Dank Pokaleinnahmen: FCK benötigt keine Kapitalerhöhung

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Durch den Erfolg im DFB-Pokal hat sich die finanzielle Situation des FCK entspannt, dennoch befindet sich die Kapitalgesellschaft weiterhin in einem strukturellen Defizit. Die Sommerpause ist in vollem Gange, die ersten Transfers sind getätigt – und doch scheint noch nicht überall angekommen zu sein, wie wichtig es war, dass der 1. FC Kaiserslautern den Abstieg in die Drittklassigkeit verhindern konnte. Nicht nur sportlich, sondern vor allem finanziell hätte der FCK große Einbußen hinnehmen müssen. Und damit wäre auch ein Teil der positiven Entwicklung der letzten beiden Jahre zunichte gemacht worden.  Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp Geplante Kapitalerhöhung nicht mehr nötig Für diesen Fall hatten der 1. FC Kaiserslautern und die Saar-Pfalz-Invest GmbH (SPI) eine Kapitalerhöhung von bis zu 7,5 Millionen Euro vereinbart. Diese sei aber nicht mehr nötig, so Thomas Hengen. Grund ist der Erfolg der Lautrer im DFB-Pokal. “Der Pokal hat uns (…) ein Mehr an Einnahmen gebracht. Wir müssen keine Kapitalerhöhung machen. Die 7,5 Millionen Euro, die damals suggeriert wurden für eine Kapitalerhöhung, das war ja nur geplant, wenn ein Loch bestanden hätte, was in der Zweiten Liga hätte sein können“, so der FCK-Geschäftsführer in einem aktuellen Interview mit der Rheinpfalz. Die Pokaleinnahmen bewirken aber nicht nur, dass der FCK keine Kapitalerhöhung mehr benötigt, sondern auch, dass er die Saison nicht mit einem strukturellen Defizit abschließen muss. Der Pokal hat rund sechs Millionen eingebracht Die Mehreinnahmen belaufen sich laut Thomas Hengen auf rund sechs Millionen Euro. Diese Summe hätte durchaus höher ausfallen können, wären da nicht die anstehenden Strafzahlungen wegen des Abbrennens von Pyrotechnik und der damit verbundenen Spielunterbrechung beim Pokalfinale in Berlin – oder die Zahlung für die Nutzung des Breitscheidplatzes. “Am Ende bleibt dann nicht mehr viel übrig“, sagt Hengen. Denn diesen Überschuss will der FCK investieren. “Wir werden nun versuchen, ein Stück weit die Belegschaft zu vergrößern, in die Infrastruktur, aber auch in die Mannschaft zu investieren. Außerdem versuchen wir, das Budget ein bisschen anzuheben“. Quelle: Treffpunkt Betze

