Friedhelm Funkel: “Besonderer Verein mit besonderen Fans”

Friedhelm Funkel ist der neue starke Mann am Betzenberg. Gemeinsam mit Co-Trainer Matthias Lust soll der Altmeister die Roten Teufel vor dem Abstieg retten. Spätestens seit der 1:2-Niederlage gegen den SC Paderborn steht der 1. FC Kaiserslautern mit dem Rücken zur Wand. Nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Ligaspielen zog Geschäftsführer Thomas Hengen bereits zum zweiten Mal in dieser Saison die Reißleine. 73 Tage nach seinem Amtsantritt als Cheftrainer des FCK ist Dimitrios Grammozis den Job schon wieder los und muss seinen Platz für Friedhelm Funkel räumen. Funkel lief wie sein Vorgänger in seiner aktiven Laufbahn selbst für den FCK auf und freut sich über seine Rückkehr auf den Betzenberg. Ein schönes Gefühl, zurückzukehren „Es ist schön, wenn man nach all den Jahren als Cheftrainer hierher zurückkehrt. Es ist 40 Jahre her, dass ich als Spieler hier war und es ist schön zu spüren, dass einen die Leute nicht vergessen haben. Der FCK ist ein besonderer Verein mit besonderen Fans. Es ist eine Pflichtaufgabe für uns und die Mannschaft den Fans etwas zurückzugeben“. Der mittlerweile 70-Jährige kann auf eine lange Karriere als Spieler und Trainer zurückblicken und weiß, worauf es im Abstiegskampf ankommt. „Wir müssen das Feuer auf den Platz bekommen. Wenn uns das gelingt, stehen die Fans hinter uns und dann werden wir den Klassenerhalt schaffen“, so der neue Cheftrainer im Rahmen seiner ersten Pressekonferenz als FCK-Coach. “Der DFB-Pokal interessiert mich überhaupt nicht” Als größtes Sorgenkind sieht der ehemalige Mittelfeldspieler die Defensive. In allen bisherigen Ligaspielen kassierte der FCK mindestens ein Gegentor und steht folgerichtig am Tabellenende. „Die Defensive ist unser erster Ansatz. Wie genau wir daran arbeiten, werde ich mir noch überlegen. Mannschaften, die so viele Gegentore bekommen, stehen in der Tabelle hinten. Wir müssen nun eine Balance zwischen Offensive und Defensive finden und dabei an unseren Schwächen arbeiten.“ Die Tatsache, dass der FCK im DFB-Pokalhalbfinale steht hat Funkel bei seinen Überlegungen nicht beeinflusst. „Der DFB-Pokal interessiert mich überhaupt nicht. Mir geht es zunächst darum, die Klasse zu halten. Das Halbfinale findet Anfang April statt und vorher werde ich auch nicht darüber reden.“ „Mir ist es egal, wie lange ein Spieler schon beim FCK spielt“ Die Zeit zum Kennenlernen der Mannschaft ist für das Trainerduo begrenzt. Bereits am Sonntag geht es zum wichtigen Auswärtsspiel nach Nürnberg. „Mir ist es egal, wie lange ein Spieler schon beim FCK spielt. Ich schaue mir die Trainingseinheiten an, welches Leistungsvermögen die Spieler haben und was sie daraus machen. Die Zeit bis Sonntag ist knapp. Nürnberg ist stark und macht es in dieser Saison sehr, sehr gut. Aber wir werden uns im Trainerteam etwas einfallen lassen, um dort punkten zu können“, ist sich Funkel der Schwere der Aufgabe bewusst, aber auch voller Tatendrang. Quelle: Treffpunkt Betze
Thomas Hengen: “Alles dem Ziel Klassenerhalt unterordnen”

