Südwestderby in Mannheim!

Mehr als ein gewöhnliches Spiel. Das Südwestderby zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern: Es ist die Mutter aller 6-Punkte-Spiele. Sorgenfalten im Hinblick auf die Stadionfrage, die Suche nach einem Ankerinvestor, unerklärte Fragen in Sachen Lizenzvergabe. Als ob der 1. FC Kaiserslautern nicht schon genug Baustellen hätte. Nun wurde auch noch Urgestein und Torwarttrainer Gerry Ehrmann entlassen. Der FCK spricht von Beleidigungen, Drohungen und Arbeitsverweigerung – Gerry Ehrmann dementiert. Wie soll es bei all diesen öffentlich ausgetragenen Schlammschlachten sportlich aufwärts gehen? Kann ein Verein seine Vereinspolitik und finanziellen Herausforderungen überhaupt vom sportlichen Geschehen trennen? Wohl kaum. Und dies zeigt sich bei den Roten Teufeln bereits seit mehreren Jahren. Aktuell wartet der FCK seit nun sechs Spielen auf einen Erfolg. Mit Beginn des neuen Jahres ist die Serie aus dem Vorjahr ad acta gelegt worden: In 5 Spielen kassierten die Pfälzer zwei Niederlagen und holten mit drei Unentschieden drei mickrige Punkte. Der Blick auf die Tabelle zeigt nun zwei Dinge: 1. Der Abstand zum 17. Tabellenplatz ist auf drei Punkte geschrumpft, der FCK steckt also mitten im Abstiegskampf. 2. Das Spiel am Samstag ist kein gewöhnliches Spiel. Ein Derby zwischen Mannheim und Kaiserslautern ist kein gewöhnliches Spiel. Zumal sich der Waldhof derzeit mit Tabellenplatz 3 Richtung Aufstieg spielt. Die Formkurven könnten nicht unterschiedlicher sein. Auf den FCK wartet heute eine verdammt schwere Aufgabe. Daten und Zahlen: Voraussichtliche Aufstellung: Grill – Schad, Kraus, Hainault, Hercher – Sickinger, Ciftci, Zuck – Pick, Kühlwetter, Thiele Quelle: Treffpunkt Betze

Weichel: ADD verwehrt Ausdehnung des Sonderzuschusses

Im zweiten Versuch gescheitert: Die ADD verwehrt eine Ausdehnung des Sonderzuschusses über das Jahr 2020 hinaus. Damit geht die Hängepartie rund um die Pachtreduzierung weiter. Pachtreduzierung, Aktienanteile, Nutzung von Stadionflächen. Die Debatte um die Stadionmiete erhitzt derzeit nicht nur viele Gemüter, für den 1. FC Kaiserslautern ist sie in Sachen Zukunftsplanung und Lizenzvergabe entscheidend. Nur wenige Tage nach der letzten Stadtratssitzung gab die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektor (ADD) nach Gesprächen mit Oberbürgermeister Klaus Weichel bekannt, die Stadt Kaiserslautern dürfe die Stadionpacht mindern. Dies allerdings nur bis zum Ende des Haushaltsjahres 2020, damit also nur bis zur Winterpause der kommenden Saison. Begründet wurde dies seitens der Behörde damit, dass die möglichen Konsequenzen für den 1. FCK zu einer drohenden weiteren Verschlechterung der Haushaltslage der Stadt Kaiserslautern führen könnten. Für alles weitere, was über das Jahr 2020 hinaus geschieht, sieht die ADD die Stadt selbst in der Pflicht. Weichel scheitert mit einem erneuten Versuch Weichels gestriger zweiter Versuch, das genehmigte Sonderzuschussbudget über das Jahr 2020 auszuweiten, ist in Gesprächen mit der ADD gescheitert. Dieses Budget bietet der Stadt die Option, die finanziellen Ausfälle, die die städtische Stadiongesellschaft durch die Reduzierung der Stadionpacht erleidet, außerhalb der gedeckelten freiwilligen Leistungen auszugleichen. Die ADD verwies in den Gesprächen mit Oberbürgermeister Weichel erneut auf die desolate Haushaltslage der Stadt. Doch die ADD lehnt ein solches gesondertes Budget nicht grundsätzlich ab. Voraussetzung für weitere Genehmigungen ist allerdings die Vorlage eines ausgeglichenen Doppelhaushaltes für die Jahre 2021 und 2022. Weitere Gespräche sind laut Weichel nicht vorgesehen. Stadtrat: Sondersitzung am 02. März Aus dieser Beschlusslage heraus wird eine weitere Stadtratsitzung notwendig. Denn, so Klaus Weichel, geht “die Laufzeit des neuen Pachtvertrags (…) deutlich über das Ende des aktuellen Haushaltsjahres hinaus“. Im Raum steht weiterhin eine Mietminderung von 3.2 Millionen auf 625.000 Euro in Liga drei und 2.4 Millionen in Liga zwei. Weichel fordert den Stadtrat auf, endlich zu einer endgültigen Entscheidung zu kommen. Im Zentrum der Sitzung steht die Entscheidung, die Stadionmiete für die kommenden zwei Spielzeiten zu verringern, notfalls auch ohne den Sonderzuschuss seitens der ADD. Quelle: Treffpunkt Betze