Dezimiert in Dresden: „Für die Fans spielen“

Foto: Andreas Leiner
Foto: Andreas Leiner

Mit “Wut im Bauch” gehen verletzungsgeplagte Lautrer nach Dresden, wo erneut ein echter Charaktertest wartet. Torsten Lieberknecht geht das Spiel selbstbewusst an.

Nach den heftigen Niederlagen in Kiel und gegen Braunschweig steht für den FCK ein weiterer Härtetest in Dresden an. Die Elbflorenzer gelten als Team der Stunde, die sich zuletzt am eigenen Schopf aus dem Keller ziehen konnten. Keine guten Vorzeichen, wenn man bedenkt, dass die Roten Teufel stimmungs- sowie formtechnisch auf dem absoluten Tiefpunkt der Saison bewegen.

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Die Erinnerungen an das Rudolf-Harbig-Stadion dürften ausschließlich positiv sein, denn schließlich war es das Stadion, in dem die Roten Teufel 2022 den langersehnten Wiederaufstieg in die zweite Liga feierten. Die SGD steht nach einer turbulenten Saison knietief im Abstiegskampf, ein Dreier gegen die schwächelnden Lautrer könnte den Klassenerhalt des Aufsteigers schon fast fix machen. Mit sechs Punkten aus den letzten drei Spielen ist das Team von Thomas Stamm im Aufwind, während in Kaiserslautern die Stimmung bekanntermaßen nach unten zeigt.

“Nagt an mir“

Torsten Lieberknecht zeigte sich getroffen von der Kritik an sich und seiner Mannschaft „Wir haben etwas vermissen lassen, was als FCK-Mannschaft von großer Bedeutung ist: Körpersprache. Es gab Spiele, da haben wir gezeigt, dass wir eine Betze-Mannschaft sein können. Dieses fehlende Markenzeichen schmerzt.“ Der Bad Dürkheimer will ans Ego seiner Spieler appellieren und mahnt vor einem schweren Gegner: „Uns erwartet ein Team mit dem Messer zwischen den Zähnen. Wir müssen zeigen, dass es auch für uns um einiges geht; TV-Gelder, Endplatzierung, Ehre, Stolz. Es sollte keine Überraschung sein, was uns in Dresden erwartet. Wir wollen mit Wut im Bauch auftreten und sind in der Bringschuld. Dafür gibt es wenig Schöneres als einen solchen Hexenkessel.”

“Kein No-Name Trainer”

Das Verhältnis zur Mannschaft sieht der Cheftrainer als intakt: “Wir sind seit dem vierten Spieltag nie in Abstiegsgefahr gekommen, seitdem sind wir sicher. Das passiert nicht mit einer Mannschaft, die nicht intakt ist. Die Jungs wissen, was sie an mir haben. Differenzen gehören dazu, aber der Umgang ist sehr vernünftig.” Darüber hinaus zeigte Lieberknecht ein Selbstbewusstsein, dass sich hoffentlich auf die Mannschaft überschwappt: “Ich weiß was ich kann und was ich bereits gezeigt habe. Hier sitzt kein No-Name Trainer, hier sitzt jemand, der in seiner Karriere schon etwas nachgewiesen werde. Das werde ich auch hier beweisen.”

Zwei Schlüsselspieler fehlen

Torsten Lieberknecht wird krankheitsbedingt auf Naatan Skyttä und Daniel Hanslik verzichten müssen. Ebenso stehen Mika Haas (Rückenprobleme), Mahir Emreli (Bauchmuskulatur) und Kenny Redondo (Achillessehne) sowie der langzeitverletzte Stürmer Ivan Prtajin nicht zur Verfügung. Ji-Soo Kim ist aufgrund eines Pferdekusses fraglich.

Am Samstag werden mindestens 2.905 nach Dresden pilgern. Die Begegnung wird von Patrick Alt um 13 Uhr angepfiffen.

Quelle: Treffpunkt Betze

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