Angriff auf die Tabellenspitze im Fürther Ronhof?

In Fürth können die Roten Teufel den Rückrundenstart perfekt machen, wenn die Innenverteidigung hält. Helfen könnten dabei die frisch verpflichteten Neuzugänge. Nach dem 2:1-Heimsieg gegen den SSV Ulm eröffnet der 1. FC Kaiserslautern den 19. Spieltag mit einem Auswärtsspiel bei Greuther Fürth. Dabei haben die Roten Teufel die Chance, zumindest vorübergehend an die Tabellenspitze zu springen und weiter fleißig Punkte zu sammeln. Der kommende Gegner hat nicht nur sportlich zu kämpfen, auch personell haben die Gastgeber einige Baustellen. Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp Greuther Fürth: Abwärtsspirale und Personalsorgen beim Kleeblatt Nach der Last-Minute-Niederlage bei Preußen Münster (2:1) will die Spielvereinigung Greuther Fürth wieder an die starken Heimauftritte vor der Winterpause anknüpfen. Die Franken gewannen ihre letzten beiden Heimspiele im Dezember gegen Hertha BSC (2:1) und Hannover 96 (1:0). Die Mannschaft von Trainer Jan Siewert rangiert derzeit mit 20 Punkten auf dem 14. Tabellenplatz und damit in unmittelbarer Nähe zu den Abstiegsrängen. Die Franken haben die Winterpause genutzt, um auf dem Transfermarkt noch einmal nachzulegen. Neben den Rückkehrern Marco John (TSG Hoffenheim) und Felix Klaus (Fortuna Düsseldorf) wechselte auch Lennart Grill (Union Berlin) in den Ronhof. Letzterer könnte aufgrund der komplizierten Personalsituation der Fürther gegen seinen Ex-Klub zwischen den Pfosten stehen. Taktisch agierten die Franken unter Siewert zuletzt in einem 3-4-3. Trotz der prekären Tabellensituation fordert der Fürther Cheftrainer von seiner Mannschaft eine aktive und intensive Spielweise. Schließlich ist sein Kader grundsätzlich auf eine spielerische Herangehensweise ausgelegt. Allerdings haben die Gastgeber mit personellen Problemen zu kämpfen: Ersatztorhüter Nils Körber fällt mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel länger aus. Zwar konnte die etatmäßige Nummer eins, Nahuel Noll, nach mehrwöchiger Verletzungspause wieder voll mittrainieren, hinter seinem Einsatz steht aber ebenso ein Fragezeichen wie hinter dem von Mittelfeldspieler Julian Green. Außerdem fehlen der gelbgesperrte Simon Asta sowie Jomaine Consbruch und Kerim Calhanoglu. Beide arbeiten noch an ihrem Comeback. Engpass in der Defensive – Einsätze für Ramos und Alidou? Auch wenn sich die Verletzungssituation bei den Roten Teufeln zuletzt etwas entspannt hat, könnte es in der Defensive zu Engpässen kommen: Neben den Ausfällen von Hendrick Zuck und Almamy Touré ist derzeit auch der Einsatz von Jannis Heuer krankheitsbedingt fraglich. Sollte Heuer ausfallen, müsste Markus Anfang wohl auf Leon Robinson oder Jan Gyamerah zurückgreifen in der Dreierkette zurückgreifen, aber auch eine Systemumstellung ist durchaus denkbar. Die beiden unter der Woche verpflichteten Neuzugänge Grant Ranos und Faride Alidou werden aller Voraussicht nach sofort im Kader stehen und könnten eventuell gleich als Joker für frischen Wind sorgen. Voraussichtliche Aufstellung: Krahl – Elvedi, Sirch, Heuer – Gymerah, Aremu, Kaloc, Kleinhansl – Ritter, Yokota, Hanslik Jüngste Bilanz spricht für Fürth Aus den letzten drei Begegnungen mit dem 1. FC Kaiserslautern holte die SpVgg Greuther Fürth insgesamt sieben Punkte. Der letzte Sieg der Pfälzer gegen das Kleeblatt datiert aus der Saison 