Ankunft in Sterzing: Zwischen Fans, Alpenflair und Bodypainting

Der FCK schwitzt in Sterzing – und wir sind mittendrin! Treffpunkt Betze begleitet das Trainingslager mit einem täglichen Tagebuch – nah dran, informativ und mit exklusiven Einblicken. Der 1. FC Kaiserslautern ist angekommen – und damit auch ein Stück Pfalz in Südtirol. In Sterzing, der kleinen, geschichtsträchtigen Alpenstadt unweit des Brenners, herrschte zum Auftakt des Trainingslagers reges Treiben. Ob die auffallend große Menschenmenge in der Innenstadt nun dem parallel laufenden Trainingslager des FC Südtirol, der Anwesenheit des FCK oder doch der zeitgleich stattfindenden Bodypainting-Weltmeisterschaft geschuldet war, blieb offen. Sicher ist jedoch: Sterzing bietet zum Start des Trainingslagers eine außergewöhnliche Kulisse. **Betze-News direkt aufs Smartphone?** Erhalte alle News und Artikel direkt per Push-Nachricht über unseren Whatsapp-Kanal Das historische Zentrum mit seinen engen Gassen, dem Zwölferturm und der beeindruckenden Bergkulisse im Hintergrund empfing die Roten Teufel mit Charme und Gastfreundschaft. Auch sportlich war der Empfang gut organisiert. Der AFC Sterzing, der Partnerverein des FCK für dieses Trainingslager, wartete am Nachmittag mit belegten Brötchen, Getränken – und jeder Menge Herzlichkeit auf die Lautrer und ihre zahlreichen mitgereisten Fans. Absage zum Auftakt – Regen statt Raseneinheit Ursprünglich war eine erste Trainingseinheit um 17:45 Uhr geplant. Diese wurde zunächst auf 16:45 Uhr vorgezogen und schließlich ganz abgesagt. Vermutlich waren die dunklen Gewitterwolken am Horizont und die unsichere Wetterlage der Grund dafür. Stattdessen absolvierte das Team eine lockere Laufeinheit sowie ein erstes Programm im Hotel-Gym. Mit nach Südtirol gereist sind 27 Spieler, das komplette Trainerteam um Chefcoach Torsten Lieberknecht sowie der gesamte Staff. Die kommenden Tage sollen intensiv genutzt werden, um die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison in der 2. Liga zu legen – taktisch, athletisch und mental. Der Auftakt verlief ruhig und fast familiär, doch ab morgen soll auf dem Platz gearbeitet werden. Sofern das Wetter mitspielt. Treffpunkt Betze berichtet in den kommenden Tagen für euch direkt aus dem Trainingslager. Schaut also gerne regelmäßig vorbei. Quelle: Treffpunkt Betze
Fabian Kunze: Wichtig, laut zu sein und voranzugehen

Im Interview mit Treffpunkt Betze spricht Neuzugang Fabian Kunze über seinen Wechsel zum FCK, seine Stärken als defensiver Mittelfeldspieler und seinen ungewöhnlichen Weg in den Profifußball. Fabian Kunze wechselte erst vor wenigen Wochen ablösefrei vom Ligakonkurrenten Hannover 96 zum 1. FC Kaiserslautern. Der zweikampfstarke und erfahrene defensive Mittelfeldspieler soll für Stabilität im Spiel der Lautrer sorgen und die Lücke auf der Sechserposition schließen, die seit dem Abgang von Julian Niehues bestand. **Betze-News direkt aufs Smartphone?** Erhalte alle News und Artikel direkt per Push-Nachricht über unseren Whatsapp-Kanal In seinen ersten Tagen in der Pfalz wusste die neue Nummer 6 des FCK gleich zu überzeugen und hinterließ einen guten Eindruck. Torsten Lieberknecht bezeichnete ihn jüngst gegenüber der „Rheinpfalz“ als „absoluten Gewinn, auf und auch neben dem Platz“. Nach dem öffentlichen Vormittagstraining am Mittwoch nahm sich der 27-Jährige Zeit für ein Interview mit unserer Redaktion. Schöner, nicht ausgepfiffen zu werden Treffpunkt Betze: Hallo Fabian, du bist erst seit wenigen Wochen beim FCK. Wie waren die ersten Wochen für dich – auch abseits des Platzes? Hast du den Eindruck, mit dem Wechsel in die Pfalz die richtige Entscheidung getroffen zu haben? Fabian Kunze: Abseits vom Platz haben wir uns schon gut eingelebt. Wir sind schon ein bisschen früher in der Umgebung angekommen und fühlen uns wohl. Auch in der Mannschaft lernt man sich von Tag zu Tag immer besser kennen, auch die einzelnen Charaktere. Bisher würde ich sagen, dass es die richtige Entscheidung war. Treffpunkt Betze: Ihr habt bereits vier Testspiele absolviert, von denen ihr zwei gewinnen konntet und zwei verloren habt, wenngleich Ergebnisse in der Vorbereitung nicht immer das Wichtigste sind. Wie fällt dein Fazit zu den bisherigen Auftritten aus? Fabian Kunze: Du hast es ja gesagt: Zwei gewonnen, zwei verloren. Natürlich will man grundsätzlich jedes Spiel gewinnen. Trotzdem geht es in den Testspielen vor allem darum, gemeinsam Abläufe einzustudieren. Die