FCK empfängt Braunschweig: Torhüterposition noch ungeklärt

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Einen Kaderumbruch konnten Antwerpen und Hengen vermeiden. Allerdings plagen den Cheftrainer vor dem Auftakt gegen Braunschweig Verletzungssorgen. Am Samstag empfängt der 1. FC Kaiserslautern Absteiger Eintracht Braunschweig vor rund 15.000 Zuschauern auf dem Betzenberg. Zum Saisonauftakt empfangen die Roten Teufel eine Mannschaft, die FCK-Cheftrainer Marco Antwerpen als einen der Aufstiegsfavoriten sieht. Aus Sicht des Lautrer Trainers, der sich auf viele alte Bekannte aus seiner Zeit als Eintracht-Coach freut, konnten die zahlreichen Abgänge der Niedersachsen sehr gut durch zweitligaerfahrene Akteure, die entsprechende Qualität auf den Platz bringen, kompensiert werden. Startelf und Torhüterposition noch offen In die eigenen Aufstellungspläne möchte sich Antwerpen noch nicht blicken lassen. Auch die Frage, welcher Torhüter am Wochenende im Tor stehen wird, ließ er zunächst unbeantwortet. Hier möchte der Trainer bis zum letzten Moment die Trainingseindrücke abwarten und sich erst nach Rücksprache mit seinem Trainerteam festlegen. Antwerpen ist sich jedoch sicher, dass gegen Braunschweig „auf jeden Fall ein sehr guter Torhüter zwischen den Pfosten stehen wird“. Dass am Wochenende wieder Zuschauer ins Stadion dürfen, sieht Antwerpen bei einem Verein wie dem FCK als großen Vorteil. „Wir freuen uns auf die Fans und wissen, dass diese gerade hier in Kaiserslautern ein wichtiger Bestandteil für den Verlauf einer Partie darstellen können. Sowohl bei der Mannschaft als auch beim Trainerteam ist eine Euphorie und eine große Vorfreude spürbar“. Großer Kaderumbruch konnte vermieden werden Vorteilhaft sieht der Coach die Tatsache, dass er das Privileg genießt als erster FCK-Trainer seit Langem zu Saisonbeginn über eine eingespielte Mannschaft zu verfügen. „Dieser Vorteil war jedoch auch das erklärte Ziel und konnte gemeinsam mit Thomas Hengen verwirklicht werden“, so der Übungsleiter, der zudem froh ist, dass das Team darüber hinaus sinnvoll ergänzt werden konnte. Geschäftsführer Sport Thomas Hengen ergänzte, dass der Kader glücklicherweise sehr breit aufgestellt sei und so die derzeitige Verletzungsmisere abgefedert werden kann. Mit Senger, Ciftci, Bakhat, Gözütok, Kleinsorge und Röser fallen gleich sechs Spieler angeschlagen aus, was dem Sportdirektor natürlich missfällt. Eine Verpflichtung von Anas Ouahim, der dem Vernehmen nach von seinem Verein die Freigabe erhielt, ist für Hengen jedoch kein Thema. „Auf dieser Position ist in der Mannschaft derzeit kein Platz verfügbar“, tritt er möglichen Spekulationen direkt entgegen. Trauerflor und Schweigeminute Sowohl Marco Antwerpen als auch Thomas Hengen zeigten sich sehr von der Hochwasserkatastrophe betroffen. „Man kann sich in diese sehr traurige Situation, in dieses erschreckende Erlebnis aller Betroffenen gar nicht hineinversetzen“, führt der Coach aus. Thomas Hengen teilt ergänzend mit, dass am ersten Spieltag der dritten Liga bei allen zehn Spielen eine Schweigeminute abgehalten werden wird und alle Teams mit Trauerflor auflaufen werden. Quelle: Treffpunkt Betze Die Spieltagspressekonferenz im Videostream.

Saisonauftakt in Kaiserslautern: Auf ein Neues!

