Richtungsweisendes Spiel zum Jahresauftakt

Der FCK startet gegen Meppen mit einer immens wichtigen Partie ins neue Jahr 2022. Doch im Vorhinein haben beide Teams mit einigen Personalsorgen zu kämpfen. Nach einer kurzen Winterpause ist es wieder so weit. Die Roten Teufel starten ins neue Jahr und das direkt auch mit einem echten Top-Spiel. Zu Gast auf dem Betzenberg ist der SV Meppen, welcher aktuell vor dem FCK auf einem Relegationsplatz steht. Das Hinspiel bei den Emsländern ging noch mit 1:0 verloren. Trotz schwieriger Umstände soll es diesmal aber in die richtige Richtung gehen. Führt Meppen eine Tradition weiter fort? In der vergangenen Saison sind die Meppener sportlich eigentlich abgestiegen, doch durch den Lizenzentzug des KFC Uerdingen konnten sich die Emsländer letztendlich doch noch den Klassenerhalt sichern. In der bisherigen Spielzeit läuft es für den SVM dahingegen umso besser. Mit 36 Punkten aus 20 Partien steht Meppen zurzeit auf dem Relegationsplatz. Eine ziemlich verrückte Saison mit vielen Siegen, aber auch schon zwei heftigen Niederlagen in Mannheim und Braunschweig. Doch dieses Phänomen, welches die Emsländer gerade durchleben, ist kein neues. Der SV Darmstadt 98 profitierte 2013 davon, dass die Offenbacher Kickers keine Lizenz für die dritte Liga bekamen. Ein Jahr später folgte der Aufstieg. Auch der SC Paderborn konnte sich durch den Lizenzentzug des TSV 1860 München im Jahre 2017 retten und den Klassenerhalt damit sichern. Daraufhin marschierte der SCP komplett durch bis hin zur Bundesliga. Diese Tradition könnten die Meppener nun fortführen. Der Grundstein dafür ist jedenfalls gelegt – mehr als das, aktuell übertrumpft der SVM gar alle Erwartungen. Das Spitzenspiel in Lautern ist auch für die Niedersachsen daher von besonderer Bedeutung. Eine personelle Schwächung könnte Meppen wohl aber besonders hart treffen. Top-Scorer Luka Tankulic droht am Wochenende auszufallen. Mit insgesamt 15 Scorer-Punkten ist der 30-jährige aktuell einer der besten Offensivspieler der Liga sowie Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Emsländer. Große Ungewissheit in Kaiserslautern Nachdem das Training zu Beginn des Jahres wieder aufgenommen wurde, vermeldete der FCK gleich mehrere positive Coronafälle. Insgesamt vier Spieler sind davon betroffen. Ob diese am Wochenende schon wieder auf dem Platz stehen werden, ist derzeit noch nicht absehbar. Ebenso fraglich sind die Einsätze von Marlon Ritter, René Klingenburg und Nicolas Sessa. Alle hatten zuletzt mit muskulären Problemen zu kämpfen und standen im Testspiel beim belgischen KAS Eupen nicht zur Verfügung. Nach aktuellem Stand könnte es bei den drei genantnen jedoch für ein Einsatz am Wochenende reichen. Mit Anas Bakhat, Anil Gözütok und Lucas Röser sfallen zudem drei Langzeitverletzte weiterhin aus. Erfreuliche Nachrichten gibt es dafür von Simon Stehle. Seine Zeit in Kaiserslautern ist bisher alles andere als optimal gelaufen. Im vergangenen Jahr zog er sich zudem einen Innenbandanriss zu. Doch jetzt steht der 20-jährige Außenbahnspieler wieder auf dem Platz. Bei der Generalprobe gegen die KAS Eupen sorgte er außerdem nach seiner Einwechslung für mächtig Betrieb. Somit ist auch er wieder eine Option für das Heimspiel am Samstag. Ein richtungsweisendes Spiel gleich zu Beginn Aus Lautrer Sicht ist das Heimspiel gegen den SV Meppen von großer Bedeutung und es könnte einen ersten Hinweis darauf geben, in welche in Richtung es in dieser Saison noch gehen könnte. Nicht wenige Teams konnten in der Vergangenheit der dritten Liga bereits die gute Form der Hinrunde nicht bestätigen und rutschten ab ins Tabellenmittelfeld. Auch wenn die Umstände alles andere als optimal sind, darf das keine Ausrede sein. Schließlich haben auch die Meppener ebenso mit Personalsorgen zu kämpfen. Was dahingegen auf alle Fälle fehlen wird sind die Fans des 1. FC Kaiserslautern. Diese sorgten in der Hinserie mit Sicherheit für den ein oder anderen Prozentpunkt mehr bei der Mannschaft. In Zeiten von Geisterspielen ist das gegenwärtig nicht mehr möglich. Alternativ überträgt der SWR das Spiel live im Free-TV. Übertragungsbeginn ist wie immer pünktlich zum Spielbeginn. Quelle: Treffpunkt Betze
Betze reloaded: Sechs steile Thesen zum Jahresauftakt

