Trainingsauftakt beim FCK: Der Umbruch hat begonnen

Zum ersten Mal in diesem Jahr präsentierte sich der FCK bei Dauerregen und mit vier Neuzugängen auf Platz 4. Die Zukunft von Terrence Boyd scheint weiterhin offen. Trainingsauftakt beim 1. FC Kaiserslautern. Und was für einer! Während Lex-Tyger Lobinger freigestellt wurde und nicht mit ins Trainingslager in die Türkei reist, soll der Vertrag mit Stürmer Terrence Boyd Medienberichten zufolge aufgelöst werden. Gleichzeitig hat sich der FCK nach Filip Stojilkovic mit Darmstadts Rechtsverteidiger Frank Ronstadt, Kiels Stürmer Ba-Muaka Simakala und Fürths Stürmer Dickson Abiama gleich dreifach verstärkt. Doch bevor sich Dimitrios Grammozis und die Roten Teufel nach dem 15-tägigen Weihnachtsurlaub in Belek auf die Rückrunde vorbereiten, absolvierten die FCK-Spieler am Dienstag einen Laktattest und am Nachmittag eine erste öffentliche Trainingseinheit. Vier neue Gesichter im Training Bei wahrhaftigem Fritz-Walter-Wetter starteten 25 Feldspieler und vier Torhüter auf Platz 4 in die Vorbereitung auf die anstehende Rückrunde. Aus dem aktuellen Kader fehlten lediglich Stürmer Lex-Tyger Lobinger (freigestellt) und Rechtsverteidiger Erik Durm (krank). Stattdessen waren mit Frank Ronstadt, Filip Stojilkovic, Ba-Muaka Simakala und Dickson Abiama gleich vier Neuzugänge mit von der Partie und präsentierten sich trotz des schlechten Wetters erstmals vor der beachtlichen Kulisse von rund 90 bis 100 Zuschauern. Ritter trainiert individuell Auch Terrence Boyd, der wohl vor einem Wechsel zum Drittligisten SV Sandhausen steht, absolvierte die Einheit mit der Mannschaft. Auf sehr rutschigem Untergrund stand nach einer kurzen Aufwärmphase eine Spielform auf drei Tore auf dem Trainingsplan. Hier konnten die neuen Roten Teufel erstmals ihre Schnelligkeit und ihren Offensivdrang unter Beweis stellen. Leistungsträger Marlon Ritter absolvierte aufgrund seiner Verletzung aus dem Auswärtsspiel in Braunschweig ein individuelles Trainingsprogramm, wird aber mit der Mannschaft ins Trainingslager reisen. Im Anschluss nahm sich die Mannschaft wie gewohnt Zeit für die zahlreichen Foto- und Autogrammwünsche der Fans. Winterfahrplan bis zum 20. Januar Nach einer weiteren öffentlichen Trainingseinheit am Mittwoch (11:00 Uhr, Platz 4) reisen Mannschaft und Trainerteam noch am selben Tag ins Trainingslager in die Türkei, wo sich der FCK bis zum 11. Januar unter gewohnt professionellen Bedingungen auf die Rückrunde vorbereiten wird. Während der insgesamt dreiwöchigen Vorbereitung stehen mehrere Testspiele auf dem Programm, unter anderem gegen den türkischen Erstligisten Gençlerbirliği Ankara (06. Januar, 14:00 Uhr) und gegen den Tabellenzweiten der 3. Liga, Dynamo Dresden (10. Januar, 16:00 Uhr). Nach der Rückkehr bleibt den Lautrern noch rund eine Woche bis zum Rückrundenauftakt beim FC St. Pauli (20. Januar, 13:00 Uhr, Millerntor-Stadion). Quelle: Treffpunkt Betze
Noch ein Stürmer: FCK verpflichtet Dickson Abiama

Ein weiterer Wintertransfer des FCK ist fix: Dickson Abiama kommt von der SpVgg Greuther Fürth an den Betze und ist ab sofort ein Roter Teufel. Der 1. FC Kaiserslautern hat Nägel mit Köpfen gemacht und mit dem insgesamt vierten Wintertransfer einen größeren Umbruch eingeleitet. Vom Ligakonkurrenten Greuther Fürth wechselt Offensivspieler Dickson Abiama zum FCK. Der 25-Jährige unterschrieb Medienberichten zufolge einen langfristigen Vertrag. Die Pressemitteilung des 1. FC Kaiserslautern: Die Karriere von Dickson Abiama verlief steil: