Drei Neue für den Betze: Einkaufszettel für Thomas Hengen

Am 01. Januar öffnet das Transferfenster. Weitere Neuzugänge sollen folgen. Unsere Recherche zeigt, welche Spieler auf der Wunschliste von Thomas Hengen stehen könnten. Nach einem guten Start in die neue Zweitliga-Saison geriet der FCK-Jet zunächst in Turbulenzen, setzte dann aber zum Höhenflug an und bescherte den Fans des 1. FC Kaiserslautern trotz zweier Niederlagen zum Abschluss der Hinrunde besinnliche Tage auf dem Betzenberg. Damit nach der Winterpause nicht der Absturz folgt, muss in diesem Transferfenster noch einmal nachgelegt werden. Die Gründe dafür sind vielfältig. In unserem Transferguide haben wir drei Positionen identifiziert, die in dieser besonderen Zeit in den Fokus rücken könnten. Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp Flügel links: Der Zeh der Pfalz Aaron Opokus Leistungen explodierten zu Saisonbeginn, dann verletzte sich der Flügelspieler und wurde zuletzt sporadisch mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Derby-Held Redondo laboriert seit August immer wieder an einer Zehenverletzung und ist damit ebenfalls keine verlässliche Option. Selbst im Falle seiner Genesung fehlt es den Roten Teufeln an Variabilität und Tiefe, denn mit dem wahrscheinlichen Abgang von Opoku wird spätestens im Sommer ein spielstarker Flügelspieler den Betzenberg verlassen. Tatsuya Ito (27, 1. FC Magdeburg): Noch ein Japaner für den FCK-Flügel? Nein, wir haben uns nicht von den starken Leistungen von Daisuke Yokota blenden lassen und die Suchparameter auf Ostasiaten eingestellt. Tatsuya Ito hat eine ordentliche letzte Saison gespielt und auch in dieser Spielzeit trotz wenig Einsatzzeit zwei Torvorlagen beigesteuert. Was den Magdeburger besonders interessant macht, ist seine Spielweise. Ein Blick auf die Statistiken zeigt, dass Itos progressiver Stil den Pfälzern gut zu Gesicht stehen würde. Mit 7,57 progressiven Dribblings pro 90 Minuten gehört der 27-Jährige zu den Top 1 Prozent der „Men’s next 14“, den 14 stärksten Ligen der Welt nach den ersten fünf Ligen. Auch bei den Ballkontakten im gegnerischen Strafraum gehört der Japaner zu den besten 1 Prozent der genannten Ligen. Werte wie diese zeigen, dass der Ex-Hamburger, wenn er auf dem Platz steht, sehr interessante Ansätze zeigt, die ideal in das System von Markus Anfang passen würden. Finanziell dürfte ein Kauf zu stemmen sein, vor allem bei einem Verkauf von Opoku. Und selbst wenn Opoku bleibt, hätte der FCK eine wertvolle Option mehr. Julian Hettwer (21, Borussia Dortmund II): Mit Julian Hettwer bekämen die Lautrer nach Richmond Tachie und Tobias Raschl den dritten Spieler aus der BVB-Jugend und ein absolutes Top-Talent. Doch während die beiden den Weg in die Pfalz über Umwege fanden, würde bei Hettwer dieser Zwischenschritt wegfallen. Gut für den FCK, denn für den rund 800.000 Euro teuren Flügelspieler dürfte sich im Winter ein einmaliges Fenster öffnen. Sein Vertrag läuft im Sommer aus und der BVB kann Hettwer wohl keine Perspektive bieten. Im Kader der ersten Mannschaft ist die Position zu stark besetzt, in der zweiten Mannschaft der Schwarz-Gelben ist die Entwicklung des Überfliegers auf die dritte Liga gedeckelt – höher darf die Vertretung der Profis nicht spielen. Der 21-Jährige passt zwar nicht perfekt ins System, ist aber ein entwicklungsfähiger Spieler. Zudem dürfte Hettwers Qualität so hoch sein, dass man über mangelnde