Skyttä überragt: So lief die Länderspielpause für die FCK-Profis

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Gleich sechs Rote Teufel aus dem Profikader waren in der Länderspielpause für ihre Nationalteams im Einsatz. Doch wie schlugen sie sich? Ein Überblick. Enis Kamga (Deutschland U19), Mika Haas (Deutschland U20), Ji-Soo Kim (Südkorea U23), Dion Hofmeister (Deutschland U17), Norman Bassette (Belgien U21) und Naatan Skyttä (Finnland) durften ihre Nationalmannschaften vertreten. Während ein Spieler nicht zum Einsatz kam, konnten die anderen richtig auf sich aufmerksam machen. **Betze-News direkt aufs Smartphone?** Erhalte alle Neuigkeiten per Push-Nachricht über unseren Whatsapp-Kanal Enis Kamga: Großer Jubel trotz Bankplatz Für Enis Kamga hatte die Länderspielpause ein perfektes Ende. Zwar musste der hochtalentierte Torhüter in allen drei Spielen auf der Bank Platz nehmen, da Trainer Christian Wörns dem Stuttgarter Florian Hellstern den Vorzug gab, der sich durch starke Leistungen in der 3. Liga für die zweite Mannschaft des VfB empfohlen hatte. Doch der Frust war spätestens nach dem letzten Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft vergessen. Während die durchaus namhaft besetzte Mannschaft mit Kapitän Francis Onyeka (Bayer Leverkusen, aktuell leihweise beim VfL Bochum), Montrell Culbreath (Bayer Levekusen, ausgebildetet beim FCK) und dem unaufhaltsamen Otto Stange (HSV) im ersten Spiel noch in der Nachspielzeit einen sehenswerten Freistoß zum bitteren 2:2-Ausgleich gegen Schweden hinnehmen musste, konnte sie sich erst gegen Griechenland (1:0) und dann im entscheidenden Spiel gegen Österreich (3:2) durchsetzen. Am Ende stand die Qualifikation für die EM in Wales, die ausgiebig gefeiert wurde. Mika Haas: Chance genutzt Auch Mika Haas blickt auf eine gelungene Länderspielphase zurück. Beim 2:1-Sieg gegen Tschechien kam der Linksverteidiger in der 69. Minute ins Spiel, ehe er beim 1:0-Erfolg in Polen in der Startelf stand. Dabei zeigte Haas mehrere überzeugende Aktionen. In der 66. Minute wurde er – gemeinsam mit vier weiteren Spielern – ausgewechselt, was eher rotationsbedingt als leistungsbezogen gewesen sein dürfte. U20-Nationaltrainer Hannes Wolf nutzte die Gelegenheit, um möglichst vielen Spielern Einsatzzeit zu geben. Mit seinen Leistungen dürfte sich Haas jedenfalls für weitere Nominierungen empfohlen haben. Ji-Soo Kim: Reichlich Spielpraxis Ji-Soo Kim war mit der südkoreanischen U23 unterwegs. Da beide Testspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden, sind detaillierte Informationen rar. Fest steht jedoch: Der Innenverteidiger kam sowohl beim 2:1-Sieg gegen Japans U21 als auch bei der 1:4-Niederlage gegen die USA zum Einsatz. Nun gilt es für Kim, die Reisestrapazen schnell abzuschütteln, um am Wochenende wieder eine Option für die Startelf zu sein. Norman Bassette: Selbstvertrauen getankt Auch Norman Bassette dürfte mit breiter Brust in die Pfalz zurückkehren. Im stark besetzten Kader der belgischen U21-Nationalmannschaft mit großen Talenten wie Torhüter Mike Penders (22 Mio. MW, aktuell von Chelsea an Straßburg ausgeliehen) oder Kapitän Arthur Vermeeren (22 Mio. MW, aktuell von Leipzig an Marseille ausgeliehen) stand