Öffentliches Training: Ohne Boyd, dafür mit Kraus

Rund drei Wochen vor Saisonbeginn setzt das Trainerteam zunehmend auf spielerische Elemente. Abwehrchef Kevin Kraus durfte endlich sein Comeback feiern. Am Donnerstagnachmittag fand die erste von zwei öffentlichen Trainingseinheiten beim 1. FC Kaiserslautern in dieser Woche statt. Bei schweißtreibenden Temperaturen standen Passspiel und Ballstafetten im Vordergrund. Im Anschluss an die rund 90-minütige Einheit nahm sich die Mannschaft Zeit für Fans und Journalisten. Kevin Kraus wieder im Mannschaftstraining Abwehrchef Kevin Kraus, der wegen einer hartnäckigen Sprunggelenksverletzung bereits in der Rückrunde ausfiel und auch nicht mit in die USA reiste, konnte am Donnerstag wieder im vollen Umfang am Mannschaftstraining teilnehmen. Während die Mannschaft im Trainingslager weilte, arbeitete der 30-Jährige in Kaiserslautern mit Reha-Trainer Fabian Kobel an seinem Comeback. Terrence Boyd hingegen laboriert derzeit an akuten Oberschenkelproblemen und konnte nicht am Training teilnehmen. Dabei handelt es sich jedoch um eine reine Vorsichtsmaßnahme und nicht um eine schwerwiegendere Verletzung. Auch Routinier Andreas Luthe und die beiden Youngster Aaron Basenach und Angelos Stavridis fehlten beim Mannschaftstraining. Hauptaugenmerk beim Passspiel Vor rund 80 Zuschauern erläuterte Cheftrainer Dirk Schuster seinem Team zunächst den Ablauf der Trainingseinheit, danach drehten die Roten Teufel zum Aufwärmen einige Runden um den Platz. Es folgten unter dem Kommando von Athletiktrainer Oliver Schäfer für rund 20 Minuten weitere Bewegungs- und Lockerungsübungen. Dann kam erstmals der Ball ins Spiel: Es standen Passübungen in zwei Kleingruppen auf dem Programm. Nach gut einer Stunde wurde die Mannschaft in zwei Teams mit jeweils sechs festen Spielern aufgeteilt, die in einem Raum zwischen 16er und Mittellinie gegeneinander spielten. Die Stimmung war ausgelassen und es gab viel Kommunikation zwischen den Spielern. Den Abschluss bildete wie so oft ein Trainingsspiel über das halbe Feld, an dem auch die beiden Torhüter Avdo Spahic und Julian Krahl teilnahmen. Folgende Spieler nahmen am Training teil: Tor: Julian Krahl, Avdo Spahic Abwehr: Boris Tomiak, Lars Bünning, Hendrick Zuck, Erik Durm, Jean Zimmer, Jan Elvedi, Tymoteusz Puchacz, Neal Gibs Mittelfeld: Julian Niehues, Marlon Ritter, Philipp Hercher, Philipp Klement, Aaron Opoku, Kenny Prince Redondo, Ben Zolinski, Tobias Raschl Sturm: Lex-Tyger Lobinger, Daniel Hanslik Quelle: Treffpunkt Betze