Dribbelqualitäten hinwegsehen kann. Die Flexibilität, auch als Stürmer auflaufen zu können, spielt den Pfälzern zusätzlich in die Karten. Hettwer beeindruckte in dieser Saison bereits mit 17 Toren in 17 Spielen. Im Rennen um den Transfer sind bereits der 1. FC Heidenheim und der 1. FC Köln. Beide Teams dürften finanziell stärker sein als die Roten Teufel, doch der FCK könnte in Sachen Spielpraxis die Nase vorn haben. Mit einem attraktiven Gesamtpaket, etwa einer Rückkaufoption oder einer Beteiligung, könnte man die Konkurrenz ausstechen. Adil Taoui (23, Linzer ASK): Bei Adil Taoui haben wir unser Scouting-Tool ordentlich rattern lassen. Der Franzose mit algerischen Wurzeln wusste vor allem im Endspurt der vergangenen Saison bei den Linzern zu überzeugen, weshalb er seinen Vertrag verlängerte. In der laufenden Spielzeit halten sich die Einsatzminuten des 23-Jährigen allerdings in Grenzen. Diese wenigen Minuten konnte Taoui jedoch sehr gut nutzen, wettbewerbsübergreifend stehen bisher drei Tore zu Buche. Was den ehemaligen U19-Nationalspieler Frankreichs für die Roten Teufel besonders interessant macht, ist sein Profil. Taoui könnte als Pendant zu Yokota auf der linken Außenbahn spielen und verfügt über ähnliche technische Fähigkeiten. Er ist dribbelstark, ballsicher und kann seine Mitspieler gut in Szene setzen. Rechnet man die Statistiken auf “pro 90 Minuten” um, liegt der Flügeldribbler sowohl bei kettenbrechenden Pässen als auch bei progressiven Läufen mit Ball und Torschussvorlagen unter den Top 10% der Liga. Der FCK bekäme also ein dribbelstarkes Powerhouse, das mit guten Läufen Raum für seine Mitspieler schafft und diese dann auch noch bedient. Finanziell dürfte ein Kauf oder zumindest eine Leihe zu stemmen sein, ob der LASK seinen erst kürzlich verlängerten Joker ziehen lassen will und ob dieser sich nicht doch in Österreich durchsetzen möchte, bleibt abzuwarten. Sturm zentral: Hilfe für den Alleinunterhalter Es wird wohl die Geschichte des Transferfensters: Bleibt Ragnar Ache? Der 26-Jährige, dessen Wechsel zu Union Berlin im Sommer an der Ablösesumme scheiterte, gilt bei einigen Bundesligisten weiterhin als begehrt. Auch wenn der Lautrer nach wie vor den höchsten Marktwert hat, liegt die Verpflichtung eines weiteren Ersatzspielers aufgrund von Aches Verletzungshistorie nahe: Der für ihn vorgesehene Jannik Mause konnte sich bislang nicht durchsetzen und Allrounder Daniel Hanslik wird meist auf anderen Positionen gebraucht. Da sich Neuzugang Mause gegen eine Leihe im Winter entschieden hat und ihm eine gewisse Anlaufzeit zugestanden werden muss, könnte ein Leihspieler Schwung in den Kader bringen und sich mit dem Sommerneuzugang um den Platz hinter Ragy duellieren. Ivan Prtajin (28, Union Berlin): Eine große Überraschung ist der 28-Jährige freilich nicht. Prtajin wurde bereits im Sommer mit den Roten Teufeln in Verbindung gebracht, damals im Rahmen des Ache-Deals, der sich letztlich zerschlug. “Außen vor” beschreibt das erste Halbjahr des Kroaten in der Hauptstadt schmeichelhaft. Ganze fünf Minuten stand der Neuzugang auf dem Platz und zählt nun zu den Kandidaten für eine Winterleihe bei den Eisernen. Sportlich dürfte der Ex-Wiesbadener perfekt in die Pfalz passen, schließlich wollte man ihn schon im Sommer verpflichten. Wenn man Ragnar Ache nachbauen würde, wäre Prtajin eine fast identische Kopie. Der Kroate ist groß, kopfballstark und eiskalt, was