Daniel Ferino: „Das ist der Wahnsinn und macht mega Spaß“

Foto: Daniel Ferino

Drei Fragen, drei Antworten: Graffiti-Künstler Daniel Ferino über die Anerkennung seiner Kunstwerke, seine Liebe zum FCK und Wünsche für die Zukunft. Jeder Anhänger der Roten Teufel kennt die Kunstwerke von Daniel Ferino: den Kuttenträger aus der Westkurve, die ’98er Meistermannschaft oder das Konterfei von Fritz Walter. Ob in den Fanhallen des Fritz-Walter-Stadions oder auf der Dauerkarte, fast überall im FCK-Umfeld findet man mittlerweile die Motive des erfolgreichen Graffiti-Künstlers und Fan des 1. FC Kaiserslautern. Auf Treffpunkt Betze stellt sich Daniel in unserem Format Dreierpack unseren drei Fragen. Beeindruckender Zuspruch der Fans Treffpunkt Betze: Hallo Daniel, mittlerweile zieren mehrere deiner Graffiti-Kunstwerke das Nachwuchsleistungszentrum sowie das Fritz-Walter-Stadion. Es gibt viele Fotos von Fans, die sich vor deinem Werk zu Ehren von Fritz Walter oder vor dem Kuttenträger in der Fanhalle der Westkurve fotografieren lassen. Einige Fans kaufen sich sogar Kunstdrucke deiner Motive. Wie stolz bist du, dass deine Arbeit für deinen Herzensverein so viel Anerkennung findet? Daniel Ferino: Es ist eigentlich gar nicht in Worte zu fassen. Vor allem bin ich auch dankbar, dass ich die Möglichkeit bekommen habe und in der Gestaltung und Umsetzung komplett frei war. Während der Umsetzung der Motive bin ich so konzentriert, dass ich erst lange Zeit danach realisiere, was ich gemacht habe und die Reaktionen der Leute mich dann einfach wieder einholen und total beeindrucken. Das macht mich unglaublich stolz und ich freue mich riesig, dass jeder FCK-Fan seine Freude daran hat. // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. FCK ein Leben lang! Treffpunkt Betze: Einige Fans der Roten Teufel kennen dich vielleicht aus der Westkurve, wo du mehrere Jahre als Vorsänger tätig warst. Wie oft bist du heute noch in der Westkurve anzutreffen? Daniel Ferino: Meine Dauerkarte habe ich schon seit über 20 Jahren. Bei den Heimspielen versuche ich immer da zu sein, was wegen meiner Familie und den Kindern nicht immer so einfach ist. Auswärts schaffe ich es auch ab und zu im Stadion zu sein. „Es gibt keine Grenzen“ Treffpunkt Betze: Letzten Sommer durftest du die Garage von FCK-Kapitän Jean Zimmer mit deiner Kunst verschönern. Auf den Dauerkarten des 1. FC Kaiserslautern ist eines deiner Motive zu sehen. Zum Ende des letzten Jahres durftest du mit einem guten Kollegen die Fassade einer Grundschule in Florida mit einem Porträt von Leonardo da Vinci besprühen und dir damit einen lang gehegten Traum erfüllen. Gibt es weitere Ziele und Träume, die du in Zukunft erfüllen möchtest? Daniel Ferino: In den letzten zwei Jahren ist wirklich viel passiert, mit der Gestaltung des Fritz-Walter-Stadions und der Reise nach Miami sind schon zwei große Träume in Erfüllung gegangen. Des Weiteren möchte ich mit Philip (Stone Graffiti) jedes Jahr in ein anderes Land reisen und dort eine große Wand bemalen. Ein weiterer Traum wäre es, ein Flugzeug oder einen Helikopter zu bemalen – Koffer für die Lufthansa gab es ja schon. Ich glaube mit dem, was ich mache, ist alles möglich und es gibt keine Grenzen. Ich habe in den letzten Jahren so viele gute Kontakte geknüpft, für große Konzerne und Firmen gearbeitet, interessante Menschen kennengelernt, mit denen ich auch Freundschaften geschlossen habe. Das ist der Wahnsinn und macht mega Spaß. Wenn ich weiterhin so davon leben kann und meine Familie gesund bleibt, bin ich der glücklichste Mensch auf der Welt. Quelle: Treffpunkt Betze

