FCKS04: Strauchelnde Riesen im Kellerduell

Beim FCK brodelt es – und wie. Am Freitagabend trifft der FCK auf Schalke 04, einen Verein, der ebenfalls mit Problemen zu kämpfen hat. Beide stehen mit dem Rücken zur Wand. Die letzten Tage waren an Turbulenzen kaum zu überbieten. Nach der 0:2-Niederlage auf St. Pauli war die Unzufriedenheit bei Spielern, Fans und Vereinsverantwortlichen deutlich zu spüren. Auf der Spieltagskonferenz ließ Dimitrios Grammozis ordentlich Dampf ab und wehrte sich gegen die kursierenden Gerüchte um seine Person. Die Ausgangslage vor dem so wichtigen Heimspiel gegen einen direkten Konkurrenten könnte also deutlich besser sein. FC Schalke 04: Existenzkampf auch in Gelsenkirchen Der FC Schalke 04 durchlebt derzeit eine der schwierigsten Phasen seiner Vereinsgeschichte. Nach dem direkten Wiederaufstieg in der Saison 2021/22 mussten die Schalker nach nur einem Jahr wieder den Gang ins Unterhaus antreten. Dort hat S04 mit großen Anpassungsproblemen zu kämpfen und blieb bisher weit hinter den Erwartungen zurück. Aufgrund des ausbleibenden sportlichen Erfolgs mussten sowohl Trainer Thomas Reis als auch Sportvorstand Peter Knäbel ihren Posten räumen. Für sie übernahmen zwei Belgier das sportliche Ruder: Karel Geraerts als Trainer und seit Januar auch Marc Wilmots als Sportdirektor. Auf Schalke geht es jetzt nur noch darum, den Klassenerhalt zu schaffen, um so die Weichen für die Zukunft positiv zu stellen. Ein Abstieg wäre schließlich eine Katastrophe und vielleicht sogar der Gnadenstoß für den finanziell angeschlagenen Klub. // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. Voraussichtlich wird Schalke 04 wieder in der 4-4-2-Grundordnung mit Raute auflaufen, mit der Geraerts und sein Team bereits vor der Winterpause aus den letzten drei Spielen sieben Punkte holten und sich zumindest vorübergehend von den Abstiegsrängen absetzen konnten. Auch wenn dieser positive Trend beim Rückrundenauftakt gegen den HSV (0:2) nicht bestätigt werden konnte, scheint die Mannschaft stabiler geworden zu sein. Mit Assan Ouedraogo und Sebastian Polter fallen derzeit zwei Spieler verletzungsbedingt länger aus. Hinzu kommen die Gelbsperren von Marcin Kaminski und Ron Schallenberg. Der Einsatz von Blendi Idrizi ist krankheitsbedingt fraglich. Ob der vor wenigen Tagen verpflichtete Darko Churlinov bereits im Kader stehen wird, ließ Geraerts ebenfalls offen. Feiert Ache sein Startelf-Comeback? Im Oktober des vergangenen Jahres stand Ragnar Ache zum letzten Mal in der Startelf. Nach langer Verletzungspause kam der 25-Jährige zuletzt zweimal als Joker zum Einsatz, nun könnte Ache erstmals wieder in die Startelf rutschen. Neben dem rotgesperrten Afeez Aremu und dem verletzten Philipp Hercher steht auch Hendrick Zuck gegen die Königsblauen nicht zur Verfügung. Wie der „Kicker“ berichtet, zog sich der 33-jährige Außenverteidiger im Training einen Kreuzbandriss zu, eine offizielle Bestätigung des Vereins steht noch aus. Mit dem Rücken zur Wand Derzeit befindet sich der FCK in einer sportlichen Talfahrt. Die letzten sieben Ligaspiele gingen allesamt verloren, der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz schmilzt. Die Nebenkriegsschauplätze tun ihr Übriges, so dass die Pfälzer derzeit mit dem Rücken zur Wand stehen. Im Duell mit einem direkten Konkurrenten müssen Dimitrios Grammozis und sein Team nun irgendwie einen Weg finden, Mannschaft, Umfeld und Fans nach all den Ereignissen wieder zu vereinen. Für alle Daheimgebliebenen gibt es das Spiel wie gewohnt auf Sky oder bei OneFootball im Einzelstream. Quelle: Treffpunkt Betze
