Einfach Bock auf Fußball: FCK gewinnt Testspiel mit 8:0

Gegen den Verbandsligisten TB Jahn Zeiskam agiert der 1. FC Kaiserslautern mit viel Spielfreude und Frische. Entsprechend torreich endete das zweite Testspiel. Auf der ausverkauften Sportanlage des TB Jahn Zeiskam hieß es für den 1. FC Kaiserslautern im zweiten Testspiel der Sommervorbereitung: Verbandsligist gegen Zweitligist. Vor rund 2.500 Zuschauern präsentierte sich der FCK dominant und sorgte bei hochsommerlichen Temperaturen für einige schön herausgespielte Tore. Sehr zur Freude der gut gelaunten Betze-Fans, die das ganze Spiel über für gute Stimmung sorgten. Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp FCK wirkt frisch Wie schon beim Fanspiel in der Vorwoche rotierte Markus Anfang auf den einzelnen Positionen kräftig durch, so dass sich jeder Spieler präsentieren konnte. Auf der Torhüterposition stand Avdo Spahic für Julian Krahl zwischen den Pfosten, der den Test in roter Trainingskleidung verfolgte. In welche Richtung das Spiel gehen sollte, zeigte die Mannschaft von Markus Anfang bereits nach fünf Minuten, als Daniel Hanslik zur verdienten Führung traf. Eine kurze Schrecksekunde für alle Betze-Fans gab es kurz darauf, als Marlon Ritter nach einem Zweikampf an der Seitenlinie zu Boden ging und von den Mannschaftsärzten behandelt werden musste. Nach einer kurzen Behandlungspause kehrte der Routinier unter dem Applaus der Fans auf den Rasen zurück. Für den 2:0-Pausenstand sorgte Frank Ronstadt, der in der 34. Minute nach Vorarbeit von Filip Kalic traf. Auch im zweiten Durchgang waren die Roten Teufel die klar spielbestimmende Mannschaft. Schnelle Kombinationen und gefährliche Hereingaben, vor allem über Kenny Redondo oder auch FCK-Youngster Mika Haas, der auf der linken Angriffsseite immer wieder gute Ansätze zeigte, belebten das Offensivspiel des Zweitligisten. Aber auch in der Defensive zeichnete sich Betze-Rückkehrer Erik Wekesser immer wieder durch seine robuste Zweikampfführung aus. Nach weiteren Treffern von Dickson Abiama, Kenny Redondo, Leon Robinson und zweimal Phillip Klement stand am Ende ein hochverdientes 8:0 auf der Zeiskamer Anzeigetafel. Ein intensiver Test für die Mannschaft – ein schöner Abend für die Betze-Fans, die nach dem Schlusspfiff noch die Möglichkeit hatten, Autogramme und Selfies zu ergattern. Jedes Testspiel zählt Die Zweitliga-Saison 2024/25 steht vor der Tür. Auch wenn sich der FCK in den bisherigen Testspielen der Sommervorbereitung mit unterklassige Mannschaften duellierte, kann man mit so einem 8:0 sehr zufrieden sein. Die Mannschaft wirkt fit und man spürt, dass sie einfach Bock auf Fußball hat. Man stelle sich vor, man würde so ein Testspiel nur mit Ach und Krach mit 2:0 gewinnen, große Diskussionen wären im Nachhinein vorprogrammiert. Deshalb heißt es für die Mannschaft jetzt weiter arbeiten, denn schon am Montag steht das nächste Testspiel auf dem Programm. Auf der Pirmasenser Husterhöhe wird gegen den Regionalligisten FK Pirmasens getestet. Damit steigt das Niveau der Testspielgegner. Mal sehen, wie der FCK damit umgeht. Aufstellung 1. Hälfte: Spahic – Tomiak, Ritter, Wekesser, Opoku, Hanslik, Raschl, Heuer, Kaloc, Ronstadt, TachieAufstellung 2. Hälfte: Heck – Kleinhansl, Aremu, Touré, Zimmer, Klement, Redondo, Haas, Elvedi, Robinson, AbiamaTore: 0:1 Hanslik (4.), 0:2 Ronstadt (34.), 0:3 Klement (50.)., 0:4 Abiama (63.), 0:5 Redondo (66.), 0:6 Robinson (70.), 0:7 Aremu (72.), 0:8 Klement (90.) Zuschauer: 2.500 Quelle: Treffpunkt Betze
