Leihe: Sturmtalent Miloš Luković wechselt zum FCK

Ein Balkan-Baller für die Roten Teufel: Mehr oder Weniger aus dem Nichts verpflichtet der 1. FC Kaiserslautern den serbischen U21-Nationalspieler per Leihe. Miloš Luković kommt von Chelsea-Partner RC Straßburg. Die Pressemeldung des 1. FC Kaiserslautern: Der 1. FC Kaiserslautern hat sich nochmal in der Offensive verstärkt: Stürmer Miloš Luković wechselt auf Leihbasis vom französischen Erstligisten Racing Straßburg in die Pfalz. Miloš Luković wurde in Belgrad geboren und begann auch dort seine fußballerische Ausbildung. Sein Profidebüt feierte er bei seinem Heimatverein FK IMT Belgrad, mit dem er 2023 den Aufstieg in die erste Liga feiern konnte und bei dem er mit 17 Jahren zum Kapitän ernannt wurde. Im Alter von 18 Jahren wechselte er zu Racing Straßburg in die französische Ligue 1. Es folgten unter anderem Leihen zum SC Heerenveen und UD Las Palmas, bei denen er bereits in jungen Jahren Erfahrung auf internationalem Parkett sammeln konnte. Für Serbien lief der 20-jährige Offensivakteur in der U19- und U21-Nationalmannschaft auf. Mit der U21 bestritt er beispielsweise die Qualifikation zur Europameisterschaft im vergangenen Jahr. Klos: Antrittsschnell, Variabel, Torgefährlich Mit Miloš gewinnen wir nochmal einen physisch kompakten Spieler für die Offensive hinzu, der sehr antrittsschnell und torgefährlich ist. Er ist variabel einsetzbar und kann sowohl als alleinige Spitze als auch in der Doppelspitze zum Einsatz kommen. Zudem ist er noch jung und entwicklungsfähig, was einmal mehr unsere aktuelle Transferpolitik bekräftigt“, äußerte sich FCK-Sportdirektor Marcel Klos zum Neuzugang. Luković: “sehr viel Vertrauen gespürt” „Der ganze Verein hat sich sehr um mich bemüht. Ich habe sehr viel Vertrauen in mich gespürt, dafür möchte ich mich bei den Verantwortlichen bedanken. Ich glaube, dass ich sehr gut hierher passe. Die Spielweise passt sehr gut zu mir. Ich arbeite hart, im Training und im Spiel, und ich möchte die Leidenschaft, die mir entgegengebracht wurde, zurückgeben. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit der Mannschaft zu arbeiten und hoffentlich eine erfolgreiche Saison zu spielen“, so Miloš Luković zu seinem Wechsel. Quelle: Treffpunkt Betze / 1. FC Kaiserslautern
Ruben Jenssen: Ein allseits beliebter Dauerläufer

Was wurde eigentlich aus…? Ruben Jenssen avancierte in Kaiserslautern innerhalb kürzester Zeit zum Publikumsliebling. Heute werfen wir einen Blick zurück auf den sympathischen Norweger. Im Sommer 2013 wechselte der norwegische Mittelfeldspieler Ruben Yttergård Jenssen für eine Ablösesumme von rund 400.000 Euro vom norwegischen Erstligisten Tromsø IL auf den Betzenberg. Nach drei Jahren, in welchen der Linksfuß schnell die Herzen der Fans eroberte, endete seine Zeit als Roter Teufel vorerst. Im Januar 2018 kehrte der Fanliebling noch einmal zurück, um den Pfälzern im fast aussichtslosen Kampf gegen den Abstieg in die 3. Liga beizustehen. Dieses tragische Ende blieb Jenssen und dem FCK jedoch nicht erspart: Der FCK musste den bitteren Gang in die Drittklassigkeit antreten und Jenssen setzte seine Karriere anschließend in seiner Heimat fort. Ein waschechtes Arbeitstier Nach dem dramatisch verpassten Aufstieg in der Relegation gegen Hoffenheim steckte dem 1. FC Kaiserslautern im Sommer 2013 die tiefe Enttäuschung in den Knochen. Um das erklärte Ziel – die Rückkehr in die Bundesliga – im zweiten Anlauf zu realisieren, verpflichteten die Pfälzer unter anderem den norwegischen Nationalspieler Ruben Yttergård Jenssen. Der Neuzugang sollte dem Mittelfeld der Roten Teufel die nötige Stabilität und spielerische Klasse verleihen. Jenssen fand sich im deutschen Profifußball schnell zurecht und