwar die Spielrichtung der Pfälzer, aber das Waldalgesheimer Tor schien wie vernagelt. Patria im Tor von Waldalgesheim rettete mehrmals sehr stark. Auch in der Verlängerung fielen also keine Tore und so ging das Finale des Verbandspokals tatsächlich ins Elfmeterschießen.


    Dort behielt der FCK dann aber die Nerven, verwandelte nach und nach jeden Elfmeter, auch wenn Alexander Winkler etwas Glück hatte, sein Schuss ging erst vom Innenpfosten ins Tor. Dieses Glück hatte dann Waldalgesheims Widera nicht. Der Stürmer scheiterte am Aluminium, und als Carlo Sickinger am Ende den insgesamt neunten Elfmeter zum 5:3 Endstand verwandelte, war der FCK dann doch noch Verbandspokalsieger. In der ersten Runde des DFB-Pokals erwartet die Lautrer jetzt ein Heimspiel gegen den Zweitligisten Jahn Regensburg.


    1. FC Kaiserslautern 5:3 n.E. SV Alemannia Waldalgesheim (0:0) (0:0)


    Aufstellung FCK:

    Spahic - Hercher ('110 Schad), Kraus, Winkler, Hlousek - Bakhat ('61 Bachmann), Sickinger, Ciftci - Starke ('61 Röser), Pick, Huth ('71 Morabet)


    Aufstellung Waldalgesheim:

    Patria - Gänz, Braun, Fennel - Walther, Rosenbaum, Sovtic ('86 Pauer), Bilotta ('46 Schmitt), Reißmann ('71 Gräff, '110 Teodonno) - Özer, Widera


    Tore:

    1:0 Kraus, 1:1 Rosenbaum, 2:1 Pick, 2:2 Walther, 3:2 Winkler, 4:2 Hlousek, 4:3 Teodonno, 5:3 Sickinger


    Kartenvergabe:

    Özer


    Quelle: Treffpunkt Betze



    Diskussionsthema zum Artikel: Nächster Neuzugang perfekt: Tim Rieder wechselt zum FCK


    Nächster Neuzugang perfekt: Tim Rieder wechselt zum FCK

    Neuzugang Nummer Fünf ist perfekt: Mittelfeldspieler Tim Rieder wechselt zum FCK. Der 26-Jährige unterschreibt bei den Roten Teufeln einen Dreijahresvertrag.


    Der 1. FC Kaiserslautern verstärkt sich im defensiven Mittelfeld mit Tim Rieder. Der 26-Jährige, der in der vergangenen Spielzeit für den TSV 1860 München aufgelaufen war, wechselt vom Bundesligisten FC Augsburg an den Betzenberg und unterschreibt bei den Roten Teufeln einen Dreijahresvertrag.

    Der Dachauer durchlief zehn Jahre lang die Jugendabteilung des Deutschen Rekordmeisters FC Bayern München, ehe er im Jahr 2010 zum FC Augsburg wechselte, bei dem er über die U19 und die Zweite Mannschaft den Weg in den Profikader fand und in der Saison 2016/17 in der Bundesliga debütierte. In den vergangenen drei Spielzeiten war der 1,86 Meter große Mittelfeldspieler, der bereits auch in der Innenverteidigung und als Rechtsverteidiger eingesetzt wurde, an den polnischen Erstligisten Śląsk Wrocław, den Zweitligisten SV Darmstadt 98 sowie den Drittligisten TSV 1860 München ausgeliehen. Insgesamt kann Rieder in den vergangenen Jahren auf 5 Bundesligaspiele, 15 Zweitligaeinsätze, 25 Drittligapartien (3 Tore), 132 Regionalligaspiele (4 Tore) sowie 13 Begegnungen in der ersten polnischen Liga zurückblicken.

    „Tim Rieder hat sich trotz zahlreicher anderer Option für den FCK entschieden. Das freut uns wirklich sehr, insbesondere da es uns gelungen ist, einen der auffälligsten Defensivspieler der vergangenen Saison in dieser Phase des Vereins für den FCK zu gewinnen. Tim ist ein spiel- und zweikampfstarker 6er, der auch als Persönlichkeit Verantwortung in unserer Mannschaft übernehmen wird.“

    „Ich freue mich sehr, dass mein Wechsel nach Kaiserslautern geklappt hat. Der FCK ist ein sehr großer Traditionsverein in Deutschland und ich bin stolz, hier sein zu dürfen. Ich möchte Teil der Geschichte dieses großartigen Vereins werden und meinen Beitrag dazu leisten, dass wir hier erfolgreich Fußball spielen.“


    Spielerdaten

    Name: Tim Rieder

    Position: Mittelfeld/Abwehr

    Geboren: 03.09.1993 in Dachau

    Nationalität: Deutsch

    Größe: 1,86 m

    Gewicht: 77 kg

    Beim FCK ab: 21. August 2020

    Vertrag bis: 30. Juni 2023

    Frühere Vereine: TSV 1860 München, SV Darmstadt 98, Śląsk Wrocław, FC Augsburg, FC Bayern München, ASV Dachau


    Quelle: Pressemitteilung 1. FC Kaiserslautern

    Diskussionsthema zum Artikel: Weitere Verstärkungen geplant: "Wir haben hohe Ziele"


    Weitere Verstärkungen geplant: "Wir haben hohe Ziele"

    Wenn es nach Cheftrainer Boris Schommers geht, ist der FCK noch nicht am Ende seiner Transferaktivitäten. Während weitere Verplichtungen offenbar kurz vor dem Abschluss stehen, plant der Coach weiterhin mit Manfred Starke.


    Zuletzt kursierten rund um den Betzenberg viele Namen, wie etwa der des Mittelfeldspielers Tim Rieder von 1860 München, oder der von Halles Sturmtank Terrence Boyd. Klar scheint: Es sollen den bisher vier externen Neuzugängen noch weitere folgen. "Der aktuelle Kader wird sich in beide Richtungen noch verändern. Wir sind in guten Gesprächen mit weiteren Neuzugängen. Wir haben den Wunsch diesen Kader qualitativ weiter zu verbessern. Gleichzeitig heißt das aber auch, dass der ein oder andere Spieler noch gehen kann, gehen darf oder gehen muss", sagte Trainer Boris Schommers im Pressegespräch vor dem morgigen Verbandspokalfinale gegen Waldalgesheim.

    Schommers Spielerprofil: "Erfahren, aber ambitioniert" - Trainer plant mit Starke

    Angesprochen auf das Spielerprofil, hat der FCK-Trainer eine klare Vorstellung, was etwaige Neuzugänge mitbringen sollen. "Es soll noch ein erfahrener Spieler sein. Er muss aber unsere großen Ziele und Ambitionen teilen. Ich brauche keinen Spieler, der Mitte 30 ist, alles erlebt hat, und jetzt nochmal ein wenig kicken will. Wir haben hohe Ziele, denn wir wollen eine Top-Mannschaft in dieser dritten Liga sein", so Schommers. Die Transfers sollten möglich zeitnah erfolgen, damit die Mannschaft zum Saisonstart schlagkräftig sei. Ins Trainingslager nach Herxheim wird Schommers stand heute 26 Spieler mitnehmen.

    Geht es nach Schommers, soll Manfred Starke weiterhin Teil dieser Mannschaft sein. Der 29-Jährige war zuletzt mit dem FSV Zwickau in Verbindung gebracht worden. "Ich habe von diesem Gerücht auch gehört, aber ich plane mit Manni", macht Schommers klar.

    Ligaauftakt hat es in sich: "Unser Anspruch ist es, eine Top-Mannschaft der Liga zu werden"

    Am gestrigen Donnerstag gab der DFB zudem den Spielplan der kommenden Saison bekannt, der dem FCK neben dem Auftakt gegen Dresden ein schweres Auftaktprogramm mit Spielen gegen Wehen Wiesbaden und dem Derby gegen Waldhof Mannheim beschert hat. Schommers bringt das aber nicht aus der Ruhe. "Dann wissen wir direkt woran wir sind. Unser Anspruch ist es, eine Top-Mannschaft der Liga zu werden. Eine Diskussion über den Spielplan finde ich im Moment noch fehlplatziert, weil wir noch zu wenig über die Verfassung der anderen Teams wissen. Das einzige was es mir gezeigt hat ist, dass es noch wichtiger sein wird, ab dem ersten Spieltag hellwach zu sein", so Schommers.


    Ein großer Wermutstropfen bleibe aber: "Es ist brutal schade, dass bei einem tollen Ligaauftakt gegen Dresden wieder keine Zuschauer im Stadion erlaubt sein werden. Das Spiel hätte ich gerne mit vielen Fans auf dem Betzenberg erlebt", so der Lautrer Trainer.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Ohne Kühlwetter, aber mit Huth: FCK vor Verbandspokalfinale


    Ohne Kühlwetter, aber mit Huth: FCK vor Verbandspokalfinale

    Morgen steigt in Pirmansens das Verbandspokalfinale gegen Waldalgesheim. Es könnte die Premiere für Rückkehrer Elias Huth werden. Ein Langzeitverletzter macht derweil endlich Fortschritte.


    Verbandsrechtliche Fragen hatten einen Einsatz von Elias Huth gegen Morlautern noch verhindert. Nachdem diese jetzt aber geklärt sind, wird der Sturm-Rückkehrer morgen im Finale gegen Alemannia Waldalgesheim (16:45 Uhr, live im SWR-Stream) im Kader stehen und höchstwahrscheinlich auch der Startformation angehören. Verzichten muss Boris Schommers derweil auf Hendrick Zuck, der nach Nackenbeschwerden noch pausieren muss. Und auch Christian Kühlwetter wird morgen nicht mit von der Partie sein. Boris Schommers betont aber, es habe einzig und allein gesundheitliche Gründe. Der 24-jährige Stürmer habe Unterschenkelprobleme. "Kühli ist da, und er hat auch nicht seinen Vertrag aufgelöst. Er hat einfach nur Schmerzen am Unterschenkel", erzählt Schommers im Pressegespräch.

    Erfreuliche Fortschritte macht unterdessen Simon Skarlatidis, der laut Schommers zwei Einheiten im Mannschaftstraining absolviert hat und mit ins Trainingslager nach Herxheim fahren wird.

    Schnelleres Passspiel und mehr Torchancen: Schommers erwartet Leistungssteigerung

    Gegen Alemannia Waldalgesheim erwartet der FCK-Trainer von seiner Mannschaft eine enorme Leistungssteigerung. "Wir hatten gegen Morlautern im letzten Drittel überhaupt keine Durchschlagskraft. Der Ball lief viel zu langsam, was dazu geführt hat, dass Morlautern strukturiert verschieben konnte. Wir haben uns aber kaum Torchancen erarbeitet oder sind in Eins zu Eins Situationen gekommen. Da erwarte ich morgen eine erhebliche Leistungssteigerung", so Schommers, der aber erneut deutlich machte: "Sicher wird es kein Selbstläufer, aber wir wollen diesen Titel gewinnen und wir wollen in den DFB-Pokal einziehen."


    Unter der Woche habe das Hauptaugenmerk darauf gelegen, den Spagat zu finden zwischen intensiver Vorbereitung auf den Saisonstart und ausgewogener Belastungssteuerung vor dem Verbandspokalfinale. "Wir sind eine Woche weiter in der Vorbereitung, und ich erwarte, dass wir uns mehr Torchancen erspielen, dominanter auftreten und am Ende diesen Titel gewinnen", lässt Boris Schommers keinen Zweifel an der Ausrichtung für morgen.


    Quelle: Treffpunkt Betze



    Diskussionsthema zum Artikel: Spielplan veröffentlicht: FCK eröffnet gegen Dresden


    Spielplan veröffentlicht: FCK eröffnet gegen Dresden

    Der DFB hat den Spielplan für die kommende 3.Liga-Spielzeit veröffentlicht. Demnach eröffnen die Roten Teufel die Saison mit einem Heimspiel gegen Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden.


    Der Saisonauftakt wird live in der ARD zu sehen sein. Auf das erste Heimspiel der neuen Saison, bei dem weiterhin keine Zuschauer zugelassen sein werden, folgen zwei Auswärtsspiele bei Regionalliga-Aufsteiger Türgücü München und Zweitliga-Absteiger Wehen Wiesbadem. Im Anschluss geht es auf dem Betze ins Südwest-Derby gegen Waldhof Mannheim.


    Der komplette Spielplan im Überblick:


    1. Spieltag, 18. September, 17:45 Uhr, live in der ARD: 1. FC Kaiserslautern - Dynamo Dresden


    2. Spieltag, 25. - 28. September 2020:

    Türkgücü München - 1. FC Kaiserslautern


    3. Spieltag, 02. - 05. Oktober 2020:

    Wehen Wiesbaden - 1. FC Kaiserslautern


    4. Spieltag, 09. - 12. Oktober 2020:

    1. FC Kaiserslautern - Waldhof Mannheim


    5. Spieltag, 16. - 18. Oktober 2020:

    Bayern München II - 1. FC Kaiserslautern


    6. Spieltag, 20 oder 21. Oktober 2020:

    1. FC Kaiserslautern - FC Ingolstadt


    7. Spieltag, 23. - 26. Oktober 2020:

    SV Meppen - 1. FC Kaiserslautern


    8. Spieltag, 30. Oktober - 02. November 2020:

    1. FC Kaiserslautern - Hansa Rostock


    9. Spieltag, 06. - 09. November 2020:

    FSV Zwickau - 1. FC Kaiserslautern


    10. Spieltag, 13. - 16. November 2020:

    1. FC Kaiserslautern - 1. FC Magdeburg


    11. Spieltag, 20. - 22. November 2020:

    Hallescher FC - 1. FC Kaiserslautern


    12. Spieltag, 24 oder 25. November 2020:

    1. FC Kaiserslautern - VfB Lübeck


    13. Spieltag, 27. - 30. November 2020:

    1. FC Saarbrücken - 1. FC Kaiserslautern


    14. Spieltag, 04. - 07. Dezember 2020:

    1. FC Kaiserslautern - MSV Duisburg


    15. Spieltag, 11. - 13. Dezember 2020:

    SpVgg Unterhaching - 1. FC Kaiserslautern


    16. Spieltag, 15 oder 16. Dezember 2020:

    1. FC Kaiserslautern - TSV 1860 München


    17. Spieltag, 18. - 21. Dezember 2020:

    KFC Uerdingen - 1. FC Kaiserslautern


    18. Spieltag, 08. - 11. Januar 2021:

    1. FC Kaiserslautern - Viktoria Köln


    19. Spieltag, 15. - 18. Januar 2021:

    SC Verl - 1. FC Kaiserslautern


    20. Spieltag, 22. - 24. Januar 2021:

    Dynamo Dresden - 1. FC Kaiserslautern


    21. Spieltag, 26. oder 27. Januar 2021:

    1. FC Kaiserslautern - Türkgücü München


    22. Spieltag, 29. Januar - 01. Februar 2021:

    1. FC Kaiserslautern - Wehen Wiesbaden


    23. Spieltag, 05. - 08. Februar 2021:

    Waldhof Mannheim - 1. FC Kaiserslautern


    24. Spieltag, 12. - 15. Februar 2021:

    1. FC Kaiserslautern - Bayern München II


    25. Spieltag, 19. - 22. Februar 2021:

    FC Ingolstadt - 1. FC Kaiserslautern


    26. Spieltag, 26. Februar - 01. März 2021:

    1. FC Kaiserslautern - SV Meppen


    27. Spieltag, 05. - 08. März 2021:

    Hansa Rostock - 1. FC Kaiserslautern


    28. Spieltag, 12. - 15. März 2021:

    1. FC Kaiserslautern - FSV Zwickau


    29. Spieltag, 19. - 22. März 2021:

    1. FC Magdeburg - 1. FC Kaiserslautern


    30. Spieltag, 03. - 05. April 2021:

    1. FC Kaiserslautern - Hallescher FC


    31. Spieltag, 09. - 12. April 2021:

    VfB Lübeck - 1. FC Kaiserslautern


    32. Spieltag, 16. - 18. April 2021:

    1. FC Kaiserslautern - 1. FC Saarbrücken


    33. Spieltag, 20 - 21. April 2021:

    MSV Duisburg - 1. FC Kaiserslautern


    34. Spieltag, 23. - 26. April 2021:

    1. FC Kaiserslautern - SpVgg Unterhaching


    35. Spieltag, 04. oder 05. Mai 2021:

    TSV 1860 München - 1. FC Kaiserslautern


    36. Spieltag, 07. - 10. Mai 2021:

    1. FC Kaiserslautern - KFC Uerdingen


    37. Spieltag, 14. - 17. Mai 2021:

    Viktoria Köln - 1. FC Kaiserslautern


    38. Spieltag, 22. Mai 2021:

    1. FC Kaiserslautern - SC Verl


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Trotz Derbysieg und Finaleinzug: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns"


    Trotz Derbysieg und Finaleinzug: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns"

    Pflicht erfüllt, aber nicht mehr. Nach dem Sieg im Stadtderby gegen den SV Morlautern sehen sich die FCK-Akteure noch mit arbeitsreichen Wochen konfrontiert.


    Schon vor dem Spiel warnte FCK-Trainer Boris Schommers, man dürfe den Gegner aus Morlautern nicht unterschätzen, das habe die vergangene Verbandspokal-Saison bereits gezeigt. Dass es beim 2:1 Sieg heute allerdings so eng werden würde, damit war Schommers nicht zufrieden. "Ich will das gar nicht schönreden. Wir haben heute zwar verdient gewonnen, aber es war zu knapp. Wir haben uns zu wenige Torchancen herausgespielt, es im letzten Drittel nicht gut zu Ende gespielt. Da haben wir noch viel Arbeit vor uns", machte der Trainer deutlich.

    Allerdings sei die Leistung auch zu erklären angesichts der erst vor Kurzem gestarteten Vorbereitung und der ungewöhnlichen Situation, mit einem Pflichtspiel in die Vorbereitung zu starten.


    im Großen und Ganzen zufrieden war Schommers mit der Leistung der Neuzugänge Marius Kleinsorge, Adam Hlousek und Alexander Winkler, die heute zum Einsatz kamen. "Ich bin froh, dass sie die erste Woche hier gesund überstanden haben. Sie haben das heute ordentlich gemacht, aber nicht besser oder schlechter als der Rest der Mannschaft", so Schommers.

    Carlo Sickinger: "Das war sehr dürftig"

    Dem Schützen des 2:1 Siegtreffers, Kevin Kraus, war die Erleichterung anzumerken, am Ende zumindest ins Verbandspokalfinale eingezogen zu sein. Kraus hatte noch in der ersten Halbzeit per Kopf nach einem Standard die Lautrer Führung erzielt. "Wir wollten das heute besser machen, keine Frage. Bei Morlautern spielen aber auch ein paar Kicker, die höherklassig Fußball spielen könnten. Am Ende stehen wir im Finale und haben gewonnen, das ist wichtig", so der 28-Jährige Innenverteidiger. Im Finale am Samstag sei die Marschroute aber klar: "Wir wollen den Pokal holen und dann auch besser Fußball spielen", so Kraus.


