Seltener Transfer: FCK verpflichtet vereinslosen Almamy Touré

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Der FCK ist ein weiteres Mal auf dem Transfermarkt aktiv geworden. Almamy Touré wechselt zum Betzenberg und soll die anhaltenden Abwehrprobleme lösen. Ein Wechsel eines vereinslosen Spielers mitten in der Saison ist im Fußball eher ungewöhnlich. Gleichzeitig bieten solche Transfers die Möglichkeit, bestehende personelle oder qualitative Lücken zu schließen, ohne ein größeres wirtschaftliches Risiko einzugehen. So nun auch geschehen im Falle des 1. FC Kaiserslautern und dem ehemaligen Frankfurter Verteidiger Almamy Touré. Der 27-Jährige, der die Eintracht im Sommer verließ und seither vereinslos war, verstärkt die Roten Teufel mit sofortiger Wirkung. Touré bestritt in seiner Karriere ein Länderspiel für Mali, insgesamt 14 Spiele in der Europa League, zehn Champions-League- und 54 Ligue-1-Spiele für den AS Monaco sowie 60 Bundesligapartien für Eintracht Frankfurt. Die Pressemitteilung des 1. FC Kaiserslautern: Der 1. FC Kaiserslautern hat den seit Sommer vertragslosen Abwehrspieler Almamy Touré verpflichtet. Der 27-Jährige lief bis zum Sommer diesen Jahres für Eintracht Frankfurt auf. Almamy Touré wurde in Mali geboren, machte seine ersten fußballerischen Schritte aber in Frankreich, nachdem er im Alter von fünf Jahren mit seiner Familie in den Pariser Vorort Seine-Saint-Denis zog. Im Alter von 14 Jahren zog es Touré bereits zum AS Monaco, wo sein Talent früh erkannt und gefördert wurde: Mit 18 Jahren gab der Defensivspieler sein Profidebüt im Champions-League-Spiel der Monegassen gegen Arsenal London. Von Monaco, wo er mit neun Jahren bisher die längste Zeit seiner Karriere verbrachte und eine französische Meisterschaft feiern konnte, zog es den gelernten Innenverteidiger nach Deutschland zu Eintracht Frankfurt. Für die Südhessen lief er in insgesamt 81 Spielen auf und konnte während seiner Zeit dort den Sieg der Europa League und des DFB-Pokals feiern. “Ein Glücksfall” „Es ist natürlich ein Glücksfall, wenn sich ein Spieler wie Almamy Touré mit uns beschäftigt und dann auch noch die gleichen Ambitionen hat. Für ihn war die sportliche Herausforderung und die Plattform, die sich ihm bietet, viel wichtiger als der monetäre Aspekt, sonst wären wir auch nicht zusammengekommen. Mit seiner Erfahrung und seiner individuellen Qualität kann er den Konkurrenzkampf im Kader und in der Tiefe nochmal verstärken. Wir sind überzeugt, dass er sich gut in die bestehende Mannschaft einfügen und uns weiterhelfen wird“, erklärte FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen zur Verpflichtung von Touré. „Ich bin froh, hier zu sein und dass es mir ein Traditionsverein wie der 1. FC Kaiserslautern ermöglicht, wieder zurück im deutschen Profifußball zu sein. Es ist eine top Adresse, bei der ich hoffe, schnellstmöglich zu meiner alten Stärke zurückzufinden. Ich möchte das Vertrauen in mich mit Leistung zurückzahlen und gemeinsam mit der Mannschaft eine erfolgreiche Saison spielen“, erklärte Almamy Touré seine Entscheidung für ein Engagement beim FCK. Quelle: Treffpunk Betze / 1. FC Kaiserslautern

Sascha Franz über den FCK: „Das sind Emotionen pur”

