FCK deutlich verbessert: Die Stimmen zum Spiel in Homburg

Eine Woche vor dem Zweitligastart stand für die Roten Teufel am Samstag das letzte Testspiel auf dem Programm. Vor allem die zweite Halbzeit verlief vielversprechend. Das letzte Testspiel vor dem Saisonauftakt gegen St. Pauli gewannen die Roten Teufel gegen den FC 08 Homburg mit 4:1, wenn auch nach einer etwas holprigen ersten Halbzeit. Zwar ging der FCK bereits nach vier Minuten durch Lobinger in Führung, kassierte aber kurz darauf nach einem unnötigen Ballverlust im eigenen Angriffsspiel den Ausgleich. Und auch in der Folgezeit verteilten die Gäste aus Kaiserslautern durch teilweise ungenaues Passspiel Geschenke an die Hausherren. In der Folge fanden die Lautrer aber immer besser ins Spiel. In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer dann eine zunehmend dominantere FCK-Mannschaft, die sich mit drei weiteren Treffern durch Kenny-Prince Redondo, Richmond Tachie und Daniel Hanslik belohnte und damit die erkennbare Leistungssteigerung im zweiten Durchgang unterstrich. Dirk Schuster, Jean Zimmer, Jan Elvedi und Ben Zolinski mit den Stimmen zum Spiel und den bevorstehenden Saisonstart. Dirk Schuster: „War eine träge erste Halbzeit“ Grundsätzlich konnte Dirk Schuster mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden sein. Zwar sei der Start etwas holprig gewesen, doch mit zunehmender Spieldauer habe sich das Spiel seiner Mannschaft verbessert. „Es war eine träge erste Halbzeit. Das haben wir uns selbst zuzuschreiben, weil wir von hinten heraus ein sehr schlampiges Passspiel hatten. Wir haben keine Schärfe und keinen Druck in die Bälle bekommen. Dadurch haben wir es Homburg immer wieder ermöglicht, uns zu attackieren, die Räume zuzulaufen. Wir sind überhaupt nicht in die Bewegung der äußeren Innenverteidiger und damit in die Spielfortsetzung gekommen, sodass wir dann auch wenig positive und gute Aktionen nach vorne hatten. Wir haben in der ersten Halbzeit viel zu viele Torchancen zugelassen, hatten Riesenprobleme bei den langen Bällen. Wir sind kaum in die Kopfballduelle gekommen und haben die Laufwege nicht angenommen. Da hätten wir uns nicht beschweren dürfen, wenn wir mehr als ein Tor kassiert hätten“, so der Lautrer Cheftrainer. Die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit könnte auf die Systemumstellung von Dirk Schuster zurückzuführen sein. Der 55-Jährige stellte von der gewohnten Dreier- auf eine Viererkette um, wodurch der FCK defensiv stabiler wurde und gleichzeitig in der Offensive noch mehr Prozente herausholten konnte. Zur Verletzung von Erik Durm, der nach 20 Minuten verletzt vom Platz musste, gab Schuster eine erste Wasserstandsmeldung ab. „Wir müssen abwarten, er hat einen Pferdekuss abbekommen. Jetzt kommt es darauf an, ob es eine Einblutung gibt oder nicht. Muskulär ist von der Struktur her nichts beschädigt, das ist schon mal eine sehr gute Nachricht. Ich hoffe, dass über Nacht nichts mehr dazu kommt, so dass er nächste Woche wieder ins Training einsteigen kann.” // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. Jean Zimmer: „Haben es ordentlich gemacht“ Auch Kapitän Jean Zimmer haderte mit der Leistung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit, wie er nach dem Schlusspfiff äußerte. „Ich glaube, dass wir gerade in der ersten Halbzeit nicht in unsere Abläufe gekommen sind, dass wir auf dem relativ stumpfen Platz nicht dieses scharfe Passspiel auf den Platz gebracht haben. