Traditionsduell im Saisonendspurt

Während Lautern um den Aufstieg kämpft, stecken die Duisburger im unteren Tabellendrittel fest. Bei diesem Spiel steht aber insbesondere Marco Antwerpen vor einer kniffligen Aufgabe. Am Samstag geht es endlich wieder weiter mit Vereinsfußball. Nach der Länderspielpause trifft der FCK auf den MSV Duisburg. Vor knapp zwei Wochen mussten sich die Roten Teufel noch mit einem 0:0 bei der zweiten Mannschaft des SC Freiburgs zufriedengeben. Nun soll vor großer heimischer Kulisse wieder dreifach gepunktet werden. MSV Duisburg: Der Trend zeigt nach oben Bereits in der vergangenen Spielzeit steckte der MSV tief im Abstiegskampf fest, konnte sich aber ebenso wie der FCK noch retten. Doch auch in diesem Jahr hängen die Zebras den Erwartungen meilenweit hinterher. Eigentlich wollten die Meidericher endlich wieder oben angreifen, die bittere Realität heißt aber Platz 15. Aufgrund dessen wurde Coach Pavel Dotchev bereits entlassen und Sportdirektor Ivica Grlic ist freiwillig zurückgetreten. Der Hauptkritikpunkt dabei war die katastrophale Defensive. Insgesamt 55 Gegentore mussten die Zebras bereits schlucken, das sind mehr als dreimal so viel wie der FCK. Zuletzt stabilisierte sich der MSV jedoch zunehmend und konnte aus den letzten fünf Partien drei Siege einfahren. Eine beachtliche Bilanz, die zeigt, dass die Duisburger auch durchaus gefährlich sind. Mit dem Ausfall von Top-Scorer Moritz Stoppelkamp fehlt in Kaiserslautern jedoch eine echte Stütze. Zudem ist es noch fraglich, ob Cheftrainer Hagen Schmidt die Reise in die Pfalz antreten wird, der 52-Jährige ist unter der Woche positiv auf Corona getestet worden. Wer ersetzt Hendrick Zuck? In Kaiserslautern ist die aktuelle Personalsituation weitestgehend entspannt. Nur Jean Zimmer und Lucas Röser werden am Wochenende krankheits- bzw. verletzungsbedingt ausfallen. Dazu kommt Hendrick Zuck, der sich beim letzten Auswärtsspiel die fünfte gelbe Karte abgeholt hat und damit gelbgesperrt fehlt. Neben Zuck haben die Roten Teufel nur noch Neal Gibs als gelernten Linksverteidiger, doch auch Dominik Schad ist bereits auf dieser Position zum Einsatz gekommen. Wer von den beiden letztendlich den Zuschlag bekommt oder ob Antwerpen eine komplett neue Alternative ins Spiel bringt, wird sich zeigen. Hervorragende Betze-Kulisse im Saisonendspurt Bereits 25.000 Karten sind für das Heimspiel am Samstag verkauft, darunter 1.000 mitgereiste Fans aus Duisburg. Außerdem kehren nach ungefähr zwei Jahren die Ultras zurück ins Stadion – damit wird es erstmals wieder organisierten Support geben. Umso größer wäre dabei also die Freude über einen Heimsieg und drei wichtige Punkte im Aufstiegskampf. Die Partie wird live im Free-TV gezeigt. Der SWR überträgt wie immer pünktlich zum Anstoß um 14:00 Uhr. Quelle: Treffpunkt Betze

Aufstiegsrennen: Yes, we can?!