    FCK-Kapitän Carlo Sickinger sah das ähnlich. "Wir sind jetzt zehn Tage in der Vorbereitung, haben sicher heute eine gewisse Müdigkeit gezeigt. Aber das soll keine Ausrede sein. Wir müssen hier höher gewinnen", so der 23-Jährige. Auch die Umstände will der Mittelfeldmann nicht gelten lassen: "Natürlich war die Situation, direkt in ein Pflichtspiel zu starten neu und schwierig, weil du Neuzugänge hast, die die Abläufe und das Spielsystem noch nicht so kennen. Nichtsdestotrotz müssen wir hier besser spielen. Das war sehr dürftig heute", so Sickinger.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Mit viel Mühe: FCK gewinnt Stadtderby und steht im Finale


    Mit viel Mühe: FCK gewinnt Stadtderby und steht im Finale

    Das war knapp: Der FCK hat das Stadtderby im Halbfinale des Verbandspokals gegen den SV Morlautern nach anfänglichen Schwierigkeiten mit 2:1 gewonnen und spielt nächste Woche im Finale gegen Waldalgesheim.




    Das Stadtderby zwischen dem FCK und Morlautern begann ohne Phase des Abtastens. Die Roten Teufel drückten von Beginn an, aber Morlautern versteckte sich nicht. Nachdem die Elf von Boris Schommers in den ersten Minuten zu kleineren Schusschancen gekommen war, folgte in der 13. Minute dann aber die dicke Überraschung: Nach einem katastrophalen Fehlpass von Avdo Spahic landet der Ball bei Morlauterns Florian Bicking, der die Ruhe behält und zur überraschenden 1:0 Führung für die Morlauterer einschiebt.

    Morlautern kämpft und trifft - Der FCK müht sich zur Führung

    Kaiserslautern stand trotz dieses Rückschlags nicht unter Schock und antwortete prompt. In der 17. Minute dribbelt sich Kühlwetter in den Morlauterer Strafraum, wird gefoult und den fälligen Elfmeter verwandelt Lucas Röser sicher, oben rechts zum 1:1 Ausgleich. Morlautern blieb trotzdem mutig, verkaufte sich hier äußerst teuer. Beim FCK herrschten dagegen noch sehr viele Fehlpässe vor, das Spiel war gegen Ende der ersten Halbzeit sehr zerfahren. Doch kurz vor der Halbzeit dann doch die FCK-Führung. Nach einem Freistoß von Florian Pick köpft Kevin Kraus in der 43. Minute zur 2:1 Führung für die Lautrer ein. Morlauterns Keeper Sanyang sieht dabei allerdings nicht ganz glücklich aus.

    Müde zweite Halbzeit: Der FCK steht im Finale

    Zu Beginn der zweiten Halbzeit schien die Luft etwas aus dem Spiel heraus zu sein. Die Partie plätscherte die erste halbe Stunde ohne nennenswerte Ereignisse vor sich hin. Man merkte beiden Mannschaften jetzt die Müdigkeit an, aber besonders Morlautern kämpfte trotz allem aufopferungsvoll um jeden Ball. Beim FCK fehlten etwas das Tempo und die Ideen im Spielaufbau. Und so passierte, auch nach Wechseln auf beiden Seiten, nichts mehr. Der FCK bekleckert sich nicht mit Ruhm, steht aber im Finale des Verbandspokals und spielt dort nächste Woche gegen Waldalgesheim um den Einzug in den DFB-Pokal.


    1. FC Kaiserslautern 2:1 SV Morlautern (2:1)


    Aufstellung FCK:

    Spahic - Schad, Kraus, Winkler ('60 Ciftci), Hlousek - Bachmann, Sickinger, Zuck ('75 Morabet) - Kühlwetter, Röser ('60 Kleinsorge), Pick


    Aufstellung SV Morlautern:

    Bakary - Schwarz, Purdy, Arttemov, Smith ('57 Smith) - Riehmer ('75 Mühlen), Happersberger, Bicking, Leonhard - Pinheiro ('80 Henderson), Tuttobene ('57 Tuttobene)


    Tore:

    0:1 Bicking (13. Minute)

    1:1 Röser FE (17. Minute)

    2:1 Kraus (43. Minute)


    Karten:

    Smith, Bicking, Happersberger, J. Smith


    Quelle: Treffpunkt Betze

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    Diskussionsthema zum Artikel: Trotz Derbysieg und Finaleinzug: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns"


    Trotz Derbysieg und Finaleinzug: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns"

    Pflicht erfüllt, aber nicht mehr. Nach dem Sieg im Stadtderby gegen den SV Morlautern sehen sich die FCK-Akteure noch mit arbeitsreichen Wochen konfrontiert.


    Schon vor dem Spiel warnte FCK-Trainer Boris Schommers, man dürfe den Gegner aus Morlautern nicht unterschätzen, das habe die vergangene Verbandspokal-Saison bereits gezeigt. Dass es beim 2:1 Sieg heute allerdings so eng werden würde, damit war Schommers nicht zufrieden. "Ich will das gar nicht schönreden. Wir haben heute zwar verdient gewonnen, aber es war zu knapp. Wir haben uns zu wenige Torchancen herausgespielt, es im letzten Drittel nicht gut zu Ende gespielt. Da haben wir noch viel Arbeit vor uns", machte der Trainer deutlich. Allerdings sei die Leistung auch zu erklären, angesichts der erst vor Kurzem gestarteten Vorbereitung und der ungewöhnlichen Situation, mit einem Pflichtspiel in die Vorbereitung zu starten.


    Im Großen und Ganzen zufrieden war Schommers mit der Leistung der Neuzugänge Marius Kleinsorge, Adam Hlousek und Alexander Winkler, die heute zum Einsatz kamen. "Ich bin froh, dass sie die erste Woche hier gesund überstanden haben. Sie haben das heute ordentlich gemacht, aber nicht besser oder schlechter als der Rest der Mannschaft", so Schommers.

    Carlo Sickinger: "Das war sehr dürftig"

    Dem Schützen des 2:1 Siegtreffers, Kevin Kraus, war die Erleichterung anzumerken, am Ende zumindest ins Verbandspokalfinale eingezogen zu sein. Kraus hatte noch in der ersten Halbzeit per Kopf nach einem Standard die Lautrer Führung erzielt. "Wir wollten das heute besser machen, keine Frage. Bei Morlautern spielen aber auch ein paar Kicker, die höherklassig Fußball spielen könnten. Am Ende stehen wir im Finale und haben gewonnen, das ist wichtig", so der 28-jährige Innenverteidiger. Im Finale am Samstag sei die Marschroute aber klar: "Wir wollen den Pokal holen und dann auch besser Fußball spielen", so Kraus.


    FCK-Kapitän Carlo Sickinger sah das ähnlich. "Wir sind jetzt zehn Tage in der Vorbereitung, haben sicher heute eine gewisse Müdigkeit gezeigt. Aber das soll keine Ausrede sein. Wir müssen hier höher gewinnen", so der 23-Jährige. Auch die Umstände will der Mittelfeldmann nicht gelten lassen: "Natürlich war die Situation, direkt in ein Pflichtspiel zu starten neu und schwierig, weil du Neuzugänge hast, die die Abläufe und das Spielsystem noch nicht so kennen. Nichtsdestotrotz müssen wir hier besser spielen. Das war sehr dürftig heute", so Sickinger.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Schommers: "Wir sind der FCK, wir wollen ins Finale!"


    Schommers: "Wir sind der FCK, wir wollen ins Finale!"

    Am Samstag (16 Uhr) findet das Halbfinale im Verbandspokal gegen den SV Morlautern statt. FCK-Trainer Schommers sieht der Partie mit Respekt entgegen, lässt aber keinen Zweifel daran, was sein Ziel ist.


    Es sind und bleiben kuriose Zeiten. Das erste Spiel der FCK-Vorbereitung, normalerweise ein lockerer Aufgalopp mit vielen Wechseln und Spielereien, ist in diesem Jahr ein Pflichtspiel. Zwar sind die Roten Teufel auch im Verbandspokal-Halbfinale gegen den SV Morlautern klarer Favorit, jedoch geht es um viel: Der FCK will - ja muss ins Finale gegen Waldalgesheim einziehen und dieses gewinnen, auch um nächstes Jahr im DFB-Pokal zu stehen.

    Schommers hat Respekt, lässt aber keine Zweifel: "Wir wollen in den DFB-Pokal"

    Auf die leichte Schulter nehmen will FCK-Trainer Boris Schommers das Spiel dennoch nicht. "Ich erinnere mich, dass der FCK letztes Jahr ein Verbandspokal-Finale gegen Worms gespielt hat, das nur sehr, sehr knapp gewonnen worden ist", warnt der Coach im Pressegespräch vor dem Verbandspokalspiel, macht aber auch unmissverständlich klar, dass das nichts an der Marschroute seiner Mannschaft ändert. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Eines ist bei allem Respekt aber doch klar: Wir sind der FCK und wir wollen ins Finale und in den DFB-Pokal. Wir müssen diesem Spiel unseren Stempel aufdrücken und auf uns schauen", so Schommers.

    18-Mann Kader steht bereit: Hlouseks Einsatz noch fraglich

    Mit 18 Spielern kann Boris Schommers das Spiel am Samstag um 16 Uhr antreten, zu dem coronabedingt nach wie vor keine Fans zugelassen sind. Größtenteils wird Schommers dabei auf seinen Profikader zurückgreifen. So wird Avdo Spahic das Tor hüten.


    Jedoch muss der Trainer auch noch auf einzelne Spieler verzichten. Timmy Thiele fehlt nach seiner roten Karte im Achtelfinale des Verbandspokals gegen Gonsenheim gesperrt. Neuzugang Nicolas Sessa wird nach seiner Verletzung im ersten Training mit den Roten Teufeln noch rund vier Wochen fehlen. "Natürlich war das ein bitterer Auftakt. Ich habe ihm aber gesagt, dass das Glas zu 75% voll ist, es aber auch ganz leicht zu 75 Prozent hätte leer sein können. Er verpasst jetzt die Vorbereitung, aber danach wird er wieder an Bord sein", ist Schommers erleichtert, dass die Verletzung bei Sessa nicht schwerwiegender ist. Und auch das "Sorgenkind" Simon Skarlatidis wird noch ausfallen. "Er ist leider noch nicht fit. Das Aufbautraining läuft gut, aber wann er wieder richtig einsteigt, kann ich noch nicht sagen", so Schommers.


    Unklar ist auch noch der Einsatz von Neuzugang und FCK-Rückkehrer Adam Hlousek. "Adam hat noch keine Verbandsfreigabe vom tschechischen Verband. Da müssen wir noch abwarten", so Schommers, der über die Verpflichtung des 31-Jährigen ansonsten sehr glücklich ist. "Ich sehe ihn links in der hinteren Abwehrreihe, da hatten wir Bedarf. Er hat aber im Training auch schon gezeigt, dass er einen ziemlichen Offensivdrang hat", so Schommers weiter.

    Schommers mit bisheriger Vorbereitung zufrieden: "Die Grundfitness ist da"

    Trotz des ungewöhnlichen "Auftaktes" der Saisonvorbereitung ist der Coach mit selbiger bisher zufrieden. "Die Laktatergebnisse waren gut. Die Jungs haben fast zu 100 Prozent ihre Läufe absolviert, sodass die Grundfitness da ist. Wir können jetzt relativ schnell zur Arbeit mit dem Ball übergehen, um das einzustudieren, was wir in dieser Saison abliefern möchten", so Schommers.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Kommentar: Eine Bankrotterklärung für den gesamten Verein


    Kommentar: Eine Bankrotterklärung für den gesamten Verein

    Der FCK ist einem Schuldenschnitt vermeintlich ein gutes Stück näher gekommen. Doch sorgt das für Ruhe? Im Gegenteil. Das einstige „Team Merk“ ist gespaltener denn je. Unter diesen Bedingungen ist sportlicher Erfolg unmöglich. Ein Kommentar.


    Manchmal im Leben holen einen Vorahnungen ein. Als ich am Sonntag, dem 01. Dezember 2019 die Jahreshauptversammlung des 1. FC Kaiserslautern verließ, war meine Gefühlswelt gespalten. Eigentlich hätte ich vollauf zufrieden und glücklich sein können. Die Menschen, denen ich bei den Nachwahlen zum Aufsichtsrat meine Stimme gegeben hatte, hatten es eins zu eins in die Gremien geschafft. Das Team rund um Markus Merk würde in Zukunft in Aufsichtsrat und Beirat die Geschicke des Vereins überwachen. Und dennoch beschrieb ich in meinem Kommentar schon damals ein bedrückendes Gefühl. Ein Gefühl, dass zu oft schon Heilsbringer und Versöhner kurze Zeit später genauso vom Berg gejagt worden sind, wie ihre verschmähten und in Ungnade gefallenen Vorgänger.


    Dass es aber so schnell geht, damit konnte niemand rechnen. Eines vorneweg: In diesem Kommentar geht es nicht darum, für eine „Seite“ Partei zu ergreifen. Allein das solche Begrifflichkeiten rund um den Betzenberg wieder nötig geworden sind, ist eine Bankrotterklärung. Es geht um eine nüchterne Einordnung einer Thematik, die leider fast nur noch emotional und undifferenziert behandelt wird. Das fängt schon damit an, dass unterschlagen wird, dass vergangenen Mittwoch ein FCK-unabhängiges Gremium getagt und einstimmig über einen für den Verein enorm wichtigen Sachverhalt abgestimmt hat. Kein Beirat, und auch kein Aufsichtsrat.


    Weder hat der vorläufige Gläubigerausschuss etwas mit jahrelang entstandenem und im Verborgenen lodernden Betze-Geklüngel zu tun, noch der vom Gericht bestellte Sachwalter Andreas Kleinschmidt. Bei so manchen Behauptungen in den letzten Tagen und Wochen – etwa sei Kleinschmidt der Handlanger gewisser Leute in Bexbach, oder Gläubiger wie Quattrex hetzten dem FCK jetzt – quasi als Rache – Heidenheim auf den Hals, um ihm gleich drei Leistungsträger abzuwerben (Anm. d. Red.: Heidenheim hat Interesse an Kühlwetter, Pick und Sickinger bekundet), kam ich mir manchmal eher vor wie auf einer sogenannten Hygienedemo, als in einem FCK-Forum. Und auch die Behauptung, die regionalen Investoren warteten nur darauf, Flavio Becca als Ankerinvestor zu präsentieren, könnte nicht mehr an den Haaren herbeigezogen sein. Nachdem dies schon Rainer Keßler gegenüber Treffpunkt Betze dementierte, verwies auch Markus Merk diese Behauptung ins Reich der Märchen.

    Das Kernproblem heißt "Vertrauen": Doch wem tut man unrecht?

    Zuweilen ist es auch erstaunlich bis erschreckend, wie wenig Vertrauen Fans und Mitglieder offensichtlich nur noch in offizielle Gremien besitzen. Da können Markus Merk oder Rainer Keßler, die noch vor einem halben Jahr als Versöhner und „Retter“ gewählt und gefeiert worden sind, eigentlich sagen was sie wollen. Geglaubt wird es ihnen nicht mehr. Im Gegenteil: Gar Lügen und Machtgelüste werden ihnen unterstellt. Sicher, das kommt nicht von ungefähr. FCK-Fans und Mitglieder wurden in den letzten 20 Jahren immer wieder belogen und betrogen. Doch kann das „Team Merk“ hierfür etwas?


    Wenn es in einer offiziellen Pressemitteilung heißt, dass „letztendlich ausschließlich die Gruppe der regionalen Investoren die Vorgaben zu Bonitätsprüfung, zu Geldwäsche, zu Compliance sowie zu den Regularien und Statuten des DFB und der Satzung des FCK erfüllen konnte“ und auch Markus Merk noch einmal betont, man habe versucht das Angebot von Horst Peter Petersen mit dem der regionalen Investorengruppe zu kombinieren, es sei aber schlicht nicht möglich gewesen, dann kann das ein Beiratsvorsitzender eigentlich nicht klarer ausdrücken. Auch wenn es mancher FCK-Fan oder Aufsichtsrat gerne hätte: In einem professionell geführten Unternehmen oder Fußballverein gehören Details aus Verhandlungen nicht an die Öffentlichkeit. Und schon gar nicht in einem laufenden Insolvenzverfahren. Aber was ist in Kaiserslautern schon noch professionell.


    Obendrein kann niemand nachvollziehbar erklären, welches Motiv FCK-Gremien sowie Gläubigerausschuss haben sollten, ein wirklich nachhaltig besseres Angebot für den Verein abzulehnen. Selbst Jörg E. Wilhelm, größter Merk-Kritiker und Dubai-Verfechter, antwortet darauf angesprochen, er könne nur spekulieren. Spekulationen, die den Fritz Walter Klub keinen Zentimeter voranbringen, die Basis aber (wieder einmal) zutiefst spalten.

    Becca als Teufel und Petersen als Retter? Die Widersprüche vom Betzenberg

    Überhaupt sind in diesen Tagen auffallend viele Paradoxe rund um den Betzenberg zu vernehmen. Da kritisieren Mitglieder die Vereinsführung dafür, Angebote nicht gematched zu haben. Schließlich könne man doch 75% der Anteile der insolventen KGaA an den Ankerinvestor Horst Peter Petersen vergeben, und zusätzlich 25% an regionale Investoren. Zweifelsfrei: Das ist ein Ansatz. Und vielleicht ist es sogar der nachhaltigere und bessere. Aber wenn dieselben Leute dann von der Notwendigkeit einer Fan-Säule sprechen, oder dazu ermahnen, das geschaffene 4-Säulen-Modell zu beherzigen, dann widerspricht sich das.


    Ein Widerspruch ist auch die Tatsache, dass manche Fans – aber auch gewisse Medienvertreter, die im vergangen Jahr Flavio Becca (zu Recht) noch aufs heftigste kritisierten und dezent zum „abhauen“ aufforderten, jetzt nahezu ohne jede nähere Information einem ihnen völlig unbekannten Herrn Petersen „ihren“ Verein in die Hände geben würden. Einzige Informationsquelle: Die Tweets und „Klartext“-Schreiben von JörgE. Wilhelm.


    Keine Frage: Vielleicht hat Herr Petersen hehre Absichten, vielleicht ist sein Sport-Konzept überzeugend und würde den FCK nach vorne bringen. Aber „vielleicht“ sollte in solch einem sensiblen Prozess keine Entscheidungsgröße sein. Auch deshalb mahne ich an: Denkt nicht schwarz-weiß, bleibt kritisch und hinterfragt. Aber zu allen Seiten.


    Davon abgesehen wirkt es nicht sonderlich seriös, dass zwar auf der einen Seite Jörg E. Wilhelm medial sehr präsent für Petersen wirbt, dieser aber bis zuletzt nicht aus dem Schatten getreten ist. Wenn sich ein potentieller Investor nicht einmal in der entscheidenden Gläubigersitzung persönlich vorstellt – oder wenigstens per Videokonferenz, dann schafft das nicht gerade Vertrauen. Das hat selbst Flavio Becca vergangenes Jahr besser hinbekommen, der sogar die Mannschaft im Trainingslager besuchte.


