Betze am Dienstag: Salto Mortale

Heute bei Betze am Dienstag: Das Lautrer Kinderschutzkonzept gewinnt, Jahrestickets im Verkauf, brisante Dauerthemen, ein dynamisches Duo lässt es krachen und Miro Klose kummt net häm. Hashtag der Woche: #emfieber. In wenigen Tagen beginnt die Fußball-Europameisterschaft und die fußballlose Zeit wird zumindest für einige Wochen unterbrochen. Man darf gespannt sein, wie die deutschen Nagelsmänner in das Turnier starten und wie weit der Weg der Jungs führen wird. Mit Schottland, Ungarn und der Schweiz wartet eine anspruchsvolle, aber durchaus machbare Vorrundengruppe auf die Adlerträger, so dass das Erreichen des Achtelfinales das Minimalziel sein sollte. Ob es am Ende für den ganz großen Wurf reicht, bleibt abzuwarten, aber der Ball rollt endlich wieder. Mittendrin ist Tymo Puchacz. Das „Kampfschwein“ hat es durch seine guten Leistungen als Roter Teufel in den polnischen Kader geschafft und vertritt somit auch ein wenig den FCK bei diesem Turnier. Alles, was rund um den Betzenberg und in der vergangenen Woche sonst noch wichtig war, hier in unserem Wochenrückblick. Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp 1. Große Ehre für große Arbeit Der 1. FC Kaiserslautern e.V. ist von Innenminister Michael Ebling mit dem Landespräventionspreis Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. Das Lautrer Kinderschutzkonzept zur Prävention von (sexualisierter) Gewalt gegen Kinder und Jugendliche überzeugte die Jury. Gleichzeitig unterstreicht der größte Sportverein des Landes damit, dass er sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist. Vielleicht ein guter Moment, um als FCK-Fan oder Mitglied kurz innezuhalten und den Vereinsverantwortlichen innerlich zu applaudieren für die großartige Arbeit, die sie seit Jahren leisten. 1. FC Kaiserslautern e.V mit dem Landespräventionspreis geehrt 2. Now on sale Der FCK startet in den Dauerkartenverkauf. In insgesamt vier Verkaufsphasen können Fans Saisontickets erwerben und bereits vorhandene verlängern, umschreiben oder kündigen. Vermutlich aus Dankbarkeit über ausbleibende Regressforderungen nach den Spielen gegen Kiel, Karlsruhe oder Wiesbaden haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, das Preisniveau zu halten und keine Erhöhungen vorzunehmen. Da macht es doch Spaß, sich sämtliche Heimspiele der Roten Teufel in der mal wieder besten zweiten Liga aller Zeiten zu sichern. Spektakel dürfte garantiert sein. Informationen zur Dauerkarte 2024/25 // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. 3. Geld regiert die (Fußball-)Welt Am neuen Sponsor des FCK scheiden sich dem Vernehmen nach die Geister. Ob die Vorbehalte gegen den Geldgeber aber nur der Nachrichtenflaute in der Sommerpause geschuldet sind oder ob es tatsächlich eine Ablehnung in Fankreisen gibt, ist eine der Fragen, der sich nicht nur der SWR und die Rheinpfalz, sondern auch der Treffpunkt-Betze-Podcast 90+6 widmen. Eine wirkliche Antwort kann allerdings noch niemand geben. Lassen wir den Saisonstart also einfach auf uns zukommen und lassen uns überraschen, wie gut Don Hengens neuester Deal bei den Fans ankommt. Der FCK-Kasse scheint er jedenfalls gut zu tun. Neuer FCK-Hauptsponsor: Ein teuflischer Deal? 4. Zwei Plaudertaschen geben Gas Man könnte fast meinen, da haben sich zwei gesucht und gefunden. Wortakrobat Reinhard Franke von Sport1, der mit Halbwahrheiten gekonnt nicht gegebene Fakten suggeriert, und Ex-FCK-Aufsichtsratsmitglied Fritz Fuchs, der sich immer wieder gerne mit Kommentaren zum FCK ins Gespräch bringt. Leider beließ es die „Lautern-Legende“, wie sich Fuchs nach nur sechs Jahren als Spieler beim FCK nennen lässt, nicht bei seiner zweiten Antwort (“…mehr habe ich nicht zu sagen“), sondern gab weiter seinen Senf zu Dingen ab, die seiner Meinung nach schief laufen. Dass er selbst bis vor kurzem noch mitverantwortlich war, geht in seinem Rückblick leider unter. „Beim FCK fehlt es an Respekt“ 5. Es geht doch! Miro Klose hat es geschafft: Endlich hat ein Verein ein Einsehen und verpflichtet den ehemaligen Stürmer als Cheftrainer. Aber es ist nicht irgendein Club, es ist DER Club, der aus Nürnberg. Nach dem Abgang von Christian Fiél zu Hertha BSC Berlin war der Platz auf der Trainerbank der Franken frei geworden und Sportdirektor Joti Chatzialexiou machte sofort Nägel mit Köpfen und verpflichtete den WM-Rekordtorschützen mit dem großen Namen. Ob mit diesem nun auch große Taten und Erfolge folgen, wird sich zeigen. Zu wünschen wäre es Klose, wenn auch nur in maximal 32 Spielen der kommenden Saison. Nürnberg-Hammer! Club stellt Klose als neuen Trainer vor 6. Social-Media-Kommentar der Woche X-User Marc nach dem 2:1 der deutschen Nationalmannschaft im letzten Testspiel vor der EM: “Deutschland gewinnt gegen Griechenland. Es gibt keine Kleinen mehr.“ Quelle: Treffpunkt Betze
