JHV 2024: „Stabil geblieben, weiter gewachsen“

Die Jahreshauptversammlung 2024 zeigte die positive Entwicklung des 1. FC Kaiserslautern e.V. auf. Allein die Aktion „Mitglied schafft Zukunft“ sorgt für Rekordzahlen. Um 18:17 Uhr eröffnete Rainer Keßler die aufgrund technischer Probleme leicht verspätet gestartete Mitgliederversammlung 2024 und begrüßte die Mitglieder des 1. FC Kaiserslautern. Bereits zum zweiten Mal fand die Versammlung in hybrider Form statt, so dass 264 stimmberechtigte Vereinsmitglieder in der FCK-Ebene 1900 des Fritz-Walter-Stadions anwesend waren und weitere 1.328 virtuell an der Veranstaltung teilnahmen. Auch das Trainerteam um FCK-Coach Markus Anfang ließ es sich nicht nehmen, persönlich vor Ort zu sein. Auf Antrag des Mitglieds Alexander Fischer wurde zu Beginn der Versammlung darüber abgestimmt, ob die Tagesordnung dahingehend erweitert werden kann, dass der Vorstand beauftragt werden soll, eine Versammlung der Abteilung Fußball zur Neuwahl eines Abteilungsleiters einzuberufen. Der Antrag wurde von den Vereinsmitgliedern mit 743 zu 297 Stimmen angenommen.  Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp „Das Herz der Pfalz schlägt auf dem Betzenberg“ Nach dem Totengedenken nahm Wolfgang Erfurt die Ehrungen verdienter Mitglieder vor. Mit der bronzenen Vereinsnadel wurden Jörg Conrad, Matthias Hofstadt, Philipp Letzel und Max Middleton ausgezeichnet, der Meisterspieler von 1991 Thomas Richter erhielt die silberne Vereinsnadel. Die goldene Vereinsnadel für besondere Verdienste um den Verein erhielten Carsten Geislinger, Peter Holy, Oliver Schäfer und Horst Schömbs. Für 60 Jahre Mitgliedschaft im FCK wurden geehrt: Richard Frank, Ottmar Frenger, Heinrich Geissler, Elsa Henkel, Rudi Hertel, Hannelore Keiper, Reiner Keller, Hans Kühn, Irene Manz und Eckhard Tribuhl. Sogar 70 Jahre halten Manfred Becker, Werner Gräser, Herbert Guth, Dieter Pulter und Klaus Wenzel dem FCK die Treue und wurden entsprechend geehrt. Den Bericht des Vorstandes eröffnete der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Erfurt. Seinem Credo der letzten Mitgliederversammlung „Stabiler geworden, stabil geblieben“ ließ Erfurt in diesem Jahr eine Steigerung folgen. „Stabil geblieben, weiter gewachsen“, fasste der Vorstandsvorsitzende die vergangenen zwölf Monate zusammen, hob aber auch mahnend den Zeigefinger. „Wir sind sportlich in der zweiten Liga angekommen, wirtschaftlich sind wir zwar noch nicht sorgenfrei aber zuversichtlich. Allerdings darf nicht vergessen werden, in den Rückspiegel zu schauen. Mit einem Schuss Demut sollten wir die jetzigen Momente genießen und mutig sein, ohne übermütig zu werden.“ Der 02. Juni 2025 warf im Rahmen der Jahreshauptversammlung bereits seine Schatten voraus. Der 1. FC Kaiserslautern feiert an diesem Tag sein 125-jähriges Bestehen und Wolfgang Erfurt versprach eine Geburtstagsfeier, die von Aktionen, Events und Veranstaltungen das ganze Jahr über geprägt sein wird. Ein Veranstaltungskalender soll noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. „Seit fast 125 Jahren schlägt das Herz der Pfalz auf dem Betzenberg. Wir wollen ein besonderes Jahr und ein Fest für alle auf die Beine stellen.