Zu wenig Breite für die Spitze

Beim 1:1-Unentschieden gegen den „Klub” wirkte der FCK müde und ließ zwei Dinge durchblicken: Wie wichtig die erste Elf ist und dass für den Schritt zum Spitzenteam einiges an Qualität fehlt. Die Punkteteilung gegen den 1. FC Nürnberg macht das deutlich, was den FCK trotz einiger Joker-Tore auch in dieser Saison besonders plagt. In der Breite reicht es nicht für die Ligaspitze. Durch den verpassten Sieg müssen die Roten Teufel den Anschluss an die Tabellenspitze abreißen lassen, was angesichts des fehlenden Personals vollkommen in Ordnung ist. Trotzdem ist es höchst ärgerlich, dass die Gastgeber den Sieg aus der Hand gegeben haben, obwohl sie ihn selbst in der Hand hatten. Wie zwei blinde Boxer Mit der feinen Klinge ging die Partie zwischen dem Kellerkind und den Pfälzern nicht zu. Beim „Klub” zeigte sich ebenso wie beim FCK der Mangel an absoluter Qualität im Sturm. So entstanden die größten Chancen auf beiden Seiten eher eher zufällig als durch spielerische Qualität. Bei den Lautrern fehlte vor allem Ivan Prtajin. Daniel Hanslik zeigte sich zwar wie gewohnt stets bemüht, konnte allerdings den wohl besten Zielspieler der Liga trotz seines Tores zum 1:0 nicht adäquat ersetzen. Durch den Doppelwechsel von Marlon Ritter und Naatan Skyttä in der 69. Minute beraubte sich der FCK zudem seiner eigenen Kreativität und spielerischen Klasse. Die Folge waren zahlreiche schlecht ausgespielte Angriffe, die zu einem Tor hätten führen können. Hinzu kommt, dass es weder Richmond Tachie noch Dickson Abiama gelang, Bindung zum Spiel herzustellen und für die so dringend benötigte offensive Entlastung zu sorgen. // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. Eine fehlende Achse Auch defensiv wirkten die Hausherren geschwächt. Lieberknechts Mannschaft fehlte nicht nur eine gewisse Körpergröße, sondern auch die nötige Abgeklärtheit. Jan Elvedi, der Jisoo Kim vertrat, verursachte zwar unglücklich, dennoch mehr als ungeschickt den Strafstoß zum 1:1-Endstand. Afeez Aremu, der für den gesperrten Fabian Kunze in die Startelf gerückt war, zeigte eine mangelnde Zweikampfqualität (nur 46 % gewonnene Zweikämpfe) und war darüber hinaus eher ein Risikofaktor mit dem Ball. Das ist keine Kritik am Team per se, zeigt aber, dass der FCK dünner besetzt ist als es die zahlreichen Jokertore zuletzt vermuten ließen. Die Quittung dafür erhielten die Roten Teufel mit zwei verursachten Elfmetern, die im schlimmsten Fall sogar eine Niederlage bedeutet hätten. Beide Strafstöße waren im besten Fall unglücklich, im schlimmsten Fall zeigten sie das bestehende Unvermögen. Zudem sind zahlreiche Angriffe der Gäste zu nennen, die die formschwachen Franken ähnlich schlecht ausspielten wie der FCK. Voller Fokus auf Lazarett und Fürth Nun richtet sich der Blick auf den DFB-Pokal und in die medizinische Abteilung. Wieder trifft der 1. FC Kaiserslautern auf einen fränkischen Gegner, wieder zeigt die gegnerische Formkurve nach unten. Gut für die Roten Teufel, die sich schnellstmöglich rehabilitieren möchten und gegen einen stärkeren Gegner in der aktuellen Verfassung womöglich Probleme bekämen. Kaum ein Team in dieser Liga kann auf drei absolute Stammspieler verzichten. Dennoch zeigt der dürftige Auftritt der Lautrer Reserve, dass für den Schritt zum absoluten Spitzenteam einiges an Qualität fehlt. Ob dies jedoch der Anspruch der Roten Teufel in dieser Saisonphase sein sollte, muss jeder für sich selbst beantworten. Quelle: Treffpunkt Betze
