Ungeschlagene Meister und Kellerkinder – Die TB Saisonprognose

Der Saisonstart steht unmittelbar bevor, weshalb es für die Treffpunkt Betze-Redaktion an der Zeit ist, einen Blick in die Kristallkugel zu werfen und die beste 2. Liga Prognose aller Zeiten zu treffen. Wer steigt auf, wer ab, was macht der glorreiche FCK und welcher Hottake wird am Ende sogar Realität ?Die Treffpunkt Betze Saisonprognose: Wer steigt auf? Flo: Der VfL Wolfsburg steigt auf, weil die Wölfe qualitativ und quantitativ sehr gut aufgestellt sind und kaum zu stoppen sein werden. Mit St. Pauli steigt zudem ein weiterer Absteiger direkt wieder auf, da Pauli einen wichtigen Kern des Kaders der Vorsaison halten konnte und meiner Einschätzung nach eine gute und vor allem defensiv starke Mannschaft hat. Jeremy: Kiel! Ein Trainer, der mit seinen alten HSV-Jungs angreift und sich in dieser engen Saison endlich mal durchsetzen kann. Unser allerliebster FCK wird unter dem Radar fliegen und tatsächlich aufsteigen. Die jungen Spieler sind hungrig, Berisha will es allen beweisen und der Anführer spielt um einen Vertrag. Mit dem FCK rechnet keiner, aber die Saison ist so eng, da schleicht man sich rein. Tkay: Der VfL Wolfsburg geht als unangefochtener Topfavorit in die Runde. Top-Trainer und Top-Kader tun ihr Übriges. Darüber hinaus ist der VfL Bochum ein interessantes Eisen für den Aufstieg: Es gab interessante Transfers und keinen schwerwiegenden Abgang. Tim: Wolfsburg, weil Geld. St. Pauli, weil der Kader gut zusammengehalten wurde und Marcel Rapp ein verdammter Magier ist. In der Relegation schlägt Paderborn Hannover 96 – sorry, Bobo! Mitti: Bochum und Darmstadt steigen auf und Wolfsburg beweist mit Hilfe zweier Trainerentlassungen, dass Geld in der zweiten Liga keine Tore schießt. In der Relegation hat Hannover dann keine Chance. Leo: Untypisch für Hamburger Clubs braucht Sankt Pauli nur eine Saison um wieder aufzusteigen. Dahinter malocht und kultet sich der VfL Bochum auf Platz 2: Die Mischung aus Vereinshymne, Kurze-Hosen-Uwe und 26-Tore-Mann Philipp Hofmann beschert den Aufstieg. Die Relegation verliert der VfL Wolfsburg schon wieder gegen Paderborn. Thomas: Am VfL Wolfsburg führt kein Weg vorbei. Dieser enorme Qualitätsunterschied zum Rest der Liga ist für die anderen Teams auf Dauer nicht zu kompensieren. Als Tabellenzweiter steigt schließlich Hannover 96 auf, da es Christian Titz schaffen wird, der Defensive mehr Stabilität zu verleihen. Wer steigt ab? Flo: Der VfL Osnabrück steigt wieder ab, da sie nach dem Aufstieg keine überzeugenden Transfers getätigt haben. Außerdem erwischt es Energie Cottbus, die ebenfalls nur wenige wirklich gute Transfers tätigen konnten und es schwer haben werden. Tkay: Es wird beide Aufsteiger treffen. Sowohl Cottbus als auch Osnabrück werden von Anfang an im Tabellenkeller stecken und aufgrund ihres unerfahrenen Kaders in Krisensituationen am Ende den Kürzeren ziehen. Tim: Vier Jahre in Folge knapp entkommen – dieses Jahr ist Braunschweig fällig. Die Relegation bedeutet den Abstieg für Tempelmann, Opoku und Co., während es für Pele Wollitz mit Cottbus und Osnabrück direkt runter geht – da fehlt es an Qualität. Mitti: Dresden kann sich schon früh ins Tabellenmittelfeld absetzen, die anderen Aufsteiger haben es schwer. Osnabrück und Cottbus steigen direkt wieder ab und auch für Braunschweig sieht es in der Relegation gegen Düsseldorf schlecht aus. Leo: Osnabrück-Fans sollten ihr MagentaSport-Passwort schon mal wieder raussuchen. Gemeinsam mit Braunschweig geht es runter. In der Relegation schlägt Bielefeld Essen. Cottbus bleibt dank Bittencourt am letzten Spieltag drin. Thomas: „Es wird den Zweitliga-Dino aus Fürth erwischen. Die letzte Saison war eigentlich schon schlimm genug. Damals wurden sie noch durch die Qualität von Hrgota und Futkeu gerettet – die sind jetzt beide weg. Dazu ist endlich auch für Eintracht Braunschweig Feierabend. Wo landet der FCK? Flo: Der FCK landet auf Platz 5 der Liga und mischt lange im Aufstiegsrennen mit. Jeremy: Platz 2, Uffstieg. Man holt