Merk: “Erleichtert, aber noch kein Grund zum Feiern”

Der Stadtrat hat der Reduzierung der Stadionpacht bis 2021 zugestimmt. Die FCK-Verantwortlichen zeigen sich darüber erfreut und erleichtert, mahnen aber auch zur Ruhe und Geduld. Der 1. FC Kaiserslautern muss in den kommenden beiden Spielzeiten je 625.000 Euro Pacht für das Fritz-Walter-Stadion zahlen. Außerdem wird der FCK die Stadt an den Einnahmen aus dem DFB-Pokal ab der zweiten Runde beteiligen. Das entschied der Stadtrat am heutigen Montag und akzeptierte damit auch das Angebot des Vereins. Markus Merk war die Erleichterung nach der rund anderthalbstündigen Stadtratssitzung anzusehen. “Natürlich sind wir erleichtert. Wir haben uns so viel es geht bewegt mit unserem Vorschlag, mehr ging nicht. Wir waren uns auch der Verantwortung für die Bürger der Stadt bewusst. Jetzt haben wir zwei Jahre Planungssicherheit. Das ist der erste Schritt, den wir unbedingt gebraucht haben, um die Investorengespräche zu intensivieren.” Wie weit diese Gespräche sind, das wollte Merk zwar nicht verraten, jedoch sei heute die entscheidende Grundlage für weitere Gespräche gelegt worden. Merk: “Eine von vielen Baustellen wurde heute geschlossen” Dass die Ungewissheit über die Stadionpacht die Investorengespräche massiv behindert hat, das ist schon lange kein Geheimnis mehr. Die Vereinsführung um Markus Merk möchte aber nicht mehr zurück schauen. Vielmehr sieht Merk das Positive an der heutigen Entscheidung: “Der Pessimist sagt, es sind nur noch zwei Monate Zeit, die wir haben. Der Optimist sagt aber, wir haben noch zwei Monate. Heute ist noch kein Grund zum Feiern, aber eine von vielen Baustellen konnte heute geschlossen werden.” Dennoch betonte Merk auch heute wieder, dass langfristig die Stadionfrage bei der Wurzel gepackt werden müsse. “Es ging jetzt darum, dass wir uns etwas Luft verschaffen. Aber langfristig, wenn wir wieder etwas atmen können, dann dürfen wir nicht schlafen. Es muss die Stadionfrage geklärt werden. Und zwar gesamtgesellschaftlich. Wir können uns nicht alle zwei Jahre treffen und über die gleichen Themen diskutieren. Das geht nicht.”, so Merk. Kein Investoren-Einstieg in den nächsten Tagen, aber: Merk will “nicht nur Löcher stopfen” Merk bestätigt auch, dass beim Heimspiel gegen Zwickau eine potentielle Investorengruppe im Stadion war und jetzt weitere Gespräche geführt werden. “Es darf jetzt aber keiner denken, dass wir heute oder morgen mit dem nächsten Knaller rauskommen. Es wird nichts in den nächsten Stunden und Tagen passieren. Das ist Fakt. Aber wir gehen noch optimistischer in die nächsten Wochen, dass wir die Herausforderungen lösen können”, mahnt der Beiratsvorsitzende noch zu etwas Geduld. Deutlich machte Merk abermals, dass die Summe von 11 Millionen Euro, die für die kommende Spielzeit benötigt werden, für den Verein weder überraschend gekommen sei, noch dass durch sie lediglich der Erhalt der Lizenz gesichert werde. Vielmehr soll das Niveau der Mannschaft erhöht werden. “Wir haben alles darin mitgedacht. Ein Investor kommt nicht und sagt: Hier hast du Geld für die Lizenz. Wir sagen nicht: Komm, jetzt lassen wir in Zukunft die Jugendmannschaft auflaufen und spielen ein bisschen 3. Liga. Wir wollen in Kaiserslautern auf einem Niveau Fußball spielen, das höher ist, als