Die Grenze zwischen Euphorie und Enttäuschung ist beim FCK bekanntlich fließend. Dennoch wirkt diesmal vieles anders. Wird der Betze oben angreifen können? Am Samstag geht der 1. FC Kaiserslautern in seine nun vierte Drittliga-Spielzeit. Und wieder einmal ist vor dem Saisonstart bei Mannschaft und Fans eine Aufbruchstimmung spürbar. Doch was lässt hoffen, dass die kommende Saison besser wird als die vergangenen, in denen der FCK sehr deutlich hinter sich seinen Erwartungen blieb? Mit Antwerpen zurück in die Erfolgsspur? Zunächst einmal hat der sportliche Aufschwung unter Marco Antwerpen, seit Februar 2021 im Amt, der Mannschaft neues Selbstvertrauen gegeben: Nach der 0:1 Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg am 29. Spieltag konnten die Roten Teufel in den letzten neun Spielen der Saison die überlebenswichtigen 16 Punkte einfahren, um den Klassenerhalt schon vor dem letzten Spieltag zu erreichen. Die gesunde Härte Antwerpens und taktische Veränderungen wie die Umstellung auf eine Dreierkette, in der Felix Götze als Ballverteiler agiert, haben ihre Früchte bereits getragen. Und auch in der gegenwärtigen Sommerpause überzeugte das Team, vor allem beim 4:0 Sieg im Testspiel gegen den zweitklassigen SV Sandhausen. Folglich ist die Zuversicht groß, dass Antwerpen seine Mannschaft erreicht und ein Gefüge zusammenwächst, das den Herausforderungen in der 3. Liga gewachsen ist. Denn im Gegensatz zu den ersten beiden Ligen – und das mussten die Fans des FCK in den vergangenen drei Jahren leider viel zu oft erleben – entscheidet oft nicht die Qualität einzelner Spieler über Sieg oder Niederlage, sondern eine klare, vom Trainer vorgegebene taktische Struktur, gepaart mit einem unbedingten Willen im Team, dieser zu folgen. Mit Hengen setzt ein Wandel in der Transferpolitik ein Neben Antwerpen hat auch der neue Geschäftsführer Sport, Thomas Hengen, mit den Verpflichtungen ausgeliehener Leistungsträger wie Felix Götze (FC Augsburg), Jean Zimmer (Fortuna Düsseldorf) und Daniel Hanslik (Holstein Kiel) großen Anteil an der Euphorie im Umfeld. Die neue Linie im Transfergeschäft des FCK, Spieler auszuleihen und erst bei Erfolg fest zu verpflichten, ist bei besagten Spielern voll und ganz aufgegangen. Nicht ohne Grund hatten sich die Leistungen der noch jungen Spieler wie eben Götze oder auch Marvin Senger bei höherklassigen Clubs herumgesprochen – doch Hengen gelang es, sie von einer Zukunft beim FCK zu überzeugen. Dazu gelangen vielversprechende Transfers von Mike Wunderlich und René Klingenburg (beide Viktoria Köln). Auch hier lässt sich eine Linie der sportlichen Leitung erkennen: Anders als in den letzten Jahren setzen Antwerpen und Hengen bewusst auf Spieler, die dem Trainer von vorherigen Stationen bekannt sind – was nicht nur ein präzises Bild von sportlichen und menschlichen Fähigkeiten der Spieler, sondern vonseiten dieser auch eine große Bereitschaft für die Pläne des Trainers verspricht. Nicht zuletzt macht das große Los im DFB-Pokal, wo der Gegner am 9. August Borussia Mönchengladbach heißt, Lust auf die neue Saison: Nach dem Saisonauftakt gegen Braunschweig besteht ein weiteres Mal seit Beginn der Corona-Pandemie die Aussicht auf ein Spiel mit mehr als 10.000 Zuschauern auf dem Betzenberg. Die für Drittliga-Verhältnisse mehr als überdimensionierte Kulisse im Fritz-Walter-Stadion, wo sonst fast 50.000 Fans Platz finden, macht es möglich, dass sogar 25.000 Plätze belegt sein könnten. Eine Entscheidung der Behörden ist hierbei allerdings noch abzuwarten. Doch auch abgesehen von der letztendlichen Zuschauerzahl sorgt der Gedanke an ein Flutlichtspiel auf dem Betzenberg gegen eine Mannschaft, die in der letzten Saison noch Teams wie Real Madrid und Inter Mailand in der Champions League Paroli bot, bei vielen FCK’lern für Gänsehaut. Demut und Bescheidenheit. Oder: Von Spiel zu Spiel denken! Trotzdem mag es einige Fans geben, die aufgrund der Enttäuschungen der vergangenen Spielzeiten der Euphorie verständlicherweise lieber erstmal einen Riegel vorschieben. Die Aufgabe der Mannschaft sollte daher gleich in den ersten Spielen sein, jene Fans mit der Art und Weise wie sie Fußball spielt mitreißen zu wollen. Denn wenn der Endspurt der vergangenen Saison eines gelehrt hat, dann ist es die Bedeutung des Zusammenhalts zwischen Mannschaft und Fans: Plakate, Zuspruch in den Medien und Fans vor den Toren des Stadions – die Spieler haben gemerkt, was dieser Verein für viele bedeutet und in Interviews immer wieder betont, wie wichtig diese Unterstützung von außen für sie ist. Genau das Feuer der letzten Spiele braucht es auch in dieser Saison. Und dann braucht sich eine Mannschaft mit der Qualität des FCK gegen keinen Gegner zu verstecken. In diesem Sinne: Auf ein Neues! Quelle: Treffpunkt Betze