Foto: Getty Images / Michael Titgemeyer

Sechs Spiele bleiben dem FCK noch im Kampf um den Aufstieg. Das heißt: Sechs Mal zittern, sechs Mal Daumen drücken. Doch wo landen die Roten Teufel am Ende der Saison? Duisburg, Würzburg, Saarbrücken, Wehen Wiesbaden, Dortmund, Köln. Das sind die letzten sechs Stationen des 1. FC Kaiserslautern am Ende dieser langen und kräftezerrenden Saison. Doch wo landen die Pfälzer am Ende dieser Spielzeit? Gelingt dem FCK der direkte Aufstieg? Stand heute können es die Roten Teufel aus eigener Kraft schaffen. Unser Redaktionsteam nimmt vor dem Duisburg-Spiel eine letzte Prognose vor. Armins Prognose: Auf das Restprogramm einzugehen, macht keinen Sinn. Ab jetzt ist der FCK in jedem Spiel der Favorit – und keines davon verspricht eine leichte Aufgabe zu werden. In der Länderspielpause bekamen körperlich stark belastete Spieler ein wenig Regeneration, während zuletzt verletze Akteure etwas aufholen konnten. Bis auf Kapitän Jean Zimmer und den gelb-gesperrten Hendrick Zuck sollten Trainer Marco Antwerpen gegen Duisburg alle Spieler zur Verfügung stehen. Die Kadergröße und -qualität könnten im Saisonendspurt ein entscheidender Vorteil für die Roten Teufel sein. Mit dem Auswärtsspiel bei Viktoria Köln endet für die Lautrer am 37. Spieltag die Saison, während die Konkurrenz eine Woche später noch einmal punkten kann. Meine Prognose: Der FCK hat vor dem 38. Spieltag mindestens vier Zähler Vorsprung auf Eintracht Braunschweig. Dank der Tordifferenz reichen auf alle anderen Teams drei Punkte Vorsprung zum sicheren und direkten Aufstieg aus. Aufstiegswahrscheinlichkeit: 75%. Davids Prognose: Nach dem sichtlich vermasselten Saisonstart und der krachenden 4:0 Auswärtsniederlage in Berlin, hatte ich das Gefühl, dass den FCK diese Saison wieder das gleiche „Schicksal“ wie in der vorausgegangenen Spielzeit ereilen würde. Abstiegskampf pur. Doch diese Haltung änderte sich nach dem hart erkämpften Unentschieden im Südwestderby, in dessen Nachgang die Mannschaft wieder Überzeugung und vor allem Siege auf den Platz brachte. Die Sorge nach einem plötzlichen Leistungsabfall behielt ich dennoch immer im Hinterkopf. Einen solchen hatte man nun in den letzten Spielen immer wieder gesehen – mir wurde einmal mehr bewusst, dass so sehr man sich an Siegesserien „gewöhnt“ hatte, das Team auch im Saisonendspurt nicht unschlagbar ist. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass die Roten Teufel sich ein ums andere Mal selbst im Weg stehen, was uns Fans auf der Zielgeraden manchmal etwas nervös werden lässt. Meine Prognose: Der FCK macht es spannend und steht am 38. Spieltag mindestens auf dem Relegationsplatz. Aufstiegswahrscheinlichkeit: 60%. Dirks Prognose: In Anbetracht des Saisonendspurts war ich mir vor Saisonbeginn sicher, dass die Roten Teufel zum Ende dieser Spielzeit von ganz oben grüßen würden. Mit Marco Antwerpen und Frank Döpper wurden zwei echte Typen verpflichtet, die mich auch heute noch begeistern. Ich war mehr oder weniger von einem Durchmarsch überzeugt, muss jedoch zugeben, dass ich den FCK zu jeder neuen Saison unter den Favoriten sehe. Vermutlich sollte ich die rot-weiße Brille etwas öfter putzen. Der Auftakt sorgte dann für eine schnelle Erdung. Wie Mannschaft und Trainerteam das Ruder herumgerissen haben, nötigt Respekt ab. Nun gilt es, dem nicht geringer werdenden Druck standzuhalten. Meine Prognose: Türkgücü hin oder her, die Lautrer schauen am letzten Spieltag mit dem ein oder