FCK-Heimkehrer Erik Wekesser: “Mein linker Fuß ist meine Waffe”

Kann die Rückholaktion von Wekesser zum FCK glücken? Auf welcher Position ist der Allrounder eingeplant? Wir haben den 26-Jährigen zum Comeback-Interview getroffen. Als Erik Wekesser die Roten Teufel 2017 nach zehn Jahren verließ, war die Welt noch eine andere. Der 1. FC Kaiserslautern befand sich in sportlich und finanziell schwierigem Fahrwasser. Am Ende der Spielzeit 2017/18 sollte der erstmalige Abstieg in die Drittklassigkeit stehen. Wekesser selbst war gerade zarte 20 Jahre, konnte noch kein Spiel für die Profis absolvieren und wechselte noch vor Saisonbeginn zur TuS Koblenz in die Regionalliga. “Damals war ich ein komplett anderer Mensch und Spieler”, blickt Wekesser zurück und schaut dabei ins weite Rund des Fritz-Walter-Stadions, wo der 26-Jährige zum Interview mit Treffpunkt Betze Platz genommen hat. Nach über sieben Jahren ist der gebürtige Schwetzinger nun wieder zurück in der Pfalz, will voll angreifen – und blickt euphorisch und optimistisch der neuen Spielzeit entgegen. Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp “Endlich wieder die richtigen Klamotten”: Erik Wekesser ist zurück Treffpunkt Betze: Hallo Erik. Erst einmal herzlich willkommen zurück in Kaiserslautern. Am Samstag hast du nach über sieben Jahren wieder auf dem Betze trainiert. Wie war das für dich, wieder im FCK-Dress im Stadion einzulaufen? Und wie hast du die ersten Tage grundsätzlich erlebt? Erik Wekesser: Es ist ein sehr spezielles Gefühl, wieder hier zu sein. Beim ersten Training im Stadion habe ich mich sehr wohlgefühlt. Ich war ja seit meinem Abschied schon wieder ein paar Mal hier, aber immer in anderen Farben. Jetzt wieder die richtigen Klamotten an zu haben, das ist etwas ganz Besonderes. Treffpunkt Betze: Wie hast du den FCK in den vergangenen acht Jahren aus der Ferne wahrgenommen? War es eher der Blick auf die Ergebnisse oder war das Interesse so groß, dass Du dich z.B. für die Entwicklung des Kaders oder des Vereins interessiert hast? Erik Wekesser: Ich habe den FCK schon sehr genau verfolgt, weil wir zum einen in derselben Liga gespielt haben und ich zum anderen absolut fußballverrückt bin und mir alle Ligen komplett anschaue. Außerdem haben mich mein Cousin und mein Onkel immer auf dem Laufenden gehalten, die immer in der Westkurve stehen und auch beim Pokalfinale in Berlin waren. Ich war also immer up to date was den FCK angeht (lacht). Wekesser zur Rückkehr: “Ich wollte das unbedingt machen” Treffpunkt Betze: Kommen wir zurück zur Gegenwart: Was war der ausschlaggebende Punkt für deine Entscheidung, wieder in die Pfalz zurückzukehren? Erik Wekesser: Zunächst einmal muss von beiden Seiten Interesse signalisiert werden. Als das der Fall war, war die Entscheidung für mich ganz einfach. Ich wollte das unbedingt machen. Ich kenne die Gegebenheiten – ich weiß, was hier möglich ist, mit diesen Zuschauern im Rücken. Mit einer Mannschaft, die die Betze-Tugenden an den Tag legt, ist hier wahnsinnig viel möglich. Dazu möchte ich meinen Teil beitragen und bin sehr optimistisch, was die Saison betrifft. Treffpunkt Betze: Und welche Chancen, aber