Nicht schon wieder der FC Barcelona! Flo Dick feiert sein Comeback und Willi Orban ist auch noch da. Unsere sechs steilen Thesen nehmen der Rückrunde jede Spannung. Also fast. Was erwartet uns eigentlich im neuen Jahr 2022? Bevor die Roten Teufel am Samstag das Neujahres-Springen der dritten Liga im Topspiel gegen den SV Meppen mit dem schönsten Telemark ausspielen, blicken wir für euch schon mal in die Glaskugel. So viel sei gesagt: 2021 war schon ganz düster, aber 2022 wird alles noch viel schlimmer. Hier kommen unsere sechs steilen Thesen als Rückrunden-Prognose zum Jahresauftakt. These 1: Der 1. FC Kaiserslautern kassiert in der Rückrunde nur vier Gegentore Was für eine Abwehrleistung. Nach 38 Spieltagen steht nicht nur der Aufstieg in die 2. Bundesliga fest – sondern auch, dass der Gegentor-Rekord der 3. Liga gebrochen wurde. 18 Gegentore in 38 Spielen. Das dürfte ein Rekord für die Ewigkeit sein. Hauptverantwortlich für diese Glanzleistung sind vor allem Matheo Raab und Abwehrchef Boris Tomiak, die sogar Lucas Rösers Viererpack gegen Türgücü München am letzten Spieltag in den Schatten stellen. These 2: Boris Tomiak wechselt im Sommer zum FC Barcelona Die guten Abwehrleistungen des 1. FC Kaiserslautern bleiben auch im Ausland nicht unbemerkt. Schon im März, nachdem der Betze etliche Defensivrekorde gebrochen hatte, überschlugen sich die Angebote. Alles begann mit einer “Eine Million Euro Offerte” von Fortuna Düsseldorf, die ihren verlorenen Sohn gerne so schnell wie möglich zurückholen wollte. Doch Thomas Hengen, selbst bei den Rekord-Ablösen des FCK ganz weit oben in der Liste, wollte mehr. Und er bekam mehr. Im Mai – nach über 15 Spielen ohne Gegentor – klopften die ersten Bundesliga-Vereine an. Allen voran die neureichen Augsburger. Stefan Reuter hierzu: „Wir haben für Pepi schlappe 17.5 Mille hingeblättert, dann ist Tomiak mindestens 20 wert“. Einen Tag später wurde Reuter für unzurechnungsfähig erklärt und Tomiak wechselte für sieben Millionen Euro zum FC Barcelona. These 3: Florian Dick wird Spieler des Monats Nach dem berauschenden 11:0 gegen Magdeburg am 12. Februar übernahm der FCK erstmals die Tabellenführung, musste dennoch die Verletzungen von Domi Schad, Jean Zimmer und Phillip Hercher verkraften. Die drei Außenbahnspieler fielen beim Feiern nach dem Spiel über Baris Atik und mussten mit dem Betze-Bus vom Mittelkreis abgeholt werden. Danach musste auf der rechten Seite eine Legende des deutschen Fußballs reaktiviert werden. Florian „Magic“ Dick. Ein Glück, dass der Abwehrspieler ohnehin nur aus Muskeln und Temperament besteht. Dick bekommt insgesamt zehn Einsätze und ein Abschiedsspiel gegen Türgücü München – und im Mai wird er sogar Spieler des Monats, knapp vorm Viererpack-Schützen Lucas Röser. These 4: Willi Orban beschert dem FCK einen Geldregen Im Pokal rausgeflogen, die Europa-League verpasst. Drei Trainer verschlissen. Die Saison 2021/22 lief nicht gut für RB Leipzig. Ein paar der Spieler – allen voran Willi Orban, wollten aber gerne in der Champions League spielen. Oder zumindest richtig viel Geld kassieren, weswegen der ungarische Abwehrhühne zum neureichen Club Newcastle United wechselte und dem FCK eine gehörige Summe einspielte. Denn bei einer Ablöse von 66 Millionen Pfund fließt einiges an Ausbildungsentschädigung in die Pfalz. Auch wenn es nicht ganz für den Rückkauf des Stadions reicht. These 5: Kein einziger Spieler des FCK schießt mehr als zehn Tore Daniel Hanslik kommt auf neun. Kenny Prince Redondo auf sieben. Mehr Tore sollte beim FCK in dieser Saison auch niemand schießen. Die Treffer in der Rückrunde verteilen sich auf viele Rücken. So trifft Marlon Ritter am Ende der Spielzeit sechs Mal das Tor. Felix Götze drei Mal. Jean Zimmer kommt auf vier Buden und René Klingenburg auf sechs. Selbst beim 11:0 gegen Magdeburg konnte sich kein einziger Schütze mehr als einmal auf dem Scorerboard verewigen. Der einzige Hattrick dieser Saison gelingt Lucas Röser, der beim 4:4 gegen Türkgücü München vier Mal für die Münchner trifft. Welches Trikot er an diesem Spieltag trug und ob er im Winter – wie 2021 – an die Münchner verliehen wurde, ist bis heute nicht geklärt. These 6: Felix Götze bleibt beim FCK Na was ist da denn los? Im Mai legt der FC Augsburg Felix Götze nahe, sich doch nach einem anderen Verein umzusehen. Nach den Verpflichtungen von N’Golo Kanté und Joshua Kimmich sei kein Bedarf für einen weiteren Mittelfeldspieler im breit mit Stars gespickten Kader der Augsburger für die Saison 22/23. Trotz der Möglichkeit mit dem HSV ein weiteres Jahr nicht in die Bundesliga aufzusteigen oder mit Hannover 96 den Neuanfang in Liga 3 zu starten, zieht es Götze erneut in seine neue Wahlheimat uff de Betzenberg. „Hannover, Hamburg? Alles nördlich von Frankfurt ist für mich Dänemark“, sagt der Mittelfeldspieler der Niedersächsischen Allgemeinen. Auch zu seinem Bruder nach Eindhoven zog es ihn nicht, denn wie jeder FCK-Fan weiß, raacht en echte Pälzer keen Hasch. Quelle: Treffpunkt Betze