Betze am Dienstag: Die Nummer eins im Land sind wir

Foto: Andreas Leiner

Heute bei Betze am Dienstag: Liebe kennt keine Liga, zwei Fast-Sensationssieger unter sich, das immer wiederkehrende Wechselspektakel, ein Freund geht weg und eine kuriose Bestmarke. Hashtag der Woche: #businessasusual. Während die Fans mit der Europameisterschaft bei Laune gehalten werden, tingeln die Roten Teufel zum Saisonauftakt über die Dörfer. Drei Mal lud FCK-Trainer Markus Anfang bereits zum Sommertänzchen, alle Testspiele konnten erfolgreich gestaltet werden. Am Donnerstag wird der Spielplan für die neue Saison veröffentlicht, bevor der FCK-Tross am Samstag in Mals in die stressige Phase der Vorbereitung startet. Spätestens dort werden weitere Entscheidungen über den künftigen Kader der Lautrer fallen. Alles, was rund um den Betzenberg und in der vergangenen Woche sonst noch wichtig war, hier in unserem Wochenrückblick.  Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp 1. Der Berg ruft – und alle kommen Der FCK bzw. die FCK-Fans haben einen neuen Rekord aufgestellt. Noch nie wurden so viele Dauerkarten für eine Zweitligasaison der Roten Teufel abgesetzt wie vor dieser Spielzeit. Aktuell sind 27.908 Tickets verkauft und der Vorverkauf läuft noch auf Hochtouren. Die Rekordmarke von 33.000 verkauften Dauerkarten aus dem Jahr 1998 dürfte zwar nicht mehr überboten werden, aber schon jetzt ist absehbar, dass der Zuschauerschnitt auch in der kommenden Saison deutlich über dem des anderen Proficlubs aus Rheinland-Pfalz und weiteren Bundesligaclubs wie Wolfsburg, Hoffenheim oder Augsburg liegen wird. Fast 28.000 Dauerkarten weg: FCK feiert internen Zweitliga-Rekord 2. Test auf hohem Niveau Qarabağ Ağdam und der 1. FC Kaiserslautern haben eine seltene Gemeinsamkeit: Beide traten in der vergangenen Saison als krasse Außenseiter gegen Bayer Leverkusen an und brachten die Werkself an den Rand einer Niederlage. Der aserbaidschanische Meister unterlag den Leverkusenern im Achtelfinale der Europa League knapp mit 4:5, die Roten Teufel im Finale des DFB-Pokals bekanntlich mit 0:1. Nun wollen die beiden Teams herausfinden, wer der bessere Doublegewinnerfastbesieger ist und treffen zu einem gemeinsamen Testspiel in Imst/Österreich aufeinander. Das Spiel findet am 09. Juli um 12:30 Uhr im Rahmen des Trainingslagers der Roten Teufel in Mals statt. Die „Roten Teufel” kommen // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. 3. Wer kommt, wer geht? Seit dem 1. Juli ist das Transferfenster offiziell geöffnet und überall wird spekuliert, wer sich mit wem verstärken könnte. Auch in der zweiten Bundesliga arbeiten die Vereine an der Optimierung ihrer Kader und das Personalkarussell dreht sich auf Hochtouren. Während FCK-Trainer Markus Anfang erst einmal dem vorhandenen Personal eine Chance geben will und Schnäppchenjäger Thomas Hengen bekanntlich den Trainingsauftakt der Erstligisten abwartet, geht es bei der Konkurrenz teilweise schon richtig zur Sache. Ein kleiner Überblick über den (Zwischen-)Stand der Dinge kann da nicht schaden. Offizieller Transfermarkt der 2. Bundesliga: Alle Wechsel in der Übersicht 4. Ein Freund, (k)ein guter Freund Steffen Freund nutzte die laufende Europameisterschaft noch einmal mehr, um zu untermauern, dass nur er selbst in der Lage ist, seine bisherige Arbeit als Co-Kommentator zu toppen. Während er beispielsweise den späten Ausgleichstreffer Albaniens gegen Kroatien mit den Worten „Das ist ja besser als Sex“ überschwänglich feierte, verglich er die Leistung der Schweiz gegen Italien mit einem Homerun beim American Football. Auch die Richtigstellung seines Kollegen Marco Hagemann, dass ein Homerun höchstens beim Baseball eine Rolle spiele, liess den Wortakrobaten mit Lautrer Vergangenheit kalt. Glücklicherweise oder leider – das liegt im Auge des Betrachters – hat sich Freund nun nach zehn Jahren als TV-Experte verabschiedet. Letzter Auftritt für TV-Experten 5. Social-Media-Kommentar der Woche X-User Prince of Garnix nach den sintflutartigen Regenfällen beim Achtelfinale der EM 2024 im Dortmunder Signal Iduna Park: „Das Dach in Dortmund ist 62 Meter hoch. Damit sind die Wasserfälle dort nun die siebthöchsten Wasserfälle Deutschlands außerhalb der Alpen. Glückwunsch nach @stadtdortmund!“ Quelle: Treffpunkt Betze