Mannschaft muss sich finden, und das steht in der Vorbereitung im Vordergrund. Treffpunkt Betze: In den vergangenen drei Jahren warst du ein gesetzter Stammspieler bei Hannover 96. Dennoch hast du dich entschieden, eine neue Herausforderung zu suchen und deinen Vertrag nicht zu verlängern. Was waren die Gründe für diesen Wunsch nach einer Veränderung und deinen Wechsel zum FCK? Fabian Kunze: Ich habe von Anfang an sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen geführt. Ich hatte schon damals immer Bock, hier als Gegner auf dem Betze vor dieser Kulisse zu spielen. Und natürlich ist es jetzt schöner, nicht ausgepfiffen zu werden. Ich freue mich darauf, nun für den FCK in diesem Stadion aufzulaufen. Kein bevorzugtes Spielsystem Treffpunkt Betze: Du bist nicht nur im besten Fußballeralter, sondern bringst auch die Erfahrung von 107 Zweitliga- und 48 Bundesligaspielen mit. Erwartet das Trainerteam, dass du eine Führungsrolle übernimmst? Und was hat dir Torsten Lieberknecht bislang bezüglich deiner Rolle mitgegeben? Fabian Kunze: Aufgrund meiner Erfahrung ist es für mich selbstverständlich, eine Führungsrolle auf und neben dem Platz zu übernehmen. Auf meiner Position ist es zudem wichtig, dass ich meine Mitspieler vor und hinter mir ordne, laut bin und vorangehe. Ich glaube, jeder, der mich kennt oder weiß, wie ich spiele, wird das auch so sehen. Treffpunkt Betze: Trainer haben bekanntlich ihre Vorlieben, was Spielsysteme betrifft. Welches bevorzugst du für deine Position? Spielst du lieber mit einem zweikampfstarken Partner Seite an Seite oder lieber als alleiniger Sechser? Fabian Kunze: Das ist mir eigentlich grundsätzlich egal. Ich habe kein bevorzugtes Spielsystem und auch nicht die Rolle oder Position, die mir besser gefällt. Die Spielsysteme können heutzutage ja auch sehr schnell und mehrfach im Spiel gewechselt werden. Ich denke, dass beide Optionen ihre Vor- und Nachteile haben. // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. Treffpunkt Betze: Und wenn du dein eigenes Stärkenprofil kurz und knapp beschreiben müsstest? Was sind deine drei größten Stärken als Fußballer? Fabian Kunze: Wenn ich meine drei größten Stärken nennen müsste, würde ich sagen: Erstens bin ich nickelig, zweitens habe ich ein gutes Passspiel und drittens bin ich stark im Zweikampf. Hatte es eigentlich schon abgeschrieben Treffpunkt Betze: An dieser Stelle einmal eine persönliche Frage, denn die meisten Fans kennen Fabian Kunze wahrscheinlich noch nicht gut genug: Was zeichnet dich als Person aus? Fabian Kunze: Privat bin ich eher entspannt und ruhig. Das unterscheidet mich von meinem Auftreten auf dem Platz. In meiner Freizeit gehe ich deshalb sehr gerne spazieren und bin allgemein gerne in der Natur. Treffpunkt Betze: Aus heutiger Sicht hast du einen eher ungewöhnlichen Weg in den Profifußball eingeschlagen: Während viele Talente bereits im Kindesalter in Nachwuchsleistungszentren wechseln, hast du bis zu deinem 16. Lebensjahr in der Jugend des VfL Theesen gespielt. Erst dann folgte eine einjährige Zwischenstation bei der U17 von Schalke 04, ehe du nach Rödinghausen gingst, wo dir der finale Schritt zum Profi gelang. Gab es Momente, in denen du daran gezweifelt hast, deinen Traum vom Profifußballer zu verwirklichen? Fabian Kunze: Dass ich daran gezweifelt hätte, würde ich vielleicht nicht unbedingt sagen, denn ich war schon immer von meinen Fähigkeiten überzeugt. Aber ich hatte es eigentlich schon abgeschrieben, das muss ich ehrlich sagen. Natürlich bin ich sehr froh, dass es so gekommen ist und mein Weg mich in den Profifußball geführt hat. Es gab allerdings Phasen, in denen ich nicht so richtig daran geglaubt habe. Nach dem Jahr auf Schalke hatte ich ehrlich gesagt auch keine Lust mehr. Umso mehr freut es mich aber, dass sich nach meiner Zeit auf Schalke dann alles so ergeben hat. Und ich glaube, bis jetzt läuft es ganz gut (lacht). Vielleicht ein bisschen kitschig Treffpunkt Betze: Bis zu deinem Wechsel von Rödinghausen nach Bielefeld im Jahr 2019 hast du immer gemeinsam mit deinem Zwillingsbruder Lukas gespielt. Wie war es, gemeinsam mit seinem Bruder vom kleinen Jungen mit einem Traum bis zum Stammspieler in der Regionalliga heranzuwachsen? Und wie schwierig war es, als sich eure Wege dann erstmals trennten? Fabian Kunze: Es war natürlich immer eine große Hilfe, Lukas an meiner Seite zu haben. Wir haben uns auf dem Platz sehr gut verstanden und kannten uns in- und auswendig. Das war