2022/23, als man sowohl das Heim- als auch das Auswärtsspiel mit 3:1 für sich entscheiden konnte. Für Ragnar Ache wird es ein besonderes Spiel, denn der Stürmer traf bereits zweimal auf seinen Ex-Klub und erzielte dabei jeweils einen Treffer. Während Ache in seiner Fürther Zeit in der Saison 2022/23 mit sieben Toren in 32 Spielen noch nicht zu den absoluten Top-Torjägern zählte, hat er sich beim FCK mittlerweile zu einem der treffsichersten Angreifer der 2. Bundesliga entwickelt. Für alle Daheimgebliebenen gibt es das Spiel wie gewohnt auf Sky oder OneFootball im Livestream. Quelle: Treffpunkt Betze
Grant Ranos: Armenischer Alleskönner für die FCK-Offensive

Der FCK hat Grant Ranos von Borussia Mönchengladbach ausgeliehen und damit seinen zweiten Wintertransfer getätigt. Doch ist das ehemalige Bayern-Juwel eine echte Verstärkung? Grant Ranos machte erstmals in der Saison 2021/2022 auf sich aufmerksam, als er für die U19 des FC Bayern in der U19-Bundesliga Süd/Südwest in 17 Spielen 11 Tore erzielte und 6 weitere Treffer vorbereitete. Im Jahr darauf folgte der Sprung in die zweite Mannschaft des Rekordmeisters. Der Sprung vom Junioren- in den Herrenfußball gelang dem Armenier problemlos. Ranos schoss die Regionalliga Bayern regelrecht ab. 36 Spiele, 20 Tore und 13 Vorlagen – und das mit 19 Jahren. Betze-News direkt aufs Smartphone? Kein Problem mit unserem Whatsapp-Channel: https://bit.ly/betze_whatsapp Bundesliga eine Nummer zu groß Das weckte das Interesse der großen Vereine aus ganz Deutschland und so folgte im Sommer 2023 der Wechsel zu Borussia Mönchengladbach. Doch für Ranos war der Sprung zu groß. In zwei Spielzeiten stehen elf Kurzeinsätze ohne Torbeteiligung in der Bundesliga zu Buche. „Trotz guter Leistungen in Testspielen und Kurzeinsätzen wurde dem armenischen A-Nationalspieler nie das volle Vertrauen geschenkt – das mag wohl an der starken Konkurrenz oder am Verletzungspech liegen“, meint Niko Scholl vom Podcast Pfostenbruch gegenüber Treffpunkt Betze. Der logische Schritt ist nun, in der zweiten Liga Spielpraxis und Selbstvertrauen zu sammeln. Kein reiner Ache Backup Mit Grant-Leon Ranos hat sich der FCK einen sehr variablen Stürmer gesichert. Doch was Ranos nicht ist, ist ein reiner Ersatz für Ragnar Ache. Mit einer Körpergröße von 1,80 m und generell nicht der stärksten Physis ist Ranos definitiv kein Zielspieler. Vielmehr arbeitet er um einen Stürmer herum. Ranos lässt sich gerne auf die 10 fallen, um dann den tödlichen Pass zu spielen. Doch auch dank seiner Dribbelstärke kommt der armenische Nationalspieler immer wieder über außen und sucht das 1 gegen 1. In der Regionalliga hat er Tore aller Art erzielt: Vom eiskalten Abstauber im Strafraum, über den Pass in die Tiefe, bei dem er im 1 gegen 1 gegen den Torwart die Nerven behält, bis hin zum Dribbling über die Außenbahn und dem Abschluss in bester Arjen-Robben-Manier. Bei diesen Qualitäten denkt man weniger an Ragnar Ache als an Daniel Hanslik. Das ist auch die Position im Kader des FCK, die am besten zum Neuzugang passt. Also eher ein möglicher Konkurrent für Hanslik als ein Backup für Ache. Leihe sehr zugunsten von Gladbach Ein halbes Jahr wird Grant Ranos das Trikot der Roten Teufel tragen, dann ist aller Voraussicht nach Schluss. Denn laut Sky-Transferexperte Florian Plettenberg hat der FCK keine Kaufoption. Außerdem müssen die Lautrer laut Bild eine