Marius Müller: „Dein TuS Framersheim“ steht ganz oben auf der Liste

Foto: SWR / Youtube

Drei Fragen, drei Antworten: SWR-Redakteur Marius Müller über seine eigene Fußballkarriere, das YouTube-Format “Dein FCK” und seine Ziele als Sportmoderator. Marius Müller ist für eingefleischte FCK-Fans zu einem festen Bestandteil der FCK-Berichterstattung geworden. Der 27-Jährige ist Host des SWR-YouTube-Formats „Dein FCK“ und blickt dort regelmäßig mit einem Augenzwinkern auf die Spiele der Lautrer zurück. Trotz der Namensgleichheit mit einem ehemaligen Keeper der Roten Teufel und seiner festen Überzeugung, Freistöße genauso gut wie Philipp Klement einschweißen zu können, reichte es für den Framersheimer jedoch nur zu einem Stammplatz auf der Pressetribüne. Den verdient er sich aber mit jeder neuen Ausgabe seines Rückblicks aufs Neue, weshalb Treffpunkt Betze keine Kosten und Mühen gescheut hat, den „Dreitagebartträger des Jahres“ ausfindig zu machen und ihn zu seiner eigenen Fußballkarriere, seiner täglichen Arbeit und seinen persönlichen Zielen zu befragen. „Wenn du selbst nicht mehr kicken kannst, musst du halt drüber berichten“ Treffpunkt Betze: Hallo Marius, seit rund anderthalb Jahren moderierst Du gemeinsam mit Désirée Krause „Dein FCK“ auf dem YouTube-Kanal des SWR. Eine grundlegende Affinität zum Fußball muss bei euch beiden dafür sicher vorhanden sein. Auf welchen Sportplätzen der Nation treibst du dein Unwesen und in welche höherklassigen Regionen hat dich dein Talent gebracht? Marius Müller: (lacht) Meine, wie ich natürlich finde, hoffnungsvolle Karriere, ist mittlerweile leider schon beendet. Ich begann in ganz jungen Jahren bei meinem Heimatverein, der TuS Framersheim, Fußball zu spielen. Scheinbar habe ich mich nicht ganz so dumm mit dem Ball am Fuß angestellt, so dass ich tatsächlich von da aus zur Jugend des 1. FC Kaiserslautern wechseln durfte, was in meinem sehr FCK-affinen Umfeld natürlich gern gesehen war. Nach dreieinhalb Jahren in Kaiserslautern zog es mich dann zu Hassia Bingen, bevor ich mich schließlich als A-Jugendlicher dem TSV Gau-Odernheim angeschlossen habe. Leider hatte ich in der Zeit jedoch immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und musste irgendwann einsehen, dass es für meinen Körper geeignetere Sportarten als Fußball gibt. Und wie soll ich sagen? Wenn du selbst nicht mehr kicken kannst, musst du halt drüber berichten. // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. „Augen und Ohren immer offenhalten, um nichts zu versäumen“ Treffpunkt Betze: Ein Plan, den du offenbar sehr zielgerichtet verfolgt hast. Du bist mittlerweile fester Bestandteil des SWR-YouTube-Formats „Dein FCK“ und für die Fans dort nur schwer wegzudenken. Eine Folge eurer Produktion dauert zwischen fünf und sieben Minuten. Wieviel Arbeitszeit steckt hinter einem solchen Clip und wieviele Personen sind in der Fertigung eingebunden? Marius Müller: Für Dési oder mich bedeutet so ein Clip eigentlich, eine ganze Woche die Augen und Ohren offenzuhalten, um nichts zu versäumen, was so rund um den FCK passiert. Neuigkeiten aus den Fanforen oder auch Transfergerüchte wollen wir natürlich nicht verpassen und in der kommenden Folge thematisieren. Unser Hauptaugenmerk gilt selbstverständlich dem Spieltag mit seinen Storys und Geschichtchen, die manchmal über Erfolg oder Misserfolg entscheiden können. Wir erstellen ein Konzept mit den gewünschten Inhalten, aus dem dann quasi ein Clip-Drehbuch, in dem genau festgehalten ist, wann welche Szenen eingespielt werden und was wir dazu sagen wollen, entsteht. Am Produktionstag, in der Regel ist das der Montag, wird dieses dann redaktionsseitig abgenommen und umgesetzt. Dési oder ich sprechen den Text ein und gemeinsam mit einem Cutter, bzw. einer Cutterin, gehen wir anschließend in den Schnitt und basteln unseren Clip mehr oder weniger zusammen. Nach letzten Feinarbeiten, der finalen Abnahme und dem Erstellen des Thumbnails lädt eine Uploaderin das fertige Video dann schließlich hoch. Es sind eigentlich immer recht kurzweilige Tage, in denen gerade unsere Kollegen und Kolleginnen hinter der Kamera einen grandiosen Job machen. „Ein Traum, irgendwann von einer Fußball-WM berichten zu dürfen“ Treffpunkt Betze: Gemeinsam mit Lea Wagner oder auch Désirée Krause verkörperst du so ein wenig die neue Generation beim SWR. Deine beiden Kolleginnen waren auch schon für die ARD bei den olympischen Spielen oder anderen Großereignissen im Einsatz. Welche Highlights würdest du in deiner Laufbahn gern noch moderieren? Marius Müller: (lacht) Auf jeden Fall steht „Dein TuS Framersheim“ noch ganz oben auf meiner Liste. Darüber hinaus finde ich aber eigentlich auch so ziemlich alles rund um das Thema „Live-Berichterstattung“ interessant. Bundesliga oder Champions League kommentieren zu dürfen, wäre schon super. Und natürlich habe auch ich, wie wahrscheinlich alle anderen Sportjournalisten mit dem Schwerpunkt Fußball auch, den Traum, irgendwann von einer Fußball-WM berichten zu können. Mit meinen 27 Jahren sehe ich mich aber noch ganz am Anfang meiner Laufbahn und mache mir da keinen allzu großen Stress. Treffpunkt Betze: Marius, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Wir wünschen dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg in deinem Tun. Quelle: Treffpunkt Betze