Punkte und fragt sich manchmal, wie das passiert ist, aber sie sind da. Der FCK schleicht sich vorne rein, genauso wie er sich auf Platz 5 geschlichen hat. Tkay: Platz 6. Man bleibt tabellarisch auf dem gleichen Platz wie in der Vorsaison, spielt aber länger nennenswert oben mit und sammelt mehr Punkte. Tim: Ohne Transfers hat der FCK keine Chance aufs Aufstiegsrennen. Er trennt sich nach der Saison auf Platz 6 von Torsten Lieberknecht. Mitti: Die Roten Teufel beenden die Saison auf Platz 5 mit etwas mehr Punkten als in der letzten Saison. Am Ende wird man sich die Frage stellen, ob es mit oder ohne Torsten Lieberknecht in die nächste Saison geht. Leo: Am Ende wird es der undankbare vierte Platz. Man wird einige gute Chancen im Aufstiegsrennen vergeben, aber der FCK ist auf dem richtigen Weg und die Mission Aufstieg wird auf die nächste Saison vertagt. Thomas: Torsten Lieberknecht erfüllt sich und den Fans den großen Traum: Der FCK landet auf Relegationsplatz 3 und setzt sich dort gegen die SV Elversberg durch. Wer wird MVP der Liga? Flo: Wenn der Kader des VfL Wolfsburg seine PS auf die Straße bekommt , wird auch ein Spieler des VfL zum MVP werden. Es wird jedoch kein Torjäger wie Robert Glatzel oder Fabian Reese sein, sondern der offensive Mittelfeldspieler Mo Damar, der sowohl als Torschütze als auch vor allem als Top-Vorlagengeber glänzt. Jeremy: Auch wenn Fabian Reese die meisten Scorerpunkte dieser Liga haben wird, wird David Zec der Spieler sein, der den meisten „Value“, also den größten Wert für sein Team bringt. Im offensiv ausgerichteten Fußball von Tim Walter wird es wichtig sein, einen Spieler zu haben, der hinten die Stellung hält. Zec wird dieser Spieler sein und damit erhebliche Anteile am Aufstieg der Kieler haben. Am einen oder anderen Tor wird er auch beteiligt sein. Tkay: Die beste Mannschaft stellt auch den MVP: Der ehemalige Lautrer Robert Glatzel wird mit Abstand Torschützenkönig. Tim: Ein letztes Mal – Marvin Wanitzek beendet seine Karriere als Ligatopscorer. Punkte holt er in beiden Derbys trotzdem keine. Mitti: Ivan Prtajin wird Torschützenkönig, obwohl er erst in der zweiten Saisonhälfte angreifen kann. Alle sind sich sicher: Ohne seine Verletzung würde der FCK schon längst an der Conference League anklopfen. Leo: Der Zweitliga-Zidane: Branimir Hrgota. 15 Tore, 15 Vorlagen. Thomas: Hate him or love him – Baris Atik wird wieder

Die Letzten ihrer Art – Saisonrückblick 2009/2010

Der letzte offizielle Titel – abgesehen vom Südwest-Pokal und dem SunExpress Cup in Belek – liegt nun schon mehr als 16 Jahre zurück. Höchste Zeit, auf die letzte Meistersaison zurückzublicken! Die Ausgangslage In der Vorsaison 2008/2009 landet der FCK auf dem 7. Platz. Nach dem Beinahe-Abstieg in der Saison davor ein Schritt in die richtige Richtung. Bereits im Sommer davor wurde der Grundstein für die Erfolgsmannschaft gelegt. Mit Amedick, Lakic, Sydney Sam und Florian Dick landete man auf dem Transfermarkt direkt mehrere Volltreffer, sodass Stefan Kuntz im Sommer 2009 keine großen Investitionen mehr tätigen musste und den Kader punktuell mit Leihspielern verstärkte. Ivo Iličević und Rodnei sind die beiden wohl wichtigsten Neuzugänge, die in diesem Sommer beim FCK unterschreiben. Zudem steht mit Marco Kurz ein neuer Trainer an der Seitenlinie, nachdem Milan Sasic vor Ende der letzten Saison entlassen wurde. Kurz war wenige Monate zuvor bei 1860 entlassen worden und sollte nun den FCK kurz- oder langfristig wieder in die Bundesliga führen. Der Kader Nur drei Dinge sind im Leben sicher: der Tod, die Steuern und dass der FCK einen guten Torhüter hat. In der Saison 09/10 war Tobi Sippel die unumstrittene Nummer 1 im Tor. Der Schlussmann spielte 13-mal zu Null und stellte mit nur 28 Gegentoren die beste Defensive der Liga. Das war natürlich nicht allein sein Verdienst. Die vier Spieler vor ihm – Bugera, Amedick, Rodnei und Dick – bildeten eine Abwehr aus Granit. Doch sie waren nicht nur in der Defensive unersetzlich. Amedick und Rodnei schossen zusammen neun Tore, allein