    Auch das Argument, Petersen wolle seinen Namen medial nicht „verbrennen“ falls die Gremien sich gegen ihn entschieden, greift zu kurz. Denn sein Name ist seit Wochen bekannt, wurde mittlerweile auch indirekt vom Verein bestätigt. Wieso also nicht Aussagen richtig stellen, wenn sie doch – wie der Aufsichtsratsvorsitzende der KGaA Jörg E. Wilhelm im SWR-Interview erklärt hat, teilweise schlicht gelogen sein sollen. Unter anderem bezog Wilhelm sich hierbei darauf, dass Angebot von Petersen habe sehr wohl mit allen verbandsrechtlichen Regularien in Einklang gestanden und sei außerdem sofort annahmefähig gewesen. So aber bleiben verunsicherte Fans und Mitglieder zurück, der Vorwurf der Täuschung steht im Raum und den Schaden hat nur einer: Der FCK.

    Mitglieder ausgrenzen geht gar nicht! - Der FCK gibt ein beschämendes Bild ab

    Doch wie gesagt: Es ist wichtig, die Sache reflektiert zu betrachten. Und so macht in der Causa Insolvenzverfahren eigentlich niemand eine glückliche Figur.


    Gremienmitglieder von Sitzungen auszuschließen, oder sie nicht zu informieren, gehört sich nicht nur nicht, es ist vereinsschädigend. Ebenso wenig wie man einen Aufsichtsratsvorsitzenden zum Rücktritt auffordert. Gerade das „Team Merk“, das in Person von Rainer Keßler bereits am eigenen Leib Druck und Rücktrittsforderungen erlebt hat, stand eigentlich dafür, nie wieder mit solchen Mitteln arbeiten zu wollen. „Es darf auf keinen Fall wieder passieren, dass sich in der öffentlichen Wahrnehmung wie vergangenes Jahr verschiedene Parteien bilden, die sich feindlich gegenüber stehen“, sagte Rainer Keßler noch vor drei Wochen im Interview mit Treffpunkt Betze. Genau das aber ist passiert. Schlimmer denn je.


    Und auch die Pressemitteilung nach Wilhelms Äußerungen im SWR mag aus Vereinssicht zwar verständlich sein, ist in der Außenwirkung aber ein Desaster. Per Unterlassungserklärung Maulkörbe zu verteilen und einem Aufsichtsratsvorsitzenden gar mit Vereinsausschluss zu drohen (was aktuell laut Satzung so gar nicht möglich ist), verstärkt bei Fans nur das Gefühl: Ihr habt doch etwas zu verbergen. Kommunikation wäre auch hier das Zauberwort.


    Überhaupt drängten sich nach der Pressekonferenz des Vereins vergangenen Mittwoch einige Fragen auf: Wieso äußert sich der Klub überhaupt zu diesem Zeitpunkt? Der vermeintlichen Entscheidung zu Gunsten der regionalen Investoren liegt „nur“ ein sogenannter „Letter of Intent“ – zu Deutsch eine Absichtserklärung, zu Grunde. Ein ausgehandeltes Vertragswerk steht noch aus. Die gleiche Situation spielte sich bereits ein Jahr zuvor ab, als sich die damaligen Geschäftsführer Michael Klatt und Martin Bader für Flavio Becca und gegen eine regionale Offerte entschieden. Das Ende ist bekannt: Becca investierte nicht. Und so konnten auch am Mittwoch weder Zahlen präsentiert werden, noch stellten sich regionale Investoren der Öffentlichkeit vor. Doch genau das wird in Zukunft nötig sein. Denn Vertrauen und Transparenz müssen am Betzenberg mindestens genauso dringend geschaffen werden, wie der Klub sportlichen Erfolg benötigt. Es bedingt einander sogar.

    Die "Regionalen" müssen jetzt Vertrauen schaffen

    Denn viele Fans trauen dem „regionalen Braten“ nicht. Zum einen weil die kolportierte Summe von circa 8 Millionen Euro dem Verein nur kurzfristig hilft, vor allem aber weil für sie Personen wie Dieter Buchholz ein rotes Tuch sind. Buchholz, von 2007-2008 selbst glückloser Aufsichtsratsvorsitzender des FCK, hat den Roten Teufeln in den letzten 20 Jahren zwar immer wieder finanziell unter die Arme gegriffen, hinter den Kulissen aber auch immer wieder seinen Einfluss geltend gemacht. Jedoch nie offen, immer verdeckt. Nicht zuletzt galt die alte FCK-Führung rund um Patrick Banf als seine. „FCK-Geklüngel“ gilt in Kaiserslautern auch als Synonym für seinen Namen. Schwer vorzustellen, wie sich das mit dem Wunsch nach Ruhe und Kontinuität verbinden lassen soll.


    Doch der 1. FC Kaiserslautern kann sich eben auch nur noch bedingt aussuchen, von wem er sich helfen lässt. Die 2018 gegründete KGaA ist insolvent. Rekordverdächtig nach nur zwei Jahren. Der Ausgliederungsprozess verlief bislang desaströs, von Bundesliga und Champions League wurde schwadroniert, in der Realität konnte das 4-Säulenmodell bisher so gut wie gar nicht gefüllt werden.


    Und so kommt es, bei aller berechtigten Kritik in der aktuellen Bewertung viel zu kurz, dass der FCK einem Schuldenschnitt und somit zumindest der Chance, einen wirtschaftlichen Neuanfang zu starten, ein großes Stück näher gekommen ist. Keine Frage, zu „verdanken“ ist dies auch den gelockerten Corona-Regularien, aber am Ende zählt das Ergebnis.


    Das Ziel jedoch, mit dem das „Team Merk“ im Dezember 2019 eigentlich angetreten ist, nämlich den FCK nach den desaströsen „BBK-Jahren“ zu versöhnen, zu einen und wieder als Familie erstrahlen zu lassen, ist Stand heute krachend gescheitert. Wieder wird über Anwälte miteinander kommuniziert, gedroht und mit Vorwürfen um sich geschmissen.


    Wie soll auf einem Boden, der so mit Zwietracht, Eitelkeit und Machtspielerei vergiftet ist, je sportlicher Erfolg wachsen? Bekommt der Verein das nicht endgültig in den Griff, kann er den Schädling namens Seilschaften und Klüngelei nicht endlich restlos bekämpfen, wird die noch so zarteste sportliche Pflanze, die Spieler, Trainer und Funktionäre zu pflanzen versuchen, eingehen und verwelken, bevor sie nur einen Tag geblüht hat. Die Hoffnung stirbt in Kaiserslautern ja bekanntlich zuletzt. Doch irgendwann stirbt eben auch sie.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Kommentar: Gerrit

    Diskussionsthema zum Artikel: "Ein Vereinsausschluss ist nur durch ein Mitgliedervotum möglich"


    "Ein Vereinsausschluss ist nur durch ein Mitgliedervotum möglich"

    Der ehemalige Aufsichtsratskandidat und Mitinitiator von "FCK jetzt!", Johannes B. Remy, sieht einen Vereinsausschluss von Jörg E. Wilhelm kritisch. Ein Gastkommentar.


    Johannes B. Remy ist engagiertes Mitglied und gilt als gut vernetzt im FCK und im Profifußball. Als ehemaliger AR Kandidat und Mitinitiator von „FCK jetzt!“ ist er mit vielen Fragen zu den aktuellen Themen rund um die Investorensuche des FCK gut vertraut. Nach den Turbulenzen um die Pressekonferenz, haben wir ihn gebeten, die jüngste Pressemitteilung des FCK einzuordnen und die Fragen zu klären, die nicht nur wir uns stellen. Wir wollen damit einen Beitrag leisten, um unsererseits Klarheit in einen Vorgang zu bringen, der für viele Fans und Mitglieder immer schwerer zu durchschauen ist. Er hat für uns den folgenden Beitrag verfasst.


    Grundsatzfragen


    Ein Gastbeitrag von Johannes B. Remy


    Dieser Tage überschlagen sich die Ereignisse am Betzenberg mal wieder. Und bevor ich in der Sache Stellung beziehe, möchte ich vorab darauf hinweisen, dass ich weder für die eine oder die andere Offerte hier Partei ergreifen möchte.


    Wozu ich aber Stellung beziehen werde, ist der Inhalt der gestrigen Pressemitteilung, die nicht nur mich irritiert hat. Dass es merkwürdig ist, wenn ein Geschäftsführer sich öffentlich über ein AR Mitglied äußert, muss ich wohl nicht extra betonen. Höchst ungewöhnlich für ein Mitglied der Geschäftsführung ist aber der Glaube, den „Willen des Gesetzgebers“ zu kennen, statt sich auf das Gesetz selbst zu beziehen.


    Für meinen Teil möchte ich mich jedoch auf das Statement von Dr. Markus Merkkonzentrieren, der sich als Sprecher des Aufsichtsrates des e.V. und Sprecher des Beirates zum Thema äußert. Vorab, weder die Satzung des e.V., noch der Gesellschaftervertrag der Management GmbH, noch die Satzung der KGaA kennen meines Wissens nach, das Amt eines „Sprechers“. Für die Satzung des e.V. kann ich das mit Sicherheit sagen. Gewählter Vorsitzender des Aufsichtsrates des e.V. nach Art. 15 (1) Satz 1 ist Rainer Keßler, der in dieser Pressemitteilung leider, wie so häufig zuletzt, gar nicht vorkommt.


    Aufklärungsbedarf herrscht jedoch, nachdem wie ich die Diskussion verfolgt habe, an ganz anderer Stelle, denn der FCK teilt folgendes mit:


    In einer Sitzung des Aufsichtsrats des FCK e.V. kann in der kommenden Woche bereits darüber beraten und beschlossen werden, Prof. Wilhelm aus seinen Ämtern bei der Management GmbH sowie der KGaA mit sofortiger Wirkung abzuberufen. Eine entsprechende Tagesordnung kann den Mitgliedern des Gremiums noch vor dem Wochenende zugestellt werden.


    Darüber hinaus kann Prof. Wilhelm als Vereinsmitglied gemäß Artikel 7 der Vereinssatzung („Erlöschen der Mitgliedschaft“) aus dem Verein ausgeschlossen werden, da er seit Amtsantritt kontinuierlich insbesondere über die Plattform Twitter erheblich gegen die Interessen des Vereins verstoßen hat.

    Eine Abberufung ist legitim, ein Vereinsausschluss dagegen problematisch

    Der erste Teil ist dabei völlig legitim. Der FCK entsendet seine Aufsichtsräte in den Beirat der Management GmbH. Und auch im AR der KGaA kann mit einer 75% Mehrheit jedes AR Mitglied der KGaA vorzeitig abberufen werden. Nicht nur deswegen spricht man bei 25+1 Aktie für die „neuen Regionalen“ (Theiss/Nardi/Buchholz/Kemmler/Dienes) von einer (mächtigen) Sperrminorität. Gegen deren Widerstand wäre dann, mit einem solchen Anteil, weder eine Abberufung aus dem AR der KGaA möglich, noch eine Kapitalerhöhung.


    Und damit kommen wir zum zweiten Absatz. Das ist, eine eher schwierige Aussage. Denn wie jeder wissen sollte, der im letzten Jahr an der Auseinandersetzung um den Einstieg von Flavio Becca beteiligt war oder sich wenigstens für die jüngere Vereinsgeschichte interessiert, kann Prof. Wilhelm nach Artikel 7 unserer Satzung nicht aus dem Verein ausgeschlossen werden, weil hier der Mandatsschutz greift. Denn in unserer Satzung heißt es in Artikel 7, Absatz (3) Satz 2:


    Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand.


    Das würde jedoch in diesem Fall bedeuten, dass der Vorstand des e.V. jeden missliebigen Aufsichtsrat, der zum Beispiel immer wieder Interessenkonflikte bei Geschäften von Vorstandsmitgliedern anmahnt, einfach durch den Vorwurf der Vereinsschädigung ausschließen und damit aus seinem von den Mitgliedern durch Wahl bestimmtem Amt entfernen könnte.


    Dies ist selbstverständlich nicht möglich, weil damit nicht nur das Verhältnis der Organe untereinander ungewollt beschädigt würde sondern auch das Votum der Mitgliederversammlung, die das höchste Gremium des Vereins darstellt, in Frage stünde. Das jedenfalls ist die Kernaussage eines Rechtsgutachtens aus 2019, dass der FCK selbst, anlässlich des Ausschlussverfahrens gegen Patrick Banf in Auftrag gegeben hat. Ein Ausschluss ist derzeit, in einem solchen Fall, laut diesem Gutachten, nur nach Votum der MV möglich.


    Weil ich diese Schwäche der Satzung (logischerweise) kannte, habe ich in der letzten JHV einen Antrag gestellt, die Satzung zu ergänzen und somit zumindest teilweise zu heilen. Idee dabei war, über das Hilfskonstrukt des Ehrenrates auch Organmitglieder in erster Instanz ausschließen zu können. Das wäre freilich nur Flickwerk bis zum Inkrafttreten der Neufassung der Satzung gewesen. Wegen des hohen Zeitaufwandes in der Versammlung, bin ich jedoch der Bitte der Versammlungsleitung nachgekommen und habe den Änderungsantrag zurückgezogen. Die versprochene Neufassung der Satzung wird es übrigens - zumindest in 2020 vermutlich nicht geben, wofür ich bei der aktuellen Lage durchaus Verständnis habe.


    Abschließend noch ein letzter Aspekt. Man muss bei der Beurteilung der Rolle Prof. Dr. Wilhelms zwischen zwei Mandaten deutlich unterscheiden. Als AR Mitglied des e.V. hat er sich aus der operativen Ebene herauszuhalten. Als AR Vorsitzender in der KGaA hat er hingegen eine Mitwirkungspflicht. Das ist ein wichtiger Unterschied.


    Ich hoffe ich konnte damit ein wenig zur Klärung beitragen, räume aber offen ein, dass mir selbst das Verständnis für solche Pressemitteilungen wie der hier angesprochenen, ein wenig fehlt.


    Autor: Johannes B. Remy

    Diskussionsthema zum Artikel: "Nur das Angebot der regionalen Investoren war annehmbar"


    "Nur das Angebot der regionalen Investoren war annehmbar"

    Geschäfstführer Soeren Oliver Voigt soll mit der regionalen Investorengruppe einen Vertrag abschließen. Das Angebot von Horst Peter Petersen sei dagegen schlicht nicht annehmbar gewesen.


    Diese Entscheidung wurde mit Spannung erwartet. Die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses haben auf ihrer heutigen Sitzung einstimmig Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt damit beauftragt, den Investoren-Vertrag mit der Gruppe der regionalen Investoren abzuschließen. Das Gremium hat sich damit auch gegen das Angebot des in Dubai lebenden Horst Peter Petersen, der als Ankerinvestor einsteigen wollte, entschieden. In einer heute eigens einberufenen Pressekonferenz begründeten der bestellte Sachwalter des Vereins, Andreas Kleinschmidt, Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt, sowie der Beiratsvorsitzende Markus Merk, die Entscheidung.

    Petersen bleibt wichtige Antworten schuldig: "Ausschließlich die Regionalen konnten Anforderungen erfüllen"

    Dabei war es den Vereinsverantwortlichen wichtig zu betonen, dass sowohl die Gremien, als auch neutral hinzugezogene Gutachter das Beste für den Verein, transparent und fair herausgeholt hätten. "Wir haben alle, wirklich alle Optionen geprüft. Wir haben auch versucht, die beiden Angebote zusammenzuführen, zu matchen. Es war schlicht und ergreifend nicht möglich", so der Beiratsvorsitzende Dr. Markus Merk. Merk weiter: "Es gab einen absolut transparenten und unabhängigen Prozess. Wir haben ein unabhängiges, eindeutiges Votum bekommen. Für uns stand immer das Votum der Mitglieder für das 4-Säulen-Modell im Vordergrund. Dafür haben wir heute erstmals ein Fundament gelegt. Das oberste Ziel muss doch sein: Die Werte des FCK erhalten, und den Wert des FCK weiter erhöhen."


    Zu Details - etwa der Summe, die die regionalen Investoren dem Verein zur Verfügung stellen, oder die Anzahl der Anteile, die sie dafür erwerben, wollte sich heute niemand näher äußern. Denn noch sind die Verträge nicht abgeschlossen, Geschäftsführer Voigt soll diese in den nächsten Tagen und Wochen finalisieren und natürlich noch das Maximale für den Verein herausholen.


    Deutlich wurde allerdings, dass Horst Peter Petersen und seine Investorengruppe wichtige sportliche und rechtliche Bedenken - auch bezüglich Verbands und Vereinsrechts - nicht ausräumen konnte. "Unabhängige, sachverständige Prüfer wurden vom vorläufigen Gläubigerausschuss beauftragt, die tatsächlich vorliegenden Dokumente zu analysieren, zu bewerten und zu vergleichen. Letztendlich stellten die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses heute einstimmig fest, dass ausschließlich die Gruppe der regionalen Investoren die Vorgaben zu Bonitätsprüfung, zu Geldwäsche, zu Compliance sowie zu den Regularien und Statuten des DFB und der Satzung des FCK erfüllen konnte", heißt es in der Pressemitteilung des Vereins.


    Und Sachwalter Kleinschmidt ergänzte: "Verbandsrechtliche Bedenken konnten nicht ausgeräumt werden. Und letztlich gab es auch Fragen zum sportlichen Konzept, die nicht beantwortet werden konnten", so Kleinschmidt. "Letztlich entsprach nur das Angebot der regionalen Investorengruppe den hohen Vorgaben, an die wir gebunden sind", erklärte der Sachwalter den Entscheidungsprozess.

    Bis Ende Oktober soll alles stehen: "Der Prozess kann jetzt erfolgreich gestaltet werden"

    Laut Kleinschmidt biete das Investorenangebot die Chance, den Verein langfristig zu entwickeln und finanziell zu stabilisieren. "Es war die einzig annehmbare und schließlich beste Option für den Verein, aber auch für die Gläubiger", so Kleinschmidt. Am Ziel sei der Verein jedoch noch nicht. "Aber wir sind zuversichtlich, dass wir dort hingelangen", so der Sachwalter.


    Die nächsten Schritte für den Verein sehen jetzt vor, dass Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt die finalen Verhandlungen mit der Gruppe um Klaus Dienes führt und schriftliche Verträge fixiert. Danach soll am 1. September das Insolvenzverfahren eröffnet werden. Bis dann muss der verhandelte Insolvenzplan stehen, der auch den Schuldenschnitt beinhaltet. Im Oktober muss dann noch eine sogenannte Gläubigerversammlung, an der auch Kleingläubiger teilnehmen werden, dem Insolvenzplan zustimmen. Dass die Insolvenz dank der heutigen Einigung sogar noch abgewendet werden kann, daran glaubt Dr. Andreas Kleinschmidt aber nicht. "Dann würde auf einen Schlag eine große Summe an Verbindlichkeiten für den Verein fällig. Ich habe aber die Hoffnung, dass der e.V. aus der Insolvenz herausgehalten werden kann."


    Diesem Prozess sehen alle Beteiligten jetzt deutlich optimistischer entgegen, als noch vor ein paar Wochen. "Wir werden jetzt zügig weitere Gespräche mit den regionalen Investoren führen und ein Vertragswerk unterzeichnen. Bis zum 31.10. müssen wir ja die Lizenzfähigkeit für die kommende Spielzeit dokumentieren, was wir jetzt können. Natürlich suchen wir weiter nach einer Lösung für die nächsten Jahre, immer mit Blick auf unser 4-Säulenmodell, das zum FCK passt. Wir werden nicht versuchen, so schnell wie möglich zu einem Ergebnis zu kommen, sondern es so gründlich wie möglich machen. Die Lizenzierung alleine reicht uns natürlich noch lange nicht. Der FCK hat große Ziele", so der Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt.