FCK enttäuscht: „Jedes nicht gewonnene Heimspiel ein Rückschlag“

Nach viel Kampf, fehlender Abschlussstärke und doppeltem VAR-Chaos steht für den FCK schließlich eine Punkteteilung zu Buche. Spieler und Trainer mit den Stimmen zum Spiel. Nach dem Unentschieden gegen die Gäste aus Nürnberg haderte der 1. FC Kaiserslautern insbesondere mit der fehlenden Spannung in der Offensive, den beiden Strafstößen und den verlorenen zwei Punkten. Die Pfälzer präsentierten sich vor allem vor dem gegnerischen Tor zu fahrig und verpassten zahlreiche Möglichkeiten. Dabei fehlte nicht nur die Abschlussqualität, sondern auch die letzte Konsequenz. Dennoch zeigte der FCK eine „neue Mentalität“ und will sich direkt im nächsten Spiel verbessern. Marlon Ritter, Torsten Lieberknecht, Leon Robinson und Julian Krahl mit den Stimmen zum Spiel. **Betze-News direkt aufs Smartphone?** Erhalte alle Neuigkeiten per Push-Nachricht über unseren Whatsapp-Kanal Marlon Ritter: „Ein Rückschlag“ Der Kapitän kritisierte den mangelnden Killerinstinkt seiner Mannschaft: „Wir haben viele Möglichkeiten verpasst, das Spiel zu entscheiden. Am Ende wurden wir dafür bestraft, dass wir das Spiel nicht entschieden haben. Jedes nicht gewonnene Heimspiel ist ein Rückschlag, deswegen sind wir natürlich enttäuscht”. Vermisst habe man dabei vor allem Zielspieler Prtajin: „Ivan hat große Qualität. Daniel Hanslik ist ein anderer Spielertyp, der trotzdem immer alles gibt. Aber in der Box ist Ivan einer der Besten der zweiten Liga.“ Zusammenfassend resümierte der Derbysieger: „Wir hätten das Spiel vorher entscheiden müssen.“ Torsten Lieberknecht: „Nicht das beste Spiel“ Auch Torsten Lieberknecht räumte einen gewissen Chancenlapsus ein. „Wir waren mit dem Ball oft zu kompliziert, viele Situationen haben wir nicht gut ausgespielt.“ Dabei schmerzten dem Cheftrainer die drei prominenten Ausfälle. „Die Reservisten haben stark gespielt, dennoch hat eine ganze Achse gefehlt. Beispielsweise fehlte mit Kim und Kunze einfach eine gewisse Größe.“ Die Verteidigung seiner Mannschaft erlebte der Bad Dürkheimer hingegen als „sehr konzentriert und mit guter Restabsicherung bei schnellen Nürnberg-Stürmern“. Leon Robinson: „Ganz bitter“ Leon Robinson, wohl der beste Feldspieler auf Seiten der Hausherren, zeigte sich sichtbar enttäuscht. „Der zweite Elfmeter ist eine 50:50-Entscheidung und insgesamt sehr bitter. Aber so ist Fußball. Letzte Woche haben wir glücklich gewonnen, diese Woche hatten wir das Pech. Unsere Heimstärke haben wir dennoch, da sind wir immer noch ungeschlagen.“ Julian Krahl: „Neue Mentalität“ Torhüter Julian Krahl sah die Punkteteilung nicht als Rückschlag. „Es ist Teil unserer Mentalität, jedes Heimspiel gewinnen zu wollen. Das hat dieses Mal nicht geklappt, aber wir haben am Mittwoch im Pokal eine gute Chance, es besser zu machen. Wir erwarten ein ekliges Spiel, Fürth will den Negativtrend stoppen und kann im Pokal mit weniger Druck agieren. Das wird eine schwere Aufgabe.“ Quelle: Treffpunkt Betze