Findet der FCK zurück in die Erfolgsspur?

Mit einer krachenden Niederlage mussten sich die Roten Teufel bei den Lilien geschlagen geben. Kann die Lieberknecht-Elf gegen das Kleeblatt aus Fürth eine Reaktion zeigen? Vier Punkte aus vier Topspielen zum Rückrundenauftakt – das ist die ernüchternde Bilanz des FCK. Zwar zeigte die Mannschaft gegen Hannover 96 und den FC Schalke 04 phasenweise starke Leistungen, doch die Auftritte gegen Elversberg und insbesondere das desolate Gastspiel am Böllenfalltor warfen viele Fragen auf. Gegen das Kleeblatt aus Fürth muss der Negativtrend nun gestoppt werden, um nicht endgültig im Niemandsland der Tabelle zu versinken oder sogar den Blick nach unten richten zu müssen. **Betze-News direkt aufs Smartphone?** Erhalte alle Neuigkeiten per Push-Nachricht über unseren Whatsapp-Kanal SpVgg Greuther Fürth: Zwischen Offensivspektakel und Schießbude Das Kleeblatt aus Fürth blickt auf eine bislang äußerst turbulente Spielzeit zurück. Normale und ereignisarme Spiele sind bei den Franken in dieser Saison eher die Ausnahme. Stattdessen prägen Chaos und Unruhe das Geschehen – sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Anfang Dezember 2025 musste Trainer Thomas Kleine nach 14 Spieltagen mit 37 Gegentoren und lediglich 13 Punkten auf Tabellenplatz 17 seinen Posten räumen. Als Nachfolger wurde Heiko Vogel verpflichtet. Das klare Ziel des Trainerwechsels: die anfällige Hintermannschaft stabilisieren. Denn offensiv kann sich der Auftritt der Fürther durchaus sehen lassen. Mit aktuell 32 erzielten Treffern stellt das Kleeblatt immerhin die sechstbeste Offensive der Liga. Doch auch unter Vogel gelang es bislang nicht, die Defensive nachhaltig zu ordnen. Fürth ist weiterhin die Schießbude der Liga – nicht zuletzt belegt durch die spektakuläre 4:5-Heimniederlage am vergangenen Freitag gegen den 1. FC Magdeburg. Insgesamt kassierten die Franken bereits 52 Gegentore. Zum Vergleich: Dresden, die Mannschaft mit der zweitschlechtesten Defensive, musste bislang „nur“ 38 Treffer hinnehmen. Auch die Verpflichtung von FCK-Leihgabe Jan Elvedi brachte bislang keine spürbare Stabilisierung. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass sich im Frankenland zuletzt ein zarter Hauch von Aufbruchsstimmung breitgemacht hat. Am 19. Spieltag erkämpfte sich Fürth trotz fast 90 Minuten in Unterzahl einen Punkt gegen Eintracht Braunschweig, eine Woche später folgte ein 2:1-Auswärtssieg in Kiel. Und auch beim 4:5-Spektakel gegen den FCM bewies das Team große Moral: Nach einem zwischenzeitlichen 1:5-Rückstand kämpfte sich das Kleeblatt noch einmal auf 4:5 heran und hätte sich einen Punkt durchaus verdient gehabt. Die Stimmung ist bei den Fürthern daher besser, als es der Tabellenplatz vermuten lässt. Schlüsselspiel mit Signalwirkung Mit Blick auf die Partie am Samstag dürfte eines klar sein: Für beide Mannschaften bietet sich eine große Chance zur Wiedergutmachung. Während der FCK vor heimischem Publikum eine klare Antwort auf die desolate Leistung bei den Lilien liefern muss, gilt es für die Gäste zu zeigen, dass sie defensiv endlich stabiler auftreten können. Ein Schlüssel zum Erfolg könnte dabei die Intensität sein, die das Team von Torsten Lieberknecht auf den Platz bringt. Genau hier offenbaren die Fürther große Schwächen: Bei den intensiven Läufen belegen sie lediglich Rang 17, auch bei der Laufdistanz reicht es ligaweit nur zu Platz 15. Darüber hinaus wird entscheidend sein, dass der FCK im Laufe der Trainingswoche Wege findet, auch ohne den schmerzlich vermissten Ivan Prtajin ausreichend Torgefahr zu entwickeln. Voraussichtliche Aufstellung: Krahl – Sirch, Gyamfi, Rasmussen – Asta, Sahin, Robinson, Haas – Ritter, Skyttä – Berisha Mit dem zwölften Mann zum Sieg? Ein Blick auf die Bilanz der Lautrer gegen das Kleeblatt stimmt durchaus positiv. Die Roten Teufel konnten die letzten drei direkten Duelle allesamt für sich entscheiden – darunter das 3:0 in der Hinrunde sowie der Pokalsieg Ende Oktober. Auch die Gesamtbilanz spricht klar für den FCK: 18 Siege, drei Unentschieden und neun Niederlagen stehen bislang zu Buche.