“Wollen den Bock umstoßen”: Die FCK-Lage vor Elversberg

Am Freitag treffen die Roten Teufel zu Hause auf die SV Elversberg vor über 41.000 Zuschauern. Der Auftrag ist klar: Druck annehmen und Heimsieg einfahren. Der ungefährdete 0:5-Auswärtserfolg bei Rot-Weiß Koblenz war der erste Pflichtspielsieg des 1. FC Kaiserslautern seit rund vier Monaten. Auch wenn der Klassenunterschied kaum größer hätte sein können, tat der Sieg allen Beteiligten gut: “Siege sind die beste Medizin und wir gehen mit einem guten Gefühl ins Heimspiel gegen Elversberg“, sagte Dirk Schuster nach dem Sieg in der ersten Pokalrunde. Der Drittliga-Aufsteiger aus Elversberg konnte aus den ersten beiden Zweitligaspielen zwar nur einen Punkt holen, spielerisch und offensiv wusste das Team von Cheftrainer Horst Steffen jedoch zu überzeugen. Bei Hannover 96 verspielte man eine 0:2-Führung und gegen Hansa Rostock ging das Spiel erst in der 103. Minute verloren. Dementsprechend wird das Hauptaugenmerk beim FCK auf der Defensive liegen, die in den ersten beiden Spielen nicht überzeugen konnte und vor allem durch individuelle Fehler auffiel. Ob Neuzugang Nikola Soldo schon ein Kandidat für den Spieltagskader ist, verriet Dirk Schuster nicht. Mannschaft ist dem Druck gewachsen Bei der Spieltags-Pressekonferenz zollte der 55-Jährige Elversberg Respekt: “Elversberg ist in der 3. Liga wie das Messer durch die warme Butter gegangen und hätte die ersten beiden Spiele durchaus gewinnen können.” Obwohl die Saarländer der vermeintlich kleine Aufsteiger sind, bedarf es einer gehörigen Portion Demut und Konzentration, um gute Chancen auf einen Sieg zu haben. “Wer erwartet, dass wir Elversberg aus dem Stadion schießen, ist falsch gewickelt“, so Dirk Schuster. Dennoch sieht er seine Mannschaft für das Heimspiel am Freitag gut gerüstet, auch der Pokalsieg gegen den Oberligisten Koblenz habe das Selbstvertrauen gestärkt: “Die Mannschaft ist dem Druck gewachsen und will den Bock umstoßen. Wir gehen mit viel Selbstvertrauen in das Spiel und wenn wir uns keine einfachen individuellen Fehler erlauben, haben wir gute Chancen, das Spiel zu gewinnen.” Außerdem gab der Verein bekannt, dass Linksverteidiger Neal Gibs an den Regionalligisten SGV Freiberg ausgeliehen wurde, um dort Spielpraxis zu sammeln. Ache wieder fit, Soldo im Kader Julian Krahl wird wie schon im Pokalspiel gegen Rot-Weiß Koblenz Routinier Andreas Luthe ersetzen, der nach seinem Platzverweis bei Schalke 04 zwei Spiele pausieren muss. Auch Innenverteidiger Boris Tomiak steht wegen einer Gelb-Rot-Sperre nicht zur Verfügung. Der erst vor wenigen Tagen verpflichtete Neuzugang Nikola Soldo wird ihn wohl noch nicht ersetzen. Der zuletzt angeschlagene Stürmer Ragnar Ache ist wieder fit und ebenso ein Kandidat für die Startelf wie Terrence Boyd. Verzichten muss Dirk Schuster auf Flügelspieler Philipp Hercher, der mit Hüftproblemen ausfällt. Quelle: Treffpunkt Betze