Aaron Opoku: Unterm Radar

Foto: Andreas Leiner

Kaum ein Spieler strahlt im Angriffsdrittel so viel Gefahr aus wie Aaron Opoku. Doch eine Mischung aus Frust und mangelndem Selbstvertrauen verhindert, dass der Knoten platzt. Aaron Opoku, der zu Beginn der Saison 2022/23 von der Elbe in die Pfalz wechselte, hat sich als vielversprechender Tempodribbler erwiesen. Seine Vielseitigkeit bringt dem 1. FC Kaiserslautern einen erheblichen Mehrwert – insbesondere das Herausspielen von Chancen zählt zu seinen Stärken. Trotz gelegentlich falscher Entscheidungen im letzten Drittel und teilweise mangelnder Effizienz gehört er dennoch zu den besten Flügelspielern der Liga. Aaron Opoku: Einer, der oft unter dem Radar bleibt.  Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp Offensive Variabilität Der Deutsch-Ghanaer fühlt sich auf der linken Außenbahn am wohlsten. Dort kann er seine Schnelligkeit und seine Fähigkeiten am besten einsetzen. Mit einem beeindruckenden Top-Speed von beeindruckenden 36,02 km/h gehört Opoku zu den sechstschnellsten Spielern der zweiten Liga. Trotz seiner Vorliebe für die linke Außenbahn ist der 25-Jährige vielseitig einsetzbar: Opoku kann sowohl den rechten Flügel beackern als auch im zentralen offensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Der gebürtige Hamburger zeichnet sich durch eine hohe Laufintensität, ein generell hohes Laufpensum und die Bereitschaft, immer anspielbar zu sein, aus. In der Statistik der angekommenen Pässe liegt er mit 11,65 pro 90 Minuten sogar unter den Top 6% der Liga. Dies unterstreicht seine Fähigkeit, sich im vorderen Drittel in gute Abschluss- und Passpositionen zu bringen. Zum Vergleich: Kenny Prince Redondo liegt in dieser Statistik unter den besten 28% und Richmond Tachie unter den besten 40% aller Flügelspieler der Liga. Der Chancen-Kreateur Aaron Opoku ist einer der besten Chancenkreateure der Mannschaft. Er steht nicht unbedingt für den den letzten Pass, sondern vor allem für den vorletzten. Opoku hat fünf Pre-Assists, das heißt, er hat fünfmal einen Pass gespielt, der zu einer direkten Torvorlage führte. Damit führt er diese interne Statistik bei den Roten Teufeln an. Hinzu kommen zwei Tore und zwei direkte Torvorlagen. Die Zahl der Vorlagen könnte wohlgemerkt noch etwas höher sein. Im Vergleich zu allen Spielern der Liga hat Opoku mit 0,43 den höchsten zu erwartenden Vorlagenwert pro 90 Minuten. Ein Grund dafür, dass Opoku nicht mehr Assists verbuchen konnte, ist die Chancenverwertung des FCK. // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. Oft sucht Opoku das Eins-gegen-Eins mit seinem Gegenspieler. Schließlich ist das Dribbling eine seiner größten Stärken. Pro 90 Minuten versucht der Tempodribbler 5,55 Dribblings gegen den Gegner und gehört damit zu den Top 6% aller Flügelspieler der Liga. Davon sind 2.66 Dribblings pro 90 Minuten erfolgreich, was ihn in die Top 9% der Flügelspieler bringt. Insgesamt kann man festhalten, dass Opoku mit rund 48% seiner Dribblings erfolgreich ist, was einem recht ordentlichen Wert entspricht. Überhastet & frustriert Die Entscheidungsfindung in den letzten Aktionen vor dem Strafraum ist jedoch Opokus größte Schwäche. Oft spielt er zum falschen Mitspieler oder ins Leere. Von außen betrachtet entsteht der Eindruck, dass die Laufwege nicht richtig einstudiert sind und die Kommunikation fehlt. Nach Ballverlusten bleibt er oft verärgert stehen, anstatt den Ball zurückzuerobern. Opoku ist schnell frustriert, was sich in seinem Spiel widerspiegelt. Je öfter eine Aktion misslingt, desto weniger Selbstvertrauen strahlt er aus. Dann traut er sich die Aktionen nicht mehr so richtig zu und lässt im Spiel etwas nach. Der gebürtige Hamburger muss konstanter in seinen Aktionen werden und weniger hektisch spielen. Wenn der Knoten platzt… Die Roten Teufel stehen vier Spieltage vor Saisonende vor einer anspruchsvollen Aufgabe. Beim Ziel, die Abstiegsplätze zu verlassen, könnte Opoku, der gegen den SV Wehen Wiesbaden krankheitsbedingt fehlte, ein entscheidender Spieler sein. Es bleibt zu hoffen, dass er diese Chance nutzt und seinen Teil dazu beiträgt, den Abstieg zu verhindern. Wenn er in seinen Leistungen konstanter und in der Entscheidungsfindung konzentrierter wird, könnte er eines der Puzzleteile sein, um den FCK vor dem Abstieg zu bewahren. Es wäre wünschenswert, wenn er jetzt das nötige Selbstvertrauen fände, um seine Fähigkeiten voll zu entfalten. Dann könnte Aaron Opoku gemeinsam mit dem FCK noch einmal Geschichte schreiben. Quelle: Treffpunkt Betze

Roundhouse-Kick: Kämpfen Lautern, kämpfen!