anderen hopfenhaltigen Kaltgetränk in der Hand ganz genüsslich zu, wer sich Platz drei erobert. Aufstiegswahrscheinlichkeit: 90%. Dominiks Prognose: Der nervenaufreibende Schlussspurt vergangene Saison kostete einiges an Nerven. Mein Wunsch für die neue Runde war demnach schnell formuliert: Eine ruhige und sorgenfreie Saison. Doch nach den ersten Spielen schien sich alles zu wiederholen, kaum kam ein wenig Euphorie auf, folgte sogleich der nächste Dämpfer. Was unsere Mannschaft aber in den darauffolgenden Wochen und Monaten leistete, ist nicht hoch genug anzurechnen. Aus einem absoluten Tiefpunkt befreite sich der FCK mit einem unglaublichen Willen und entwickelte sich kontinuierlich zu einer Spitzenmannschaft. Endlich wird das ohne Frage vorhandene Potenzial abgerufen. Mit dem einzigartigen Mannschaftsgefüge ist das große Ziel nach all den Jahren der Niederschläge zum Greifen nah. Meine Prognose: Trotz der etwas schwächeren Phase darf nicht vergessen werden, dass der FCK nach Punkten noch immer die stärkste Mannschaft in diesem Jahr ist. Der Betze wird auch ohne finales Heimspiel und ohne Nervenkitzel am letzten Spieltag beben. Aufstiegswahrscheinlichkeit: 70%. Leos Prognose: Wer hätte das vor der Saison gedacht? Der 32. Spieltag steht an und der FCK mischt im Saisonfinale kräftig um den Aufstieg mit. Trainer Antwerpen und Sportchef Hengen haben innerhalb eines Jahres das geschafft, woran viele ihrer Vorgänger krachend gescheitert sind: Eine Mannschaft zusammenzustellen, die dem großen Druck in Kaiserslautern standhalten kann und erfolgreichen Fußball spielt. Seit dem Südwest-Derby gegen Mannheim holte der FCK bis zum jetzigen Zeitpunkt 51 von möglichen 69 Punkten und kam auch nach Rückschlägen wie der 1:2-Niederlage bei 1860 München wieder in die Spur zurück. Gerade diese Comeback-Qualitäten sind es, die mich für die verbleibenden sechs Spiele zuversichtlich stimmen. Trainer Antwerpen wirkt genau wie seine Spieler zielstrebig und ordnet dem sportlichen Erfolg alles unter. Meine Prognose: Sollten die Roten Teufel das Derby gegen Saarbrücken gewinnen, wird der FCK in den dann verbleibenden Spielen auf einer Welle getragen werden und am Ende der Saison vor Braunschweig als Zweiter aufsteigen. Aufstiegswahrscheinlichkeit: 80%, Leonards Prognose: Zum ersten Mal erlebe ich als Fan des FCK, dass eine Saison besser läuft als die Vorsaison. Meine Zeitrechnung beginnt mit der Bundesliga-Saison 2010 und endet mit der letzten Saison und dem Fast-Abstieg in die Regionalliga. Und auch in dieser Saison rechnete ich spätestens nach der 0:4 Niederlage gegen Viktoria Berlin mit dem Abstieg. Doch das Blatt wendete sich und nun steht der FCK – sechs Spiele vor Schluss – auf Platz zwei und kann den Aufstieg aus eigener Kraft schaffen. Genau das macht mir Angst. Zu oft hat es dieser Verein schon geschafft, sich selbst alles hart erarbeitete kaputt zu machen. Nun ist das letzte Spiel in Köln – der Stadt, in der ich studiere. Einen Aufstieg dort zu feiern wäre das Nonplusultra. Wenn nicht, heißt es am letzten Spieltag der Konkurrenz zu zuschauen und auf Fehler zu hoffen. Meine Prognose: All das und eine anschließende Relegation würden meine Nerven definitiv nicht mitmachen. Mit diesem Horrorszenario im Hinterkopf und mit all meinem Optimismus sage ich, dass die Jungs den Aufstieg irgendwie nach Hause schaukeln werden. Aufstiegswahrscheinlichkeit: 75%. Marcus‘ Prognose: Ich begleite den FCK bereits zum dritten Mal in Liga 3 als Fan und