    Merk räumt mit Becca-Gerücht auf: "Das ist überhaupt kein Thema"

    Beiratsvorsitzender Markus Merk räumte heute außerdem mit einem Gerücht auf, das bei vielen Fans vor ein paar Tagen heftige Magenkrämpfe ausgelöst hatte: Flavio Becca könnte wieder eine Rolle als möglicher Ankerinvestor spielen. "Ich bin dankbar für die Frage. Flavio Becca ist für uns überhaupt kein Thema. Seit Januar oder Februar gibt es mit ihm keinerlei Kommunikation mehr", wurde Merk deutlich.


    Er sei sich aber sicher, dass nach der heutigen Entscheidung, Gespräche mit anderen potentiellen Ankerinvestoren noch besser und aussichtsreicher laufen werden. "Wir wissen zu schätzen, wer uns jetzt in dieser schwierigen Phase unterstützt. Und ich bin sicher, dass das Interesse mit der heutigen Entscheidung nicht geringer, sondern größer werden wird", so Merk.


    Auch zur Bedeutung für die sportliche Situation äußerten sich die Verantwortlichen noch. Ziel sei weiterhin, keine Leistungsträger abzugeben. "Aus betriebswirtschaftlichen Gründen sind wir nicht dazu verpflichtet, Spieler verkaufen zu müssen", so Soeren Oliver Voigt. Stand heute seien Verkäufe auch nicht geplant. Das Interesse anderer Vereine, wie beispielsweise das von Heidenheim sei daher nichts, was derzeit für den FCK relevant sei.


    Die komplette PK zum Nachschauen;

    [Externes Medium: https://www.youtube.com/watch?v=lO7RxRYePII]


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Heute tagt der Gläubigerausschuss und entscheidet über die Investorenwahl. Zwiei Investorenangebote liegen auf dem Tisch. Um 17:30 Uhr informiert der Verein in einer Pressekonferenz.


    Nach übereinstimmenden Medienberichten handelt es sich zum einen um das Angebot der sogenannten regionalen Investorengruppe um Dr. Peter Theis, Giuseppe Nardi und den Kaiserslauterer Unternehmer Klaus Dienes. Das zweite Angebot stammt von dem in Dubai lebenden Deutschen, Horst Peter Petersen. Dabei geht es auch um die Frage, wie viele Anteile der Verein veräußern möchte, wie viel Geld der Klub dafür erhält und wie zukunftsfähig ist das Investment sein wird. "Es muss gewährleistet sein, dass das beste Angebot zum Tragen kommt und von den Gläubigern akzeptiert wird", sagte im Vorfeld der FCK-Sachwalter Andreas Kleinschmidt.


    Der Verein hat inzwischen in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass er um 17:30 Uhr eine Pressekonferenz abhalten wird. Höchstwahrscheinlich wird dabei über das Ergebnis der Sitzung des Gläubigerausschusses informiert werden.


    Treffpunkt Betze wird heute den Tag über live vom Betzenberg berichten und Euch über die aktuellen Geschehnisse auf dem Laufenden halten.


    Quelle: Treffpunkt Betze

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    Diskussionsthema zum Artikel: FCK schließt Vertrag mit regionalen Investoren ab


    FCK schließt Vertrag mit regionalen Investoren ab

    Der Gläubigerausschuss hat entschieden: Die regionalen Investorengruppe um Giuseppe Nardi und Klaus Dienes sollen die neuen Investoren des FCK werden.


    Die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA haben auf Ihrer heutigen Sitzung den eigenverwaltenden Geschäftsführer, Soeren Oliver Voigt, beauftragt, den Investoren-Vertrag mit der Gruppe regionaler Investoren final zu verhandeln und abzuschließen.


    Dieser Vertrag schafft eine unabdingbare Grundlage für den Insolvenzplan, der mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens dem zuständigen Amtsgericht vorgelegt werden muss. Darüber hinaus sehen die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses in dem Angebot der regionalen Investorengruppe die wirtschaftliche beste Basis für eine nachhaltig belastbare Zukunft des Vereins.

    Grundlage für Insolvenzplan schaffen

    Die Vertreter des 1. FC Kaiserslautern e.V., die als Gäste zu der Sitzung des vorläufigen Gläubigerausschusses eingeladen waren, haben der Vorgehensweise zugestimmt.


    Die Zustimmung der Vereinsvertreter war für die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses von entscheidender Bedeutung“, erläutert der vorläufige Sachwalter, Dr. Andreas Kleinschmidt.

    Wirtschaftlich beste Lösung schafft solide Basis für nachhaltig belastbare Zukunft

    Der vorläufige Gläubigerausschuss hat sich in den zurückliegenden Tagen und Wochen intensiv mit den vorliegenden Offerten und Angeboten befasst und den interessierten Parteien ausreichend Zeit gegeben, die eingeforderten notwendigen Unterlagen vorzulegen“, erklärt Soeren Oliver Voigt. „Unabhängige, sachverständige Prüfer wurden vom vorläufigen Gläubigerausschuss beauftragt, die tatsächlich vorliegenden Dokumente zu analysieren, zu bewerten und zu vergleichen. Letztendlich stellten die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses heute einstimmig fest, dass ausschließlich die Gruppe der regionalen Investoren die Vorgaben zu Bonitätsprüfung, zu Geldwäsche, zu Compliance sowie zu den Regularien und Statuten des DFB und der Satzung des FCK erfüllen konnte.

    Vertreter des Vereins stimmen der Vorgehensweise zu

    Die heutige Entscheidung des vorläufigen Gläubigerausschusses als zentralem Gremium im vorläufigen Insolvenzverfahren verschafft uns die für die nächsten Schritte dringend gebotene Transaktionssicherheit“, ergänzt der Generalbevollmächtigte der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA, Dirk Eichelbaum. „Wir haben jetzt die Chance, den Insolvenzplan fristgerecht bei Gericht einzureichen. Mit der Eröffnung des Verfahrens kann das zuständige Amtsgericht dann den Termin für die Gläubigerversammlung festlegen, die über die Annahme des Insolvenzplans zu entscheiden hat.


    Quelle: 1. FC Kaiserslautern

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    Diskussionsthema zum Artikel: "Nur das Angebot der regionalen Investoren war annehmbar"


    "Nur das Angebot der regionalen Investoren war annehmbar"

    Geschäfstführer Soeren Oliver Voigt soll mit der regionalen Investorengruppe einen Vertrag abschließen. Das Angebot von Horst Peter Petersen sei dagegen schlicht nicht annehmbar gewesen.


    Diese Entscheidung wurde mit Spannung erwartet. Die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses haben auf ihrer heutigen Sitzung einstimmig Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt damit beauftragt, den Investoren-Vertrag mit der Gruppe der regionalen Investoren abzuschließen. Das Gremium hat sich damit auch gegen das Angebot des in Dubai lebenden Horst Peter Petersen, der als Ankerinvestor einsteigen wollte, entschieden. In einer heute eigens einberufenen Pressekonferenz begründeten der bestellte Sachwalter des Vereins, Andreas Kleinschmidt, Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt, sowie der Beiratsvorsitzende Markus Merk, die Entscheidung.

    Petersen bleibt wichtige Antworten schuldig: "Ausschließlich die Regionalen konnten Anforderungen erfüllen"

    Dabei war es den Vereinsverantwortlichen wichtig zu betonen, dass sowohl die Gremien, als auch neutral hinzugezogene Gutachter das Beste für den Verein, transparent und fair herausgeholt hätten. "Wir haben alle, wirklich alle Optionen geprüft. Wir haben auch versucht, die beiden Angebote zusammenzuführen, zu matchen. Es war schlicht und ergreifend nicht möglich", so der Beiratsvorsitzende Dr. Markus Merk. Merk weiter: "Es gab einen absolut transparenten und unabhängigen Prozess. Wir haben ein unabhängiges, eindeutiges Votum bekommen. Für uns stand immer das Votum der Mitglieder für das 4-Säulen-Modell im Vordergrund. Dafür haben wir heute erstmals ein Fundament gelegt. Das oberste Ziel muss doch sein: Die Werte des FCK erhalten, und den Wert des FCK weiter erhöhen."


    Zu Details - etwa der Summe, die die regionalen Investoren dem Verein zur Verfügung stellen, oder die Anzahl der Anteile, die sie dafür erwerben, wollte sich heute niemand näher äußern. Denn noch sind die Verträge nicht abgeschlossen, Geschäftsführer Voigt soll diese in den nächsten Tagen und Wochen finalisieren und natürlich noch das Maximale für den Verein herausholen.


    Deutlich wurde allerdings, dass Horst Peter Petersen und seine Investorengruppe wichtige sportliche und rechtliche Bedenken - auch bezüglich Verbands und Vereinsrechts - nicht ausräumen konnte. "Unabhängige, sachverständige Prüfer wurden vom vorläufigen Gläubigerausschuss beauftragt, die tatsächlich vorliegenden Dokumente zu analysieren, zu bewerten und zu vergleichen. Letztendlich stellten die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses heute einstimmig fest, dass ausschließlich die Gruppe der regionalen Investoren die Vorgaben zu Bonitätsprüfung, zu Geldwäsche, zu Compliance sowie zu den Regularien und Statuten des DFB und der Satzung des FCK erfüllen konnte", heißt es in der Pressemitteilung des Vereins.


    Und Sachwalter Kleinschmidt ergänzte: "Verbandsrechtliche Bedenken konnten nicht ausgeräumt werden. Und letztlich gab es auch Fragen zum sportlichen Konzept, die nicht beantwortet werden konnten", so Kleinschmidt. "Letztlich entsprach nur das Angebot der regionalen Investorengruppe den hohen Vorgaben, an die wir gebunden sind", erklärte der Sachwalter den Entscheidungsprozess.

    Bis Ende Oktober soll alles stehen: "Der Prozess kann jetzt erfolgreich gestaltet werden"

    Laut Kleinschmidt biete das Investorenangebot die Chance, den Verein langfristig zu entwickeln und finanziell zu stabilisieren. "Es war die einzig annehmbare und schließlich beste Option für den Verein, aber auch für die Gläubiger", so Kleinschmidt. Am Ziel sei der Verein jedoch noch nicht. "Aber wir sind zuversichtlich, dass wir dort hingelangen", so der Sachwalter.


    Die nächsten Schritte für den Verein sehen jetzt vor, dass Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt die finalen Verhandlungen mit der Gruppe um Klaus Dienes führt und schriftliche Verträge fixiert. Danach soll am 1. September das Insolvenzverfahren eröffnet werden. Bis dann muss der verhandelte Insolvenzplan stehen, der auch den Schuldenschnitt beinhaltet. Im Oktober muss dann noch eine sogenannte Gläubigerversammlung, an der auch Kleingläubiger teilnehmen werden, dem Insolvenzplan zustimmen. Dass die Insolvenz dank der heutigen Einigung sogar noch abgewendet werden kann, daran glaubt Dr. Andreas Kleinschmidt aber nicht. "Dann würde auf einen Schlag eine große Summe an Verbindlichkeiten für den Verein fällig. Ich habe aber die Hoffnung, dass der e.V. aus der Insolvenz herausgehalten werden kann."


    Diesem Prozess sehen alle Beteiligten jetzt deutlich optimistischer entgegen, als noch vor ein paar Wochen. "Wir werden jetzt zügig weitere Gespräche mit den regionalen Investoren führen und ein Vertragswerk unterzeichnen. Bis zum 31.10. müssen wir ja die Lizenzfähigkeit für die kommende Spielzeit dokumentieren, was wir jetzt können. Natürlich suchen wir weiter nach einer Lösung für die nächsten Jahre, immer mit Blick auf unser 4-Säulenmodell, das zum FCK passt. Wir werden nicht versuchen, so schnell wie möglich zu einem Ergebnis zu kommen, sondern es so gründlich wie möglich machen. Die Lizenzierung alleine reicht uns natürlich noch lange nicht. Der FCK hat große Ziele", so der Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt.

    Merk räumt mit Becca-Gerücht auf: "Das ist überhaupt kein Thema"

    Beiratsvorsitzender Markus Merk räumte heute außerdem mit einem Gerücht auf, das bei vielen Fans vor ein paar Tagen heftige Magenkrämpfe ausgelöst hatte: Flavio Becca könnte wieder eine Rolle als möglicher Ankerinvestor spielen. "Ich bin dankbar für die Frage. Flavio Becca ist für uns überhaupt kein Thema. Seit Januar oder Februar gibt es mit ihm keinerlei Kommunikation mehr", wurde Merk deutlich.


    Er sei sich aber sicher, dass nach der heutigen Entscheidung, Gespräche mit anderen potentiellen Ankerinvestoren noch besser und aussichtsreicher laufen werden. "Wir wissen zu schätzen, wer uns jetzt in dieser schwierigen Phase unterstützt. Und ich bin sicher, dass das Interesse mit der heutigen Entscheidung nicht geringer, sondern größer werden wird", so Merk.


    Auch zur Bedeutung für die sportliche Situation äußerten sich die Verantwortlichen noch. Ziel sei weiterhin, keine Leistungsträger abzugeben. "Aus betriebswirtschaftlichen Gründen sind wir nicht dazu verpflichtet, Spieler verkaufen zu müssen", so Soeren Oliver Voigt. Stand heute seien Verkäufe auch nicht geplant. Das Interesse anderer Vereine, wie beispielsweise das von Heidenheim sei daher nichts, was derzeit für den FCK relevant sei.


    Die komplette Pressekonferenz:


    https://www.youtube.com/watch?v=lO7RxRYePII


    Quelle: Treffpunkt Betze

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    Diskussionsthema zum Artikel: FCK erwägt Wilhelms Ausschluss aus allen Ämtern


    FCK erwägt Wilhelms Ausschluss aus allen Ämtern

    Der FCK erhebt Vorwürfe gegen sein Aufsichtsratsmitglied Jörg E. Wilhelm, dabe ist die Rede von einem Verstoß gegen die Interessen des Vereins.


    Ein anwaltlicher Vertreter des 1. FC Kaiserslautern e.V. sowie der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA hat Senator h.c. Professor Doktor J.E. Wilhelm schriftlich eine Unterlassungsaufforderung zugestellt. Wilhelm möge es in seinen Funktionen als Aufsichtsratsmitglied des e.V. sowie als vom e.V. entsendetes Mitglied des Aufsichtsrats der KGaA und des Beirats FCK Management GmbH mit sofortiger Wirkung unterlassen, ausdrücklich vertrauliche oder vereinsinterne Informationen zu veröffentlichen oder verfügbar zu machen, Funktionsträger zu diskreditieren oder Entscheidungsfindungen zu diffamieren.

    Senator h.c. Professor Doktor J.E. Wilhelm hat in erheblichem Maße gegen die Interessen des FCK verstoßen

    Wilhelm wird in dem Schreiben „letztmalig zu einer konstruktiven, gemeinsamen und vertrauensvollen Zusammenarbeit“ aufgefordert.

    „Es ist unerträglich und respektlos, das zentrale Gremium in einem vorläufigen Insolvenzverfahren öffentlich herabzuwürdigen und damit die Gläubigerautonomie sowie den ausdrücklichen Willen des Gesetzgebers mit Füßen zu treten“, kommentiert der eigenverwaltende Geschäftsführer der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA, Soeren Oliver Voigt, diesen Schritt.

    Anwaltlich aufgefordert, öffentliche Äußerungen mit sofortiger Wirkung zu unterlassen

    In einer Sitzung des Aufsichtsrats des FCK e.V. kann in der kommenden Woche bereits darüber beraten und beschlossen werden, Prof. Wilhelm aus seinen Ämtern bei der Management GmbH sowie der KGaA mit sofortiger Wirkung abzuberufen. Eine entsprechende Tagesordnung kann den Mitgliedern des Gremiums noch vor dem Wochenende zugestellt werden.

    Sitzung des Aufsichtsrats in der kommenden Woche möglich, um Wilhelm aus allen Ämtern bei der Management GmbH sowie der KGaA abzuberufen

    Darüber hinaus kann Prof. Wilhelm als Vereinsmitglied gemäß Artikel 7 der Vereinssatzung („Erlöschen der Mitgliedschaft“) aus dem Verein ausgeschlossen werden, da er seit Amtsantritt kontinuierlich insbesondere über die Plattform Twitter erheblich gegen die Interessen des Vereins verstoßen hat.

    Vereinsmitglied Wilhelm kann aus dem Verein ausgeschlossen werden

    „Wir wollten und wollen ein vitales Vereinsleben mit diversen Meinungen und neuen Anregungen. Darüber gibt es keine zwei Meinungen“, erklärt der Sprecher des Aufsichtsrats des 1. FC Kaiserslautern e.V. sowie des Beirats der 1. FC Kaiserslautern Management GmbH, Dr. Markus Merk. „Die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses haben in einem von einem ordentlichen Gericht kontrollierten, gläubigeröffentlichen Verfahren alles dafür getan, den Investorenprozess gegenüber den Gläubigern zu dokumentieren. Diese Gläubiger, den vorläufigen Sachwalter, mithin auch das Gericht und nicht zuletzt die ehren- und hauptamtlichen Funktionsträger unseres Traditionsvereins der Lüge zu bezeichnen, hat die Grenzen eines fairen Diskurses bei weitem überschritten“.


    Quelle: 1. FC Kaiserslautern

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    Diskussionsthema zum Artikel: "Ein Vereinsausschluss ist nur durch ein Mitgliedervotum möglich"


    "Ein Vereinsausschluss ist nur durch ein Mitgliedervotum möglich"

    Der ehemalige Aufsichtsratskandidat und Mitinitiator von "FCK jetzt!", Johannes B. Remy, sieht einen Vereinsausschluss von Jörg E. Wilhelm kritisch. Ein Gastkommentar.


    Johannes B. Remy ist engagiertes Mitglied und gilt als gut vernetzt im FCK und im Profifußball. Als ehemaliger AR Kandidat und Mitinitiator von „FCK jetzt!“ ist er mit vielen Fragen zu den aktuellen Themen rund um die Investorensuche des FCK gut vertraut. Nach den Turbulenzen um die Pressekonferenz, haben wir ihn gebeten, die jüngste Pressemitteilung des FCK einzuordnen und die Fragen zu klären, die nicht nur wir uns stellen. Wir wollen damit einen Beitrag leisten, um unsererseits Klarheit in einen Vorgang zu bringen, der für viele Fans und Mitglieder immer schwerer zu durchschauen ist. Er hat für uns den folgenden Beitrag verfasst.


    Grundsatzfragen


    Ein Gastbeitrag von Johannes B. Remy


    Dieser Tage überschlagen sich die Ereignisse am Betzenberg mal wieder. Und bevor ich in der Sache Stellung beziehe, möchte ich vorab darauf hinweisen, dass ich weder für die eine oder die andere Offerte hier Partei ergreifen möchte.