das was wir im Moment spielen”, so Merk. Es ginge bei der Planung des Vereins daher nicht darum, nur irgendwie die Lizenz zu erhalten. “Wir wollen mit dem benötigten Geld nicht nur irgendwelche Löcher stopfen. Wir haben eine langfristige Strategie. Wir wollen gemeinsam nach Vorne kommen.” Entsprechend untermauert Merk auch, wie wichtig mittelfristig der Aufstieg in die zweite Liga ist. “Jedes Jahr dritte Liga bedeutet ein Minus in der Größenordnung von mindestens fünf Millionen Euro”, so Merk. “Eine Stadt ohne den FCK wäre für den Bürger die schlechtere Lösung gewesen” Neben der eigentlichen Entscheidung konnte heute auch eine Annährung im angespannten Verhältnis zwischen Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel und den FCK-Verantwortlichen festgestellt werden. So war es Weichel, der letztendlich gegen seine eigene Fraktion stimmte, dem Stadtrat empfahl, dem FCK-Antrag ohne Vorbehalt zuzustimmen und der es auch war, der in Verhandlungen mit der ADD ganz kurzfristig heraushandeln konnte, dass die Aufsichtsbehörde ihren Vorbehalt einer Pachtreduzierung auf das Kalenderjahr 2020 zurücknahm und auf die komplette Spielzeit 2020/2021 ausdehnte. “Alles was vorgefallen ist, war gestern, das ist für mich Vergangenheit. Toll, dass der Oberbürgermeister unseren Vorschlag vor allem über zwei Jahre heute unterstützt hat. Das war für uns absolut wichtig, denn alles andere wäre ein No-Go gewesen. Auch im Sinne der Bürger. Denn eine Stadt ohne den FCK, wäre für den Bürger die schlechtere Lösung gewesen“, so Merk. Quelle: Treffpunkt Betze
Reduzierte Stadionpacht: Stadtrat billigt Mietsenkung

Der Stadtrat hat heute eine finale Entscheidung zur Stadionmiete getroffen: Der FCK erhält für zwei Spielzeiten die gewünschte Pachtreduzierung und hat nun endlich Planungssicherheit. Auf der Tagesordnung stehen drei Punkte. Zunächst soll der Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel auf Antrag von CDU, FWG, und Grünen mögliche Alternativen zum vorliegenden FCK-Antrag und deren Konsequenzen für die Stadt vorstellen und erläutern. Ein zweiter Tagesordnungspunkt sieht die sogenannte Resolution zur Stadionmiete vor, in der CDU, FWG und Grüne den Oberbürgermeister offiziell dazu beauftragen soll, mit dem Land Rheinland-Pfalz über eine Beteiligung und Finanzierung an der Fritz-Walter-Stadion Gesellschaft zu verhandeln. Rechtlich bindend ist das nicht, Ziel soll aber sein, das Land mit ins Boot zu holen und an einer Finanzierung zu beteiligen. Im letzten Tagesordnungspunkt wird dann über den Antrag der Stadiongesellschaft abgestimmt. Dieser sieht vor, die Stadionmiete für zwei Jahre auf 625.000 Euro in der dritten Liga und 2,4 Millionen Euro in der zweiten Liga festzuschreiben. Zudem würde die Stadt an Pokaleinnahmen beteiligt und weitere 100.000 Euro pro Jahr erhalten, wenn der Zuschauerschnitt im Fritz-Walter-Stadion über 21.000 liegen würde. Die Stadtratssitzung ab 15 Uhr live bei Treffpunkt Betze. Stadionmiete reduziert: FCK hat Planungssicherheit Update 16:27: Jetzt wirds ernst. Der Antrag des FCK wird abgestimmt. Bei 31 Ja-Stimmen zu 7 Nein-Stimmen und 11 Enthaltungen ist DIE STADIONMIETE DAMIT FÜR 2 JAHRE GESENKT. DER FCK HAT DAMIT PLANUNGSSICHERHEIT. Update 16:26: Jetzt wird über den Antrag der Linken abgestimmt, Investoren zu