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann gut gemacht. Unter dem Strich war es, glaube ich, eine souveräne Leistung.” Nun gelte es, sich voll auf das erste Saisonspiel gegen St. Pauli zu konzentrieren. „St. Pauli ist als Mannschaft aus dem letzten Jahr fast komplett zusammengeblieben. Wie sie in der Rückrunde gespielt haben, haben wir dort am Anfang zu spüren bekommen. Von daher kommt da ein sehr, sehr harter Brocken auf uns zu. Aber ich glaube, wenn wir das Publikum auf unserer Seite haben und das Stadion ausverkauft ist, dann wird vielleicht auch Pauli zittern. Wir müssen alles auf den Platz werfen, die nächste Woche gut und intensiv arbeiten und dann sehe ich uns gut vorbereitet.“ Jan Elvedi: „Wir sind heiß auf das erste Spiel“ Innenverteidiger Elvedi war beim Test gegen Homburg der einzige Lautrer, der über die vollen 90 Minuten auf dem Platz stand. Warum das so war, wusste er selbst nicht so genau. „Wir haben nur die Aufstellung für die ersten 45 Minuten bekommen. In der Halbzeitpause wurde dann gesagt, wie gewechselt wird, und da war klar, dass ich 90 Minuten spiele.“ Die Systemumstellung auf eine Viererkette bewerte Elvedi als Hauptgrund für die Leistungssteigerung. „Man hat in der zweiten Halbzeit gemerkt, dass die Zuordnung in der Viererkette besser war, weil Homburg uns in der ersten Halbzeit oft überspielt hat – mit vier Spielern auf uns drei Verteidiger. Dann hatten wir hinten keinen richtigen Zugriff, mussten uns oft fallen lassen und konnten nicht auf Balleroberung spielen. Deshalb war es in der zweiten Halbzeit besser.” Dem ersten Saisonspiel auf dem Betzenberg fiebert der Neuzugang bereits mit Vorfreude entgegen. „Wir sind heiß auf das erste Spiel, ich würde sagen, die Körner sind voll. Jetzt können wir ab nächster Woche Vollgas geben.“ Ben Zolinski: „Ich kämpfe dafür, dass ich in der ersten Elf bin“ Ben Zolinski begann gegen die Saarländer als linker Stürmer. Auf der Außenbahn vor Hendrick Zuck zeigte er heute einige gute Aktionen. „Ich denke, heute war von allem etwas dabei. Wir hatten sehr, sehr gute Phasen und ein paar Situationen, die nicht so gut waren. Aber im Großen und Ganzen haben wir das Spiel klar gewonnen. Von daher haben wir unsere Aufgabe erfüllt. Es gibt noch ein paar Dinge, an denen wir feilen müssen, aber es ist ja noch eine Woche Zeit, von daher ist alles in Ordnung.”Der häufig in Fankreisen kritisierte Zolinski zeigt sich was den Saisonstart betrifft zuversichtlich. Mit seinen Leistungen will er sich in die Mannschaft spielen – vielleicht sogar auf der Verteidigerposition, falls Erik Durm verletzt ausfallen sollte? Vielleicht. „Ich kämpfe dafür, dass ich in der Startelf stehe, dass ich spiele – und dass ich gut spiele. Und wenn es hinten rechts ist, dann ist es eben so. Das letzte Mal habe ich in Aue hinten rechts gespielt, das ganz gut. Dann kann ich mich gut darauf einstellen – ich bin ja schließlich gelernter Rechtsverteidiger.“ Quelle: Treffpunkt Betze
Kevin Kraus: „Keiner wird uns mehr unterschätzen“

Abwehrhüne Kevin Kraus im Gespräch mit Treffpunkt Betze über seinen aktuellen Fitnessstand, seine Erwartungen an die neue Saison und die letzten fünf Jahre beim FCK. Routinier Kevin Kraus wechselte 2018 vom 1. FC Heidenheim zum 1. FC Kaiserslautern und gehört neben Hendrick Zuck zu den dienstältesten Profis im Kader der Roten Teufel. Der 30-Jährige spielte in seinen bisher fünf Jahren im Verein unter sechs verschiedenen Trainern und hielt dem FCK trotz einiger Höhen und Tiefen bis heute die Treue. In der vergangenen Saison avancierte der wohl schönste „Schnorres“ der zweiten Liga zudem zu einem sicheren Elfmeterschützen, wie er im Heimspiel gegen den SV Sandhausen unter Beweis stellte. Während des ereignisreichen Medientages nahm sich „Krausi“ Zeit, um über die