Häämspiel: Vier Fäuste – oder drei Siege – für ein Halleluja

Mark Forster singt, Lukas Spalvis feiert den Höhepunkt des Jahres – und morgen vernascht der FCK Kentucky Fried Chicken zum Mittagessen. Eine neue Ausgabe unserer Häämspiel-Kolumne. Unsere Häämspiel Kolumne auf Treffpunkt Betze: Vor den Heimspielen blickt Dirk auf das Geschehen rund um das Fritz-Walter-Stadion. Mal sachlich, mal humorvoll, mal voller Verzweiflung. Was bleibt einem auch anderes übrig. Die Saison neigt sich dem Ende entgegen und sowohl an der Tabellenspitze als auch am Ende des Rankings gilt für die letzten drei Spieltage das Motto „zwei aus vier“. Während Dresden, Rostock, die 60er und Ingolstadt zwei direkte Aufsteiger – wobei hier auch der Drittplatzierte über die Relegation noch die Chance hat auf den Aufstiegszug aufzuspringen – untereinander ausmachen, versuchen die „kleinen Bayern“, der KFC Uerdingen, Meppen und der FCK auf der anderen Seite händeringend die Klasse zu halten. Hinfallen. Aufstehen. Weitermachen! Die drei direkten Konkurrenten der Lautrer konnten unter der Woche zwar allesamt einen Punkt ergattern, dennoch konnte der FCK seine Pole Position in diesem speziellen Rennen beibehalten. Und wenn man auch bei den Münchner Löwen mächtig unter die Räder gekommen ist, lassen die letzten Auftritte auf ein Happy-End hoffen. Dass das Spiel in München in die Hose ging, ist nicht tragisch. Einerseits sind die 60er aktuell fast nicht zu schlagen, andererseits stehen nun drei machbare Aufgaben an. Und sind wir alle mal ehrlich: Wenn man als FCK-Fan jemandem drei Punkte gönnt, dann sicherlich den Löwen. Nach deren Abstieg aus der zweiten Liga und dem direkt darauf folgenden Absturz in die Regionalliga hat uns Lautrern doch auch das Herz geblutet. Unsere bayrischen Freunde waren definitiv am Boden und kämpfen nun völlig zu Recht um den Aufstieg. Der Ober-Löwe Köllner scheint zwar kein großer Freund des FCK zu sein, aber ein „Ur-Sympath“ wie kleines dickes Mölders, der Held aller Kreisligalegenden, macht das allemal wett. Wenn schon chancenlos, dann gern gegen ’60 und nicht gegen diese unerträglichen Ingolstädter. Kentucky Fried Chicken Aber bei aller Wertschätzung für die Münchner, Punkte müssen her! Mit den Spielen gegen Uerdingen und die beiden Mittelfeldteams aus Köln und Verl haben es die Roten Teufel nach wie vor selbst in der Hand, das Worst-Case-Szenario abzuwenden. Gerade in den Spielen, in denen es zählte, war die Mannschaft zuletzt da und wusste zu überzeugen. Und nun kommt mit dem KFC Uerdingen eine Mannschaft auf den Betzenberg, die rein statistisch betrachtet, zu keinem passenderen Zeitraum hätte kommen können. In der dritten Liga gab es bisher bei einem Torverhältnis von 15:2 fünf Lautrer Siege. Der letzte Uerdinger Sieg überhaupt liegt mittlerweile über 30 Jahre zurück. Am 19. September 1989 schlugen die Krefelder in einer englischen Woche die Lautrer zu Hause mit 3:2. Dass das morgige Spiel aber dennoch kein Selbstläufer sein wird, dürfte allen Beteiligten klar sein. Der FCK hat es seit dem Sieg in Mannheim am 23. Spieltag nicht mehr geschafft zu null zu spielen. In den folgenden zwölf Spielen hagelte es 19 Gegentore. Allmählich entsteht der Eindruck, man nennt den Lautrer Torwart Torwart, weil er im Tor steht und auf ein Tor wart’. Natürlich ist auch heute der Phrasenmäher wieder vollgetankt und so lasse ich es mir nicht nehmen, anzumerken, dass ein guter Sturm zwar Spiele gewinnt, aber eine gute Abwehr bekanntermaßen für Meisterschaften sorgt. So richtig zu überzeugen wusste im bisherigen Saisonverlauf jedoch keiner der beiden Mannschaftsteile. Und das spiegelt sich nun auch in der Tabelle wider. Aber wenigstens haben Pourié und Co. ihre Zurückhaltung vor dem gegnerischen Tor ebenfalls etwas aufgegeben und seit der Amtsübernahme von Marco Antwerpen auch 19 Mal einnetzen können. Schafft es die Mannschaft in den letzten drei Spielen den Laden hinten dicht zu halten, wird sie zwar keine Meisterehren mehr empfangen, aber der Klassenerhalt wäre dann sicher. Die Leiden des jungen Werthers Sehr erfreulich war zu Beginn der letzten Woche die Nachricht, dass mit Lukas Spalvis, Dominik Schad und Lukas Gottwalt drei langzeitverletzte Spieler endlich wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren konnten. Spalvis, der seine Trainingsrückkehr gegenüber der Rheinpfalz als „Höhepunkt des Jahres“ bezeichnete, stieß nach unglaublichen zweieinhalb Jahren wieder zur Mannschaft. Gottwalts Leidenszeit betrug 13 Monate und die Bilder von Dominik Schads Verletzung, die wir sicher alle noch vor Augen haben, sind nun auch schon über ein halbes Jahr alt. Mark Forster bringt es in seinem Song Comeback stellvertretend für die drei Kämpfer hoffentlich gut auf den Punkt: Das Leben läuft, die Planung steht, das Schiff auf Kurs, bin auf´m Weg! Es wäre schön, euch bald nicht nur im Training sehen zu dürfen, sondern euch auch in alter Kampf- und Spielstärke im Team begrüßen zu können. Wer euer Durchhaltevermögen und eure Leidensfähigkeit mitbringt, ist auf dem Betze definitiv am richtigen Ort. Quelle: Treffpunkt Betze

