Luca Sirch: „Das Gefühl ist schwer zu erklären“

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Er ist der Senkrechtstarter des 1. FC Kaiserslautern: Im Interview mit Treffpunkt Betze spricht Luca Sirch über schwierige erste Wochen und wie es sich anfühlt, seinen großen Traum zu leben. Luca Sirch schnürt erst sein sieben Monaten die Schuhe für den 1. FC Kaiserslautern. Mittlerweile hat sich der 25-Jährige zum Stammspieler und absoluten Leistungsträger bei den Pfälzern gemausert. Über 3.500 FCK-Fans der Treffpunkt Betze Community wählten ihn deshalb mit großem Abstand zum „Spieler der Hinrunde“. Eine Auszeichnung, die den gebürtigen Augsburger stolz macht, die er aber seinem Naturell entsprechend mit aller Bescheidenheit entgegennimmt. Diese Entwicklung war so nicht abzusehen, schließlich stand Sirch in den ersten sechs Zweitligaspielen der Saison gar nicht im Kader. Doch dann drehte der Mann, der im vergangenen Jahr noch in der Regionalliga kickte, so richtig auf.  Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp „Am Anfang war es schwer für mich“ Treffpunkt Betze: Hallo Luca. Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch: Über 3.500 FCK-Fans haben an unserer Wahl zum “Spieler der Hinrunde” teilgenommen und du bist mit großem Abstand auf Platz 1 gewählt worden. Was bedeutet diese Auszeichnung für dich, gerade als Spieler, der erst seit einem halben Jahr dabei ist? Luca Sirch: Es ist natürlich eine Ehre, wenn man hört, dass man von so vielen Fans zum Spieler der Hinrunde gewählt worden ist. Vor allem, weil der Saisonstart nicht ganz leicht für mich war. Aber ich denke, das zeichnet auch ein bisschen unsere Hinrunde aus. Klar freut mich die Auszeichnung persönlich, aber Fußball ist ein Teamsport. Es zeigt, dass wir als Truppe eine sehr, sehr gute Hinrunde gespielt haben. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen. Und das Wichtigste ist, dass wir alles dafür tun, damit es in der Rückrunde so weitergeht. Treffpunkt Betze: Dabei begann die Saison für dich zunächst ganz anders: Der Sprung von der Regionalliga in die 2. Bundesliga ist grundsätzlich nicht einfach. Was war für dich persönlich die größte Herausforderung in den ersten Wochen? Warum, glaubst du, fiel dir die Eingewöhnung beim FCK so schwer? Luca Sirch: Sich einzuleben war leicht, weil ich von Anfang an gut aufgenommen wurde von den Jungs. Ich denke, wie du sagst, der Unterschied ist einfach enorm von der Regionalliga zur Zweiten Liga. Da muss man sich gefühlt an alles anpassen. Das Niveau ist höher, die Körperlichkeit ist eine andere, das Spieltempo ist schneller. Vor allem am Anfang war es daher einfach sehr schwierig für mich. Aber ich denke, man gewöhnt sich an das Niveau. Und dass es dann für mich persönlich so lief, im ersten Spiel direkt zu treffen und einen 3:0-Heimsieg gegen Paderborn, die zu diesem Zeitpunkt Dritter in der Tabelle waren, einzufahren, war natürlich überragend. Ich glaube, es brauchte einfach ein bisschen Anpassung am Anfang. Mit der Zeit bin ich immer besser reingekommen. „Kaiserslautern, Betzenberg – das kannte ich nur aus dem Fernsehen“ Treffpunkt Betze: Auch Markus Anfang attestierte dir zu Beginn ein “zu zurückhaltendes Auftreten”. Was hast du verändert, dass du jetzt ein so wichtiger Teil der Stammelf bist? War es eher eine Leistungsexplosion oder konntest du einfach besser zeigen, was du kannst? Luca Sirch: Verändert habe ich nichts Bestimmtes. Ich bin eher ein schüchterner Typ. Vor allem am Anfang. Du kommst hier nach Kaiserslautern auf den Betzenberg, vorher kennst du das alles auch nur aus dem Fernsehen. Das ist schon überwältigend. Ich habe dann aber wie gesagt immer besser reingefunden, gegen Paderborn mein Startelfdebüt gegeben und bin dann Woche für Woche zu meinen Einsatzzeiten gekommen. Das gibt dir Selbstvertrauen und da passt man sich dann einfach an. Das Selbstvertrauen hat aber auch deshalb einen Push bekommen, weil es ja bei uns dann auch als Team gut lief. Ich glaube, wir haben sieben Spiele nicht verloren. Ich habe mich zwar von Anfang an wohl gefühlt, aber dann fühlt man sich automatisch nochmal ein bisschen besser. Treffpunkt Betze: Am 9. Spieltag standest du zum ersten Mal in der Startelf und durftest im Heimspiel gegen Paderborn gleich mal einen Treffer vor der Westkurve bejubeln. Wie würdest du dieses Erlebnis heute beschreiben? Luca Sirch: Das Gefühl kann man gar nicht beschreiben. Beim Einlaufen siehst und hörst Du über 40.000 Zuschauer auf den Rängen. Zu Saisonbeginn habe ich das ja öfter noch von der Tribüne erlebt, aber welche Wucht die Fans uns immer mit auf den Weg geben und wie laut es ist, merkst du erst so richtig, wenn Du auf dem Platz stehst. Da freut man sich richtig darauf, zu spielen. In meinem ersten Spiel gegen Paderborn habe ich auf der Verteidigerposition gespielt, da ist es natürlich nochmal besonders schön, wenn man zu Null zu spielt. Und dann habe ich auch noch vor der Kurve ein Tor gemacht. Von überall kommen Deine Mitspieler zum Jubel angerannt, die Fans rasten aus. Das Gefühl ist schwer zu erklären. Das muss man, glaube ich, selber fühlen. Es gibt dir natürlich auch nochmal einen Schub an Selbstvertrauen. „Ich bin dankbar und glücklich, dass ich es geschafft habe“ Treffpunkt Betze: Im Gegensatz zu vielen anderen Fußballern hast du in deiner Jugend kein Nachwuchsleistungszentrum durchlaufen und dir mit 25 Jahren vergleichsweise spät den Traum vom Profifußball erfüllt. Ist das vielleicht sogar ein Vorteil? Oder spürst du Nachteile gegenüber deinen Mitspielern, die ein NLZ durchlaufen haben? Luca Sirch: Es ist schwierig zu sagen, ob ich jetzt einen Vorteil oder Nachteil habe. Ich glaube, das kommt auch immer auf den betroffenen Spieler an. Man kann nie in die Zukunft schauen, wie die Entwicklung läuft. Ich war in meiner Jugend auch beim FC Augsburg, aber damals nicht in einem richtigen Nachwuchsleitungszentrum. So wie es danach für mich weiter ging und jetzt gekommen ist, bin ich sehr zufrieden, dass ich noch den Sprung ins Profigeschäft geschafft habe. Es war nicht immer leicht, klar. Ich habe ich mich auch bei Lok Leipzig wohlgefühlt, das ist auch ein super Verein. Aber ich glaube, jeder Fußballer träumt davon, einen Profivertrag zu unterschreiben. Jeder will den Traum leben. Ich bin einfach glücklich und dankbar, dass ich es geschafft habe. Das Wichtigste ist jetzt aber, dass ich dran bleibe, dass ich immer mehr Gas gebe, von Training zu Training, von Spiel zu Spiel. Wie gesagt, wir wollen die Rückrunde

TB-Kids Magazin: Die erste Ausgabe für junge FCK-Fans ist online!

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