beteiligen. Dieser Antrag wird klar abgelehnt. Update 16:23: Es folgt die Abstimmung über Änderungsanträge. Die FDP fordert, die Mietsenkung auf ein Jahr zu beschränken. Mit 31 zu 17 Stimmen wird dies abgelehnt. Voigt äußert sich: „Das Höchste der Gefühle“ Update 16:15: Jetzt äußert sich Soeren Oliver Voigt zu einer Forderung eines Stadtratsmitglieds, Investoren zu 10% an der Stadionmiete zu beteiligen. „Wir müssten in unseren Gesprächen ganz von Vorne anfangen. Das was wir angeboten haben, ist das höchste der Gefühle, was wir leisten können.“ Update 16:11: Aktuell erfolgt die Aussprache zu TOP3. Größtenteils wird der vorliegende Vorschlag gelobt und empfohlen, ihm zuzustimmen. Update 16:00: Jetzt geht es an TOP3: OB Weichel empfiehlt dem Vorschlag der Stadiongesellschaft ohne Vorbehalt zuzustimmen. Update: Stadtrat nimmt Resolution zur Stadionmiete an Update 15:57: Über TOP2 wird jetzt abgestimmt: 32 Mitglieder stimmen zu, 19 lehnen inklusive OB ab. Die Resolution ist damit angenommen. Weichel sieht Beteiligung des Landes als schwierig an. Update 15:37: Der Oberbürgermeister äußert sich zum Vorschlag und ruft die CDU zur Mäßigung auf. Der OB präsentiert ein Gutachten, das auch Michael Littig mit verfasst habe. Die Grundprobleme seien 2006 in der Umschuldung des Vereins entstanden, nicht erst heute. Alle Parteien hätten dem Vorgehen damals zugestimmt und man könne die Lösung der Fehler von damals heute nicht vom Land einfordern. Weichel rät daher, die Resolution nicht anzunehmen. Update 15:34: Die CDU-Fraktion erläutert jetzt TOP2, die sog. „Resolution Stadionmiete“. Das Land soll darin die Stadt finanziell in der Stadionfrage unterstützen, auch wenn darauf kein rechtlicher Anspruch bestehe. Update 15:32: Dr. Weichel bezeichnet das vorliegende Modell als „Schadensbegrenzubgs-Modell“. Es entstehe der Stadt ein Schaden, aber es bliebe keine bessere Wahl. Aktien kein Thema mehr: Weichel für FCK-Antrag Update 15:22: Auf Frage von Michael Littig äußert sich Dr. Weichel zum sog. Mischmodell. „Sie lesen in meiner Beschlusslage nichts mehr von einem Aktienausgleich. Ich bin für eine Zustimmung ohne Vorbehalt.“ Update 15:15: Michael Littig ergreift das Wort und erläutert den ersten Tagesordnungspunkt. Seine Frage: Gibt es alternative, bessere Szenarien zu dem FCK-Antrag und zum Modell „Kaiser-Karee“. Dr. Weichel verneint dies, alles sei durchgegangen worden, bishin zum Abriss des Stadions. Dies sei jedoch alles vom Tisch und kein Thema. Update: ADD erweitert Zustimmung auf Spielzeit 2020/2021 Update: 15:06: Dr. Weichel gibt bekannt, dass mit der ADD weitere Gespräche stattgefunden haben: Die ADD hat zugestimmt, dass die Stadionmiete nicht nur bis Ende des Jahres gesenkt werden darf, sondern für die gesamte Saison 2020/2021. Der Vorbehalt entfällt somit. Update 15:03: Dr. Weichel eröffnet die Sitzung. 50 Stadtratsmitglieder sind anwesend, der Stadtrat ist beschlussfähig. Update 14:57 Uhr: Die Zuschauertribüne ist schon bestens gefüllt, der Oberbürgermeister hat auf seinem Sitz schon Platz genommen. Gleich gehts los! Download: Antrag der Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH auf Kapitalzuführung – Pachtzinsreduzierung und Pachtzinsregelung mit dem 1. FC Kaiserslautern für die Spielzeiten 2020/2021 und 2021/2022 Quelle: Treffpunkt Betze