Innenverteidiger Jannis Heuer: Mehr Chance als Risiko

Lauterns dritter Neuzugang ist verletzungsanfällig. Trotzdem kann er zum Volltreffer für die wackelige FCK-Abwehr werden. Denn Heuer bringt vieles mit, um für Furore zu sorgen. Die schönsten Dinge im Leben passieren unverhofft, sagt ein Sprichwort. Umso bemerkenswerter ist es, dass in Zeiten von Leaks und Transfer-Insidern auch mal ein Wechsel unbemerkt “durchrutscht“. So dürften nicht wenige Anhänger des 1. FC Kaiserslautern überrascht gewesen sein, als am Montagabend mit Jannis Heuer ein Transfer verkündet wurde, der in keiner Gerüchteküche auf der Speisekarte stand. Doch was für ein Spielertyp ist Jannis Heuer? Hat er das Potenzial, an Jan Elvedi oder Boris Tomiak vorbeizuziehen? Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp Vom Perspektivspieler zum Leistungsträger In Großburgwedel (Hannover) lernt Heuer das Fußballspielen und durchläuft die Jugendmannschaften von Hannover 96 und des VfL Wolfsburg, bevor er 2021 von der Regionalliga in die 2. Liga zum SC Paderborn wechselt. Dort erhält der damals 22-Jährige sukzessive mehr Einsatzzeiten und entwickelt sich zum absoluten Stammspieler. In seiner zweiten Zweitligasaison 2022/23 gelingt dem groß gewachsenen Innenverteidiger der Durchbruch. Heuer wird zu einer wichtigen Stütze im Kampf um den Aufstieg, absolviert 26 Spiele und erzielt sogar drei Tore, darunter ein sehenswertes Freistoßtor gegen den FCK. In dieser Spielzeit galt Heuer in Paderborn als das Maß aller Dinge, weil er zweikampfstark und progressiv agierte. Ein Blick auf seine Statistiken verrät: Heuer spielte knapp 70 Pässe pro 90 Minuten, war damit maßgeblich am Aufbauspiel des SCP beteiligt und lag mit 56 Prozent gewonnener Zweikämpfe sogar leicht über dem Ligadurchschnitt. Zum Vergleich: Boris Tomiak gewann in der vergangenen Saison ebenfalls 56 Prozent seiner Zweikämpfe, spielte aber ganze 25 Pässe pro 90 Minuten weniger. Diese Leistungen honorierte der Kicker mit zwei Platzierungen in den Top 10 der Rangliste aller Zweitliga-Innenverteidiger. Der statistisch ähnlichste Innenverteidiger zu dieser Zeit: Mario Vuskovic vom HSV. Ein weiterer Pluspunkt für den 24-Jährigen: Jannis Heuer kann auch in einer Viererkette den „rechten Bock“ geben, zudem ist mit dem Ex-Paderborner auch eine Dreierkette denkbar. Diese Flexibilität dürfte auch Enis Hajri und Thomas Hengen überzeugt haben. // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. Knackpunkt Verletzungen Vergleich man die Statistiken mit den äußeren Bedingungen, wie zum Beispiel dem entwicklungsfähigen Alter von 24 Jahren, stellt sich unweigerlich die Frage, warum ein finanziell stabiler Verein wie der SC Paderborn einen offensichtlich so guten Spieler an einen direkten Konkurrenten abgibt. Der „Durchbruchssaison“ 22/23 folgte eine verletzungsbedingte Durststrecke. So verpasste der vielseitig einsetzbare Innenverteidiger bereits in der Saison 22/23 sechs Spiele aufgrund von Bänder- und Muskelfaserrissen, insgesamt fehlte Heuer dem SCP 75 Tage. Auch in der abgelaufenen Saison blieb der Niedersachse nicht von Verletzungen verschont, eine “langwierige Muskelverletzung“, so die Neue Westfälische, setzte den 24-Jährigen in sieben Spielen außer Gefecht. Bis zu dieser Zwangspause gehörte Heuer zum Stammpersonal, doch nach seiner Pause fand er trotz einer Zweikampfquote von 67 Prozent nicht mehr den Weg ins Team von Lukas Kwasniok. Von Ende September bis Anfang Februar stand der Neu-Lautrer nur einmal auf dem Platz. Eine folgenschwere Pause, die einen deutlichen Knick in der Saison markieren sollte und letztlich wohl auch den Wechsel zum FCK zur Folge hatte. Ein kompletter Verteidiger mit Stammpotenzial Jannis Heuer hat seinen Vertrag in Paderborn zuletzt im Frühjahr 2023 verlängert, weshalb davon auszugehen ist, dass er nicht ablösefrei zum Betzenberg gewechselt ist. Die Karriere des Neuzugangs ging bis zur letzten Saison stetig nach oben und zeigt, dass ein Regionalligaspieler mit der nötigen Geduld problemlos in eine Zweitligamannschaft integriert werden kann. Vor allem in der Innenverteidigung gewinnen die Roten Teufel an Tiefe und Perspektive – mit 24 Jahren kann sich ein Spieler, insbesondere ein Verteidiger, noch weiterentwickeln. Aber auch menschlich dürfte Heuer gut in den Lautrer Kader passen: Der Neuzugang kennt Richmond Tachie und Daniel Hanslik von früheren Stationen – das dürfte die Integration deutlich erleichtern. Findet Heuer zu seiner Form aus der Saison 2023/23 zurück, dürfte Hengen und Hajri ein echter Coup gelungen sein. Immerhin hat der Neuzugang bereits eindrucksvoll bewiesen, dass er zu den besten Abwehrspielern der Liga gehören kann. Quelle: Treffpunkt Betze