David Späth: „Wir haben früher Bälle vom FCK eingesteckt“

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Heute im Dreierpack: Handballspieler David Späth von den Rhein-Neckar Löwen. Er spricht über seine Nähe zum FCK, die Unruhe rund um große Vereine und seinen Olympia-Traum. Sollten die Roten Teufel jemals auf der Suche nach einem Zielspieler sein, stünde David Späth, Handballtorwart und 2,02 Meter groß, bereit. Der gebürtige Lautrer wuchs am Fuße des Betze auf und entschied sich für eine Karriere in der Halle, die ihn bis ins Tor der deutschen Nationalmannschaft führte. Im Interview mit Treffpunkt Betze spricht der 22-Jährige unter anderem darüber, wie er als Kind Bälle vom FCK-Training gemopst hat und was für die deutschen Handballer bei Olympia drin ist.  Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp “Letzte Saison habe ich besonders mitgefiebert” Treffpunkt Betze: Hallo David, schön, dass du Zeit gefunden hast. Du bist gebürtiger Lautrer und hast sogar am Betzenberg gewohnt. Wie ist es, in direkter Nachbarschaft zum FCK aufzuwachsen? David Späth: Ich bin zu Beginn oft mit meiner Schulklasse auf den Betzenberg gegangen, und später stand ich dann mit Kumpels in der Westkurve. Ich habe zusammen mit meinem Bruder auch öfters mal Bälle, die vom Berg auf unseren Spielplatz geflogen sind, eingesteckt (lacht). Mein erstes Spiel war ein 1:1 gegen Hannover 96 (Anm. d. Red.: am 18.12.2011), wobei mir da besonders der Ausgleich im Gedächtnis geblieben ist. Mittlerweile schaffe ich es leider nicht mehr so oft auf den Betze, aber gerade in der letzten Saison habe ich mitgefiebert. “Rückschläge gehören dazu” Treffpunkt Betze: Du stehst bei den Rhein-Neckar Löwen unter Vertrag, die in der vergangenen Saison erstaunlich viele Parallelen zum FCK aufwiesen. Ein großer Verein mit einer beeindruckenden Historie und vielen Fans, ein daraus resultierender hoher Anspruch an die eigene Leistung und eine sportliche Krise, die schnell zu Unruhe führte. Lassen sich die Situationen vergleichen? David Späth: Natürlich sieht man die Parallelen. Wir haben einen anderen Anspruch, auch weil wir erst vor einem Jahr den Pokal gewonnen haben. Man merkt, dass vieles, was man macht, schnell schlecht geredet wird. Wir hatten Phasen, in denen sofort alles in Frage gestellt wurde und dann war auch der Pokalsieg schnell vergessen. Ich glaube, das ist im Sport generell oft so, dass in schlechten Phasen zu stark kritisiert und in guten Phasen zu viel gelobt wird. Aber wer sich ernsthaft mit der Situation auseinandersetzt und die Strukturen kennt, der weiß, dass es nicht immer nur nach oben gehen kann und dass solche Rückschläge zu einem Projekt dazugehören. Im Fußball ist der öffentliche Druck vielleicht größer, aber den gibt es auch in der ‘Handball-Bubble’. Wir hatten eine kleine Delle, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Der Name ist hier – wie beim FCK – Fluch und Segen zugleich. Es macht mich stolz, für so einen großen Verein spielen zu dürfen. Dazu gehört aber auch die mediale Aufmerksamkeit. Wir sind innerhalb kürzester Zeit vom „großen Verlierer der Saison“ zum „Meisterkandidaten“ geworden. Da spielen der historische Erfolg und der große Name eine bedeutende Rolle. Da muss man differenzieren können und das Drumherum manchmal einfach ausblenden. // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. “Es wäre schön, mit etwas Glänzendem um den Hals zurückzukommen.” Treffpunkt Betze: Du bist erst 22 Jahre alt und hast in deiner Karriere unter anderem mit der Heim-EM und dem DHB-Pokalsieg schon viel erlebt. Jetzt steht mit den Olympischen Spielen ein weiteres Highlight an. Gehst du inzwischen gelassener in so ein großes Turnier? Und was könnt ihr deiner Meinung nach in Paris erreichen? David Späth: Die bisherigen Erfahrungen lassen mich nicht wirklich ruhig werden. Ich freue mich sehr und bin dankbar, dass ich beim größten Turnier, das man als Sportler spielen kann, dabei sein darf. Die Erfolge der Vergangenheit geben mir Rückenwind, aber trotzdem will ich es genießen und mit Spaß an die Sache herangehen. Ich glaube, bei so einem Turnierbaum ist alles möglich – und wenn man in einen Flow kommt, kann alles passieren. Ich sage es mal so: Es wäre schön, mit etwas Glänzendem um den Hals zurückzukommen (lacht). Treffpunkt Betze: Vielen Dank für das kurzweilige Gespräch und weiterhin maximal sportlichen Erfolg! Quelle: Treffpunkt Betze