Strafzahlung zahlen, wenn Ranos nicht zum Einsatz kommt. Oder anders formuliert: Jeder Einsatz minimiert die Leihgebühr. Aus Gladbacher Sicht eine sehr gute Option: „Ich glaube, dass der Schritt von der Regionalliga Bayern zur Borussia in die 1. Bundesliga einfach ein bisschen zu groß war und für alle Beteiligten eine Leihe zu einem ambitionierten Zweitligisten jetzt genau die richtige Entscheidung ist“, meint Niko Scholl. Inwieweit Ranos dem FCK aber wirklich weiterhelfen kann, wird sich frühestens am Freitag im Spiel gegen Fürth zeigen. Quelle: Treffpunkt Betze
FCK verpflichtet Außenbahnspieler Alidou

Der 1. FC Kaiserslautern darf einen weiteren Winterneuzugang auf dem Betze begrüßen: Faride Alidou wechselt vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt in die Pfalz. Die Roten Teufel haben mit dem Außenbahnspieler Faride Alidou den dritten Neuzugang der Winterpause verpflichtet. Der 23-Jährige fühlt sich auf den Außenbahnen am wohlsten und könnte damit einen vorzeitigen Abgang des wechselwilligen Flügelspielers Aaron Opoku untermauern. Nach Angaben der Bild-Zeitung hat der 1. FC Kaiserslautern eine “Mini-Ablöse” gezahlt, laut Sky-Reporter Florian Plettenberg steht dem eine Rückkaufoption seitens der Frankfurter gegenüber. Die Pressemitteilung des 1. FC Kaiserslautern: Der gebürtige Hamburger Alidou genoss nicht nur nahezu seine gesamte sportliche Ausbildung in der Talentschmiede des Hamburger SV, sondern unterschrieb dort im Sommer 2021 auch seinen ersten Profivertrag. Nur wenig später ging es von der Elbe an den Main zu Eintracht Frankfurt. Für die Hessen kam der Außenbahnspieler in der Bundesliga und in der Champions League zum Einsatz. Mit dem Ziel, mehr Spielminuten zu sammeln, verlieh die Eintracht Alidou zunächst an den 1. FC Köln und im Sommer letzten Jahres an Hellas Verona. Von dort führt ihn sein Weg nun zum Pfälzer Traditionsverein. Für den DFB war der Offensivspieler unter anderem zehnmal in der U21-Nationalmannschaft im Einsatz und nahm an der U21-Europameisterschaft 2023 teil. Hengen: “Frühzeitige Planungssicherheit” „Faride hat in seiner bisherigen Laufbahn unter Beweis gestellt, dass er auf beiden Außenbahnen flexibel einsetzbar ist. Zudem ist er ein dribbelstarker und schneller Spieler. Mit diesen Eigenschaften kann er eine wertvolle Verstärkung für unseren Kader sein. In seinen jungen Jahren hat er bereits viel Erfahrung auf hohem Niveau gesammelt, ist aber auch noch entwicklungsfähig. Wir sind froh, dass ein Spieler seiner Qualität so kurzfristig im aktuellen Transferfenster verfügbar war und wir ihn von einem Schritt zum FCK überzeugen konnten. Auch vor dem Hinblick, dass uns im Sommer auf den Flügeln personelle Veränderungen erwarten. So können wir schon frühzeitig für Planungssicherheit sorgen“, begründet FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen die feste Verpflichtung von Alidou. Alidou: “Musste nicht lange überlegen” „Als sich für mich die Möglichkeit ergeben hat, zurück nach Deutschland und zum 1. FC Kaiserslautern zu wechseln, musste ich nicht lange überlegen. Der FCK ist ein großer Verein mit einer beeindruckenden Tradition und tollen Fans. Ich freue mich darauf, mit dem Team zu arbeiten und möchte mich schnellstmöglich in die Mannschaft integrieren, um erfolgreichen Fußball zu spielen“, so Faride Alidou zu seinem Wechsel. Quelle: Treffpunkt Betze / 1. FC Kaiserslautern