    Wozu ich aber Stellung beziehen werde, ist der Inhalt der gestrigen Pressemitteilung, die nicht nur mich irritiert hat. Dass es merkwürdig ist, wenn ein Geschäftsführer sich öffentlich über ein AR Mitglied äußert, muss ich wohl nicht extra betonen. Höchst ungewöhnlich für ein Mitglied der Geschäftsführung ist aber der Glaube, den „Willen des Gesetzgebers“ zu kennen, statt sich auf das Gesetz selbst zu beziehen.


    Für meinen Teil möchte ich mich jedoch auf das Statement von Dr. Markus Merkkonzentrieren, der sich als Sprecher des Aufsichtsrates des e.V. und Sprecher des Beirates zum Thema äußert. Vorab, weder die Satzung des e.V., noch der Gesellschaftervertrag der Management GmbH, noch die Satzung der KGaA kennen meines Wissens nach, das Amt eines „Sprechers“. Für die Satzung des e.V. kann ich das mit Sicherheit sagen. Gewählter Vorsitzender des Aufsichtsrates des e.V. nach Art. 15 (1) Satz 1 ist Rainer Keßler, der in dieser Pressemitteilung leider, wie so häufig zuletzt, gar nicht vorkommt.


    Aufklärungsbedarf herrscht jedoch, nachdem wie ich die Diskussion verfolgt habe, an ganz anderer Stelle, denn der FCK teilt folgendes mit:


    In einer Sitzung des Aufsichtsrats des FCK e.V. kann in der kommenden Woche bereits darüber beraten und beschlossen werden, Prof. Wilhelm aus seinen Ämtern bei der Management GmbH sowie der KGaA mit sofortiger Wirkung abzuberufen. Eine entsprechende Tagesordnung kann den Mitgliedern des Gremiums noch vor dem Wochenende zugestellt werden.


    Darüber hinaus kann Prof. Wilhelm als Vereinsmitglied gemäß Artikel 7 der Vereinssatzung („Erlöschen der Mitgliedschaft“) aus dem Verein ausgeschlossen werden, da er seit Amtsantritt kontinuierlich insbesondere über die Plattform Twitter erheblich gegen die Interessen des Vereins verstoßen hat.

    Eine Abberufung ist legitim, ein Vereinsausschluss dagegen problematisch

    Der erste Teil ist dabei völlig legitim. Der FCK entsendet seine Aufsichtsräte in den Beirat der Management GmbH. Und auch im AR der KGaA kann mit einer 75% Mehrheit jedes AR Mitglied der KGaA vorzeitig abberufen werden. Nicht nur deswegen spricht man bei 25+1 Aktie für die „neuen Regionalen“ (Theiss/Nardi/Buchholz/Kemmler/Dienes) von einer (mächtigen) Sperrminorität. Gegen deren Widerstand wäre dann, mit einem solchen Anteil, weder eine Abberufung aus dem AR der KGaA möglich, noch eine Kapitalerhöhung.


    Und damit kommen wir zum zweiten Absatz. Das ist, eine eher schwierige Aussage. Denn wie jeder wissen sollte, der im letzten Jahr an der Auseinandersetzung um den Einstieg von Flavio Becca beteiligt war oder sich wenigstens für die jüngere Vereinsgeschichte interessiert, kann Prof. Wilhelm nach Artikel 7 unserer Satzung nicht aus dem Verein ausgeschlossen werden, weil hier der Mandatsschutz greift. Denn in unserer Satzung heißt es in Artikel 7, Absatz (3) Satz 2:


    Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand.


    Das würde jedoch in diesem Fall bedeuten, dass der Vorstand des e.V. jeden missliebigen Aufsichtsrat, der zum Beispiel immer wieder Interessenkonflikte bei Geschäften von Vorstandsmitgliedern anmahnt, einfach durch den Vorwurf der Vereinsschädigung ausschließen und damit aus seinem von den Mitgliedern durch Wahl bestimmtem Amt entfernen könnte.


    Dies ist selbstverständlich nicht möglich, weil damit nicht nur das Verhältnis der Organe untereinander ungewollt beschädigt würde sondern auch das Votum der Mitgliederversammlung, die das höchste Gremium des Vereins darstellt, in Frage stünde. Das jedenfalls ist die Kernaussage eines Rechtsgutachtens aus 2019, dass der FCK selbst, anlässlich des Ausschlussverfahrens gegen Patrick Banf in Auftrag gegeben hat. Ein Ausschluss ist derzeit, in einem solchen Fall, laut diesem Gutachten, nur nach Votum der MV möglich.


    Weil ich diese Schwäche der Satzung (logischerweise) kannte, habe ich in der letzten JHV einen Antrag gestellt, die Satzung zu ergänzen und somit zumindest teilweise zu heilen. Idee dabei war, über das Hilfskonstrukt des Ehrenrates auch Organmitglieder in erster Instanz ausschließen zu können. Das wäre freilich nur Flickwerk bis zum Inkrafttreten der Neufassung der Satzung gewesen. Wegen des hohen Zeitaufwandes in der Versammlung, bin ich jedoch der Bitte der Versammlungsleitung nachgekommen und habe den Änderungsantrag zurückgezogen. Die versprochene Neufassung der Satzung wird es übrigens - zumindest in 2020 vermutlich nicht geben, wofür ich bei der aktuellen Lage durchaus Verständnis habe.


    Abschließend noch ein letzter Aspekt. Man muss bei der Beurteilung der Rolle Prof. Dr. Wilhelms zwischen zwei Mandaten deutlich unterscheiden. Als AR Mitglied des e.V. hat er sich aus der operativen Ebene herauszuhalten. Als AR Vorsitzender in der KGaA hat er hingegen eine Mitwirkungspflicht. Das ist ein wichtiger Unterschied.


    Ich hoffe ich konnte damit ein wenig zur Klärung beitragen, räume aber offen ein, dass mir selbst das Verständnis für solche Pressemitteilungen wie der hier angesprochenen, ein wenig fehlt.


    Autor: Johannes B. Remy

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    Diskussionsthema zum Artikel: Kommentar: Eine Bankrotterklärung für den gesamten Verein


    Kommentar: Eine Bankrotterklärung für den gesamten Verein

    Der FCK ist einem Schuldenschnitt vermeintlich ein gutes Stück näher gekommen. Doch sorgt das für Ruhe? Im Gegenteil. Das einstige „Team Merk“ ist gespaltener denn je. Unter diesen Bedingungen ist sportlicher Erfolg unmöglich. Ein Kommentar.


    Manchmal im Leben holen einen Vorahnungen ein. Als ich am Sonntag, dem 01. Dezember 2019 die Jahreshauptversammlung des 1. FC Kaiserslautern verließ, war meine Gefühlswelt gespalten. Eigentlich hätte ich vollauf zufrieden und glücklich sein können. Die Menschen, denen ich bei den Nachwahlen zum Aufsichtsrat meine Stimme gegeben hatte, hatten es eins zu eins in die Gremien geschafft. Das Team rund um Markus Merk würde in Zukunft in Aufsichtsrat und Beirat die Geschicke des Vereins überwachen. Und dennoch beschrieb ich in meinem Kommentar schon damals ein bedrückendes Gefühl. Ein Gefühl, dass zu oft schon Heilsbringer und Versöhner kurze Zeit später genauso vom Berg gejagt worden sind, wie ihre verschmähten und in Ungnade gefallenen Vorgänger.


    Dass es aber so schnell geht, damit konnte niemand rechnen. Eines vorneweg: In diesem Kommentar geht es nicht darum, für eine „Seite“ Partei zu ergreifen. Allein das solche Begrifflichkeiten rund um den Betzenberg wieder nötig geworden sind, ist eine Bankrotterklärung. Es geht um eine nüchterne Einordnung einer Thematik, die leider fast nur noch emotional und undifferenziert behandelt wird. Das fängt schon damit an, dass unterschlagen wird, dass vergangenen Mittwoch ein FCK-unabhängiges Gremium getagt und einstimmig über einen für den Verein enorm wichtigen Sachverhalt abgestimmt hat. Kein Beirat, und auch kein Aufsichtsrat.


    Weder hat der vorläufige Gläubigerausschuss etwas mit jahrelang entstandenem und im Verborgenen lodernden Betze-Geklüngel zu tun, noch der vom Gericht bestellte Sachwalter Andreas Kleinschmidt. Bei so manchen Behauptungen in den letzten Tagen und Wochen – etwa sei Kleinschmidt der Handlanger gewisser Leute in Bexbach, oder Gläubiger wie Quattrex hetzten dem FCK jetzt – quasi als Rache – Heidenheim auf den Hals, um ihm gleich drei Leistungsträger abzuwerben (Anm. d. Red.: Heidenheim hat Interesse an Kühlwetter, Pick und Sickinger bekundet), kam ich mir manchmal eher vor wie auf einer sogenannten Hygienedemo, als in einem FCK-Forum. Und auch die Behauptung, die regionalen Investoren warteten nur darauf, Flavio Becca als Ankerinvestor zu präsentieren, könnte nicht mehr an den Haaren herbeigezogen sein. Nachdem dies schon Rainer Keßler gegenüber Treffpunkt Betze dementierte, verwies auch Markus Merk diese Behauptung ins Reich der Märchen.

    Das Kernproblem heißt "Vertrauen": Doch wem tut man unrecht?

    Zuweilen ist es auch erstaunlich bis erschreckend, wie wenig Vertrauen Fans und Mitglieder offensichtlich nur noch in offizielle Gremien besitzen. Da können Markus Merk oder Rainer Keßler, die noch vor einem halben Jahr als Versöhner und „Retter“ gewählt und gefeiert worden sind, eigentlich sagen was sie wollen. Geglaubt wird es ihnen nicht mehr. Im Gegenteil: Gar Lügen und Machtgelüste werden ihnen unterstellt. Sicher, das kommt nicht von ungefähr. FCK-Fans und Mitglieder wurden in den letzten 20 Jahren immer wieder belogen und betrogen. Doch kann das „Team Merk“ hierfür etwas?


    Wenn es in einer offiziellen Pressemitteilung heißt, dass „letztendlich ausschließlich die Gruppe der regionalen Investoren die Vorgaben zu Bonitätsprüfung, zu Geldwäsche, zu Compliance sowie zu den Regularien und Statuten des DFB und der Satzung des FCK erfüllen konnte“ und auch Markus Merk noch einmal betont, man habe versucht das Angebot von Horst Peter Petersen mit dem der regionalen Investorengruppe zu kombinieren, es sei aber schlicht nicht möglich gewesen, dann kann das ein Beiratsvorsitzender eigentlich nicht klarer ausdrücken. Auch wenn es mancher FCK-Fan oder Aufsichtsrat gerne hätte: In einem professionell geführten Unternehmen oder Fußballverein gehören Details aus Verhandlungen nicht an die Öffentlichkeit. Und schon gar nicht in einem laufenden Insolvenzverfahren. Aber was ist in Kaiserslautern schon noch professionell.


    Obendrein kann niemand nachvollziehbar erklären, welches Motiv FCK-Gremien sowie Gläubigerausschuss haben sollten, ein wirklich nachhaltig besseres Angebot für den Verein abzulehnen. Selbst Jörg E. Wilhelm, größter Merk-Kritiker und Dubai-Verfechter, antwortet darauf angesprochen, er könne nur spekulieren. Spekulationen, die den Fritz Walter Klub keinen Zentimeter voranbringen, die Basis aber (wieder einmal) zutiefst spalten.

    Becca als Teufel und Petersen als Retter? Die Widersprüche vom Betzenberg

    Überhaupt sind in diesen Tagen auffallend viele Paradoxe rund um den Betzenberg zu vernehmen. Da kritisieren Mitglieder die Vereinsführung dafür, Angebote nicht gematched zu haben. Schließlich könne man doch 75% der Anteile der insolventen KGaA an den Ankerinvestor Horst Peter Petersen vergeben, und zusätzlich 25% an regionale Investoren. Zweifelsfrei: Das ist ein Ansatz. Und vielleicht ist es sogar der nachhaltigere und bessere. Aber wenn dieselben Leute dann von der Notwendigkeit einer Fan-Säule sprechen, oder dazu ermahnen, das geschaffene 4-Säulen-Modell zu beherzigen, dann widerspricht sich das.


    Ein Widerspruch ist auch die Tatsache, dass manche Fans – aber auch gewisse Medienvertreter, die im vergangen Jahr Flavio Becca (zu Recht) noch aufs heftigste kritisierten und dezent zum „abhauen“ aufforderten, jetzt nahezu ohne jede nähere Information einem ihnen völlig unbekannten Herrn Petersen „ihren“ Verein in die Hände geben würden. Einzige Informationsquelle: Die Tweets und „Klartext“-Schreiben von JörgE. Wilhelm.


    Keine Frage: Vielleicht hat Herr Petersen hehre Absichten, vielleicht ist sein Sport-Konzept überzeugend und würde den FCK nach vorne bringen. Aber „vielleicht“ sollte in solch einem sensiblen Prozess keine Entscheidungsgröße sein. Auch deshalb mahne ich an: Denkt nicht schwarz-weiß, bleibt kritisch und hinterfragt. Aber zu allen Seiten.


    Davon abgesehen wirkt es nicht sonderlich seriös, dass zwar auf der einen Seite Jörg E. Wilhelm medial sehr präsent für Petersen wirbt, dieser aber bis zuletzt nicht aus dem Schatten getreten ist. Wenn sich ein potentieller Investor nicht einmal in der entscheidenden Gläubigersitzung persönlich vorstellt – oder wenigstens per Videokonferenz, dann schafft das nicht gerade Vertrauen. Das hat selbst Flavio Becca vergangenes Jahr besser hinbekommen, der sogar die Mannschaft im Trainingslager besuchte.


    Auch das Argument, Petersen wolle seinen Namen medial nicht „verbrennen“ falls die Gremien sich gegen ihn entschieden, greift zu kurz. Denn sein Name ist seit Wochen bekannt, wurde mittlerweile auch indirekt vom Verein bestätigt. Wieso also nicht Aussagen richtig stellen, wenn sie doch – wie der Aufsichtsratsvorsitzende der KGaA Jörg E. Wilhelm im SWR-Interview erklärt hat, teilweise schlicht gelogen sein sollen. Unter anderem bezog Wilhelm sich hierbei darauf, dass Angebot von Petersen habe sehr wohl mit allen verbandsrechtlichen Regularien in Einklang gestanden und sei außerdem sofort annahmefähig gewesen. So aber bleiben verunsicherte Fans und Mitglieder zurück, der Vorwurf der Täuschung steht im Raum und den Schaden hat nur einer: Der FCK.

    Mitglieder ausgrenzen geht gar nicht! - Der FCK gibt ein beschämendes Bild ab

    Doch wie gesagt: Es ist wichtig, die Sache reflektiert zu betrachten. Und so macht in der Causa Insolvenzverfahren eigentlich niemand eine glückliche Figur.


    Gremienmitglieder von Sitzungen auszuschließen, oder sie nicht zu informieren, gehört sich nicht nur nicht, es ist vereinsschädigend. Ebenso wenig wie man einen Aufsichtsratsvorsitzenden zum Rücktritt auffordert. Gerade das „Team Merk“, das in Person von Rainer Keßler bereits am eigenen Leib Druck und Rücktrittsforderungen erlebt hat, stand eigentlich dafür, nie wieder mit solchen Mitteln arbeiten zu wollen. „Es darf auf keinen Fall wieder passieren, dass sich in der öffentlichen Wahrnehmung wie vergangenes Jahr verschiedene Parteien bilden, die sich feindlich gegenüber stehen“, sagte Rainer Keßler noch vor drei Wochen im Interview mit Treffpunkt Betze. Genau das aber ist passiert. Schlimmer denn je.


    Und auch die Pressemitteilung nach Wilhelms Äußerungen im SWR mag aus Vereinssicht zwar verständlich sein, ist in der Außenwirkung aber ein Desaster. Per Unterlassungserklärung Maulkörbe zu verteilen und einem Aufsichtsratsvorsitzenden gar mit Vereinsausschluss zu drohen (was aktuell laut Satzung so gar nicht möglich ist), verstärkt bei Fans nur das Gefühl: Ihr habt doch etwas zu verbergen. Kommunikation wäre auch hier das Zauberwort.


    Überhaupt drängten sich nach der Pressekonferenz des Vereins vergangenen Mittwoch einige Fragen auf: Wieso äußert sich der Klub überhaupt zu diesem Zeitpunkt? Der vermeintlichen Entscheidung zu Gunsten der regionalen Investoren liegt „nur“ ein sogenannter „Letter of Intent“ – zu Deutsch eine Absichtserklärung, zu Grunde. Ein ausgehandeltes Vertragswerk steht noch aus. Die gleiche Situation spielte sich bereits ein Jahr zuvor ab, als sich die damaligen Geschäftsführer Michael Klatt und Martin Bader für Flavio Becca und gegen eine regionale Offerte entschieden. Das Ende ist bekannt: Becca investierte nicht. Und so konnten auch am Mittwoch weder Zahlen präsentiert werden, noch stellten sich regionale Investoren der Öffentlichkeit vor. Doch genau das wird in Zukunft nötig sein. Denn Vertrauen und Transparenz müssen am Betzenberg mindestens genauso dringend geschaffen werden, wie der Klub sportlichen Erfolg benötigt. Es bedingt einander sogar.

    Die "Regionalen" müssen jetzt Vertrauen schaffen

    Denn viele Fans trauen dem „regionalen Braten“ nicht. Zum einen weil die kolportierte Summe von circa 8 Millionen Euro dem Verein nur kurzfristig hilft, vor allem aber weil für sie Personen wie Dieter Buchholz ein rotes Tuch sind. Buchholz, von 2007-2008 selbst glückloser Aufsichtsratsvorsitzender des FCK, hat den Roten Teufeln in den letzten 20 Jahren zwar immer wieder finanziell unter die Arme gegriffen, hinter den Kulissen aber auch immer wieder seinen Einfluss geltend gemacht. Jedoch nie offen, immer verdeckt. Nicht zuletzt galt die alte FCK-Führung rund um Patrick Banf als seine. „FCK-Geklüngel“ gilt in Kaiserslautern auch als Synonym für seinen Namen. Schwer vorzustellen, wie sich das mit dem Wunsch nach Ruhe und Kontinuität verbinden lassen soll.


    Doch der 1. FC Kaiserslautern kann sich eben auch nur noch bedingt aussuchen, von wem er sich helfen lässt. Die 2018 gegründete KGaA ist insolvent. Rekordverdächtig nach nur zwei Jahren. Der Ausgliederungsprozess verlief bislang desaströs, von Bundesliga und Champions League wurde schwadroniert, in der Realität konnte das 4-Säulenmodell bisher so gut wie gar nicht gefüllt werden.


    Und so kommt es, bei aller berechtigten Kritik in der aktuellen Bewertung viel zu kurz, dass der FCK einem Schuldenschnitt und somit zumindest der Chance, einen wirtschaftlichen Neuanfang zu starten, ein großes Stück näher gekommen ist. Keine Frage, zu „verdanken“ ist dies auch den gelockerten Corona-Regularien, aber am Ende zählt das Ergebnis.


    Das Ziel jedoch, mit dem das „Team Merk“ im Dezember 2019 eigentlich angetreten ist, nämlich den FCK nach den desaströsen „BBK-Jahren“ zu versöhnen, zu einen und wieder als Familie erstrahlen zu lassen, ist Stand heute krachend gescheitert. Wieder wird über Anwälte miteinander kommuniziert, gedroht und mit Vorwürfen um sich geschmissen.