entwickelte sich in der Saison 2013/14 zu einem verlässlichen Taktgeber. Er bestritt insgesamt 26 Pflichtspiele und steuerte drei eigene Treffer bei. Sein absolutes Highlight war dabei das goldene Tor im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Bayer Leverkusen. Die Bilder, wie der Norweger den Ball in der BayArena in der Verlängerung in die Maschen hämmert, dürften viele FCK-Fans bis heute vor Augen haben. Trotz seiner soliden Debütsaison reichte es für das Team vom Betzenberg am Ende nicht für den großen Wurf: Der FCK landete mit 54 Punkten auf dem undankbaren vierten Tabellenplatz, sechs Zähler hinter den direkten Aufstiegsrängen. Plötzlich Torgarant Auch in der Saison 2014/15 war der Norweger im Mittelfeld gesetzt, bis ihn im Saisonendspurt ein Ermüdungsbruch für mehrere Wochen stoppte. Die Spielzeit 2015/16 sollte dann jedoch die persönlich beste Saison des Mittelfeldspielers werden. In insgesamt 31 Zweitligapartien stand die Nummer 11 der Roten Teufel aufdem Platz und entwickelte sich mit für einen Mittelfeldspieler überragenden Werten von sieben Toren und fünf Vorlagen zu einem echten Unterschiedsspieler der 2. Bundesliga. Sinnbildlich für seine herausragende Verfassung in diesem Jahr stand sein dramatischer Last-Minute-Treffer am 30. Spieltag gegen den FC St. Pauli, als er dieLautrer in der 97. Minute zum 3:2-Sieg schoss und die Aufstiegshoffnungen kurzzeitig am Leben hielt. Solche Momente untermauerten seinen Stellenwert für das Team und machten ihn endgültig unersetzlich, ehe er den Verein nach Saisonende in Richtung FC Groningen verließ und eine große sportliche Lücke im Pfälzer Mittelfeld hinterließ. Unglückliche Rückkehr mit Herzschmerz statt Happy End Auch in den Niederlanden entwickelte sich Jenssen auf Anhieb zum Stammspieler. Für den Erstligisten stand er in seiner ersten Spielzeit in 37 Pflichtspielen auf dem Platz – jedes Mal von Beginn an und nahezu immer über die volle Distanz. Im Januar 2018 folgte die emotionale Rückkehr: In einer extrem schwierigen Phase kehrte der Norweger zu den Roten Teufeln zurück, um beim Rettungsversuch zu helfen. Er warf in der Rückrunde all seine Routine in die Waagschale und bestritt 14 Partien, in denen er dem fragilen Gebilde der Roten Teufel spürbaren Halt verlieh. Den bitteren Gang des Traditionsvereins in die Drittklassigkeit vermochte aber auch der norwegische Rückkehrer nicht mehr abzuwenden. So endete das zweite Kapitel des Publikumslieblings in der Pfalz mit einer großen sportlichen Tragödie. Ein Spieler, der seinen Beruf liebt Während manchen Profis nach einem frühen Karriereende unterstellt wird, sie hätten „den Fußball nie geliebt“, kann man das Ruben Jenssen definitiv nicht vorwerfen. Der heute 38-Jährige spielt nämlich noch immer Profifußball. Nach dem Abstieg mit dem FCK und dem damit verbundenen Leihende ohne Weiterverpflichtung, zog es ihn zurück in seine norwegische Heimat. Nach anderthalb Jahren beim SK Brann folgte eine weitereemotionale Rückkehr zu seinem Jugend- und Heimatverein Tromsø IL. Dort gilt der 39-fache Nationalspieler Norwegens längst als absolute Klublegende und führt das Team als zentraler Führungsspieler und Kapitän auf den Platz. Derzeit kämpfen Jenssen und sein Team noch um die Qualifikation zur Conference League, wodurchder Routinier sich sogar noch auf europäischer Bühne beweisen kann. AmDonnerstagabend steigt das Rückspiel gegen das klar favorisierte Brighton, das im Hinspiel nicht über ein torloses Remis hinauskam. Wenn bald das letzte Spiel seiner aktiven Laufbahn gespielt sein wird, blickt Jenssen auf eine Karriere voller Wertschätzung bei all seinen Vereinen zurück – eine Karriere, von der viele andere Profis wohl nur träumen können. Quelle: Treffpunkt Betze