„6-Punkte-Spiel“: Rote Teufel wollen „Riesenschritt“ machen

Es ist das wichtigste Spiel dieser Drittliga-Saison. Mit einem Sieg gegen Uerdingen kann der FCK einen riesigen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Am Samstag steigt auf dem Betzenberg das wohl wichtigste Spiel der Saison. Der 1. FC Kaiserslautern empfängt mit dem KFC Uerdingen einen der direktesten Kontrahenten im Kampf um den so wichtigen Klassenerhalt. FCK-Trainer Marco Antwerpen vermeidet bei der Pressekonferenz allerdings, dem Spiel eine besondere Bedeutung anzurechnen. „1860 betrachten wir als Ausnahme“ Die schwache Leistung bei der deutlichen 0:3-Niederlage gegen 1860 München unter der Woche sieht Antwerpen als „Ausnahme“. Der 49-jährige stellt klar, dass auch die gegen 1860 mangelhafte Laufbereitschaft gegen den Ball im kommenden Spiel wieder verbessert werden kann. Trotz aller Brisanz rund um das Kellerduell wollen die Roten Teufel die Partie „genau wie die anderen Heimspiele“ angehen, so Antwerpen bei der Pressekonferenz am Freitag. Die Mannschaft ginge mit der Situation „die ganze Zeit sehr, sehr gut um“ und auch die Drucksituation sei nicht neu. Diese habe man bereits verspürt, als man zwischenzeitlich sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hatte. „Da kommst du normalerweise nicht wieder. Doch wir können damit umgehen und das werden wir Samstag auch wieder zeigen“, macht der FCK-Coach deutlich. „Lieblingsgegner“ Uerdingen Seit dem Abstieg in die Drittklassigkeit hat sich der KFC Uerdingen zum „Lieblingsgegner“ des FCK entwickelt. In den bisherigen fünf Drittliga-Partien gingen die Pfälzer stets als Sieger vom Platz. Eine Mut machende Statistik für alle Betze-Fans, jedoch nichts, worauf man sich ausruhen sollte. Im Gespräch mit der „Rheinpfalz“ betonte FCK-Profi Felix Götze noch einmal, dass „der Samstag sehr, sehr wegweisend“ werden könne. Bereits unmittelbar nach der Niederlage gegen 1860 machte FCK-Kapitän Jean Zimmer am Mikrofon von „Magenta Sport“ die klare Ansage: „Wir müssen Samstag gewinnen!“. Auch Götze stellt klar: „Wir alle wissen, worum es hier geht“, und betont, dass man mit drei Punkten „einen Riesenschritt“ machen könne. Hanslik und Zuck vor Rückkehr – Spahic und Huth fraglich Am Samstag kann der FCK wieder auf Tore von Daniel Hanslik hoffen. Bei dem 24-jährigen Deutsch-Polen, der zuletzt wegen Oberschenkelproblemen passen musste, sieht es laut Coach Antwerpen gut aus. Auch Hendrick Zuck ist nach überstandener Covid19-Infektion wieder eine Option. Fraglich ist hingegen, ob Avdo Spahic bereits wieder das Tor der Roten Teufel hüten kann. Der 24-jährige Schlussmann musste gegen 1860 München aufgrund eines grippalen Infekts aussetzen, die ihn, laut seinem Trainer, „einige Körner“ gekostet habe. Auch über einen Einsatz von Elias Huth kann erst kurzfristig entschieden werden. Der Stürmer zog sich im Training eine Schnittwunde am Knie zu, die mit vier Stichen genäht werden musste. Auf Hikmet Ciftci und Marius Kleinsorge muss Antwerpen weiterhin verzichten. Auch die Trainingsrückkehrer Lukas Spalvis, Dominik Schad und Lukas Gottwalt befinden sich weiterhin im Aufbautraining. Quelle: Treffpunkt Betze