Wiedersehen mit alten Bekannten

Fast einen Monat ist es her, dass der FCK am 19. September mit dem 1:0-Erfolg gegen Eintracht Braunschweig sein letztes Heimspiel bestritt. Am Samstag ist es endlich wieder so weit: Mit dem VfL Bochum kommt ein echter Traditionsverein auf den Betzenberg, der gleich mehrere besondere Rückkehrer mit sich bringt. Wir alle haben es so sehr vermisst: das Gefühl eines Heimspiels auf dem Betze. Manche fiebern mittlerweile sogar dem kräftezehrenden Weg hinauf bis zu den Stadiontoren entgegen. Nach dem 0:0 gegen Heidenheim gilt es, gegen den VfL Bochum an die gewohnt gute Defensivleistung anzuknüpfen und offensiv endlich eine Schippe draufzulegen. Blickt man auf die Torstatistik beider Mannschaften, darf man allerdings kein Torspektakel erwarten: So erzielte der FCK gemeinsam mit dem KSC bislang nur sechs eigene Treffer, was sie zur aktuell zweitschwächsten Offensive macht. Die Bochumer bilden mit lediglich fünf Toren sogar das Schlusslicht dieser Statistik. VfL Bochum: Der blau-weiße Motor stockt noch Nach der schwierigen letzten Saison, in welcher man lange um den Klassenerhalt bangen musste, wollten die Bochumer in dieser Spielzeit in erster Linie eine stressfreiere Saison erleben. Blickt man auf die ersten sieben Ligapartien, wird der VfL mit dem Start aber kaum zufrieden sein: Gerade einmal sieben Punkte stehen zu Buche. Schlusslicht Holstein Kiel ist nur drei Zähler entfernt, während es auf den Relegationsplatz Rang 3, auf dem derzeit der FC Heidenheim rangiert, bereits sieben Punkte Rückstand sind. Zu viel für die große Strahlkraft und die Tradition, die der VfL mit sich bringt. Wie bereits erwähnt, ist vor allem die Offensive der Bochumer das Problem. Zwei der fünf mageren Tore erzielte der Ex-Lautrer Philipp Hofmann, der vielen FCK-Fans vor allem durch seinen unvergesslichen Fehlschuss aus etwa einem Meter für immer in Erinnerung bleiben wird. Zwei Tore in sieben Partien sind jedoch zu wenig für den Anspruch des Offensivspielers. Mit Cheftrainer Uwe Rösler wird zudem ein weiterer Ex-Stürmer der Roten Teufel auf den Betzenberg zurückkehren. Rösler spielte von 1998 bis 1999 für den FCK und steuerte in 37 Pflichtspielen starke 13 Tore und zwei Vorlagen bei. Die emotionalste Rückkehr eines Bochumers ist aber eine andere: Offensivallrounder Daniel Hanslik kehrt auf den Betzenberg zurück. Im Sommer verlängerte der FCK das Arbeitspapier des Fanlieblings nicht, woraufhin „Hansi“ den Verein nach fast sechs Jahren verließ und sich dem VfL Bochum anschloss. Dort hat der Deutsch-Pole bisher einen sehr schweren Stand: Insgesamt kam er bislang in fünf der sieben Ligapartien auf gerade einmal 67 Einsatzminuten. An welchen Stellschrauben dreht Lieberknecht? Fraglich ist bislang noch, welche elf Spieler das Trainerteam der Roten Teufel in die Startelf berufen wird. Defensiv dürften keine Änderungen vorgenommen werden, sofern die in Heidenheim angeschlagen ausgewechselten Innenverteidiger Jacob Rasmussen und Maxwell Gyamfi grünes Licht geben. Sollte einer der beiden ausfallen, dürfte Alex Murphy in die erste Elf rutschen. Auch im Zentrum sollten Semih Sahin und Fabian Kunze vorerst weiterhin das Vertrauen genießen. Offensiv gestaltet sich das Ganze dann deutlich offener. Gegen Heidenheim starteten Naatan Skyttä, Marlon Ritter und Mergim Berisha, konnten nach vorne hin aber für zu wenig Gefahr sorgen. Zudem offenbarte Lieberknecht rund um die Begegnung, dass er eigentlich eine andere Idee für die Offensive im Kopf hatte, diese aus disziplinarischen Gründen jedoch nicht umsetzte. Dass dieselben drei Akteure erneut starten dürfen, gilt daher als äußerst unwahrscheinlich. Zudem drängt sich natürlich die Frage auf, ob Mittelstürmer Ivan Prtajin endlich wieder in den Kader der Pfälzer zurückkehren wird – wobei dieser nach seiner langen Pause wohl kaum ein Kandidat für die Startelf sein dürfte. Es bleibt also spannend, in welcher Besetzung die Lautrer am Samstag um den Heimsieg kämpfen werden. Voraussichtliche Aufstellung:Krahl – Rasmussen, Gyamfi, Elvedi – Haas, Sahin, Kunze, Joly – Skyttä, Sauer – Tazemeta Quelle: Treffpunkt Betze