Friedhelm Funkel folgt auf Dimitrios Grammozis. Über die Gründe der Entlassung sprach Thomas Hengen am Mittwochnachmittag im Rahmen einer Medienrunde. Wenige Tage vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg hat der 1. FC Kaiserslautern auf die sportlich anhaltende Misere reagiert und Dimitrios Grammozis nach nur 73 Tagen von seinem Amt als Cheftrainer freigestellt. Im Gegenzug wurde der erfahrene und als “Feuerwehrmann” bekannte Friedhelm Funkel verpflichtet. Funkel bringt neben seiner Vergangenheit als ehemaliger FCK-Spieler auch die Erfahrung von rund 800 Spielen als Trainer mit. In Rahmen einer Medienrunde stellte sich am Mittwochnachmittag FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen den Fragen der Medienvertreter und gab Antworten zu den jüngsten Entwicklungen bei den Roten Teufeln. Thomas Hengen über… … die Gründe für die Entscheidung zu Gunsten von Friedhelm Funkel: Friedhelm Funkel hat eine Vita, die ihresgleichen sucht. Er ist ein sehr erfahrener Trainer, der alles mitgemacht hat, was man in dieser Situation braucht. Es kam sehr schnell rüber, dass er die Aufgabe hier gern übernehmen würde und dann sind wir uns schnell einig geworden. … die Vertragslaufzeit von Friedhelm Funkel: Zunächst dreht sich alles um die laufende Saison und darum, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Wir müssen jetzt schnellstmöglich unsere Punkte holen und alles andere dem Ziel Klassenerhalt unterordnen. … die Gründe für den Sturz auf den Relegationsplatz: Wenn du die schlechteste Abwehr der Liga stellst, hast du logischerweise mit dem Abstieg zu tun. Wir müssen daran arbeiten, die Abwehr zu stabilisieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir auch wieder punkten. … die Zeit von Dimitrios Grammozis als FCK-Trainer: Er kam hier gut rein, ist mit dem Spiel gegen Nürnberg sehr gut gestartet und dann fehlte der Mannschaft auch so ein bisschen das Matchglück. Im Pokal hat es funktioniert, auch gegen Hertha BSC Berlin, in der Liga war aber leider keine Konstanz drin. … die aktuelle Schwäche der Mannschaft: Vielleicht ist es eine Kopfsache. Wenn du frei bist, kannst du ganz andere Leistungen bringen. Wenn man sieht, dass wir vier Mal 1:0 in Führung gegangen sind und die Spiele dann verloren wurden, führt das vielleicht dazu, dass eine Mannschaft bei einem Gegentreffer nicht die nötige psychische Stabilität mitbringt. Friedhelm hat in der Vergangenheit schon bewiesen, dass er in die Köpfe der Spieler reinkommt und ihnen das notwendige Selbstvertrauen geben kann. … aufkommende Kritik an seiner Person: Ich mache mir um mich überhaupt keine Gedanken. Es geht nicht um mich, es geht nur darum, die für den Verein wichtigen Entscheidungen bestmöglich zu treffen. Das habe ich jetzt getan und hoffe natürlich, dass wir den Turnaround hinbekommen. Quelle: Treffpunkt Betze
Feuerwehrmann mit Stallgeruch: Friedhelm Funkel neuer FCK-Trainer

Friedhelm Funkel tritt mit sofortiger Wirkung die Nachfolge des glücklosen Dimitrios Grammozis an. Der 70-Jährige soll den FCK zum Klassenerhalt führen. Nur wenige Stunden nach der Freistellung von Cheftrainer Dimitrios Grammozis und dessen Co-Trainer Sven Piepenbrock hat der 1. FC Kaiserslautern die Nachfolgelösung präsentiert: Friedhelm Funkel übernimmt das Ruder beim FCK und soll die Roten Teufel vor dem erneuten Absturz in die Drittklassigkeit bewahren. Funkel kehrt damit nach langer Zeit und erstmals