Co-Trainer Sascha Franz im Gespräch mit Treffpunkt Betze über die letzten Wochen beim FCK, die Konkurrenzsituation innerhalb der Mannschaft und seine Arbeit im Hintergrund. Hinter jedem guten Trainer steht eine starke zweite Kraft. Das gilt auch für den FCK und Dirk Schuster. Der Lautrer Cheftrainer und sein „Co“ Sascha Franz sind seit ihrer gemeinsamen Zeit bei Darmstadt 98 unzertrennlich. Der 1.FC Kaiserslautern ist mittlerweile der fünfte Arbeitgeber des Duos, das seine größten Erfolge mit traditionsreichen Underdogs feierte. Zwischen zwei Trainingseinheiten nahm sich der 49-Jährige Assistenzcoach Zeit für ein ausführliches Interview. „Das ist schon ein Privileg“ Treffpunkt Betze: Hallo Sascha, mit welchen drei Schlagworten würdest du den FCK beschreiben? Sascha Franz: (Überlegt) Emotional, ehrgeizig und traditionell. Treffpunkt Betze: Und wie sähe eine längere Version dieser Beschreibung aus? Sascha Franz: Der FCK ist ein besonderer Verein, das merkt man vom ersten Tag an, wenn man hierher kommt. Wir haben vor den Relegationsspielen hier angefangen und sofort gespürt, was das für die Region und die Menschen hier bedeutet. Wenn man sieht, wie viele Fans uns unterstützen, nicht nur zu Hause, sondern bei allen Spielen, dann ist das schon bemerkenswert. Bei Auswärtsspielen wie zum Beispiel in Düsseldorf oder Hannover haben wir 10.000 und mehr Fans im Rücken, das ist schon ein Privileg. So eine tolle Unterstützung, in diesem Ausmaß mit regelmäßig über 40.000 Fans im Stadion, habe ich bei meinen bisherigen Trainerstationen noch nicht erlebt. Das sind Emotionen pur, die man da erlebt und auch bei sich selbst spürt. Denn mit dieser Unterstützung geht auch eine Verantwortung einher. Der Verein war Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger und Europapokal-Teilnehmer, da gibt es natürlich eine gewisse Erwartungshaltung der Fans. Wir versuchen immer, diese Erwartungen zu erfüllen, aber leider kann uns das natürlich nicht in jedem Spiel gelingen – gerade wenn man sieht, gegen welch anderen Vereine wir in der Liga spielen. Treffpunkt Betze: Konntet ihr euch vor eurem Wechsel nach Kaiserslautern ungefähr vorstellen, was euch in dieser Hinsicht hier erwartet? Sascha Franz: Natürlich könnte man jetzt sagen, ‘ja klar, das habe ich gewusst’. Aber es ist immer so, dass man es eigentlich erst merkt, wenn man es macht, wenn man es spürt, wenn man in der Situation ist. Natürlich wussten wir, was der FCK für ein Verein ist, aber der Wechsel hierher kam ja quasi über Nacht zu Stande. Wir hatten nicht viel Vorbereitungszeit. Thomas (Hengen, Anm. d. Red.) hat angerufen und am nächsten Tag standen wir auf dem Trainingsplatz. Wir haben uns dann erst mal auf die Arbeit konzentriert, es ging ja direkt um einiges. Aber mit jedem Tag, mit jeder Woche, die man hier ist, merkt man mehr, wie groß dieser Verein eigentlich ist und wie sehr die Menschen ihren FCK lieben. „Jeder Spieltag ist für uns etwas Außergewöhnliches“ Treffpunkt Betze: Die Lautrer Fans sind dafür bekannt, einerseits sehr euphorisch, andererseits aber auch sehr kritisch zu sein. Wie nimmst du das Umfeld des FCK wahr und lasst ihr euch in eurer Arbeit davon beeinflussen? Sascha Franz: Nein, das beeinflusst uns nicht. Wir versuchen immer, unsere Arbeit so gut wie möglich zu machen. Ich glaube, da, wo man extrem liebt, gibt es natürlich auch extreme Gefühle auf der anderen Seite. Aber das empfinde ich überhaupt nicht als unangenehm. Es ist ganz normal, dass Leute, die an diesem Verein hängen, sich auch mal kritisch äußern, wenn wir schlecht spielen, wie jetzt beispielsweise gegen Fürth. Das sehen wir selbst ja genauso kritisch und sind auch mal unzufrieden. Treffpunkt Betze: Hinter dir und der Mannschaft liegen einige aufregende Tage: Zwei Top-Spiele in der Liga, dazu das Pokalspiel gegen Köln: Wie verarbeitest und reflektierst du als Trainer solche intensiven Phasen? Sascha Franz: Wenn du drei Spiele in sieben Tagen hast, bist du eigentlich rund um die Uhr in der Spielvor- oder Spielnachbereitung. Da hast du gar nicht die Zeit, um alles zu reflektieren, es geht ja immer Schlag auf Schlag weiter. Wenn du dann am Sonntagnachmittag etwas zur Ruhe kommst, kannst du ein bisschen über die vergangene Woche nachdenken und überlegen, was gut und was schlecht gelaufen ist. Grundsätzlich dürfen wir aber nicht vergessen, wo wir herkommen. Jeder Spieltag in der zweiten Liga ist für uns etwas Außergewöhnliches, da spielt es in der Vorbereitung überhaupt keine Rolle, wer der Gegner ist oder zu welcher Uhrzeit gespielt wird. Treffpunkt Betze: Von außen betrachtet kamen die jüngsten Niederlagen nach den intensiven Spielen gegen Düsseldorf, Hamburg und Köln nicht überraschend. Die Mannschaft wirkte an einigen Stellen mental und körperlich müde. Kommt euch die aktuelle Länderspielpause daher entgegen? // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. Sascha Franz: Psychisch und mental kann man in der Länderspielpause natürlich etwas runterfahren. Aber körperlich müssen wir das Niveau hochhalten, da gibt es keine Zeit zum Durchatmen. Im Gegenteil: An der Stelle setzen wir bewusst Reizpunkte. Wir nutzen die Länderspielpausen immer, um an gewissen Dingen zu arbeiten, danach haben wir ja auch noch einige Spiele vor der Brust. Luftholen ist da erstmal nicht (lacht). „Das ist die Situation, die wir wollen“ Treffpunkt Betze: Wenn wir die letzte Transferperiode betrachten, wurden unter anderem Spieler geholt, die sehr viel Tempo, Spielfreude und Dynamik mitbringen. Dazu gehören Spieler wie Puchacz, Tachie, Ache oder Raschl. Alle vier haben relativ schnell den Weg in die Startelf gefunden. Wie wichtig war dieser Aspekt der Dynamik als Voraussetzung für eine weitere erfolgreiche Saison? Sascha Franz: Generell denke ich, dass es noch zu früh ist, um eine Bilanz zu ziehen. Aber im Großen und Ganzen läuft es gut. Wir wussten, dass wir in der Sommerpause etwas tun müssen und haben uns nach reiflicher Überlegung auch bewusst für die Spieler entschieden, die letztendlich zu uns gekommen sind. Dass ein oder zwei Kriterien bei allen gleich gut erfüllt sind, kommt zwangsläufig vor, war aber nicht bewusst gewollt. Wir haben geschaut, auf welchen Positionen wir jemanden mit welchen spezifischen Anforderungen brauchen und ob wir uns in der Tiefe oder in der Breite verstärken wollen. Wir haben jeden für sich betrachtet und jeder hat uns auf seiner Position überzeugt. Das Ergebnis der letzten