Bevor es weitergeht: Das 2. Bundesliga Power-Ranking – Teil 1

Anlässlich der sich zum Ende neigenden XXL-Länderspielpause stellt Treffpunkt Betze die Mannschaften der zweiten Liga im Format eines Power Rankings vor. Dabei konzentrieren wir uns auf die Form aus den letzten drei Spielen, die jeweiligen Kader und was sich (nicht) geändert hat, und versuchen so, die momentan stärksten und schwächsten Mannschaften der 2. Bundesliga zu ermitteln. Was ist ein Power-Ranking? Power-Rankings sind eine Institution im US-Sport. Anhand der Formkurve versuchen Redaktionen im ganzen US-Sport die Mannschaft(en) der Stunde zu küren. Dabei bleiben aber auch das Potential des Kaders und die aktuelle Kadersituation nicht unberücksichtigt. Sie werden in der Regel im Laufe der Saison aktualisiert und bilden immer eine Momentaufnahme des Zustands der Liga ab, die über die bloße Tabelle hinausgeht. Sie sind also keine Vorhersage der Endplatzierung. Teil des Formats ist auch, dass die Expertise und die Meinung der jeweiligen Redakteure mit einfließen. Platz 18 – Eintracht Braunschweig Trainer: Lars Kornetka Kader-Marktwert: 20,98 Mio. € Form aus den letzten 3 Spielen: N – U – N (1 Punkt) Aktueller Tabellenplatz: 15 Spiele gegen den FCK: Spieltage 6 (1:0) & 23 Eintracht Braunschweig ist nach dem fulminanten Start beim 6:1-Erfolg gegen den 1. FC Magdeburg dramatisch abgestürzt. Nach sechs Spieltagen stehen 4 Punkte und fünf verletzte Spieler, darunter potenzielle Stammspieler, zu Buche. Immerhin: die Innenverteidiger Andi Hoti und Isidoros Koutsidis sind voraussichtlich zum Liga-Restart wieder verfügbar. Dennoch stellt sich ohne echte Ausnahmespieler die Frage, ob Eintracht Braunschweig bestehen kann. An Trainer Kornetka will man wohl vorerst festhalten. Platz 17 – SV Darmstadt 98 Trainer: Florian Kohfeldt Kader-Marktwert: 25,15 Mio. € Form aus den letzten 3 Spielen: N – S – N (3 Punkte) Aktueller Tabellenplatz: 18 Spiele gegen den FCK: Spieltage 4 (3:0) & 21 Die Lilien mussten im letzten Transferfenster den Abgang einiger Leistungsträger verkraften. Darunter Oscar Lidberg, der nun eine Etage höher bei Mönchengladbach kickt, Fraser Hornby zum neuen Ligakonkurrenten aus Wolfsburg und Innenverteidiger Matej Maglica, der auf dem Betzenberg hoch gehandelt wurde. Florian Kohfeldts Mannschaft schien bis hierhin nicht in der Lage, diese Abgänge aufzufangen. Die drei Punkte aus dem Heimsieg gegen Bielefeld waren ein Lichtblick, doch noch keiner der durchaus spannenden Neuzugänge schlägt ein. Bleibt das aus, kann es für Kohfeldt und den SVD schnell düster werden. Platz 16 – Holstein Kiel Trainer: Tim Walter Kader-Marktwert: 33,73 Mio. € Form aus den letzten 3 Spielen: U – N – U (2 Punkte) Aktueller Tabellenplatz: 16 Spiele gegen den FCK: Spieltage 13 & 30 Auch der Start der Störche hätte deutlich besser verlaufen können. Unter Tim „Ich gucke nie 2. Liga“ Walter erhoffte man sich einen ruhigeren Saisonverlauf als in der letzten Spielzeit. Bislang weit gefehlt. Der Abgang von Alexander Bernhardsson schmerzt. Noch geht an der Kieler Förde außer Phil Harres mit seinen 4 Treffern keiner mit Leistung voran, dazu kommt auch eine Ladung Pech in den jeweiligen Spielverläufen. Erfahrene Kräfte im Kader könnten, gepaart