Saisonvorbereitung, seine Verbundenheit zum FCK und die neue Zweitliga-Saison zu sprechen. „Stehe gut im Saft“ Treffpunkt Betze: Hallo Kevin. Aufgrund einer Sprunggelenksverletzung hast du das Saisonfinale und Teile der Sommervorbereitung verpasst. Wie steht es heute um deine Gesundheit, dein Fitnessstand und deine Einsatzchancen? Kevin Kraus: Mir geht es gut. Klar, die ersten Trainingseinheiten mit der Mannschaft waren anfangs etwas anstrengender als in der Reha, weil die Abläufe natürlich ganz andere sind. Aber mittlerweile bin ich wieder gut reingekommen, stehe gut im Saft und freue mich auf die neue Saison. Treffpunkt Betze: Die neue Saison steht vor der Tür und am ersten Spieltag geht es zu Hause gegen den FC St. Pauli. Mit den folgenden Spielen gegen Schalke 04 und die SV Elversberg habt ihr ein anspruchsvolles Auftaktprogramm. Mit welchen Erwartungen gehst du in die neue Saison? Kevin Kraus: Wir wollen wieder unser gewohntes Gesicht zeigen, wollen alles reinhauen und den Fans zeigen, dass wir immer um drei Punkte mitspielen können. Das haben wir bereits in der vergangenen Saison bewiesen und jetzt gehen wir erneut als Zweitligist in die neue Spielzeit. Keiner wird uns mehr unterschätzen, weswegen ein guter Start umso wichtiger für den Verlauf der Saison ist. // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. Treffpunkt Betze: Eure Rückrunde war bekanntlich, zumindest was die Ergebnisse betraf, deutlich schwächer als die Hinrunde. Mit Blick auf die bisherige Vorbereitung: An welchen Stellen, glaubst du, habt ihr euch spielerisch und taktisch verbessern können? Kevin Kraus: Wir haben insgesamt viele spielerische Ansätze trainiert. Gerade im Testspiel gegen Norwich City hat man gesehen, dass wir auch gegen Mannschaften mit einer hohen individuellen Qualität fußballerisch dagegen halten können. Zudem haben wir an unseren defensiven Abläufen gefeilt, damit ein Rad in das andere greift. Deswegen glaube ich, dass wir sehr gut auf die neue Runde vorbereitet sind. „Wir sind deutlich unberechenbarer“ Treffpunkt Betze: In der letzten Saison hast du häufig neben Robin Bormuth oder Boris Tomiak in einer 4er-Kette verteidigt. Zuletzt ließ der Trainer in einer 3er-Kette mit drei Innenverteidigern spielen, zudem ist Jan Elvedi zu euch gestoßen. Welche Auswirkungen haben solche Veränderungen auf dein Spiel? Kevin Kraus: Es ist immer gut, eine flexible Mannschaft zu haben, die taktisch vielseitig agieren kann. Ich glaube, dass uns genau das, in Spielen in denen es mal nicht so läuft, helfen kann. Alles in allem können wir dadurch viele Anpassungen und Änderungen vornehmen und für die gegnerischen Teams werden wir deutlich unberechenbarer. Treffpunkt Betze: Du gehst mit dem FCK in deine sechste Saison, damit gehörst du zu den dienstältesten Spielern im Verein. Ein solch langer Verbleib ist heutzutage eher ungewöhnlich. Was ist das, was dich so sehr am Betze hält? Kevin Kraus: Jeder der mal hier gespielt hat, weiß, wie viel Freude es macht, hier aufm Betze zu spielen. Ich fühle mich hier pudelwohl, habe hier meine Freundin und wohne nah an meiner Heimat. Mittlerweile bin ich komplett im Verein angekommen und die Leute wissen, was sie von mir erwarten können. Ich weiß auch, wie der ganze Verein tickt und was er mir zurückgibt. Treffpunkt Betze: In der vergangenen Saison hast du im Heimspiel gegen den SV Sandhausen deinen ersten Elfmeter für den FCK verwandelt und auch im Fan-Spiel gegen die Regionalauswahl hast du per Strafstoß getroffen. Werden wir dich auch in der kommenden Saison am Elfmeterpunkt sehen? Kevin Kraus: (lacht) Ich gehe davon aus, ja. Quelle: Treffpunkt Betze