“ „Wir sitzen alle in einem Boot“ Tobias Frey konnte berichten, dass das Geschäftsjahr 2023/24 mit schwarzen Zahlen und einem Überschuss von 304.000 abgeschlossen werden konnte. Dennoch belasten nach wie vor hohe Verbindlichkeiten den Verband. Die Zahlungsverpflichtungen belaufen sich im Berichtszeitraum auf 5,902 Millionen Euro. Davon entfallen 1.050.000 Euro auf Verbindlichkeiten gegenüber der Saar-Pfalz-Invest GmbH, 4.852.000 Euro sind an die FCK GmbH & Co. KGaA zurückzuzahlen, davon ein knappes Drittel zum Ende des kommenden Geschäftsjahres. Der finanzielle Erfolg des e.V. ist unmittelbar mit dem Erfolg der ausgegliederten KGaA verknüpft. „Wir sitzen alle in einem Boot“, resümierte Frey. Als große Erfolgsgeschichte bezeichnete der stellvertretende Vereinsvorsitzende die Aktion „Mitglied schafft Zukunft“. Gero Scira blickte auf ein Jahr zurück, das „von Wachstum, Engagement und Herzblut für unseren Verein“ geprägt war. Seit 2022 läuft die Aktion „Mitglied schafft Zukunft“, in deren Rahmen über 17.000 neue Mitglieder gewonnen werden konnten, so dass der FCK nun 33.910 Mitglieder zählt. In den nächsten zwei Jahren soll diese Zahl auf 40.000 ausgebaut und der e.V. damit weiter gestärkt werden. Parallel zum Mitgliederzuwachs freut sich auch die Teufelsbande, der Kinderclub des FCK, über steigende Zahlen. Von 500 Jungteufeln ist die Teufelsbande auf mittlerweile 2.000 Mitglieder angewachsen. // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. „Dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen“ Geschäftsführer Thomas Hengen blickte auf die sportliche Entwicklung der Roten Teufel im Berichtszeitraum zurück. Mit einem Video erinnerte er die Mitglieder an die emotionale Pokalsaison, die erst im Finale in Berlin ihr Ende fand, aber auch an den harten Abstiegskampf. Die Trainerwechsel von Dirk Schuster zu Dimitrios Grammozis und im weiteren Saisonverlauf von Dimitrios Grammozis zu Friedhelm Funkel begründete Hengen mit der Diskrepanz zwischen Liga- und Pokalbetrieb. Er dankte sowohl Grammozis als auch Funkel für ihre Arbeit beim FCK, was mit großem Applaus der Mitglieder bedacht wurde. Den Wechsel zu Markus Anfang, der durch das Vertragsende von Funkel zustande kam, begründete Hengen mit der Art und Weise, wie der FCK-Trainer seine Mannschaften Fußball spielen lasse und dankte ihm und seinem Co-Trainer Junge für die bisherigen Erfolge in der laufenden Saison. Der Geschäftsführer sieht den FCK auf einem guten Weg. „Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen und müssen uns auf unsere Bedürfnisse konzentrieren“, gab Hengen die Marschrichtung vor. Der Geschäftsführer hob auch die positive Entwicklung der Nachwuchsförderung beim FCK hervor. Zuletzt konnten drei Nachwuchsspieler an den Lizenzspielerkader herangeführt werden und die U-Mannschaften spielen starke Saisons. Zudem soll mit einem Jugendstadion weiter in den Nachwuchs investiert werden, um den FCK nachhaltig aufzustellen. Einen großen Dank richtete Hengen an alle Mitarbeiter des FCK. Seien es die Betreuer und Trainer der Jugendmannschaften oder die Mitarbeiter der Geschäftsstelle – allen zollte er großen Respekt für die geleistete Arbeit. Er betonte, dass nur durch das große Engagement und die hohe Leistungsbereitschaft jedes Einzelnen der aktuelle Erfolg möglich sei. Auch den Fans des 1. FC Kaiserslautern sprach Hengen seine Anerkennung aus. Er zeigte sich beeindruckt von einem Zuschauerschnitt von über 44.000 und den damit verbundenen Mehreinnahmen aus dem Merchandising. So wurden beispielsweise 45.000 Trikots in den Fanshops verkauft, was er schlicht als “Wahnsinn” bezeichnete. „Zukunft wieder aktiv gestalten“ Neben einem großen Dank an die Investoren des FCK gab Rainer Keßler bekannt, dass der Vertrag mit der Saar-Pfalz-Invest GmbH verlängert werden konnte, was eine große Planungssicherheit mit sich bringe. Er bedankte sich auch für das Engagement im Bereich des Breitensports und betonte, dass der 1. FC Kaiserslautern damit seiner gesellschaftlichen Verpflichtung nachkomme. Vorrangiges Ziel ist für Keßler die Entschuldung des Vereins. „Wir müssen

