Gelingt der Befreiungsschlag gegen Dresden?

Foto: Andreas Leiner

In Kaiserslautern liegen schwierige Tage mit zwei enttäuschenden Pleiten und dem Ausfall eines Leistungsträgers zurück. Gegen Dresden soll dennoch der sechste Heimsieg gelingen. Nach dem enttäuschenden Auftritt bei Eintracht Braunschweig setzte es im DFB-Pokal unter der Woche eine herbe Klatsche gegen Hertha BSC. Mit 1:6 gingen die Roten Teufel im Berliner Olympiastadion unter. Nun steht der FCK im Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten Dresdner unter Zugzwang. Ein Sieg ist dringend nötig, um nicht endgültig in den Krisenmodus abzurutschen. Der kommende Gegner präsentiert sich zuletzt deutlich verbessert und kommt immer besser in Fahrt. **Betze-News direkt aufs Smartphone?** Erhalte alle Neuigkeiten per Push-Nachricht über unseren Whatsapp-Kanal Dynamo Dresden: Die SGD im Aufschwung Die Rückkehr der Sachsen in die 2. Bundesliga verlief zunächst holprig. Nach zwölf Spieltagen hatte Dynamo Dresden lediglich einen Sieg und insgesamt sieben Punkte auf dem Konto. Am vorletzten Wochenende gelang jedoch ein wichtiger Befreiungsschlag: Mit 2:1 wurde der VfL Bochum bezwungen, womit die Serie von neun Zweitliga-Partien ohne Erfolg beendet wurde. Direkt im Anschluss folgte ein weiterer 2:1-Heimsieg gegen die angeschlagenen Düsseldorfer. Damit stehen die Dresdner mit dreizehn Punkten erstmals in dieser Saison über dem Strich auf Rang 15. In Kaiserslautern stehen Markus Stamm, Sascha Risch, Jakob Zickler, Jan-Hendrik Marx und Tony Menzel nicht zur Verfügung. Zudem fällt der ehemalige Lautrer Lennart Grill nach seiner schweren Knieverletzung mehrere Monate aus. Wer hat die besseren Karten? Die Partie am 15. Spieltag verspricht spannend zu werden: Nicht nur treffen zwei Mannschaften mit völlig unterschiedlichen Formkurven aufeinander, beide gehören mit rund 200 abgegebenen Schüssen auch zu den offensivstärksten Teams der zweiten Liga. Die Roten Teufel müssen allerdings ihre Passquote steigern: Mit einer Erfolgsquote von nur 79 Prozent belegt der FCK den vorletzten Tabellenplatz. Es sind vor allem die Ballverluste in der Offensive, die die Pfälzer ohne die nötige Restabsicherung defensiv so verwundbar machen. Aus Sicht der Lautrer ist die Ballfreude der Dresdner mit durchschnittlich 48 Prozent Ballbesitz hingegen von Vorteil. Der FCK tut sich bei eigenem Ballbesitz bekanntlich schwer. Schlussendlich müssen die Lautrer am Samstag einen entscheidenden Vorteil ausspielen. Die SGD ist eine eher zweikampfscheue Mannschaft, daher sollten die Hausherren mit ihrer körperlichen Präsenz und Zweikampfhärte punkten können. Pritajin und Kim fehlen – Joly fraglich Ivan Prtajin fällt aufgrund eines Muskelbündelrisses, den er sich im Pokalspiel gegen Berlin zugezogen hat, für mindestens den Rest des Jahres aus. Gegen Dresden wird deshalb voraussichtlich Daniel Hanslik die Rolle im Sturm übernehmen. Hoffnung macht hingegen eine potenzielle Rückkehr von Paul Joly. Nach seiner Zerrung im Spiel gegen Kiel ist er wieder ins Training eingestiegen. Ob es für einen Platz im Kader oder sogar für die Startelf reicht, ist noch unklar. Weiterhin fehlen die bereits länger verletzten Kenny Redondo, Simon Asta, Mahir Emreli und Jisoo Kim. Voraussichtliche Aufstellung: Krahl – Sirch, Gyamfi, Robinson – Abiama, Kunze, Sahin, Haas – Skyttä, Ritter, Hanslik Erstes Wiedersehen nach der Relegation Zuletzt standen sich Kaiserslautern und Dresden im Mai 2022 in der Relegation gegenüber. Das Hinspiel auf dem Betzenberg endete torlos, ehe der FCK im Rückspiel mit einem 2:0-Sieg bei Dynamo den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt machte. Auch die Gesamtbilanz spricht mit elf Siegen für die Roten Teufel klar für diese. Die SGD konnte sechs Spiele für sich entscheiden. Drei weitere Partien endeten unentschieden. Quelle: Treffpunkt Betze

Betze daheim: Mannschaft in der Bringschuld!