Foto: Andreas Leiner

Heute im Roundhouse-Kick: Die Hoffnung stirbt zuletzt, ein Unikat für den guten Zweck, Augen auf beim Getränkekauf, ein fast vergessener WM-Held und der wirtschaftliche Klassenerhalt. Hashtag der Woche: #nurnochvier. Auch zwei Tage nach dem ernüchternden Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden weiß man noch nicht so recht, wie man mit dem Ergebnis und der Leistung umgehen soll. Während Friedhelm Funkel in Erinnerungen an alte Kölner (Klassenerhalts-)Zeiten schwelgt, wütet Geschäftsführer Thomas Hengen vor laufenden Kameras gegen die von ihm zusammengestellte Mannschaft. Auch wenn einem als Fan nach diesem Spiel die Fantasie fehlt, wie der Klassenerhalt noch gelingen soll, ist jetzt nicht die Zeit, sich gegenseitig zu zerfleischen. Es geht nur gemeinsam. Das Spiel in Kiel kann entweder die Wende bringen oder das erste von vier Abschiedsspielen sein. Was rund um den Betzenberg und in der letzten Woche sonst noch wichtig war – hier in unserem Wochen-Rückblick.  Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp 1. Machen ist wie wollen, nur krasser Julian Krahl ist felsenfest vom direkten Klassenerhalt des FCK überzeugt. Das war zumindest der Stand vor dem Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden. Was ihn so zuversichtlich stimmt, sind die Endspiele, die nun ausnahmslos auf die Roten Teufel warten. Dass das erste mit einem 1:1 eher überschaubar ausfiel, wirft die Nummer eins der Männer in Rot hoffentlich nicht um. Immerhin hat er selbst dafür gesorgt, dass nach dem Kellerduell zumindest ein Punkt auf der Habenseite steht. Und da Jule während der Spiele so cool ist, dass er in der Halbzeitpause regelmäßig Eiswürfel pinkelt, nehmen wir ihm seine Überzeugung einfach mal ab und unterstützen die Lautrer bis zur letzten Spielsekunde dieser absolut gebrauchten Saison. Julian Krahl: Darum steigt der FCK nicht ab 2. Drei, zwei, eins … meins! Erinnert ihr euch noch an den 05. Dezember 2023? Der Hamburger SV gehörte noch zu den Spitzenteams der Liga, der FCK hatte gerade eine herbe Klatsche in Magdeburg kassiert und ein gewisser Dimitrios Grammozis feierte im DFB-Pokal-Achtelfinale sein Debüt als FCK-Trainer. Und genau in diesem Spiel sorgte FCK-Stürmer Ragnar Ache für Furore. Der Neuzugang aus Frankfurt feierte nach seiner Verletzung in Düsseldorf sein Comeback und machte nach seiner Einwechslung den Unterschied zwischen zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Aches Matchworn-Trikot aus diesem Spiel wurde nun zugunsten der Betze-Engel versteigert und brachte die stolze Summe von 3.200 Euro ein. Tolle Aktion und toller Erlös! Aches Pokaltrikot bringt 3.200 Euro an die Betze-Engel // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. 3. First check, then drink Wie der FCK auf seiner Webseite mitteilt, hat ein gewisses Unwohlsein auf den Rängen nicht immer etwas mit der Leistung der Mannschaft auf dem Spielfeld zu tun. In mehreren deutschen Fußballstadien sei es in letzter Zeit zum Missbrauch von „K.O.-Tropfen“ gekommen, worauf im Vorfeld des Spiels gegen Wehen Wiesbaden nochmals eindringlich hingewiesen wurde. Die Fans werden gebeten, im Umgang mit offenen Speisen und Getränken vorsichtig zu sein und vor allem zu helfen, wenn sie verdächtige oder möglicherweise hilfsbedürftige Personen erkennen. Augen auf und Vorsicht. „Habt Eure Getränke im Blick“ – FCK sensibilisiert Fans 4. Der Hunderter-Club wächst und wächst Neben Ottmar Walter wäre in diesem Jahr auch Werner Kohlmeyer 100 Jahre alt geworden. Im Rahmen der Ausstellung zu Ottes’ rundem Geburtstag wurde auch Kohlmeyer mit einer Vitrine gedacht. Mehr Ehre konnte dem 54er-Weltmeister leider nicht zuteil werden, da aus dem Nachlass des Abwehrspielers nur noch die WM-Medaille vorhanden ist. Umso interessanter sind die Ausführungen von Kurator Hagen Leopold, der in einem Interview mit dem kicker ein wenig Licht auf den Menschen Werner Kohlmeyer und seine Probleme mit dem plötzlichen Erfolg wirft. Eine traurige Geschichte über einen ganz großen FCK’ler. “Nach Kohli krähte kein Hahn, einfach vergessen” 5. Starterlaubnis erteilt Sollte die praktische Umsetzung des Klassenerhalts gelingen, steht dem Verbleib der Roten Teufel in der zweiten Liga seit Ende vergangener Woche auch theoretisch nichts mehr im Wege. Die DFL hat allen 36 Erst- und Zweitligisten sowie allen Bewerbern für die dritten Liga die grundsätzliche Spielberechtigung für die kommende Saison erteilt. Lediglich Bedingungen und Auflagen müssen teilweise erfüllt werden, so auch beim FCK. Diese seien aber bekannt, hieß es in der Mitteilung, und an der Umsetzung werde bereits gearbeitet. Jetzt müssen die Funkel-Jungs nur noch oft genug das Runde ins Eckige bringen. FCK erhält Lizenz 6. Social-Media-Kommentar der Woche Facebook-Userin Steffi appelliert an die Mannschaft und das Umfeld: „Lautrer geben jetzt erst recht nicht auf! Sie kämpfen!!!“ Quelle: Treffpunkt Betze