FCK auf Schalke: Zwei Rückkehrer für die Innenverteidigung

Foto: Andreas Leiner

Mit ihrem Gastspiel auf Schalke eröffnen die Roten Teufel den 14. Spieltag der zweiten Liga. Mit einem Sieg in der Veltins-Arena könnte die Mannschaft von Markus Anfang oben anklopfen. Der FCK ist auf dem besten Weg, die Mindestanforderungen zu erfüllen und sich in dieser Saison frühzeitig aus dem Kampf um den Klassenerhalt zu verabschieden. Nach nur 13 Spielen stehen bereits 20 Punkte auf der Habenseite, womit die Hälfte der „magischen Grenze“ bereits erreicht ist. Markus Anfang und seine Mannschaft reisen nach fünf Spielen ohne Niederlage mit viel Selbstvertrauen in den Ruhrpott, treffen in der Veltins-Arena allerdings auf einen Gegner, der vor eigenem Publikum fast schon zum Siegen verdammt ist. Sollten die Knappen gegen den FCK nur unentschieden spielen oder gar verlieren, droht den Königsblauen der Absturz auf einen Abstiegsplatz.  Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp „Aggressiv und gut verteidigen“ FCK-Trainer Markus Anfang ist sich der Konstellation bewusst, schätzt die Schalker aber unabhängig von der Tabellensituation als schwer zu bespielenden Gegner ein: „Die Schalker haben eine junge Mannschaft, die über eine hohe individuelle Qualität verfügt und mit ihrem Stadion und den Fans im Rücken sehr aggressiv auftreten wird“, sagte Anfang im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz, bei der er auch darauf einging, wie seine Mannschaft in der Arena agieren müsse, um zu punkten. „Wir haben in den letzten Wochen bewiesen, dass wir bei hoher Intensität auch fußballerisch überzeugen können. Wenn es uns auch in Gelsenkirchen gelingt, wenig zuzulassen und aggressiv und gut zu verteidigen, sehe ich durchaus Chancen, etwas Zählbares mitzunehmen“, hofft der Coach auf eine erfolgreiche Auswärtsfahrt. „Erfolgserlebnisse stärken das Selbstvertrauen“ „Wir haben gegen Braunschweig 65 Minuten sehr stark gespielt, aber am Ende waren es 25 Minuten, in denen wir viel zu passiv waren. Wir haben nicht aktiv genug verteidigt, sowohl gegen den Ball als auch im Spiel mit dem Ball, wo wir es dem Gegner zu einfach gemacht haben”, so Anfang, der mit der Leistung seiner Mannschaft gegen Braunschweig zwar grundsätzlich zufrieden war, den die letzten Minuten der Partie aber nachhaltig ärgerten. „Wenn wir rausgehen und der Gegner ist besser, kann das passieren. Aber es darf nicht passieren, weil wir nicht alles gegeben haben“, so der FCK-Trainer weiter. Auf die Frage nach den Gründen für die Leistungssteigerung der letzten Wochen hat Anfang ein einfaches Rezept. „Am besten nicht darüber reden, sondern einfach machen lassen“, antwortet er lächelnd und ergänzt: „Die Jungs gehen immer mit verschiedenen Lösungsansätzen in ein Spiel und können auf dem Platz selbst die entsprechenden Entscheidungen treffen. Das Vertrauen bekommt die Mannschaft von uns und die Erfolgserlebnisse stärken das Selbstvertrauen“. Heuer und Tomiak kehren zurück – Opoku krank Nicht mit ins Ruhrgebiet reisen Hendrick Zuck (Reha nach Kreuzbandriss), Avdo Spahic (Meniskus-OP), Jean Zimmer, Philipp Klement (beide im Aufbautraining) und der erkrankte Aaron Opoku. Dafür kehren der zuletzt gesperrte Boris Tomiak sowie der wiedergenesene Jannis Heuer in den Kader zurück. Mindestens 6.184 Fans der Roten Teufel werden sich am Freitag auf den Weg nach Gelsenkirchen machen, um ihre Mannschaft gewohnt lautstark zu unterstützen. Spielbeginn in der Veltins-Arena ist um 18.30 Uhr. Quelle: Treffpunkt Betze