Erik Wekesser: Mehr Fragen als Antworten

Foto: Cathrin Mueller/Getty Images

Auf den ersten Blick wird nicht klar, warum sich der FCK für eine Verpflichtung von Erik Wekesser entschieden hat. Für den Rückkehrer spricht vor allem seine Vielseitigkeit. Der 1. FC Kaiserslautern hat am Mittwoch mit der Verpflichtung von Erik Wekesser den vierten Neuzugang für die Saison 2024/25 bekannt gegeben. Der Linksverteidiger kommt vom 1. FC Nürnberg in die Pfalz und wird mit der Rückennummer 13 für die Roten Teufel auflaufen, für die er bereits in der Jugend aktiv war. Doch was bringt der Rückkehrer mit und welche Rolle kann er spielen?  Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp Einer, der den Betze kennt Erik Wekesser absolvierte 123 Spiele in der 2. Bundesliga, nachdem er fast seine gesamte Jugend im Trikot des 1. FC Kaiserslautern verbracht hatte. Der gebürtige Schwetzinger wechselte 2007 im Alter von zehn Jahren von Waldhof Mannheim zum FCK und durchlief bei den Roten Teufeln alle Jugendmannschaften. 2015 unterschrieb der Linksfuß seinen ersten Profivertrag auf dem Betzenberg. Ein Pflichtspiel für den FCK blieb ihm trotz Profivertrag jedoch verwehrt, weshalb er den Verein nach 42 Regionalliga-Einsätzen für die zweite Mannschaft verließ, um sich bei der TuS Koblenz und Astoria Walldorf in der ersten Mannschaft zu beweisen. In Walldorf spielte er nach einem eher durchwachsenen ersten Jahr eine bärenstarke Saison 18/19 mit 32 Einsätzen, in denen er 16 Tore erzielte und zwei weitere Treffer vorbereitete. Diese Leistungen blieben nicht unbemerkt und Wekesser spielte sich in den Fokus einiger Profivereine. 2019 folgte der Sprung zum Zweitligisten Jahn Regensburg. Vom Stürmer zum Verteidiger In den sieben Jahren seit Wekessers Weggang hat sich viel verändert. Der FCK geriet in den Folgejahren in eine sportliche und finanzielle Schieflage, die beinahe mit dem Abstieg in die Regionalliga und der Insolvenz geendet hätte. Aber auch beim Rückkehrer hat sich einiges getan. Sowohl beim FCK als auch bei seinen Zwischenstationen in Koblenz und Walldorf spielte der laufstarke Wekesser stets in der Offensive und glänzte neben seiner Schnelligkeit auch mit einem guten Abschluss. Daran sollte sich auch nach seinem Wechsel nach Regensburg zunächst nichts ändern. In seiner ersten Saison beim SSV kam er als Flügelspieler und Mittelstürmer auf 28 Einsätze und je drei Tore und Vorlagen. Eine durchaus beachtliche Quote für eine erste Saison auf diesem Niveau. In der darauffolgenden Spielzeit 20/21 wurde Wekesser zum Linksverteidiger umgeschult, da Leihspieler Chima Okoroji den Jahn nach Ablauf der Leihe verließ und Jan-Niklas Beste verletzungsbedingt ausfiel. Dieser Positionswechsel erwies sich als goldrichtig, Wekesser avancierte zum Stammspieler und etablierte sich in der Jahn-Defensive, wo er unter anderem an der Seite von FCK-Innenverteidiger Jan Elvedi agierte. // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. Wekesser einer für die Masse? In den 733 Spielminuten, die Wekesser in der Saison 2023/24 für den 1. FC Nürnberg absolvierte, fällt auf, dass der 26-Jährige über ein gutes Passspiel verfügt. So kamen pro 90 Minuten 60 Prozent seiner langen Pässe und starke 87 Prozent seiner Kurzpässe an. Dies zeigt, dass der Linksfuß durchaus bereichernd in den Spielaufbau integriert werden kann. Aufgrund der vielen Joker-Einsätze des Neuzugangs ist es allerdings schwierig, seine letzte Saison anhand von Statistiken zu bewerten. Im Schnitt spielte der gebürtige Schwetzinger nur 43 Minuten pro Einsatz (17 Einssätze) und nur zweimal über die vollen 90 Minuten. Für Wekesser spricht seine Vielseitigkeit, denn der Linksfuß kann bekanntlich beide Außenbahnen beackern oder auch als Mittelstürmer eingesetzt werden. Damit bietet der 26-Jährige als “klassischer Allrounder” Cheftrainer Markus Anfang mehrere Optionen. Dennoch bleibt die Frage offen, welches Ziel die sportlich Verantwortlichen mit dem Transfer Wekessers verfolgen, da sowohl die Position des linken Verteidigers als auch die linke Außenbahn nominell bereits gut besetzt sind. Ein durchaus riskantes Geschäft Die Verpflichtung von Erik Wekesser ist sicherlich eine Entscheidung mit einem gewissen Risiko. Schließlich ist die in den Medien kolportierte Ablösesumme von 250.000 Euro für einen 26-Jährigen, der möglicherweise nicht über die Rolle des Ergänzungsspieler hinauskommen wird, nicht gerade niedrig. In seinen zwei Jahren beim 1. FC Nürnberg kam der ehemalige Jugendspieler der Roten Teufel nur auf 37 Pflichtspieleinsätze, verpasste aufgrund von zwei Kreuzbandverletzungen insgesamt 22 Spiele und konnte sich beim FCN nie als Stammspieler etablieren. Nun will der 26-Jährige bei seinem Ausbildungsverein einen Neuanfang wagen und sich im zweiten Anlauf den Traum vom Profidebüt beim FCK erfüllen. Klar ist, dass der Linksfuß erst einmal beweisen muss, dass er die stattliche Ablösesumme auch wert ist und tatsächlich einen höheren Mehrwert bietet als beispielsweise Philipp Hercher oder Ben Zolinski. Beide waren ebenfalls variabel auf mehreren Positionen einsetzbar, erhielten aber zum Unmut einiger FCK-Fans kein neues Arbeitspapier mehr. Mit 26 Jahren den Durchbruch zu schaffen, gehört nicht unbedingt zu den Erfolgsgeschichten eines Profifußballers. Auf den ersten Blick wirft dieser Transfer mehr Fragen als Antworten auf. Quelle: Treffpunkt Betze