der Stürmer der Pfälzer in beiden Spielen auf dem Platz . Das Qualifikationsspiel für die U21-EM gegen Österreich konnten die Belgier mit Bassette in der Startelf mit 1:0 für sich entscheiden, im folgenden Freundschaftsspiel gegen die Niederlande gab es dann eine knappe 2:1-Niederlage. Dabei konnte sich Bassette in die Torschützenliste eintragen, was dem Offensivspieler sicherlich guttun wird. Naatan Skyttä: Spieler des Turniers Den wohl erfolgreichsten Länderspielaufenthalt erlebte Naatan Skyttä. Der Offensivspieler krönte seine Reise mit mehreren persönlichen Meilensteinen. Zunächst feierte er gegen Neuseeland sein Startelfdebüt, anschließend erzielte er gegen Kap Verde sein erstes Länderspieltor. Doch damit nicht genug: Skyttä lief mit der prestigeträchtigen Rückennummer 10 auf. Mit einem Marktwert von aktuell fünf Millionen Euro gehörte er zudem zu den wertvollsten Spielern im finnischen Aufgebot – gemeinsam mit Onni Valakari (San Diego). Die starke Turnierleistung blieb nicht unbelohnt: Skyttä wurde bei der FIFA Series zum Spieler des Turniers ausgezeichnet. Mehr geht kaum – herzlichen Glückwunsch, Naatan! Weitere Nachwuchsspieler im Einsatz Mit Karim Heinen (Algerien U16), Hamza Ohran (Bosnien U17), Samet Acar (Türkei U18) sowie Alban Mehmetaj ( Kosovo U19) waren zudem auch Nachwuchsspieler des FCK auf Länderspielreise. Hier zeigt sich, dass die gute Nachwuchsarbeit der Roten Teufel nicht unentdeckt bleibt. Quelle: Treffpunkt Betze

Sepp Stabel: “Der FCK hat eine ganz große Bedeutung in meinem Leben”

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Drei Fragen, drei Antworten: Sepp Stabel spricht über die Bedeutung des FCK für sein Leben, Veränderungen im Fußball und den aufstrebenden Walking-Fußball beim FCK. Sepp Stabel ist ein waschechtes FCK-Urgestein. In den 1960er Jahren stand er als Torwart auf dem Betzenberg zwischen den Pfosten. Zur Saison 1980/81 war er Assistenztrainer unter „Kalli” Feldkamp, bevor er nur wenige Jahre später selbst zum Cheftrainer ernannt wurde. Heute ist der gebürtige Pirmasenser langjähriges Ehrenratsmitglied beim 1. FC Kaiserslautern. „Große Errungenschaft, fast zwei Jahre Profitrainer sein zu dürfen“ Treffpunkt Betze: Hallo Herr Stabel, dreizehn Jahre lang waren Sie in Ihrer Karriere als Torwart auf dem Betzenberg aktiv, später standen Sie auch als Co- und Cheftrainer selbst an der Seitenlinie. In den Jahren 2021 und 2023 wurden Sie zudem zum Mitglied des FCK-Ehrenrates gewählt. Welche Bedeutung hat der FCK bis heute in Ihrem Leben? Sepp Stabel: Der FCK hat eine ganz große Bedeutung in meinem Leben, weil ich dort meine sportliche Tätigkeit als Profi begonnen und als Assistent unter Kalli Feldkamp fast beendet habe. Danach habe ich den Verein verlassen, da der Trainer damals ohne Assistenten auskommen wollte. Aber ich bin ja wieder zurückgekommen. Für mich war es die größte Errungenschaft in meinem Trainerdasein, dass ich fast zwei Jahre lang Profitrainer sein durfte. Es war das i-Tüpfelchen, beim FCK zu sein und meine ureigensten sportlichen Wünsche zu erfüllen. „Es ist schön in Erinnerungen zu schwelgen“ Treffpunkt Betze: Sie begleiten das Fußballgeschäft schon lange. Zu Beginn Ihrer Karriere haben Sie beispielsweise