Foto: Andreas Leiner

Nach zwei indiskutablen Auswärtsspielen ist der FCK vor heimischem Publikum um Wiedergutmachung bemüht. Ausgerechnet jetzt fällt ein weiterer Leistungsträger aus. Pünktlich zur Vorweihnachtszeit brennt in Kaiserslautern mal wieder der Baum. Nachdem man nach der obligatorischen Nichtleistung in Braunschweig dachte, der Tiefpunkt sei erreicht, belehrten die Roten Teufel ihre Anhänger beim DFB-Pokal-Achtelfinale in Berlin eines Besseren. Völlig neben sich stehend kassierte die Mannschaft von Torsten Lieberknecht 90 Minuten lang eine herbe Niederlage und wurde mit sechs Gegentoren aus dem Olympiastadion geschossen.Whatsapp-Channel **Betze-News direkt aufs Smartphone?** Erhalte alle Neuigkeiten per Push-Nachricht über unseren Whatsapp-Kanal Im Heimspiel gegen Dynamo Dresden müssen die Roten nun dringend ein anderes Gesicht zeigen, um das Umfeld und die Fans wieder fest hinter sich zu bringen. Mit den Sachsen kommt allerdings ein Gegner auf den Betzenberg, der sich mit zwei Siegen in Bochum und gegen Düsseldorf gerade frisches Selbstvertrauen angeeignet hat. Für Torsten Lieberknecht zählt dennoch nur eines: Gewinnen! Schlag in die Fresse bekommen „Wir hatten in Berlin einen kollektiven Blackout und haben einen Schlag in die Fresse bekommen. Wir wissen, wen wir enttäuscht haben und ich bin bereit die Kritik anzunehmen. Mich muss auch niemand aufmuntern. Aber ich habe eine Gefühlswelt und ich werde mich an der Stelle nicht verändern“, zeigt sich der FCK-Coach im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz durchaus selbstkritisch und betont, dass Spieler und Trainerteam an einem Strang ziehen. „Die Mannschaft lässt niemanden im Stich. Wir als Trainerteam haben volles Vertrauen in unsere Jungs und wissen, dass keiner absichtlich irgendetwas falsch macht. In Berlin sind Dinge passiert, die nicht passieren dürfen, was aber am Ende dazu geführt hat, dass alle Dämme gebrochen sind“, antwortet er auf entsprechende Nachfrage, macht dabei aber auch seine Erwartungshaltung an die Spieler deutlich. „Wir wissen, wozu wir in der Lage sind. Wenn wir ins Rollen kommen, ist es für jeden Gegner schwer, dem Druck standzuhalten. Aber dazu müssen wir ein viel besseres Gesicht zeigen und wir sind gewillt, das zu tun“, nimmt Lieberknecht seine Spieler unmissverständlich in die Pflicht. Nach vorne schauen Gerade gegen einen Gegner wie Dynamo Dresden müssen die Roten Teufel dagegenhalten, um die Punkte in Kaiserslautern zu behalten. „Wir sind auf das Spiel gegen Dresden gut vorbereitet. Die letzten Spiele haben wir aufgearbeitet, jetzt gilt es, nach vorne zu schauen“, gibt der Trainer die Marschrichtung vor, warnt aber auch davor, den Gegner zu unterschätzen. „Dynamo konnte die letzten beiden Spiele gewinnen, weil sie dank einer Systemumstellung defensiv stabiler stehen und über ein sehr gutes Umschaltspiel verfügen. Uns erwartet ein Spiel mit vielen Eins-gegen-Eins-Situationen gegen eine Mannschaft, die im Aufwind ist“, so der Lautrer Trainer, der einen starken Gegner auf sein Team zukommen sieht. Joly zurück – Prtajin fällt aus Neben Simon Asta, Kenny Prince Redondo, Mahir Emreli und Jisoo Kim muss nun auch Ivan Prtajin mit einem Muskelbündelriss bis zum Ende der Hinrunde pausieren. Paul Joly, der zuletzt nicht zur Verfügung stand, trainiert dagegen wieder mit. Ob er am Samstag schon zum Einsatz kommen wird, entscheidet sich allerdings kurzfristig. Der Trainer kann auf alle anderen Spieler zurückgreifen. Anpfiff der Partie ist am Samstag um 13:00 Uhr. Das Fritz-Walter-Stadion wird mit mindestens 45.375 Besuchern, darunter 3.500 Fans aus Dresden, erneut bestens gefüllt sein. Quelle: Treffpunkt Betze