Erik Thommy: „Ich will irgendwann mal etwas gewinnen“

Drei Fragen, drei Antworten: MLS-Profi Erik Thommy über seine Zeit auf dem Betze, die amerikanische Fußballkultur und über eine mögliche Rückkehr nach Deutschland. Erik Thommy, von 2015 bis 2016 ein Roter Teufel, verpasste mit dem 1. FC Kaiserslautern unter Kosta Runjaic nur knapp den Aufstieg in die Bundesliga. Danach führten ihn seine Stationen zum FC Augsburg, Jahn Regensburg, VfB Stuttgart und Fortuna Düsseldorf. Doch zahlreiche Verletzungen verhinderten den großen Durchbruch des gebürtigen Ulmers in seiner Heimat und führten ihn schließlich in die USA zu Sporting Kansas City, wo der 29-Jährige heute zum Stammpersonal gehört und zuletzt das Viertelfinale der MLS-Playoffs erreichte. Vom rasanten Wachstum im US-Fußball Treffpunkt Betze: Hallo Erik, schön, dass du Zeit für dieses Interview gefunden hast. Du hast vor eineinhalb Jahren mit 27 Jahren einen in Europa eher ungewöhnlichen Schritt gewagt und bist in die MLS zu Sporting Kansas City gewechselt. Was ist der größte Unterschied zwischen dem Fußball in Deutschland und den USA? Erik Thommy: Der Fußball prinzipiell bleibt natürlich erstmal der gleiche, auch in den USA muss das Runde ins Eckige. Ich würde die größten Unterschiede so sehen, dass du zwar sehr viele individuell gute Spieler hast, aber dafür nicht immer die volle Disziplin über 90 Minuten, wie das vielleicht in der Bundesliga der Fall ist. Hier wächst der Fußball schnell, extrem schnell. Deswegen hat sich der Fußball selbst in den vergangenen 18 Monaten verändert, diese Entwicklung sehe ich auch für die Zukunft. // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. „Der FCK ist ein großer Verein” Treffpunkt Betze: In Deutschland verlief deine Karriere eher holprig und führte dich unter anderem auch auf den Betze. Wie siehst du rückblickend deine Zeit in Kaiserslautern? Erik Thommy: Ich hatte in Kaiserslautern meine erste Station außerhalb meines familiären Umfelds. Über die Chance bin ich sehr dankbar, ich musste zum Ersten mal selbstständig leben und konnte diese Erfahrung in Lautern machen. Zu dieser Zeit hatte ich schon in der Bundesliga debütiert und wollte auch meinen nächsten Schritt gehen, aber leider läuft in einer Karriere nicht immer alles geschmeidig. Allerdings habe ich dort viele tolle Menschen kennengelernt, es ist ein großer Verein mit unfassbaren Fans. Auch wenn die Zeit nicht ganz so erfolgreich war, habe ich es dort genossen und verfolge den FCK immer noch, zusammen mit dem restlichen deutschen Fußball. „Die Tür nach Deutschland halte ich mir immer offen” Treffpunkt Betze: Welche sportlichen Ziele hast du jetzt, für die kommende Saison und langfristig für deine Karriere? Könnte dich der Weg zurück nach Deutschland führen? Erik Thommy: In der MLS hat man aufgrund des Playoff-Systems immer die Möglichkeit einen Titel zu gewinnen, und das ist mein großes Ziel. Ich will irgendwann einmal etwas gewinnen. Wir haben einen guten Verein, eine gute Mannschaft, und da ist es auch möglich etwas mitzunehmen. Langfristig gesehen habe ich aufgehört in die Glaskugel zu schauen und mir Gedanken zu machen. Der Fußball ist ein kurzfristiges Geschäft, da kann von heute auf morgen viel passieren. Ich will gesund bleiben, erfolgreich sein und so lange wie möglich Fußball spielen. Die Tür nach Deutschland lasse ich immer auf, im Fußball weiß man nie was passiert, nichtsdestotrotz fühle ich mich hier in Kansas City sehr wohl. Der Verein ist sehr gut organisiert, sehr professionell, ein Top-Verein. Quelle: Treffpunkt Betze