auch Risiken, siehst du in deiner Rückkehr? Erik Wekesser: Risiken sehe ich keine. Ich sehe das ausschließlich als Chance. Ich bin dem Verein dankbar, dass ich wieder hier sein kann. Ich komme aber auch als komplett anderer Spieler zurück. Ich bin als Kind gegangen und komme als gestandener Spieler und erwachsener Mann zurück. So trete ich auf und so möchte ich der Mannschaft helfen. // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. Treffpunkt Betze: 2020 wurdest du von Regensburgs Trainer Mersad Selimbegovic zum Linksverteidiger umgeschult, nachdem du zuvor fast alle Offensivpositionen bekleidet hattest. Auf welcher Position bist du beim FCK genau eingeplant? Erik Wekesser: Grundsätzlich gibt es keine exakte Festlegung, was die Position betrifft. Jeder im Verein weiß, dass ich flexibel einsetzbar bin. Im vergangenen Jahr habe ich eigentlich nur offensiv agiert, ob auf den Flügeln oder der Achter-Position. Aber mir liegt auch die Rolle als linker Außenverteidiger. Man wird in der Vorbereitung sehen, in welche Richtung es geht. Ich bin dahingehend offen. Der Trainer weiß am besten, wo er mich aufstellen wird und ich der Mannschaft am besten helfen kann. “Das war ein schwerer Weg” Treffpunkt Betze: Allerdings kann deine Flexibilität Fluch und Segen zugleich sein, diese Erfahrung musste beispielsweise Ben Zolinski in den vergangenen Jahren hier beim FCK machen. Auf welcher Position glaubst du, deine Stärken am besten ausspielen zu können? Erik Wekesser: Ich möchte mich mit keinen anderen Spielern vergleichen. Ich bin Erik Wekesser. Für mich war das noch nie Fluch, sondern eher Segen. Auch für eine Mannschaft und ein Trainerteam ist es immer sehr gut zu wissen, dass ein Spieler mehrere Positionen bekleiden kann – und das auch auf einem gewissen Leistungslevel und konstant über eine ganze Saison. Treffpunkt Betze: Du hast in den letzten beiden Jahren beim FCN verletzungsbedingt nur 17 Startelfeinsätze gehabt. Wie ist dein heutiger Leistungsstand? Bist du fit und verletzungsfrei zum FCK gekommen und kannst sofort angreifen? Erik Wekesser: Ich hatte eine Verletzung, die mich lange zurückgeworfen hat. Das war ein sehr schwerer Weg, der mich im Nachhinein definitiv stärker gemacht hat. Man darf allerdings nicht vergessen, dass ich jetzt meine erste Sommervorbereitung seit zwei Jahren absolviere. Das wird mir die nötige Kraft geben, um eine ganze Saison auf einem hohen Level absolvieren zu können. Ich habe überhaupt keine Probleme mehr und kann jeden Tag voll durchziehen. Ich fühle mich körperlich sehr gut und freue mich, dass es jetzt losgeht. Ideen decken sich: Wekesser lobt Anfang-Ansatz Treffpunkt Betze: Wenn du den FCK-Fans den Spielertyp Erik Wekesser 2024 genauer beschreiben müsstest: Was zeichnet ihn aus und worin muss er sich noch verbessern? Erik Wekesser: Mein linker Fuß ist meine Waffe. Auch durch meine Standards kann ich der Mannschaft viel Input geben. Ich würde mich als dynamischen Spieler definieren, der immer sein Herz auf dem Platz lässt. Der leidenschaftlich Fußball spielt, immer gewinnen möchte und nie aufgibt. Ich will voran gehen und meine Mannschaft mit der Art und Weise wie ich Fußball spiele mitreißen. Treffpunkt Betze: Zum Abschluss: Nicht nur du bist zum FCK zurückgekehrt, sondern auch euer Trainer Markus Anfang, der schon als Spieler am Betze gekickt