Geboren in Nigeria schnürte der Offensivspieler dort bis zu seinem 18. Lebensjahr die Fußballschuhe, ehe er zu seinen Eltern nach Nürnberg-Mögeldorf zog, die bereits einige Jahre zuvor nach Deutschland ausgewandert waren. Dort startete er in der Bezirksliga bei der SpVgg Mögeldorf und spielte sich nicht nur schnell in höhere Ligen, sondern auch ins Blickfeld der Top-Vereine, so dass er 2020 seinen ersten Profivertrag bei der SpVgg Greuther Fürth unterzeichnete. Für das Kleeblatt absolvierte er 101 Ligaspiele, 24 davon in der Ersten Bundesliga, und erzielte dabei 15 Tore. In der Fürther Aufstiegssaison war Abiama mit sieben Toren nach Einwechslung der beste Joker der gesamten Liga. Hengen: Abiama als zweite Spitze eingeplant „Der Weg von Dickson ist sicher außergewöhnlich im deutschen Profifußball, zeigt aber auch, was für ein akribisch arbeitender und disziplinierter Spieler er ist. Er zeichnet sich vor allem durch seine Schnelligkeit und seinen Zug zum Tor aus, bringt aber noch weitere Qualitäten mit sich, die uns in unserem Offensivspiel hoffentlich nach vorne bringen können. Dickson ist vornehmlich als zweite Spitze einsetzbar, fühlt sich aber auch auf dem Flügel wohl“, äußerte sich Thomas Hengen zur Verpflichtung. „Ich freue mich sehr, hier zu sein. Es ist einfach ein geiler Verein, ein geiles Stadion, geile Fans – eine top Adresse im deutschen Fußball. Ich kann es kaum erwarten, gemeinsam mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen“, so Dickson Abiama zum Transfer. Quelle: Treffpunkt Betze / 1. FC Kaiserslautern
FCK leiht Simakala von Holstein Kiel bis Saisonende

Zum Start ins neue Jahr verstärkt sich der 1. FC Kaiserslautern in der Offensive und leiht Ba-Muaka Chance Simakala von Ligakonkurrent Holstein Kiel aus. Nach Stürmer Filip Stojilkovic haben sich die Roten Teufel erneut in der Offensive verstärkt. Vom Ligakonkurrenten Holstein Kiel wechselt Ba-Muaka Simakala auf Leihbasis bis zum Saisonende auf den Betzenberg. Der 26-Jährige war erst zu Saisonbeginn vom Aufsteiger VfL Osnabrück nach Kiel gewechselt, kam dort aber nur elfmal zum Einsatz und blieb in allen Spielen ohne Tor und Vorlage. Die Pressemitteilung des 1. FC Kaiserslautern: Der gebürtige Nordrhein-Westfale mit kongolesischen Wurzeln wurde unter anderem im Leistungszentrum des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach ausgebildet. Sein Bundesligadebüt feierte Simakala mit 19 Jahren ebenfalls bei der Borussia, als er in der Saison 2016/17 bei der Partie gegen den SV Darmstadt 98 eingewechselt wurde. Einen der bisher größten Erfolge seiner Karriere feierte der heute 26-Jährige während seiner Zeit beim VfL Osnabrück, an dessen Zweitligaaufstieg im Sommer 2023 er mit 19 Toren und neun Torvorlagen maßgeblich beteiligt war. Hengen: Bietet uns mehr Flexibilität „Chance ist in der Offensive variabel einsetzbar, das bietet unserem Spiel nach vorne mehr Flexibilität. Mit ihm bekommen wir im Kader Qualität und Torgefahr hinzu und können damit weiter den Konkurrenzkampf forcieren“, erklärte FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen zur Leihe. „Ich bin froh, hier zu sein. Man weiß einfach, was für ein großartiger Verein der FCK ist und was für ein tolles Stadion einen hier erwartet. Ich freue mich riesig, Teil dieser Mannschaft zu sein und gemeinsam mit dem Team eine erfolgreiche Rückrunde zu spielen“, sagte Simakala. Quelle: Treffpunkt Betze / 1. FC Kaiserslautern
Weltweit auf Platz vier: Die FCK-Momente 2023

