FCK gegen Braunschweig – Wiedergutmachung auf dem Betze?

Die erste Niederlage ist kassiert, jetzt muss der FCK zeigen, dass sie ein Ausrutscher bleibt. Gegen Braunschweig wartet auf dem Betze die nächste Aufgabe. Nach einem starken Saisonstart musste der 1. FC Kaiserslautern am vergangenen Wochenende erstmals in dieser Saison als Verlierer vom Platz gehen. Beim 0:3 in Magdeburg erwischten die Roten Teufel einen katastrophalen Start und konnten anschließend kaum noch für Gefahr sorgen. Nun wartet mit Eintracht Braunschweig ein Gegner, der trotz eines starken Saisonauftakts inzwischen in der unteren Tabellenhälfte angekommen ist. Unterschiedliche Wege nach dem Saisonstart Mit acht Punkten aus den ersten fünf Spielen steht der FCK aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz und kann trotz der Niederlage in Magdeburg von einem gelungenen Saisonstart sprechen. Die erste Niederlage fiel dabei allerdings deutlich aus. Bereits in der wilden Anfangsviertelstunde kassierten die Lautrer zwei Gegentreffer. Anschließend bekam die Mannschaft das Spiel zwar besser in den Griff, konnte gegen defensiv gut organisierte Magdeburger aber kaum noch zwingenden Druck nach vorne entfachen. Braunschweig steht derweil mit vier Punkten auf Platz 13. Dabei hätten die Niedersachsen nach dem ersten Spieltag wohl kaum mit dieser Zwischenbilanz gerechnet. Zum Auftakt setzte der BTSV mit einem 6:1 gegen Magdeburg direkt ein Ausrufezeichen. Danach folgten allerdings drei Niederlagen, ehe die Löwen am vergangenen Wochenende gegen Dynamo Dresden immerhin einen Punkt holten. Beim 2:2 gegen die Sachsen zeigte sich dabei ein für Braunschweig durchaus typisches Bild. Trotz Heimvorteil kamen die Niedersachsen lediglich auf 37 Prozent Ballbesitz. Das Spiel startete furios: Innerhalb der ersten fünf Minuten erzielten beide Mannschaften jeweils einen Treffer. Am Ende stand eine verdiente Punkteteilung. Die Bilanz spricht knapp für den FCK Auch der direkte Vergleich ist eng. In insgesamt 70 Pflichtspielen konnte der FCK 27-mal gewinnen, während Braunschweig 25 Siege verbuchte. 18 Begegnungen endeten unentschieden. Die jüngere Vergangenheit spricht allerdings klar für die Löwen. Erst in der Endphase der vergangenen Saison setzte sich Braunschweig mit 2:0 auf dem Betzenberg durch. Ein Patzer von Torwart-Talent Enis Kamga brachte die Gäste dabei auf die Siegerstraße, während eine demotivierte FCK-Mannschaft anschließend kaum noch eine Reaktion zeigte. Der letzte FCK-Sieg gegen die Niedersachsen liegt inzwischen ebenfalls fast zwei Jahre zurück. Im Fritz-Walter-Stadion gewannen die Lautrer damals mit 3:2. Danach folgten gleich drei 2:0-Siege der Braunschweiger in Serie. Gerade vor heimischem Publikum haben die Roten Teufel also etwas gutzumachen. Junge Talente und ein bekanntes Gesicht Trainiert wird Eintracht Braunschweig weiterhin von Lars Kornetka, der zuvor als Assistenztrainer beim ÖFB tätig war. Auf dem Platz setzt der BTSV auf ein solides 4-1-4-1-System. Vor allem in der offensiven Viererreihe setzt Kornetka auf junge Talente, die bereits in dieser Saison ihre ersten Scorerpunkte sammeln konnten. Im Sommer verstärkte sich Braunschweig zudem mit Yann Sturm für den linken Flügel und Di Benedetto für das offensive Mittelfeld. Beide sind erst 21 Jahre alt und sollen der Offensive zusätzliche Dynamik verleihen. Auf der rechten Seite setzt der BTSV dagegen auf ein bekanntes Gesicht. Der ehemalige Lautrer Aaron Opoku ist mittlerweile eine feste Größe in der Braunschweiger Startelf und konnte in dieser Saison bereits ein Tor und eine Vorlage beisteuern. Gerade über die Außenbahnen verfügt der BTSV damit über eine Mischung aus jungen Talenten und bereits erfahrenen Spielern, die für Tempo und Gefahr sorgen können. Wie verkraftet der FCK den ersten Rückschlag? Für die Mannschaft von Torsten Lieberknecht geht es am Samstag vor allem darum, die richtige Reaktion auf die erste Saisonniederlage zu zeigen. Gegen Magdeburg fehlte es insbesondere nach dem frühen Rückstand an Durchschlagskraft. Gleichzeitig gilt es, wieder zu der defensiven Stabilität zurückzufinden, die den FCK in den ersten Saisonwochen ausgezeichnet hatte. Dabei dürfte auch die Startelf von Lieberknecht im Mittelpunkt stehen. Gut möglich, dass der Trainer wieder auf die zuletzt gewohnte Abwehrreihe setzt. Sowohl Asta als auch Murphy hinterließen in Magdeburg nicht den gefestigtsten Eindruck. Spannend wird zudem die Besetzung der Offensive. Mit Naatan Skyttä könnte ein weiterer Spieler mit Startelf-Ambitionen zurück in die Mannschaft stoßen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob Marlon Ritter nach seiner frühen Auswechslung in Magdeburg diesmal zunächst auf der Bank Platz nehmen muss. Mario Sauer konnte nach seiner Einwechslung zumindest für zusätzliche Torgefahr sorgen. Die Möglichkeit zur Wiedergutmachung kommt also schnell. Gegen einen Braunschweiger Gegner, der zuletzt nur selten selbst den Ball haben wollte, dürfte der FCK vor allem Lösungen gegen eine kompakte Defensive benötigen. Gleichzeitig muss die Mannschaft auf die schnellen jungen Offensivspieler der Gäste vorbereitet sein. Erwartete Aufstellung: Krahl – Elvedi, Gyamfi, Rasmussen – Haas, Sahin, Kunze, Joly – Ritter, Sauer – Tazemeta Quelle: Treffpunkt Betze