    Wie soll auf einem Boden, der so mit Zwietracht, Eitelkeit und Machtspielerei vergiftet ist, je sportlicher Erfolg wachsen? Bekommt der Verein das nicht endgültig in den Griff, kann er den Schädling namens Seilschaften und Klüngelei nicht endlich restlos bekämpfen, wird die noch so zarteste sportliche Pflanze, die Spieler, Trainer und Funktionäre zu pflanzen versuchen, eingehen und verwelken, bevor sie nur einen Tag geblüht hat. Die Hoffnung stirbt in Kaiserslautern ja bekanntlich zuletzt. Doch irgendwann stirbt eben auch sie.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Kommentar: Gerrit

    Diskussionsthema zum Artikel: Entscheidung naht: Gläubigerausschuss stimmt nächste Woche ab


    Entscheidung naht: Gläubigerausschuss stimmt nächste Woche ab

    Wer wird Investor des 1. FC Kaiserslautern? Nach einem langen Entscheidungsprozess trifft der Gläubigerausschuss wohl nächste Woche eine Entscheidung. Auch einen neuen Trikotsponsor könnte es bald geben.


    Wie die Rheinpfalz in ihrer Freitagsausgabe berichtet, trifft sich der zuständige Gläubigerausschuss nächste Woche zu einer finalen Sitzung, um über die beiden Investorenangebote abzustimmen. Vergangenen Montag hatten sich die beiden Investoren-Gruppen in einer mehrstündigen Sitzung dem Gremium vorgestellt.


    Wie allgemein bekannt, liegen dem 1. FC Kaiserslautern zwei Investorenangebote vor: Das eine kommt von Horst-Peter Petersen, einem Deutschen, der in Dubai lebt, und der vor allem vom Aufsichtsratsvorsitzenden Jörg E. Wilhelm ins Spiel gebracht wurde. Nach Informationen der Rheinpfalz will Petersen zwar weniger als die kolportierten 20 Millionen Euro in den Verein investieren, sein Angebot entspricht aber trotzdem dem eines Ankerinvestors und würde dem Verein zumindest für ein paar Jahre die Existenz sichern. Dafür fordert Petersen vor allem sportlichen Einfluss, sowie mit rund 75 Prozent einen Großteil der FCK-Aktien.


    Das zweite Angebot stammt von der regionalen Investorengruppe rund um Dr. Peter Theiss und Giuseppe Nardi. Diese Gruppe, die als bislang einzige auch schon Aktien am Verein gezeichnet hat, verfolgt einen anderen Ansatz: Sie will dem FCK zwischen sechs und acht Millionen Euro zur Verfügung stellen, dafür 25 Prozent der Anteile erhalten, was einem Vereinswert von 33 Millionen Euro entspräche. Eine Lösung, die dem Verein also deutlich weniger Eigenkapital brächte. Dafür aber auch weniger Aktien, die verkauft werden müssten.


    Es ist also eine Entscheidung, die gut bedacht sein muss und bei der vor allem viele verschiedene Parteien zusammen gebracht werden müssen,wie auch FCK-Beirat Rainer Keßler im Interview mit Treffpunkt Betze erklärte. Denn es entscheidet nicht mehr der FCK allein: Da sich die Lautrer im Insolvenzeröffnungsverfahren befinden, müssen vor allem die Gläubiger des mit über 20 Millionen verschuldeten Klubs, zufriedengestellt werden.

    Kehrt Allgäuer Latschenkiefer auf die FCK-Brust zurück?

    Mit der Investorenfrage könnte auch eine weitere Entscheidung verknüpft sein: Wie die Rheinpfalz zu wissen glaubt, hat die regionale Investorengruppe um Nardi (Leiter der Dr. Theiss Naturwaren GmbH, zu der unter anderem Allgäuer Latschenkiefer gehört, Anm. d. Red.) dem FCK bereits Anfang des Jahres das Angebot unterbreitet, für jährlich 800.000 Euro das Trikotsponsoring des Klubs zu übernehmen. Schon zwischen 2010 und 2014 zierte die Marke Allgäuer Latschenkiefer die Brust der Roten Teufel. Ob dieses Angebot auch bestand hat, sollte sich der Gläubigerausschuss für Petersen entscheiden, ist unklar.


    Klar ist hingegen, dass für den FCK (wieder einmal) eine existentiell wichtige Woche bevorsteht. Und die Zeit drängt: Ohne frisches Eigenkapital steht der Verein bei der anstehenden Insolvenz vor dem Aus, und auch auf dem Transfermarkt wäre der Klub nahezu handlungsunfähig. Zuletzt entschieden sich bereits Wunschspieler wie Innenverteidiger Sebastian Mai oder Außenverteidiger Damian Roßbach für die Ligakonkurrenten Dresden und Rostock.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Wilhelm erhebt neue Vorwürfe


    Wilhelm erhebt neue Vorwürfe

    Der FCK kommt einfach nicht zur Ruhe: Aufsichtsratsmitglied Jörg E. Wilhelm hat gegenüber dem Kicker Vorwürfe gegen Gremiumsmitglieder und die regionalen Investoren erhoben.


    Die aktuelle Situation für den FCK ist komplex und weitaus komplizierter als es nackte Zahlen verraten mögen. Der Verein sucht händeringend einen Investor, durch das Insolvenzeröffnungsverfahren entscheidet der Verein aber nicht mehr alleine. Gläubigerausschüsse sowie Sachwalter müssen ebenfalls von der Investorenlösung überzeugt werden. Stand heute liegen dem FCK zwei Investoren-Angebote vor. Ein Angebot eines in Dubai lebenden Deutschen, Horst Peter Petersen, der als Ankerinvestor einsteigen möchte, und ein Angebot einer regionalen Investorengruppe, die mit kolportierten acht Millionen eher kurzfristig helfen möchten.


    Nachdem der stellvertretene Beiratsvorsitzende Rainer Keßler gestern im exklusiven Interview mit Treffpunkt Betze noch versucht hatte die Wogen etwas zu glätten und zu Besonnenheit und Zusammenhalt aufrief, hat sein Kollege Jörg E. Wilhelm bereits mit neuer Kritik reagiert.


    In seiner Donnerstagausgabe nennt der Kicker Details des Angebots der regionalen Investoren um die Homburger Giuseppe Nardi und den Lautrer Klaus Dienes. Das Angebot erstrecke sich über rund acht Millionen Euro, wobei zwei Millionen in die Tilgung alter Verbindlichkeiten fließen sollten. Laut Kicker fordere die Gruppe hierfür 25 Prozent der Vereinsanteile. Jörg Wilhelm wird hierzu im Kicker mit den Worten zitiert "Der durchsichtige Zweck dieses 'Angebotes' ist nach meiner Einschätzung lediglich, mit geringem Einsatz die wirtschaftliche Kontrolle über die KGaA zu erlangen und das Angebot des Investors aus Dubai zu kannibalisieren."

    Wilhelm beklagt Ausschluss von Investorengesprächen

    Zudem wirft Wilhelm der regionalen Investorengruppe vor, zusammen mit seinem Kollegen Martin Weimer von Gesprächen und Verhandlungen auf deren Wunsch hin ausgeschlossen worden zu sein. "Bei den Gesprächen mit den Regionalinvestoren wurde ich bisher auf deren Drängen ferngehalten. All diese Gespräche fanden immer hinter verschlossener Tür ohne meine Teilnahme statt. Auch Martin Weimer war dazu nicht präsent."


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Keßler: „Müssen aufpassen, dass das Eis nicht bricht“


    Keßler: „Müssen aufpassen, dass das Eis nicht bricht“

    Insolvenz, Investorensuche und die öffentliche Wahrnehmung: Im Interview mit Treffpunkt Betze spricht der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Keßler über die aktuelle Situation.


    Nach Jörg Wilhelms Auftritt im SWR schienen Grabenkämpfe, persönliche Eitelkeiten und öffentlich ausgetragene Konflikte den Betzenberg zu erobern. Twittermeldungen, lancierte Investorenstatements, merkwürdige Stellungnahmen - es drohte ein öffentliches Desaster. Wieder einmal. Dabei braucht der Verein in dieser gegenwärtigen Situation mehr denn je Ruhe und Sachlichkeit. Sowohl intern als auch extern. Wir sprachen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und stellvertretenden Beiratsvorsitzenden Rainer Keßler über das laufende Insolvenzverfahren, Investorengespräche, den Status Quo im Gläubigerausschuss und über scheinbar verhärtete Fronten.


    Treffpunkt Betze: Herr Keßler, Hand aufs Herz: Wie viele Investoren, Berater oder potentielle Spieler haben sich bei Ihnen oder anderen Verantwortlichen in den letzten Tagen gemeldet und gesagt: „Sorry, an so einem Chaos haben wir kein Interesse“?


    Rainer Keßler: Ich denke, der Begriff des Chaosklubs wird – insbesondere von gewissen Medien – etwas überstrapaziert. Wir arbeiten seit Dezember ruhig und konzentriert an der Sanierung des Vereins und hatten im Januar und Februar vielversprechende Gespräche auch mit überregionalen potentiellen Investoren, bei denen wir ernsthaftes Interesse für die Marke FCK wecken konnten. Wir waren Ende Februar kurz davor die benötigte Finanzierung für die kommende Saison darstellen zu können. Im Wesentlichen wurden dann diese Gespräche wegen Covid 19 unterbrochen und auf Eis gelegt. Aktuell registrieren wir zunehmendes Interesse. Gesprächspartner signalisieren Respekt für die Ruhe, die der Verein trotz einer Insolvenz in Eigenverwaltung doch ausstrahlt.


    Treffpunkt Betze: Als ein gemeinsames Team ist der fünfköpfige Beirat vergangenen Dezember angetreten. Nur sieben Monate später ist zumindest in der Öffentlichkeit kaum noch etwas davon zu spüren. Die Fronten scheinen verhärtet, Jörg Wilhelm behauptet von Beirats- bzw. Aufsichtsratsmitgliedern zum Rücktritt aufgefordert worden zu sein. Droht die Lage um die wirtschaftliche Existenz des FCK außer Kontrolle zu geraten? Wie viel ist vom „Team Merk“ noch übrig?


    Rainer Keßler: Mir ist es ganz wichtig zu betonen: Es gibt keine unterschiedlichen Parteien innerhalb der Vereinsgremien. Es gibt nur den FCK! Jeder, der hier für diesen Verein mandatiert ist, muss den FCK in den Mittelpunkt rücken. Wir haben uns deshalb vergangene Woche zusammengesetzt und nochmals betont: Lasst uns aus der jüngsten Vereinsgeschichte lernen. Es darf auf keinen Fall wieder passieren, dass sich in der öffentlichen Wahrnehmung wie vergangenes Jahr verschiedene Parteien bilden, die sich feindlich gegenüber stehen. Etwa ein Lager „Pro Regional“ und ein Lager „Pro Ankerinvestor.“ Das wäre fatal und ist an sich schon absurd. Es ist aber vollkommen klar und auch legitim, dass in einem mehrköpfigen Gremium andere Sichtweisen auf Dinge und Sachfragen entstehen. Die Frage ist dann, wie der einzelne Mensch damit umgeht. Der eine ist diplomatischer, der andere eher emotional. Aber die Diskussion muss eben sachorientiert und innerhalb der Gremien bleiben.


    Uns ist es nach wie vor wichtig, als Team weiterzuarbeiten. Und das werden wir. Da gibt es auch keine Unterschiede zwischen einem Team Merk oder einem Team Keßler – es handelt sich immer um die gleichen Personen, die sich der Mitgliederversammlung als Team vorgestellt haben. Die Räte haben gemeinsam mit der Geschäftsführung und dem Vorstand im Sinne des FCK zu handeln.

    Keßler mahnt zur Besonnenheit: "Ein diskreter Umgang ist ratsam"


    Treffpunkt Betze: Das aktuelle Desaster begann – zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung – mit einem Auftritt von Jörg E. Wilhelm bei SWR Sport. Darin gab Wilhelm bekannt, dass ein im Ausland lebender Deutscher dem FCK ein einseitiges, unwiderrufliches Angebot für ein signifikantes Investment gemacht hatte. Was hat dieser Auftritt Ihrer Einschätzung nach in der öffentlichen Wahrnehmung losgelöst? War Wilhelms Auftritt in dieser Form abgesprochen und gewollt?


    Rainer Keßler: Er hat diesen überraschenden Weg vermutlich gewählt, weil er der Auffassung war, dass das Angebot des Investors nicht die angemessene Wertschätzung erfahren hat. Zudem dokumentiert dieses Angebot die Leistung der Geschäftsführung und des Beirats in dieser schwierigen Zeit einen ernsthaften Interessenten für den FCK gefunden zu haben, der zu seinen Bedingungen bereit ist den Verein nachhaltig zu stabilisieren.


    Natürlich kann ich auch unsere Fans verstehen, die sich nach solchen Neuigkeiten sehnen. Aus Fan-Sicht möchte ich am liebsten über jedes Gespräch informiert sein. Das Problem ist nur, dass die derzeitige Lage des FCK sehr vielschichtig und komplex ist, und eben auch viele verschiedene Interessen berücksichtigt werden müssen. Dazu brauchen wir Vertrauen - öffentlich wird so etwas schnell zu emotional.


    Ein diskreter Umgang mit den Bedürfnissen von Gläubigern und Investoren ist ratsam. Die Sachlage ist also zurzeit derart brisant, dass uns das öffentliche Interesse zwar bewusst ist, wir das aber ein Stück weit zum Wohle des FCK ignorieren müssen. Ich will aber den Fans und Mitgliedern ganz klar sagen: Wir wissen worum es geht und wir handeln im Sinne des großen Ganzen. Das Eis, auf dem wir uns befinden ist sehr dünn. Und wir müssen aufpassen, dass dieses Eis nicht bricht. Deswegen ist es eigentlich zu vermeiden, dass Dinge öffentlich ausgetragen werden.


    Treffpunkt Betze: Die öffentliche Auseinandersetzung gipfelte dann vergangenen Freitag mit einem über die sozialen Medien lancierten Statement eines potentiellen Investors. Diese Stellungnahme wurde auch in ihrem Namen, und explizit unter dem Titel „Team Keßler“ veröffentlicht. Trotz der Echtheit des Dokuments sah sich der Verein im Anschluss zu einer Stellungnahme gezwungen und distanzierte sich von den Inhalten. Nur wenig später verfasste Jörg Wilhelm auf Twitter jedoch ein vierseitiges „Klartext“ Dokument, wo er Ihnen teilweise widersprach und Teile der Gremien angriff, gar mit juristischen Schritten drohte. Eine Antwort von Patrick Gregorius – selbst Aufsichtsratsmitglied der Kapitalgesellschaft - ließ nicht lange auf sich warten. Wieso gelingt es dem FCK und seinen handelnden Personen wieder einmal nicht, vor allem öffentlich an einem Strang zu ziehen und professionell aufzutreten?


    Rainer Keßler: Das wäre auch unser Wunsch gewesen, keine Frage. In der Idealform wären wir mit einem Ergebnis vor die Presse getreten. Dieses Ergebnis muss natürlich bei Berücksichtigung der Interessen der Gläubiger und des Investores / der Investoren bestmöglich für den FCK geeignet sein. Dieser gewählte Lösungsweg für den FCK muss dann transparent auf Basis sachlicher Argumente nachvollziehbar sein. Damit erhält man die größtmögliche Zustimmung bei Mitgliedern und Fans. Durch Spekulationen über Inhalte von Angeboten oder Verhandlungen entsteht leider dieses öffentliche Bild der letzten Tage.


    Treffpunkt Betze: Bis zum 31. August kann der Verein den Insolvenzantrag zurückziehen. Dafür bräuchte es seitens der Gläubiger einen deutlichen finanziellen Verzicht (rund 90 % ihrer Verbindlichkeiten). Quattrex und Flavio Becca gelten in der öffentlichen Wahrnehmung als diejenigen, die nicht zwingend an einer für den FCK sinnvollen Lösung interessiert sind. Wo steht der Verein in diesen Gesprächen?


    Rainer Keßler: Das ist natürlich ein hochsensibler Prozess. Wir müssen aktuell viele verschiedene Parteien zusammenbringen und von einer gemeinsamen Lösung überzeugen. Investoren und Gläubiger schließen sich in ihrer Zielsetzung zur Erreichung eines Konsens von Natur aus ja eigentlich schon aus. Der Eine sagt, ich steige nur ein, wenn die Anderen bluten müssen, und der Andere sagt, wenn ich bluten muss, dann will ich aber, dass der Investor mir so viel wie möglich zahlt. Und hier müssen wir ganz vorsichtig vermitteln. In so einem Prozess gibt es viele Risiken, aber auch Missverständnisse, die man bedenken und ausräumen muss.


    Treffpunkt Betze: Die Einigung mit Gläubigern hinsichtlich eines Schuldenschnitts ist Voraussetzung für die Sanierung des FCK. Handeln die Gläubiger lediglich aus wirtschaftlichen Interessen und Motiven? Oder gibt es darüber hinaus ein etwaiges Interesse am Verein?


    Rainer Keßler: Grundsätzlich muss man die unterschiedlichen Interessen der Gläubiger berücksichtigen. Einige wie z.B. die Stadt haben auch zukünftig ein Interesse an einem konstruktiven gemeinsamen Weg. Finanzinvestoren, die über Ihr Fremdkapital investiert sind, möchten natürlich in einem Insolvenzplan bestmöglich bedacht sein. Zu berücksichtigen ist dabei, dass einige Gläubiger auch Forderungen besitzen, die vor der Ausgliederung begründet wurden. Hier gilt es durch intensive Verhandlungen eine Gesamtlösung zu finden.

    Ein hohes Maß an Verständnis für die jeweilige Position ist erforderlich um auf dem Weg der Diplomatie erfolgreich die Gespräche zu finalisieren – und wie immer, es drängt die Zeit. Gerade auch aus diesen geschilderten Gründen ist öffentliche Zurückhaltung jetzt das Gebot der Stunde.

    Eine Frage der Philosophie: Anteile auf Raten oder „Alle auf einen Schlag“?


    Treffpunkt Betze: Der kolportierte Ankerinvestor [Anm. d. R.: Diversen Quellen zufolge handelt es sich dabei um den in Dubai lebenden Deutschen Horst Peter Petersen] fordert 75% der Anteile bei einem Investment von 20 Millionen Euro. Dies entspricht einer erheblichen Minderung des bisher geschätzten Wertes. Darf der FCK sich so unter Wert verkaufen?


    Rainer Keßler: Zu diesem Thema bitte ich Sie um Verständnis, dass ich keine Angebotsinhalte kommentieren kann. Aber grundsätzlich ist das genau die entscheidende Frage. Ist es mir lieber einen hohen Prozentsatz an Anteilen für einen vergleichsweise niedrigen Preis zu verkaufen und habe aber eine stabile Eigenkapitaldecke für die kommenden Jahre, oder gebe ich lieber einen geringeren Anteil für einen rabattierten Einstiegspreis an einen Investor und kann später bei sportlichem Erfolg weitere Anteile zu einem höheren Preis veräußern. Aber es wie immer im Leben eine Frage von Alternativen. Hier gilt es alle Details der Angebote auf Herz und Nieren intern zu prüfen und anhand von Sachargumenten zu entscheiden.


