Christian Tiffert: „Blicke sehr positiv auf meine Zeit beim FCK zurück“

Drei Fragen, drei Antworten: Ex FCK-Kapitän Christian Tiffert über seine Zeit bei den Roten Teufeln, das Abenteuer MLS und Ziele für seine Trainerlaufbahn. Nachdem Christian Tiffert im Sommer 2010 vom MSV Duisburg zum 1. FC Kaiserslautern wechselte, entwickelte er sich schnell zu einem festen Stammspieler und Publikumsliebling auf dem Betzenberg. In seiner ersten Saison brachte es der Mittelfeldspieler auf unglaubliche 17 Vorlagen und bereitete damit gemeinsam mit Franck Ribéry die meisten Treffer der gesamten Bundesliga vor. Nach zwei Spielzeiten und 71 Pflichtspielen endete die Zusammenarbeit des Kapitäns und der Roten Teufel. „Zwei schöne Jahre bei einem tollen Verein“ Treffpunkt Betze: Hallo Christian, du kamst 2010 vom MSV Duisburg zum 1. FC Kaiserslautern und wurdest sofort zum Schlüsselspieler. In der Saison 2010/11 konntest du mit 17 Vorlagen glänzen und wurdest gemeinsam mit Franck Ribéry bester Vorlagengeber der Bundesliga. Ein Jahr später übernahmst du das Kapitänsamt, am Ende stand jedoch der Abstieg für dich und deine Mannschaft. Wie blickst du heute auf deine Zeit beim FCK zurück? Christian Tiffert: Ich blicke insgesamt sehr positiv auf meine Zeit beim 1. FC Kaiserslautern und auf dem Betzenberg zurück. Erste Bundesliga in Lautern spielen zu dürfen, ist einfach top und eine mega Erfahrung. Unabhängig vom sportlichen Erfolg oder Misserfolg haben wir uns als Familie in der Pfalz sehr, sehr wohl gefühlt. Mein Sohn wurde damals auch in Kaiserslautern geboren. Es waren zwei schöne Jahre bei einem tollen Verein, an die ich mich gerne zurückerinnere. „Gefühl, von einigen Personen im Verein nicht mehr erwünscht zu sein“ Treffpunkt Betze: Mit dem Abstieg endete deine Zeit in Lautern. Für dich ging es in die MLS zu den Seattle Sounders, was abgesehen von Salzburg deine erste richtige Auslandsstation war. Nach nur 16 Spielen für die Sounders wurde dein Vertrag aus Registrierungsgründen aufgelöst, was du über das Internet erfahren hast. Bereust du im Nachhinein, dich auf das Abenteuer MLS eingelassen zu haben, oder wie bewertest du deine Zeit dort? // Möchtest du dazu beitragen, dass Treffpunkt Betze weiterhin unabhängig und werbefrei bleibt? Werde jetzt Supporter-Mitglied und unterstütze uns dabei, noch mehr großartige Inhalte über den FCK zu produzieren und zu teilen. Christian Tiffert: Ich bereue die Zeit in Seattle keineswegs. Im Nachhinein würde ich sagen, dass es eine wichtige und gute Erfahrung war. Nach dem Abstieg mit dem FCK hatte ich das Gefühl, von einigen Personen im Verein nicht mehr erwünscht zu sein. Mir wurde ein Wechsel nahegelegt und diesen Schritt habe ich dann auch gemacht. Ich war damals 30 Jahre alt und das Angebot aus Amerika war sehr spannend. Ich kann nur noch einmal betonen, dass ich den Wechsel nach Seattle nicht bereue. „Habe keinen Fünfjahresplan“ Treffpunkt Betze: Du hast den Chemnitzer FC von 2022 bis 2024 in knapp 100 Spielen als Trainer betreut und bist seit Sommer 2025 Trainer der Zweitvertretung von Hansa Rostock. Wie zufrieden bist du mit deinem Engagement bei der „Kogge“ und welche Ziele verfolgst du noch für deine weitere Trainerlaufbahn? Christian Tiffert: Ich habe mich bewusst für diese Aufgabe bei Hansa Rostock entschieden, um mit jungen Spielern zu arbeiten und neue Erfahrungen als Trainer zu sammeln. Wir wollen gemeinsam Spieler entwickeln, daran arbeiten wir täglich. Natürlich wollen wir als U23 auch erfolgreich sein. Wir haben uns das Ziel gesetzt, mehr Punkte zu holen als in der Hinrunde. Was meine Trainerlaufbahn angeht, habe ich keinen Fünfjahresplan, weil es meist eh anders kommt, als man denkt. Quelle: Treffpunkt Betze