Bugera bereitete elf weitere vor und auch Flo Dick steuerte vier Vorlagen dazu. Damit waren sie an 24 von 56 Toren direkt beteiligt. Im Mittelfeld bestand die Doppelsechs in der Regel aus Jiri Bilek und Georges Mandjeck. Letzterer kam bereits in der Saison zuvor per Leihe zum FCK und steigerte durch seine guten Leistungen in den zwei Jahren seinen Marktwert von 100 Tausend auf 2 Millionen. Leider sah der FCK durch das Leihgeschäft nichts von diesem Geldregen. Im 4-4-2 von Marco Kurz bildeten Sidney Sam und Ivo Iličević die Flügelzange. Wie die jungen Kids von heute sagen würden: Aura! Sidney Sam erzielte überragende 10 Tore und gab 7 Vorlagen als Flügelspieler, Ivo Ilicevic steuerte weitere 9 Scorerpunkte bei. Im Sturm musste der FCK zu Beginn der Saison verletzungsbedingt auf Srdjan Lakić verzichten. Für ihn sollten Erik Jendrisek und Adam Nemec die Tore schießen. Vor allem ersterer übernahm diese Aufgabe voll und ganz: 15 Tore und drei Vorlagen schoss Jendrisek in der Saison. Adam Nemec und der genesene Srđan Lakić steuerten noch fünf bzw. sieben weitere Tore bei. Der Saisonverlauf
 Nach der miserablen Vorbereitung war die Stimmung beim FC Kaiserslautern vor dem Auftaktspiel im DFB-Pokal gegen Eintracht Braunschweig alles andere als euphorisch. Als dann Iličević nach 36 Minuten mit einer roten Karte vom Platz flog, war die Aussicht auf die kommenden Monate für den einen oder anderen Fan deutlich getrübt. In der zweiten Hälfte köpfte Nemec die Roten Teufel dann aber eine Runde weiter, sodass vor dem Zweitliga-Auftakt die Pflichtaufgabe erfüllt war. 
 Dieser gelang dem FCK dann aber voll und ganz. Es gab zwei Siege zum Start gegen Fürth und Ahlen sowie zwei Unentschieden gegen Aachen und Paderborn. Der Knoten platzte dann endgültig im Heimspiel gegen Peter Neururer und den MSV Duisburg. 4:1 unter Flutlicht am Betzenberg. Amedick erzielte nach einem Standard das 1:0, Sam, Jendrisek und Nemec legten nach der Pause innerhalb von einer Viertelstunde nach. In den Schlussminuten trug sich noch ein weiterer Lautrer in die Torschützenliste ein – leider auf der falschen Seite. Rodnei schenkte den Zebras den Ehrentreffer. Nun folgte eine englische Woche, von der jeder FCK-Fan nur träumen kann. Zunächst besiegte man St. Pauli im Topspiel mit 2:1, dann schaltete man Bayer Leverkusen im Pokal aus und zum krönenden Abschluss gab es noch einen Derbysieg gegen den KSC, wodurch man die Tabellenführung übernahm. Doch bekanntlich folgt auf ein Hoch ein Tief: Im Oktober holte der FCK lediglich einen Sieg und flog gegen Werder Bremen im Pokal raus. Doch weil auf ein Tief bekanntlich ein Hoch folgt, startete der FCK nach dem Pokalaus eine Serie von sechs Siegen am Stück und übernahm wieder die Tabellenführung, die er bis zum Ende der Saison nicht mehr hergab. Auch in der Rückrunde blieb der FCK, insbesondere dank seiner hervorragenden Defensive, nahezu unschlagbar. Zwischenzeitlich fuhr man zehn Spiele ohne Niederlage ein. Am 31. Spieltag machte der FCK mit einem 2:1-Sieg gegen Bielefeld den Aufstieg fast perfekt. Mit acht Punkten Vorsprung auf den Drittplatzierten Augsburg hatte man am nächsten Spieltag im eigenen Stadion gegen den Tabellen-16., Hansa Rostock, die Chance, den Aufstieg perfekt zu machen. Doch wie man den FCK kennt, scheiterte man mit Bravour daran. Sam verschoss einen Elfmeter und Bugera flog vom Platz. Am Ende verlor der FCK 0:1 gegen Rostock und die Aufstiegsparty musste verschoben werden. Allerdings nur um zwei Tage, denn der FSV Frankfurt erkämpft ein Unentschieden gegen den FC Augsburg und schießt damit den FCK zurück in die Bundesliga. Am Ende steigt man mit 67 Punkten als Meister auf und krönt damit eine mitreißende Saison. 


 Die Treffpunkt-Betze-Awards der Saison Spieler der Saison: Martin AmedickTor der Saison: Alexander Bugera gegen Fürth (1. Spieltag)Trikot: Heim 8/10, Auswärts 7,5/10Jubel der Saison: Ivo Iličević gegen AhlenFrisur der Saison: Martin AmedickWahrscheinlichkeit, nach dem dritten Bier über die Mannschaft zu schwärmen: 100 % Quelle: Treffpunkt Betze