    Treffpunkt Betze: Welche Rolle spielt das Fritz-Walter-Stadion in solchen Verhandlungen?


    Rainer Keßler: In den derzeitigen Verhandlungen ist das Stadion die zweite Priorität. Es geht im Moment zunächst um die Frage, kann der Ankerinvestor mit seinem Angebot überhaupt im Gläubigerausschuss eine Zustimmung finden. Aber langfristig gesehen, hat ein Ankerinvestor sicher das Interesse, dieses Stadionthema zu lösen. Nach meiner Einschätzung muss sich jedoch derzeit niemand Angst um den Erhalt des Fritz Walter Stadions machen.


    Treffpunkt Betze: Einen bedeutsamen Klärungspunkt stellt Petersens Forderung nach sportlichem Einfluss dar. Die Informationslage reicht von „kein Konzept aufzwingen, sondern lediglich beraten“ bis hin zu „alles soll überprüft, analysiert und gegebenenfalls verändert werden“. Welcher von außen geleitete Einfluss im sportlichen Bereich wäre der richtige für den Verein?


    Rainer Keßler: Grundsätzlich muss ein Sport-Kompetenz-Team ja nichts Negatives sein. Wichtig ist dabei, dass man sich in Gesprächen ein Bild über das angebotene Konzept verschafft und gemeinsam prüft, an welchen Stellen dieses Konzept für den FCK eine nachvollziehbare Verbesserung bringen kann. Kein Investor wird gut beraten sein ohne fachkundige Analyse und dem Dialog mit den handelnden Personen ein Konzept dem FCK einfach überzustülpen. Das speziell ein Ankerinvestor in der Regel vor einem Engagement Forderungen oder Bedingungen stellt ist logisch und nachvollziehbar. Dabei ist für manchen ein bestimmter Grad an Einfluss vielleicht noch akzeptabel, wo andere schon sagen, das geht zu weit. Auch das gilt es eben abzuwägen.


    Treffpunkt Betze: Haben Sie dieses Sport-Konzept oder dieses Kompetenzteam schon näher kennenlernen dürfen?


    Rainer Keßler: Der Investor hat ein Konzept, mit dem sich ein Verein aus seiner Erfahrung und Einschätzung sportlich erfolgreich entwickeln kann. Nach seinem Einstieg würde mit der Analyse kurzfristig begonnen werden. Insofern ist es vor einer Entscheidung von elementarer Bedeutung dieses Konzept kennenzulernen. Das Konzept hat bei verschiedenen Vereinen in anderen Ländern angeblich funktioniert. Für uns jedoch entscheidend: Es muss bei einem Verein wie dem FCK in der 3. Liga passen und geeignet sein den Verein sportlich weiterzuentwickeln.


    Treffpunkt Betze: In Konkurrenz dazu soll dem Verein auch ein Angebot der sogenannten regionalen Investoren vorliegen, die schon mehrfach ihr Interesse am FCK bekundet haben. Welchen Einfluss im operativen Geschäft fordern sie? Und unter welchen Bedingungen würden die Regionalen in den FCK investieren?


    Rainer Keßler: Die regionalen Investoren wollen, dass nicht das letzte FCK-Kapitel geschrieben wird. Sie bieten dem FCK quasi eine Starthilfe für eine wirtschaftliche Stabilisierung und das in einer signifikanten Höhe, die aber natürlich nicht mit dem Investment eines Ankerinvestors zu vergleichen ist. Die regionalen Investoren haben weniger Forderungen bezüglich des sportlichen Bereichs, vielmehr wollen sie Transparenz was die Frage des wirtschaftlichen Entwicklungsprozesses angeht. Sie wollen also einfach wissen, ob mit ihrem Geld wirtschaftlich sinnvoll umgegangen wird. Natürlich bekämen auch sie – wie alle anderen Investoren auch, Sitze gemäß unserer Satzung in den entsprechenden Gremien.

    Regionale Investoren treten nicht in Konkurrenz: „Sie wollen die Basis schaffen, um den Ankerinvestor zu ermöglichen“


    Treffpunkt Betze: Im Raum stehen hier 8 Millionen Euro. Langfristig scheint diese Summe nicht angelegt zu sein. Damit würde der Verein kommenden Sommer wahrscheinlich vor der selben Situation stehen wie jetzt auch. Kann das Angebot der Regionalen vor diesem Hintergrund lediglich als Co-Invest funktionieren?


    Rainer Keßler: Wirtschaftliche Details zu den Angeboten werde ich aus verständlichen Gründen wie bereits erläutert nicht kommentieren. Gemäß unserem 4-Säulen-Modell wollen die regionalen Investoren eine Basis schaffen um den zukünftigen Einstieg weiterer Investoren – auch eines Ankerinvestors zu ermöglichen. Deswegen bin ich sehr dankbar, dass es dieses Angebot gibt. Ob allerdings genau die zwei – also Herr Petersen und seine Partner und die regionalen Investoren zueinander passen, das kann ich noch nicht beurteilen.


    Treffpunkt Betze: Sie sprechen das Lautrer Modell an. Unterschiedliche Investoren fordern unterschiedliche Vereinsanteile. Sollte der Investor mit 75% +1 einsteigen, und sollten die regionalen Investoren ebenfalls Anteile erwerben, was bliebe dann noch für die Fansäule IV im 4-Säulen-Modell? Wäre es in dieser Form überhaupt noch umsetzbar?


    Rainer Keßler: Absolut. Ich glaube es ist jedem Investor bewusst, dass die Einbindung regionaler Investoren und der Fanssäule die Akzeptanz für sein Investment steigert. Idealerweise bleibt für jeden ein passendes Stück vom Kuchen übrig – soweit die Hoffnung. Wir werden versuchen den Investoren diesen Benefit zu vermitteln.


    Treffpunkt Betze: Welche Philosophie verfolgt der FCK dabei?


    Rainer Keßler: In unseren Gesprächen und Verhandlungen müssen wir ein Investorenkonzept entwickeln und verhandeln welches dem FCK mittel und langfristig eine sportlich erfolgreichere Zukunft sichert. Mit dem sportlichen Erfolg kann dann auch eine nachhaltige wirtschaftliche Stabilisierung erfolgen.


    Treffpunkt Betze: Die Entscheidung über den Einstieg eines Investors treffen wegen des Insolvenzverfahrens nicht mehr nur die Vereinsgremien, sondern auch der fünfköpfige Gläubigerausschuss und der Sachwalter Andreas Kleinschmidt sind involviert. Petersen sagt dazu: „Der Ball liegt jetzt beim FCK. Take it or leave it“. Werden „die Würfel“ für den FCK noch in diesem Monat fallen?


    Rainer Keßler: Natürlich wollen wir so frühzeitig wie möglich den Ball versenken. Aber ob es so schnell gehen wird, da bin ich skeptisch. Es gibt sehr viele Interessen, die sich eigentlich entgegenstehen und die miteinander in Einklang gebracht werden müssen. Und so etwas braucht Zeit. Aber die nächsten Tage und Wochen werden entscheidend sein. Je ruhiger und unaufgeregter diese ablaufen, desto besser stehen unsere Chancen.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Interview: Gerrit

    Diskussionsthema zum Artikel: Kommentar: Eine Saison zum Vergessen


    Kommentar: Eine Saison zum Vergessen

    Die Drittliga-Saison wurde unter Corona-Bedingungen im Eiltempo zu Ende gespielt. Für den FCK war es in allen Belangen eine enttäuschende Spielzeit, die aber wieder einmal Raum für Hoffnung lässt. Ein Kommentar.


    Kurz nach 16 Uhr, Kaiserslautern, Fritz-Walter-Stadion, Betzenberg. Rund 20 Männer in roten Aufstiegsshirts jubeln, begießen sich mit Wasser und warten bis ihnen die Trophäe für den Drittliga-Meister der Saison 2019/2020 übergeben wird. In der Mitte steht ihr heutiger Gegner Spalier und applaudiert, beweist seinen fairen Sportsgeist. So weit so gut.


    Spieltagsbilder: 1. FC Kaiserslautern - FC Bayern München II (1:0)


    Hätte man diese Zeilen vor der Saison gelesen, die Hoffnung - vielleicht auch eher der Wunsch - wäre groß gewesen, bei den „Feierbiestern“ handele es sich um Rote Teufel, die im zweiten Anlauf endlich die Rückkehr in die 2. Bundesliga geschafft hätten. Hier und heute war aber alles anders. Feiern tat die zweite Mannschaft des FC Bayern München, die nach einer sensationellen Rückrunde von Platz 15 auf Platz 1 geklettert war. Und der FCK stieg nicht auf, er besiegte zwar den neuen Meister aus München an diesem Tag hochverdient mit 1:0, beendete die Spielzeit mit 55 Punkten am Ende aber auf einem enttäuschenden 10. Tabellenplatz.


    Doch am einschneidendsten war etwas anderes: Das Stadion war leer. Die zweite Mannschaft des deutschen Rekordmeisters feierte auf dem Lautrer Betzenberg mit sich selbst. Es war genau der passende Abschluss für eine Saison, die nichts anderes verdient hatte. Nach Wochen der Ungewissheit wegen einer gefährlichen Pandemie, nachdem ein ums andere europäische Land den Spielbetrieb eingestellt hatte, nach einer langen Corona-Zwangspause, in der sich der DFB und die 3. Liga Vereine öffentlich zerfleischt hatten, nach 11 trostlosen Geisterspielen ohne Fans, Zuschauer und Emotionen. Doch der Reihe nach.

    Aufstiegsträume werden früh begraben: Schommers folgt auf Hildmann

    Der 1. FC Kaiserslautern startete wieder einmal mit großer Hoffnung in die Saison 2019/2020. Weil die Vereinsführung bis zur letzten Minute um die Lizenz bangen musste und die Mannschaft unter anderem noch ein „Retter-Spiel“ gegen die Profis des FC Bayern München bestritt, war die Sommerpause fast schon rekordverdächtig kurz. Und weil die Geräusche neben dem Platz wieder einmal einnehmender waren, als das Sportliche auf dem Platz, war eine gewisse Müdigkeit und Erschöpfung rund um den Betzenberg zu spüren, für die die rund sechswöchige Fußballpause eigentlich viel zu kurz war.


    Doch die Fans des FCK wären nicht die Fans des FCK, wenn sie nicht trotzdem eine Grundeuphorie verspürt und versprüht hätten. Dank einer Crowdlending-Aktion über die Onlineplattform Kapilendo, die nun, nicht einmal ein Jahr später zur traurigen Insolvenzmasse gehört, trugen die Fans der Roten Teufel einen erheblichen Teil dazu bei, nicht nur die Lizenz zu erhalten, sondern sorgten auch dafür, dass der Verein junge Talente wie Christian Kühlwetter, Carlo Sickinger oder Florian Pick halten konnte. Hinzu kam, dass Trainer Sascha Hildmann Einfluss auf die Kaderplanung nehmen konnte und die Mannschaft vermeintlich sukzessive verstärkt wurde.


    Der FCK sollte defensiv stabiler werden, aber vor allem konstanter und heimstärker. Mit dieser Hoffnung startete die Hildmann-Elf gegen ebenfalls ambitionierte Unterhachinger in die Saison. Und was die Fans zu sehen bekamen, gefiel zunächst: Der FCK zeigte sich spielerisch verbessert, führte durch ein Tor von Florian Pick früh mit 1:0, der schon im ersten Spiel anklingen ließ, wie wichtig er in dieser Spielzeit werden würde. Jedoch wurde eben auch deutlich, woran es weiter mangelte: Der FCK schaffte es schon im ersten Spiel nicht, eine Heimführung auszubauen oder wenigstens über die Zeit zu retten. Am Ende stand ein 1:1 Unentschieden. Kein Fehlstart, aber die Stimmung im und um den Kader war mäßig bis schlecht. Oft hatte man das Gefühl, es habe auch im Kopf keine richtige Sommerpause stattgefunden. Wo sonst ein Strich unter eine abgelaufene Saison gemacht werden konnte und die Mannschaft bei null begann, schleppten die Akteure gefühlt den Ballast der alten Saison noch mit sich. Das sollte schnell zum Problem werden.

    Von "Festung Betzenberg" zunächst keine Spur: Der FCK bleibt unkonstant

    Der FCK spielte zwar besser, aber das große Problem war geblieben: Er war konstant unkonstant. Im Heimspiel gegen Ingolstadt machte der FCK sein bis dato bestes 3. Liga Spiel, belohnte sich aber erneut nicht mit einem Sieg. Und in Münster kehrte auch die alte Schludrigkeit wieder zurück: Der FCK vergab bei einer Führung von 1:0 einen Elfmeter und kassierte im direkten Gegenzug den 1:1 Ausgleich. Am Ende verloren die Roten Teufel die Partie durch ein Eigentor von Lennart Grill mit 2:3. Der FCK verschenkte auch in dieser Saison Punkte en masse, kassierte zu oft in den letzten Minuten noch einen Ausgleich oder münzte seine Überlegenheit nicht in Siege um. 13 Unentschieden sprechen eine klare Sprache.


    Als der FCK am 8. Spieltag mit 1:6 in Meppen unterging, musste Trainer Sascha Hildmann gehen. Kein Jahr nach der 0:5 Pleite gegen Unterhaching, die Michael Frontzeck ebenfalls den Job kostete. Auch auf dieser Position blieben die Lautrer einfach zu unkonstant. Das war schade, denn Hildmann lebte den Verein wie vielleicht kein Trainer vor ihm. Er war hoch sympathisch, aber am Ende darf das natürlich kein Argument für einen Trainer sein. Die Neuverpflichtungen griffen nicht wie erwünscht, die Stürmer Bjarnason und Röser zeigten sich zunächst als Totalausfall. Insbesondere Bjarnason leidet bis heute unter seiner Verletzungsanfälligkeit und konnte noch nicht im Ansatz überzeugen. In der Abwehr startete Joe Matuwila stark, um anschließend jedoch noch stärker nachzulassen. Er wurde kurz vor Transferschluss direkt wieder zum Regionalligisten Rot-Weiß Essen ausgeliehen. Aber auch spielerisch und taktisch machte der FCK nicht den Sprung nach vorne, den man erwarten musste, um die Saisonziele zu erreichen.


    Hildmanns Nachfolger wurde Boris Schommers, der zuvor Erfahrung als Nachwuchstrainer und Interimscoach des 1. FC Nürnberg gesammelt hatte. Zwar gelang es Schommers die Defensive der Roten Teufel zunächst zu stabilisieren, aber schlechte und inkonstante Ergebnisse blieben. Nach sechs Schommers-Spielen stand der FCK am 14. Spieltag sogar auf dem drittletzten Tabellenplatz, und rund um den Betzenberg wurde schon wieder über eine Ablösung im Winter diskutiert. Mittlerweile war nämlich die FCK-Führung zurückgetreten, oder hatte dies für das Jahresende zumindest angekündigt. Das Chaos hatte Deutschlands höchsten Fußballberg weiter fest im Griff und die Intrigen und Grabenkämpfe anfangs des Jahres dominierten noch immer den Alltag des Fußballklubs. Wie soll eine Mannschaft unter solchen Bedingungen erfolgreichen Fußball spielen?


    So lange das Fundament, auf dem ein Verein steht so vergiftet und bis in die Wurzel mit Zwietracht verseucht ist, kann darauf kein sportlicher Erfolg wachsen. Bestes Beispiel außerhalb der Pfalz ist hierfür der Hamburger Sportverein, der in den letzten zehn Jahren nahezu jede Führungs- oder Spielerposition im Verein neu besetzt hat und trotzdem nicht zur Ruhe kommt, weil alte Seilschaften und Grabenkämpfe im Verborgenen unentwegt weiter toben. Ein Zustand, der auch den FCK leider bis zum heutigen Tag bestimmt, und seine Anhänger in den Wahnsinn treibt.


    Doch es war eben auch nicht alles schlecht in dieser Spielzeit. Inmitten völliger Tristesse und Unzufriedenheit, startete der FCK pünktlich zum Jahresende eine völlig unerwartete Siegesserie von fünf Spielen, so viele wie seit dem Aufstiegsjahr 2010 nicht mehr. Mit dem 1:1 zum Rückrundenstart im Dezember in Unterhaching konnte man ebenfalls leben.


    Auf der Jahreshauptversammlung hielt Trainer Boris Schommers eine Rede an die Mitglieder, die mitriss, und die ihm erstmals in seiner Amtszeit einen Kredit verschaffte. Möglicherweise hätte er sogar ohne diese Rede gewisse Vorgänge in den nächsten Monaten sportlich nicht überlebt. In die FCK-Gremien wurde das sogenannte „Team Merk“ um den Lautrer und ehemaligen Weltschiedsrichter Dr. Markus Merk gewählt, dem es zunächst gelang, den tief gespaltenen Verein scheinbar zu einen und den Deckel auf alte Feindseligkeiten zu machen. Mit Soeren Oliver Voigt wurde ein qualitativ hochwertiger und angesehener Nachfolger für die abgetretenen Martin Bader und Michael Klatt gefunden. Und Dank der Siegesserie zu Jahresende, sprach der ein oder andere Fan sogar schon wieder vom Aufstiegskampf. Verständlich bei nur noch vier Punkten Rückstand. Es zeigt aber eben auch: Es gibt bei Traditionsvereinen wie dem FCK nur Hop oder Top. Das ist Fluch und Segen zugleich.

    Hoffnung in der Rückrunde, Ehrmann-Rauswurf und Insolvenz-Antrag: Das bewegte FCK-Jahr

    Am Ende konnte die Mannschaft diesen Erwartungen nicht gerecht werden. Die Schommers-Elf spielte zeitweise zwar sehr überzeugend, lieferte aber keine Ergebnisse. Gegen die späteren Absteiger Großaspach und Preußen Münster, die mittlerweile Ex-Trainer Sascha Hildmann trainierte, gelangen dem FCK vor heimischer Kulisse nur magere Unentschieden. In Ingolstadt verlor man durch eine Standardsituation unglücklich in der Nachspielzeit, und nahezu alle Partien, die nochmal zum Schnuppern an den Aufstiegsrängen berechtigt hätten, wurden nicht gewonnen. Trauriger Tiefpunkt: Am 27. Spieltag reichte selbst eine 3:1 Führung zu Hause gegen Meppen den Pfälzern nicht zum Sieg, in der Nachspielzeit glichen die Emsländer noch zum 3:3 aus. Gerade einmal drei von 13 Heimspielen hatte der FCK zu diesem Zeitpunkt gewinnen können, ganze acht Partie endeten nur Remis. Das Ziel, den FCK wieder zur Heimmacht zu formen, wie es Sascha Hildmann vor der Saison formuliert hatte, war zu diesem Zeitpunkt krachend verfehlt. Die Stimmung war wieder am Boden.