als Trainer auf den Betzenberg zurück. Der 70-Jährige bestritt von 1980 bis 1983 insgesamt 89 Pflichtspiele für Kaiserslautern, darunter auch das Jahrhundertspiel gegen Real Madrid. Funkel bringt jede Menge Erfahrung mit. Der ehamalige FCK-Spieler stand in 515 Bundesliga- und 270 Zweitligaspielen an der Seitenlinie, zuletzt führte er den 1. FC Köln in der Saison 2020/21 zum Klassenerhalt in der Bundesliga. Die Pressemitteilung des 1. FC Kaiserslautern: Der 1. FC Kaiserslautern hat nach der Freistellung von Dimitrios Grammozis einen neuen Cheftrainer installiert: Friedhelm Funkel übernimmt mit sofortiger Wirkung das Amt bei den Roten Teufeln. Matthias Lust neuer Co-Trainer Der ehemalige Bundesligaprofi, der von 1980 bis 1983 seine Fußballschuhe für den Pfälzer Traditionsverein schnürte, übernimmt den Cheftrainerposten beim FCK. Neben ihm wird Co-Trainer Matthias Lust das bestehende Trainerteam der Roten Teufel ergänzen. Den Wechsel von der aktiven Spielerkarriere auf die Trainerbank vollzog Funkel nahtlos. Nachdem er zunächst bei seinem damaligen Klub Bayer 05 Uerdingen vom Spieler zum Co-Trainer und später Cheftrainer wurde, folgten in seiner Laufbahn unter anderem Übungsleiterstationen beim 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt und Fortuna Düsseldorf. Zuletzt engagierte er sich im Frühjahr 2021 als Chefcoach beim 1. FC Köln und führte die Rheinländer zum Klassenerhalt in der Bundesliga. Quelle: Treffpunkt Betze / 1. FC Kaiserslautern
Offiziell: FCK entlässt Trainer Dimitrios Grammozis

Eine folgenschwere Fehlentscheidung findet ein vorzeitiges Ende: Der FCK entbindet Dimitrios Grammozis mit sofortiger Wirkung von seinem Traineramt. Der 1. FC Kaiserslautern und Dimitrios Grammozis gehen nach nur 73 Tagen getrennte Wege. Grammozis gelang es nicht, den bereits unter Dirk Schuster eingesetzten Abwärtstrend zu stoppen: Fünf von sechs Ligaspielen verlor der FCK unter der Leitung des 45-Jährigen. Bereits nach der vermeidbaren Niederlage gegen den SC Paderborn hallten “Grammozis-raus”-Rufe durch das Fritz-Walter-Stadion, ein klares Bekenntnis zum Trainer folgte von Thomas Hengen nicht. In den kommenden Wochen heißen die Gegner der Pfälzer: 1. FC Nürnberg, Karlsruher SC, Hansa Rostock und VfL Osnabrück. Gegen diese Teams muss gepunktet werden, um den Absturz zu vermeiden – das versucht der Traditionsverein nun mit einem neuen Impuls von der Seitenlinie. Die Pressemitteilung des 1. FC Kaiserslautern: Der 1. FC Kaiserslautern hat am späten Dienstagabend Dimitrios Grammozis und Sven Piepenbrock von ihren Aufgaben als Cheftrainer und Co-Trainer freigestellt. Der Nachfolger wird am Mittwochnachmittag die erste Trainingseinheit auf dem Betzenberg leiten. Nicht die erhoffte Wendung Dimitrios Grammozis hatte gemeinsam mit seinem Co-Trainer Sven Piepenbrock Anfang Dezember vergangenen Jahres das Traineramt in der Pfalz übernommen. Der FCK reagiert mit der Freistellung auf die jüngsten sportlichen Ergebnisse in der Liga, die nicht die erhoffte positive Wendung genommen haben. Der FCK bedankt sich bei Dimitrios Grammozis und Sven Piepenbrock für die geleistete Arbeit und das Engagement und wünscht Beiden auf ihrem weiteren Weg alles Gute. Quelle: Treffpunkt Betze / 1. FC Kaiserslautern