34 von möglichen 102 Punkten holte der FCK im Jahr 2023. Eine Bilanz, die an längst vergessene Zeiten erinnert. Wir lassen das FCK-Jahr 2023 noch einmal Revue passieren. Oberflächlich betrachtet gleicht die Formkurve des 1. FC Kaiserslautern im Kalenderjahr 2023 eher einer Geraden. Von links oben nach rechts unten. Doch so einfach ist es nicht. Der FCK war wieder einmal mehr Garant für eine Achterbahnfahrt. Zu Beginn des Jahres schien der Durchmarsch möglich, dann folgte Tristesse im Mittelmaß, gefolgt von einem fulminanten ersten Saisonviertel, das sogar kurzzeitig die Tabellenführung einbrachte, bevor der Absturz bis an den Rand der Abstiegszone begann. Doch ist diese Momentaufnahme Realität oder nur die Talsohle vor dem nächsten Gipfelsturm? Fragen über Fragen, auf die wir wohl auch in diesem zweiteiligen Jahresrückblick keine Antworten finden werden. In einer Statistik sind die Roten Teufel immerhin ganz weit vorne: 43.016 Zuschauer pilgerten im Schnitt auf den Betzenberg. Damit belegt der FCK den vierten Platz in der weltweiten Besuchertabelle aller zweiten Ligen. Und damit zum ersten Teil unseres Jahresrückblicks mit den Monaten Januar bis Juni. Januar 2023: Der Zug, der Zug, der Zug hat keine Bremse! Wie in jedem Jahr begann unmittelbar nach den Silvesterfeierlichkeiten das große Treiben auf dem Transfermarkt. Für Don Hengen und Dirk Schuster hieß das im Januar 2023 endlich den Wunschtransfer einzutüten. So wechselte Nicolai Rapp, als “Sechser” mit reichlich Vorschusslorbeeren ausgestattet, auf Leihbasis von Werder Bremen zum FCK. Gleichzeitig konnten die Arbeitspapiere von Marlon Ritter und Boris Tomiak verlängert werden, während Maximilian Hippe, Anas Bakhat, Muhammed Kiprit und René Klingenburg eine Luftveränderung nahegelegt wurde. Das Sahnehäubchen zu Beginn des Jahres waren jedoch 8.000 Fans und eine grandios aufspielende FCK-Mannschaft beim Rückrundenauftakt in Hannover. Und spätestens mit dem Last-Minute-Transfer von Nicolas de Préville stellte sich die Frage: Wer will diesen FCK noch stoppen? Eine Frage, die sich im Laufe des Kalenderjahres übrigens noch öfter stellte, aber zum Leidwesen vieler immer relativ schnell beantwortet wurde. Februar 2023: Laut(r)er Frust breitet sich aus Philipp Herchers 3:1 im Niedersachsenstadion sollte nämlich nicht nur bis zum Auswärtsspiel in Nürnberg, das allerdings erst für Mitte Mai terminiert war, das letzte Fernschusstor der Roten Teufel in dieser Saison sein – es war auch das für den gleichen Zeitraum letzte Auswärtstor überhaupt. Die bis dahin erfolgreichste Mannschaft auf fremden Plätzen verlor ihre Selbstverständlichkeit, mit der sie bis dahin von Auswärtssieg zu Auswärtssieg marschiert war und rund um den Betzenberg Euphorie und Träume von einer möglichen Rückkehr in die Bundesliga entfacht hatte. Die Spiele beim FC St. Pauli und in Paderborn holten auch die größten Optimisten auf den Boden der Tatsachen zurück, und wie es in Kaiserslautern so üblich ist, machte sich erstmals seit langer Zeit wieder etwas Frust breit. Langweiliges Mittelmaß mit einem ungefährdeten Klassenerhalt reicht eben nicht. Entweder man ist im Freudentaumel oder zu Tode betrübt – dazwischen gibt es beim FCK leider nichts. März 2023: Der FCK hält an der 40-Punkte-Marke fest Seit den Aufstiegsfeierlichkeiten nach den beiden Relegationsspielen gegen Dynamo Dresden wurde in Kaiserslautern die 40-Punkte-Marke als großes Ziel für die erste Zweitligasaison nach vier Jahren Drittligatristesse ausgegeben. Ein Ziel, das für einen Aufsteiger verständlich ist, das aber auch eine