    Und als ob das nicht schon gereicht hätte, sorgte der Verein nur wenige Tage vor dem Derby bei Waldhof Mannheim auch wieder für Schlagzeilen neben dem Platz: Gerry Ehrmann, Torwartlegende, und über dreißig Jahre beim FCK in verschiedenen Funktionen tätig, wurde wegen „massiven, substanziellen Beleidigungen, Arbeitsverweigerungen und Drohungen“ freigestellt, fristlos gekündigt. Was daraufhin losbrach war ein Sturm der Entrüstung. „Fans“, die Schommers auf der Jahreshauptversammlung noch bejubelt hatten, beschimpften ihn beim ersten öffentlichen Training jetzt weit unter der Gürtellinie. Auch homophobe und andere widerwärtige Ausdrücke fielen. Natürlich war das nicht die Mehrheitsmeinung, aber es war erschreckend wie unreflektiert manch einer ohne jedes Hintergrundwissen in der Causa Ehrmann Position bezog. Nichtsdestotrotz war es natürlich unglaublich schade, dass es mit einer Persönlichkeit, die so viele Verdienste am FCK vollbracht hatte, so weit hatte kommen müssen. Die Entscheidung war trotzdem unvermeidbar.


    Dann kam Corona. Die weltweite Pandemie rückte schon seit Wochen näher und näher und erreichte schließlich auch Fußballdeutschland. Binnen weniger Tage wurden zunächst Geisterspiele beschlossen, bevor die Partie des FCK in Magdeburg komplett abgesagt wurde. Die erste und zweite Liga, die 3. Liga, alle Profi- und Amateurligen in Europa standen plötzlich still. Fußball wurde angesichts der schrecklichen Bilder von gestapelten Särgen, die die Welt aus Italien, Frankreich und den USA erreichten, zur Nebensache. Es wurden Hygienekonzepte entwickelt, Fans und Zuschauer waren aber natürlich inmitten einer Pandemie in Fußballstadien undenkbar. Und so starteten die erste und zweite Liga Mitte Mai wieder mit Geisterspielen, die dritte Liga folgte Ende des Monats, nachdem die Vereine und der zuständige DFB zuvor ein beschämendes öffentliches Bild abgaben, sich nahezu täglich mit offenen Briefen angingen und einander mit rechtlichen Schritten drohten.


    Der FCK stand zu diesem Zeitpunkt nur noch zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz, der Gegner aus Magdeburg noch einen Zähler schlechter. Der FCM hatte vor der Partie aufgrund der Corona Auflagen in Sachsen-Anhalt so gut wie gar nicht trainieren können, und so war die Partie ein Stück weit eine Wundertüte. Die Schommers-Elf machte ein wirklich schlechtes Spiel, gewann am Ende aber mit 1:0 und verschaffte sich so Luft im Abstiegskampf. Überhaupt kehrten die Pfälzer das bisherige Bild nach dem Re-Start etwas um: Der FCK spielte oft nicht wirklich überzeugend, fuhr aber endlich die notwendigen Resultate ein. Nach Corona holte der FCK in elf Spielen sechs Siege, spielte drei Mal Unentschieden und verlor nur noch zwei Partien. Und auch die Heimbilanz polierte die Schommers-Elf auf: Die Roten Teufel gewannen ihre vier letzten Heimspiele allesamt, schossen dabei zehn Tore und blieben komplett ohne Gegentreffer. Das ist in der Corona-Tabelle die Bilanz eines Aufsteigers. Das ist beileibe nicht selbstverständlich, andere Vereine wie Duisburg oder Unterhaching, die vor Corona noch zu Top-Teams zählten, kamen nach der Pause überhaupt nicht mehr zurecht.

    Horrorszenario Insolvenz als Chance? Nicht mit dieser Außendarstellung

    Doch auch wenn es auf dem Platz nun besser lief, neben dem Platz ereignete sich etwas, was lange Zeit als DAS Horrorszenario für jeden Fan des 1. FC Kaiserslautern galt. Am 15. Juni 2020 beantragte der stolze und traditionsreiche 1. FC Kaiserslautern Insolvenz in Eigenverwaltung. Schon vor Corona drückte den Verein der Schuldenberg schwer, Gespräche mit Investoren waren wegen der alten Verbindlichkeiten schon immer schwierig. Doch durch die Corona-Pause und fehlende Zuschauereinnahmen brach der Krug nun endgültig. Durch die Corona-Pandemie beschlossen DFL und DFB allerdings, für beantragte Insolvenzverfahren nicht die obligatorischen neun Punkte abzuziehen, auch die Lizenzenzierungsverfahren für die kommende Saison wurden quasi ausgesetzt. Ist es nicht ein Treppenwitz der Geschichte, dass sich ausgerechnet eine Jahrhundert-Pandemie wie Corona ereignen muss, um dem Verein die Chance zu bieten, durch eine Insolvenz einen Neuanfang zu starten? Doch Moment, wir reden immerhin von Kaiserslautern.


    Und dort gehen Funktionäre mit solchen Chancen allzuoft mindestens genauso fahrlässig um, wie ihre Stürmer mit Torchancen auf dem Feld. Am 21. Juni gibt der Aufsichtsratsvorsitzende der FCK GmbH & Co KGaA, Jörg E. Wilhelm in SWR Sport bekannt, dass es einen Investor gäbe, der bereit wäre in den FCK zu investieren. Der Auftritt löst Begeisterung unter FCK Fans aus, war in den FCK-Gremien aber nicht abgesprochen. In den folgenden Tagen macht Wilhelm, der auf Twitter gerne in Gedichtform interagiert, dubiose Andeutungen, die auf Unstimmigkeiten im Team Merk hindeuten. Am 3. Juli dann der Höhepunkt: Im Internet kursiert ein Dokument, dass Details des Investorenangebots beinhaltet und das Zögern von Geschäftsführung, Gremienmitgliedern und Sachwalter des FCK beklagt. Ein paar Stunden später dementiert der FCK dies auf seine offiziellen Vereinskanälen vehement, Wilhelm wiederum veröffentlicht auf Twitter ein vierseitiges Dokument, worin er mehrmals mit rechtlichen Schritten droht, Vereinsgremien angreift und dem Statement des Vereins widerspricht. Darauf wiederum antwortet – ebenfalls auf Twitter – Patrick Gregorius, als Berater von Flavio Becca Mitglied im Aufsichtsrat der FCK Kapitalgesellschaft, und bezichtigt Wilhelm der Lüge.


    Vom „Team Merk“ ist nicht mehr viel zu spüren, die Außendarstellung wieder einmal ein Desaster. Chaoslautern at its best. Welcher Investor, welchen Spieler lockt so etwas an? Es schreckt ihn ab. Das weiß auch Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt, der die Wogen glätten muss, und aktuell nicht zu beneiden ist.

    Re-Start Bilanz und Talente machen Hoffnung: Das Sportliche muss wieder in den Vordergrund rücken

    Wo steht der 1. FC Kaiserslautern also nach seiner zweiten Saison in der Drittklassigkeit? Wieder einmal gibt der sportliche Saisonschlussspurt Grund zur Hoffnung. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie erfolgreich Fußball spielen kann. Spieler wie Kühlwetter, Sickinger oder Pick haben eigentlich Zweitliga-Format. Sie zu halten wird allerdings eine Mammut-Aufgabe, insbesondere unter dem Gesichtspunkt anhaltender Vereins-Querelen und der Insolvenz. Junge Talente wie Anas Bakhat oder Mohamed Morabet machen außerdem Freude, ihnen gehört die Zukunft. Trainer Boris Schommers, oft kritisiert, beweist zumindest in Ansätzen, dass er eine Mannschaft spielerisch und taktisch weiterentwickeln kann. Auch Schommers kann jetzt im Sommer, wie ein Jahr zuvor Sascha Hildmann, Einfluss auf den neuen Kader nehmen. Mit Alexander Winkler kommt ein vielversprechender Innenverteidiger auf den Betzenberg, Sebastian Mai aus Halle könnte folgen. Damit wäre eine der größten Baustellen der letzten Jahre geschlossen. Spielstarke, schnelle Innenverteidiger, mit Qualitäten in der Spieleröffnung waren in den letzten Jahren rar beim FCK.


    Doch nur wenn die Pfälzer die Brände außerhalb des Platzes löschen, die Insolvenz zu einem guten Ende führen, einen Investor zum Einsteigen bewegen und somit auch die finanzielle Power haben, weitere Schwachstellen im Kader auszumerzen, kann eine erfolgreichere Saison gelingen. Die Vielzahl an verspielten Punkten und die Schwäche bei Standardsituationen sind auch ein Zeichen fehlender Qualität. Ohne Leistungsträger wie Florian Pick, den es wahrscheinlich zum 1. FC Heidenheim ziehen wird, wäre der Klassenerhalt vielleicht sogar in Gefahr geraten. Das ist zu wenig für einen 1. FC Kaiserslautern, der auch vor dieser Saison einer der Top 5 Etats verbuchen konnte. Zudem leidet der FCK unter einer gewissen „Schwiegersohn-Mentalität“, es fehlen Führungsspieler, die auch in schwierigen Saisonphasen einmal vorneweg gehen. Mai oder Winkler könnten solche Spieler sein.


    Und so war es am Ende wieder eine Saison zum Vergessen, die aber wie so oft in der langen und glorreichen Geschichte des 1. FC Kaiserslautern Raum für Hoffnung auf eine erfolgreichere Spielzeit 2020/2021 lässt. Und vielleicht jubeln dann ja die richtigen „Männer in Rot“ auf dem Betze über eine gewonnene Meisterschaft. In ihrem Stadion. Mit ihren Fans. Denn ohne Fans, ist Fußball Nichts!


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Bild: ms-sportfoto.de

    Diskussionsthema zum Artikel: Erfolgreicher Saisonabschluss: FCK schlägt Meister Bayern


    Erfolgreicher Saisonabschluss: FCK schlägt Meister Bayern

    "... da hätten die Bayern die Punkte gleich mit der Post schicken können": Im Saisonfinale besiegt der FCK die kleinen Bayern durch ein Tor von Christian Kühlwetter mit 1:0.


    Saisonfinale auf dem Betzenberg. Bei besten Fußballwetter empfingen die Roten Teufel die kleinen Münchner Bayern. Boris Schommers veränderte seine Startelf auf insgesamt vier Positionen. Für Dominik Schad verteidigte Philipp Hercher auf der rechten Außenbahn, Carlo Sickinger ersetzte im Mittelfeld den gelbgesperrten Hendrick Zuck, Anas Bakhat kehrte für Hikmet Ciftci in die erste Elf zurück, und im Sturm startete Mohamed Morabet für den ebenfalls gesperrten Timmy Thiele.

    Engagiert der Sommerpause entgegen - torlose 1. Halbzeit

    Beide Teams begannen engagiert, suchten früh den Weg in die Offensive und kamen so in den ersten zwanzig Minuten zu kleineren Möglichkeiten. In der 36. Minute hatte Janik Bachmann eine gute Gelegenheit, als Pick ihn schön in Szene setzt und er aus rund 20 Metern abzieht. Der Ball streicht aber knapp am linken Pfosten vorbei. Mit einem 0:0 ging es in die Halbzeitpause.

    Kühlwetter mit der frühen Führung - FCK lässt Chancen liegen

    Und der FCK kam optimal aus der Kabine. Nach einem katastrophalen Fehlpass des Münchners Feldhahn, schaltet Kühlwetter in der 46. Minute am schnellsten, schnappt sich den Ball, umspielt Keeper Hoffmann und erzielt das 1:0 für den FCK.


    Die Bayern übernahmen in der Folge etwas die Kontrolle der Partie und kamen zu Chancen, für den FCK boten sich allerdings Kontermöglichkeiten. So auch in der 63. Minute: Morabet flankt von rechts auf Bakhat, der leitet weiter auf Kühlwetter. Der Stürmer versucht es aus kurzer Distanz artistisch mit einem Fallrückzieher, trifft den Ball aber nicht und Bayern kann schlussendlich klären. Die Führung hätte noch deutlicher ausfallen müssen, Kühlwetter vergab freistehend vor Hoffmann in der 78. Minute eine weitere Großchance.


    Am Ende blieb es aber beim knappen, aber verdienten 1:0 Heimsieg des FCK. Die Lautrer beenden die Saison damit mit 55 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz, einen Zähler hinter dem Erzrivalen Waldhof Mannheim. Der FC Bayern München II feiert trotz der Niederlage die Meisterschaft in der dritten Liga, darf aber aufgrund der Vorgaben als zweite Mannschaft nicht aufsteigen.


    1. FC Kaiserslautern - FC Bayern München II 1:0 (0:0)


    Aufstellung FCK:

    Spahic - Hercher, Kraus, Hainault, Scholz - Bachmann ('82 Jensen), Bakhat ('68 Ciftci), Sickinger - Morabet ('66 Röser), Pick ('66 Starke), Kühlwetter ('82 Bjarnason)


    Aufstellung FCB II:

    Hoffmann - Stanisic ('88 Mai), Feldhahn, Richards, Will ('68 Waidner) - Welzmüller ('68 Musiala), Stiller, Kern - Tillmann ('54 Arp), Jeong, Dajaku


    Tore:

    1:0 Kühlwetter (46. Minute)


    Kartenvergabe:

    Welzmüller, Arp - Kühlwetter

    Diskussionsthema zum Artikel: #FCKFCB: Auf drei Punkte. Für Udo!


    #FCKFCB: Auf drei Punkte. Für Udo!

    Heimspiel gegen die Bayern: Es ist der Schlusspunkt einer kuriosen, denkwürdigen und irgendwie auch historischen Drittliga-Spielzeit.




    "Wir fahren nach Kaiserslautern, um Meister zu werden!". Solch einen Satz hörte man früher - wenn überhaupt - von Größen wie Oliver Kahn, Uli Hoeneß oder Paul Breitner. Wobei Letzterer in den Siebziger Jahren irgendwann am liebsten die Punkte per Post in die Pfalz geschickt hätte, weil die Bayern am laufenden Band gegen den "kleinen" FCK verloren hatten.


    2020 stammt so ein Satz längst nicht mehr von Spielern wie Lewandowski oder Müller, er kommt von Angelo Stiller, Mittelfeldspieler beim FC Bayern II. Die kleinen Bayern können am Betzenberg heute tatsächlich 3. Liga Meister werden, auch wenn sie als Amateurmannschaft nicht zum Aufstieg berechtigt sind. Die Elf von Trainer Sebastian Hoeneß hatte sich heimlich still und leise nach der Corona-Pause von hinten an die Tabellenspitze geschlichen. Was ein passender Abschluss nach einem denkwürdigen Re-Start ohne Zuschauer, mit emotionslosen Geisterspielen und Marathonwochen für die Profis.

    Der FCK landet im Niemansland - Auftrag: Den Gegnern den Saisonabschluss verderben

    Für den 1. FC Kaiserslautern hat dieses letzte Saisonspiel sportlich kaum noch einen Wert. Schon seit einigen Wochen ist für die Pfälzer weder nach oben noch nach unten mehr etwas möglich. Für die Roten Teufel endet damit die zweite Drittliga-Spielzeit der Vereinsgeschichte abermals auf einem enttäuschenden Mittelfeldplatz, ohne jemals wirklich in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen gewesen zu sein. Enttäuschend.


    Allerdings könnten die Roten Teufel dem ungeliebten Rivalen aus München - auch wenn es nur die zweite Mannschaft ist - die Meisterschaft verderben, ihnen quasi die kleinen Lederhöschen ausziehen. Ein Satz, der Anreiz ist, aber auch traurig macht: Der Erfinder dieses Liedes, der langjährige Stadionsprecher des FCK, Udo Scholz, war am Mittwoch an den Folgen eines Herzstillstandes verstorben. Ihm zu Ehren wird der FCK heute mit Trauerflor auflaufen.


    Doch nicht nur den Bayern könnte die Elf von Boris Schommers den Saisonausklang versauen. Bei einem eigenen Sieg und gleichzeitiger Niederlage des SV Waldhof gegen den abstiegsbedrohten FSV Zwickau, könnten die Pfälzer doch noch vor den Rivalen aus Ludwigshafens Nachbarschaft stehen. Für Motivation sollte also gesorgt sein.

    Schaulaufen für die neue Saison - Bayern fehlen wichtige Spieler

    Personell wird Boris Schommers auch in der letzten Partie seine Mannschaft wieder an einigen Stellen umkrempeln. Hendrick Zuck und Timmy Thiele fehlen gelbgesperrt, denkbar ist zudem, dass Nachwuchsspieler wie Jonas Scholz oder Mohamed Morabet erneut ihre Chance in der Startaufstellung bekommen. Ihnen gehört die Zukunft, sie sollen die kommende Saison zu einer besseren werden lassen als es die alte war.


    Aber auch Bayern-Trainer Hoeneß kann im entscheidenden Meisterschaftsspiel längst nicht auf seine Top-Elf zurückgreifen. Einige Akteure weilen bei der ersten Mannschaft, die heute Abend das Pokalendspiel gegen Bayer 04 Leverkusen bestreiten wird. Andere Spieler wie Top-Torjäger Wriedt weilen schon bei neuen Vereinen. Auch der ehemalige Lautrer Oliver Batista Meier wird den kleinen Bayern am Betze nicht zur Verfügung stehen.

    Daten, Fakten, Statistiken

    • Im Hinspiel gewann der FCK gegen Bayern II mit 3:1. Es war das erste Aufeinandertreffen mit den "kleinen" Bayern.
    • Bayern II ist nach dem Re-Start noch ungeschlagen: Aus zehn Partien holte die Hoeneß-Elf sieben Siege und drei Remis.
    • Mit 76 Toren besitzen die Münchner ligaweit die beste Offensive.
    • Nach der Hinrunde standen die Münchner noch auf Rang 15 (!), verloren dann in der Rückrunde nur noch eine Partie.


    Das Spiel im Fritz-Walter-Stadion wird um 14 Uhr angepfiffen und ist ausschließlich bei Magenta Sport live und in voller Länge zu empfangen.


    Quelle: Treffpunkt Betze

    Diskussionsthema zum Artikel: Wilhelm spricht Klartext: "Der Investor will nur den Erfolg des FCK"


    Wilhelm spricht Klartext: "Der Investor will nur den Erfolg des FCK"

    In einem ausführlichen Statement hat der Aufsichtsratsvorsitzende der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co KGaA´, Jörg E. Wilhelm, Stellung bezogen zu dem kursierenden Investorenangebot und angeblichen Streitigkeiten in den FCK-Gremien.


    Dabei nimmt Wilhelm kein Blatt vor den Mund. Er spricht offen, davon, dass im Team Merk "sehr kontovers diskutiert wird und [...] Uneinigkeit [herrscht], hinsichtlich der Frage, wer der geeignete Investor ist". Allerdings gibt Wilhelm auch tiefergehende Auseinandersetzungen im Team Merk zu, so sei er nach seinem Auftritt bei SWR Sport auch schriftlich zum Rücktritt aufgefordert worden, ohne dass hierfür vorher alle Gremien-Mitglieder gehört worden seien.


    Heute Vormittag kursierte in den sozialen Medien ein Schreiben, in dem ein als "Team Kessler" bezeichnete Personengruppe Details des Investorenangebotes eines in Dubai lebenden Deutschen näher erläutert. Wilhelm selbst bestätigt jetzt die Echtheit dieses Papieres, er selbst habe es aber nicht in Umlauf gebracht.Der FCK dementierte heute Mittag in einer Pressemitteilung noch vehement, das Statement sei formell und inhaltlich falsch.


    Die ganze Erklärung von Jörg E. Wilhelm gibt es hier zu lesen:


    https://twitter.com/joewizh/status/1279081497019011073?s=19


    Quelle: Treffpunkt Betze