Mit sehr viel Mühe: FCK gewinnt drittes Testspiel

Foto: Andreas Leiner

Mit dem FK Pirmasens traf der FCK auf den bisher schwersten Gegner der Vorbereitung. Am Ende setzten sich die Lautrer zwar nicht glanzvoll, aber mit Kampfgeist durch. Drittes Testspiel, dritter Sieg. Rund 4.800 Zuschauer verfolgten am Montagabend die Begegnung des Oberligisten gegen den 1. FC Kaiserslautern im Pirmasenser Framas-Stadion. Darunter auch viele FCK-Fans, die jede Torannäherung der Lautrer lautstark bejubelten. Wie schon in den Testspielen zuvor wechselte Markus Anfang in der Halbzeitpause auf allen Positionen durch, um allen Spielern noch einmal die Chance zu geben, sich zu zeigen. Der FK Pirmasens hielt gut dagegen, forderte den FCK und zeigte in der Offensive gute Ansätze, die jedoch von der Lautrer Abwehrkette immer wieder unterbunden wurden. Überraschend führte Neuzugang Janis Heuer führte die Lautrer als Kapitän aufs Feld.  Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp Luca Sirch: „Verstehen uns immer besser“ Alles in allem lieferte der FCK eine solide Leistung ab. Die Mannschaft von Markus Anfang erspielte sich Chance um Chance, die jedoch zu oft ungenutzt blieben. So gingen die Roten Teufel mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause. Filip Kaloc traf in der 43. Minute zur Führung, die allerdings nicht lange Bestand haben sollte, denn rund 15 Minuten nach Wiederanpfiff gelang den Gastgebern der verdiente Ausgleich. Den Siegtreffer erzielte Luca Sirch kurz vor Schluss, als er den Ball aus spitzem Winkel über die Linie drückte. Am Ende sei man froh, den Test erfolgreich gemeistert zu haben, auch angesichts der hohen Belastung in den vergangenen Tagen, erklärte der Siegtorschütze gegenüber Treffpunkt Betze. „Natürlich war es ein hartes Spiel. Uns stecken viele Trainingseinheiten in den Knochen. Wir müssen das Spiel heute höher gewinnen, aber für den ersten Test war es ganz okay. Wenn man in der Vorbereitung viel trainiert, ist es immer schwer, aber das kommt mit dem Training und wir verstehen uns von Einheit zu Einheit besser.” Auf seine bisherige Zeit in Kaiserslautern angesprochen äußert der 25-Jährige: „Es gefällt mir sehr gut. Es ist noch einmal etwas anderes als die Regionalliga, aber ich komme immer besser rein. Der Verein ist super, hat geile Fans und ich denke, dass wir eine gute Saison spielen können.“ Die Suche nach der neuen Startelf Markus Anfang gab auch in Pirmasens wieder jedem seiner Spieler die Chance, sich eine Halbzeit lang zu präsentieren. Wann genau sich das Trainerteam auf eine ungefähre Stammformation festlegen werde, wisse man noch nicht genau, so der Cheftrainer. „Das wird noch ein bisschen dauern. Wir haben am Anfang den Anspruch gehabt, jetzt allen Spielern die Möglichkeit zu geben, sich zu zeigen und zu spielen. Und irgendwann muss sich dann herauskristallisieren, wer mit wem am besten harmoniert. Da müssen wir jetzt für uns die Erkenntnisse aus diesen Spielen ziehen und überlegen, was wir auf welchen Positionen machen müssen.” In Pirmasens lag der Schwerpunkt zudem auf dem Einüben von Pressingsituationen. „Wir wollten ein bisschen mehr Druck reinbringen. Das war in der zweiten Halbzeit nicht so einfach, weil der Gegner auf ein gutes Ergebnis gehofft hat. Sie haben im Prinzip nur noch lange Bälle gespielt. Dann bist du im Anlaufen nicht mehr so richtig drin.“ Anfangs lobende Worte für Youngster Mika Haas Nach den ersten Tagen der Vorbereitung ist klar: Noch läuft nicht alles rund. Aber das sieht Markus Anfang nicht so eng. „Das ist ein Prozess, das wird immer dauern. Es wird mal ein Spiel super laufen und mal ein Spiel nicht so gut. Es ist ein Prozess, weil der Gegner immer wieder neue Aufgaben stellt, die wir dann lösen müssen. Aber mit dem Trainingsprogramm haben wir einen guten Anfang gemacht.” Werbung in eigener Sache dürfte FCK-Youngstar Mika Haas in Pirmasens betrieben haben. Wie schon beim Testspiel in Zeiskam in der vergangenen Woche sorgte er auch in Pirmasens wieder für viel Offensivdrang und bereitete sogar den Siegtreffer vor. „Er ist grundsätzlich ein Spieler, der immer hundert Prozent gibt, aber auch viel mit dem Kopf unten ist und manchmal Spielsituationen nicht richtig erkennt. Dafür kommt er mit viel Leidenschaft und Willen“, so Anfang. Trainingslager vom 06. bis zum 14. Juli Filip Kaloc, der in Pirmasens den Führungstreffer erzielte, ist zuversichtlich, dass das neue System funktioniert. „Wir haben neue Dinge trainiert, die der Trainer sehen will. Es ist eine neue Taktik, aber es wird von Mal zu Mal besser. In den Testspielen können wir alles ausprobieren, denn es ist nicht dasselbe wie im Training. Wir lernen viele neue Dinge“, so der 24-Jährige. Für den FCK geht es nun vom 6. bis 14. Juli ins Trainingslager nach Mals in Südtirol. Dort soll der letzte Feinschliff vor dem Saisonstart Anfang August erfolgen. Aufstellung 1. Hälfte: Krahl, Kleinhansl, Zimmer, Klement, Redondo, Opoku, Aremu, Heuer, Kaloc, Elvedi, Blum Aufstellung 2. Hälfte: Spahic, Tomiak, Toure, Ritter, Wekesser, Raschl, Ronstadt (Haas 64.), Tachie, Sirch, Robinson, Abiama Quelle: Treffpunkt Betze