Mannschaft lähmen kann, wenn es trotz einer hervorragenden Entwicklung nicht korrigiert wird. Trotz der plötzlichen Auswärtsschwäche des FCK standen die Roten Teufel nach dem Heimsieg gegen Fürth mit 38 Punkten kurz vor dem Klassenerhalt, was Dirk Schuster aber nicht von seinem gebetsmühlenartigen 40-Punkte-Vortrag abbringen konnte. Ein Thema, das den gesamten März in Kaiserslautern bestimmen sollte. Mit einem 2:2 gegen den späteren Absteiger Sandhausen und dem fulminanten Last-Minute-Ausgleich gegen den späteren Meister aus Heidenheim wurde der berühmte Bock umgestoßen und die magische Punktegrenze endlich geknackt. // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. April 2023: Ein „Dreier“ für Betze-Herzen Nach der obligatorischen Auswärtspleite in Braunschweig stand im April eines der Spiele an, auf das man sich nach der feststehenden Rückkehr in die zweite Liga so gefreut hatte. Der Hamburger SV gab sich im Fritz-Walter-Stadion die Ehre, was die Lautrer Fans dazu veranlasste, diesen Spieltag zum „Tag der Tradition“ zu erklären. Vor ausverkauftem Haus und einem grandiosen Rahmenprogramm wurde dem ewigen Aufstiegsfavoriten aus Hamburg die Laune gründlich verdorben und die dringend benötigten Punkte gingen nicht in den Norden, sondern blieben in Kaiserslautern. Es sollte der letzte Saisonsieg der Roten Teufel bleiben, der dafür umso eindrucksvoller zu Stande kam. Auch wenn das trostlose Unentschieden in Regensburg und vor allem die Heimniederlage gegen Rostock absolut vermeidbar waren, konnten die Fans der Roten Teufel insgesamt zufrieden auf den bisherigen Saisonverlauf und den sicheren Klassenerhalt zurückblicken. Mai 2023: Die Heimkehr der Helden Im Mai jährte sich zum 25. Mal eine der größten Sensationen des deutschen Fußballs. Und mittendrin war natürlich der 1. FC Kaiserslautern. In der Saison 1997/98 marschierte das Team von Otto Rehhagel als Aufsteiger zur Deutschen Meisterschaft und bewies damit, dass in der Pfalz auch mal das Unmögliche möglich ist. Vor dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld wurden die Helden von damals auf dem Betzenberg empfangen und von den Fans gefeiert. Angeführt von König Otto persönlich folgten auch Spieler wie Marian Hristov, Pavel Kuka oder Miro Kadlec der Einladung zu diesem besonderen Event. Für die Mannschaft von Dirk Schuster hielten sich die Feierlichkeiten in diesem Monat jedoch in Grenzen. Lediglich beim 3:3 in Nürnberg wurde das Punktekonto der Roten Teufel noch einmal etwas aufgefüllt, bevor der FCK mit drei Niederlagen in Folge in die Sommerpause taumelte. Juni 2023: Aufgalopp in Übersee Mitte Juni war es wieder soweit: Trainer Dirk Schuster scharte seine Mannschaft um sich und bat zum Tanz. Der FCK-Tross absolvierte sein Sommertrainingslager in den Vereinigten Staaten und konnte so auch die Marke „FCK“ in Übersee ein wenig vermarkten. Durch die Nähe zum größten US-Militärstützpunkt außerhalb der USA in Ramstein verfügen die Roten Teufel ohnehin über eine bestehende Fanbase in den Staaten. Mit auf die Reise gingen auch die ersten Neuzugänge des 1. FC Kaiserslautern. Vom Absteiger aus Regensburg wechselte Innenverteidiger Jan Elvedi in die Pfalz und mit Tymoteusz Puchacz wurde ein „Bad Boy“ mit Betze-Mentalität vom Bundesligisten und Champions-League-Teilnehmer Union Berlin ausgeliehen. Weitere Neuzugänge sollten noch folgen – zumal Abgänge wie Robin Bormuth, Nicolas de Préville, Dominik Schad oder Nicolai Rapp kompensiert werden mussten. Der zweite Teil unseres Jahres-Rückblicks mit den