Der FCK schlägt Düsseldorf verdient mit 3:0 und zeigt mal wieder sein Heim-Gesicht. Neben einigen FCK-Akteuren, drängte sich auch der Unparteiische in den Vordergrund.
Bei der Rückkehr von Markus Anfang auf den Betzenberg – er war vor knapp einem Jahr beim 1. FCK entlassen worden – galt es für die Roten Teufel, den schlechten Auftritt gegen den 1. FC Nürnberg wieder gutzumachen. Nach 20 Minuten recht trostlosem Ball-Hin-und-Her-Geschiebe entschied Schiedsrichter Daniel Schlager, etwas Feuer reinzubringen, und zeigte nach einem Laufduell zwischen Bassette und Suso, bei dem letzterer kurz gehalten hatte, dem Düsseldorfer Torschützen aus dem Hinspiel die rote Karte. Eine sehr schmeichelhafte Entscheidung, die dem abstiegsbedrohten Team von Fortuna Düsseldorf früh den Stecker zog. Daraufhin ließ der FCK den Ball geduldig oder ideenlos zirkulieren, ehe Jacob Rasmussen nach einer Ecke (!) den FCK in Führung brachte. In der Schlussphase sorgten dann Sahin und Hanslik für den deutlichen und verdienten Heimsieg.
Geduldiger FCK
Durch die frühe rote Karte gegen Suso war die Spielanlage für den FCK ungewohnt. Mit fast 60 Prozent Ballbesitz und fast doppelt so vielen Pässen wie Düsseldorf spielte er quasi das genaue Gegenteil zum eigentlichen Spiel der Roten Teufel. Der FCK musste sich also vor allem in Geduld üben und den tief stehenden Block der Fortuna bespielen. Gerade mit der Hereinnahme von Skyttä gelang das deutlich besser. Auch nach dem 1:0 spielte der FCK die Konter meist sauber aus und hatte neben den zwei Toren durch Emreli noch eine weitere Chance.
Aslanim benim Semih
Mein Löwe, mein Torjäger! Semih Sahin ist der FCK-Spieler der Rückrunde. Sein Tor und sein Assist gegen Düsseldorf unterstrichen dies noch einmal mehr. Zunächst ein satter Schuss von der Strafraumkante, bei dem Kastenmeier nur hinterherschauen konnte. Dann folgte eine Außenristflanke à la Tobi Raschl, bei der Hanslik nur noch den Fuß hinhalten musste. Damit steht der Sommerneuzugang nun schon bei sechs Scorerpunkten in der Rückrunde. Es hätten sogar sieben sein können – oder sogar müssen. Nach einem Ballverlust von Tim Breithaupt sprintete Sahin 60 Meter über den ganzen Platz, scheiterte dann aber an Kastenmeier. Der Pass auf den mitgelaufenen Skyttä wäre die bessere Wahl gewesen. Nichtsdestotrotz stand am Ende eine weitere Top-Leistung von Sahin, der immer mehr das Niveau erreicht, das man sich im Sommer von ihm versprochen hat.
Brügge oder Düsseldorf, Hauptsache Tor!
Ein Tor nach einer Ecke – das darf man als FCK-Fan noch erleben. Gut, erst der zweite Ball von Ritter fand den Kopf von Rasmussen, aber dennoch. Damit trifft der Winterneuzugang erstmals seit knapp einem Jahr wieder, als er in der Champions-League-Qualifikation gegen Brügge traf. Auch abgesehen von seinem Tor zeigte der Däne eine starke Leistung am und gegen den Ball. Zwar merkte man ihm an der ein oder anderen Stelle die fehlende Spielpraxis an, dennoch konnte man seine Qualität erkennen. Die Synergie zwischen ihm und Gymafi sah in vielen Situationen gut aus und könnte ein Fingerzeig für die nächste Saison sein.
Quelle: Treffpunkt Betze