mit einem pragmatischeren Ansatz Walters, das Ruder an der Ostsee herumreißen, ehe die Mannschaft endgültig ins Schwimmen gerät. Platz 15 – Arminia Bielefeld Trainer: Oliver Kirch Kader-Marktwert: 19,95 Mio. € Form aus den letzten 3 Spielen: U – N – U (2 Punkte) Aktueller Tabellenplatz: 16 Spiele gegen den FCK: Spieltage 15 & 32 Nach der Trennung von Erfolgscoach Mitch Kniat aufgrund verschiedener Auffassungen über die Zukunft übernahm Ex-Lautrer Oliver Kirch die Arminia. Die Ostwestfalen verstärkten den Kader nur punktuell. Das Ziel der Arminia ist der Klassenerhalt und die Wiederetablierung in der 2. Liga nach der jüngsten Erfahrung in der 3. Liga. Noch scheint nicht alles ineinander zu greifen. Zuhause ist die Arminia dennoch ungeschlagen und hat in jedem Spiel getroffen. Platz 14 – Dynamo Dresden Trainer: Thomas Stamm Kader-Marktwert: 23,98 Mio. € Form aus den letzten 3 Spielen: N – U – N (1 Punkt) Aktueller Tabellenplatz: 17 Spiele gegen den FCK: Spieltage 12 & 29 Dynamo hat sich auf dem Transfermarkt kräftig verstärkt. 14(!) Externe Neuzugänge gab es beim Umbruch der Sachsen. 13 Spieler stehen auf der Abgangsseite. Das ist auch der Hauptgrund für die im Vergleich zum Tabellenplatz hohe Platzierung in diesem Ranking. Der Kader hat großes Potential und Thomas Stamm hat bewiesen, dass er ein mehr als kompetenter Trainer in der 2. Bundesliga ist. Deswegen schiebt sich Dynamo vor die aktuell noch stabilere Arminia und Holstein Kiel, bleibt aber wegen der bisher schwachen Leistungen im unteren Mittelfeld. Platz 13 – SpVgg Greuther Fürth Trainer: Heiko Vogel Kader-Marktwert: 20,50 Mio. € Form aus den letzten 3 Spielen: N – U – U (2 Punkte) Aktueller Tabellenplatz: 12 Spiele gegen den FCK: Spieltage 14 & 31 Das Kleeblatt hat sich im Vergleich zur letzten Saison, in der ein Abstieg nur in der Relegation abgewendet werden konnte, stabilisiert. Sie stehen defensiv um vier Gegentore besser da als letztes Jahr, verlieren weniger Spiele als die direkte Konkurrenz und haben in jedem Ligaspiel getroffen. Im Sommer haben die Franken den Kader ebenfalls punktuell verstärkt, mit Paul Will blieb ein Leistungsträger der letzten Spielzeit. Die vielen Unentschieden bis zu diesem Punkt führen zum Schluss, dass die SpVgg entweder mehr Tore schießen oder weniger kassieren muss, wenn sie komfortabler sein will. Platz 12 – Karlsruher SC Trainer: Maximilian Senft Kader-Marktwert: 37,83 Mio. € Form aus den letzten 3 Spielen: U – N – N (1 Punkt) Aktueller Tabellenplatz: 14 Spiele gegen den FCK: Spieltage 2 (0:0) & 19 Aller Anfang ist schwer. So auch der von Maximilian Senft als Cheftrainer in Karlsruhe. Der Kader, der im Sommer mit einigen spannenden Spielern verstärkt wurde, gibt auf dem Papier mehr her als einen Punkt aus den letzten 3 Spielen. Durch diese Phase steht der KSC nun nur mit 5 Punkten, 3 davon aus einem Auftaktsieg, da. Doch das Auftaktprogramm war nicht gerade leicht. Zudem fehlt mit Moritz Broschinski ein Mittelstürmer, der zu Beginn der Saison gleich zweimal netzen konnte. Wenn die Badener das in ihrem Kader vorhandene Potential auch nutzen, ist mehr drin. Platz 11 – VfL Osnabrück Trainer: Timo Schultz Kader-Marktwert: 13,00 Mio. € Form aus den letzten 3 Spielen: S – N – U (4