noch ohne Torwarthandschuhe gespielt. Wie würden Sie den Wandel des Fußballs rückblickend beschreiben? Gibt es Dinge, die Sie sich im heutigen Fußball wieder mehr wünschen würden? Sepp Stabel: Früher war vieles anders. Bis auf die Tatsache, dass wir auch früher auf zwei Tore gespielt haben, hat sich alles verändert. Das waren damals allerdings noch Holztore. Aber sonst hat sich alles verändert. Ich wünsche mir heute jedoch nichts zurück, denn das war einfach der Zeit geschuldet. Wir hatten keine Rasenheizung und haben in den 60er- und 70er-Jahren unsere Sachen teilweise selbst gewaschen. Ich bin ins Kaufhaus gegangen und habe mir Wollhandschuhe oder ein Sweatshirt gekauft. Heute ist alles kommerziell ausgerichtet. Das beginnt bei den Spielern mit den Schuhen und Klamotten und hört bei den Verträgen noch lange nicht auf. Es ist schön, in Erinnerungen zu schwelgen und daran zu denken, wie es früher war. Aber heute ist alles anders – nicht besser, sondern einfach anders. „Haben ein Angebot, gegen die schwedische Nationalmannschaft zu spielen“ Treffpunkt Betze: Beim 1. FC Kaiserslautern gibt es seit dem Frühjahr 2023 das Angebot des „Walking Fußballs”, das Sie heute mitbetreuen. Was ist das Besondere an dieser Art des Fußballs und was hat Sie dazu bewogen, sich dort zu engagieren? Sepp Stabel: Grundsätzlich ist es so, dass der Walking-Fußball nicht mehr aufzuhalten ist. Es ist ein regelrechter Hype entstanden. Erst kürzlich hatten wir ein Telefonat mit der Fritz-Walter-Stiftung, das uns alle sprachlos gemacht hat. Wir haben ein Angebot, gegen die schwedische Nationalmannschaft zu spielen. In den kommenden vier Wochen bin ich bei drei Vereinen zu Gast, deren Mitglieder neugierig darauf sind, wie Walking Football funktioniert. Entstanden ist das Ganze dadurch, dass man mich angesprochen hat. Ich wusste, dass es Walking Fußball gibt, und war neugierig. Ich habe zwei neue Hüftgelenke und kann nicht mehr so gut Tennis spielen, aber ich wollte den Ball nicht missen. Also habe ich das einfach einmal probiert. Das war bei mir fast wie beim Golfen: Der Virus hat mich gepackt. Mittlerweile bin ich mitverantwortlich für die Walking-Fußball-Turniere der Fritz-Walter-Stiftung. Das erfüllt mich, weil ich wieder Kontakt zu vielen ehemaligen Sportlern habe. Das sind keine Profis, aber sie spielen gerne Fußball und möchten nicht mehr aktiv spielen. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich die Kameraden sehe. Wir spielen aktuell sehr viele Turniere, es ist unglaublich. Es ist wie früher mit der Traditionsmannschaft. So viele Spiele haben wir heute mit der Walking-Fußball-Mannschaft. Wir trainieren im Moment dienstags um 19 Uhr in der Halle in Hohenecken. Im Sommer trainieren wir freitagabends um 19:30 Uhr im Nachwuchsleistungszentrum. Es gibt keine Alters- oder Inklusionsbeschränkung. Jeder, egal ob Mann oder Frau, darf mitmachen. Interessierte dürfen zweimal mitspielen, dann müssen sie aus Versicherungsgründen jedoch Mitglied beim FCK werden. Schnupperkurse können jederzeit stattfinden, wofür wir sehr dankbar sind. Zurzeit sind wir in der Halle teilweise 16 bis 20 aktive Spieler, sodass wir in anderthalb Stunden vier Mannschaften aufbieten können. Quelle: Treffpunkt Betze